Historische Leporellos & Foto-Mäppchen – Sammlung historischer Kleinbildfotografien.

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  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 21:45:53
    Ja – dieses Foto ist wesentlich aussagekräftiger. Und ich würde eine **Korrektur zu meiner vorherigen Einordnung** machen: Das hier ist tatsächlich der **Feldberger Hof im Schwarzwald**, nicht der gleichnamige Feldberghof im Taunus. Der heutige „Feldberger Hof“ liegt direkt am Feldberg im Hochschwarzwald.

    ### Was auf dem Foto zu sehen ist

    Die Aufnahme zeigt eine **größere Hotel-/Gasthausanlage in tief verschneiter Umgebung**. Besonders charakteristisch sind:

    - der langgestreckte Gebäudekomplex mit mehreren miteinander verbundenen Baukörpern,
    - die steilen, stark verschneiten Dächer,
    - zahlreiche kleine Dachgauben,
    - ein deutlich größerer Hauptbau rechts,
    - ein niedrigerer Gebäudeteil links,
    - davor eine weitgehend unberührte Schneefläche,
    - mehrere **Schneespuren bzw. präparierte Wege** führen auf die Gebäude zu,
    - aus mehreren Schornsteinen steigt Rauch auf – die Anlage war also im Winter tatsächlich in Betrieb.

    Das ist keine reine Landschaftsaufnahme: Der **Hotelbetrieb und der Wintersport-Tourismus** stehen hier eindeutig im Mittelpunkt.

    ### Historisch besonders interessant

    Der heutige Feldberger Hof befindet sich auf etwa **1.300 m Höhe** und ist ein sehr alter touristischer Standort am Feldberg. Die heutige Anlage ist allerdings nicht mit dem Gebäude auf deinem Foto identisch. Das aktuelle Hotel besteht in seiner heutigen Form aus späteren Bauphasen.

    Damit ist dein Foto als **historisches Vergleichsbild** besonders wertvoll: Die Architektur, die wir hier sehen, kann mit späteren Aufnahmen des Feldberger Hofs verglichen werden.

    ### Zur Datierung des Fotos

    Ich würde es **nicht mehr pauschal in die 1930er Jahre datieren**, wie ich beim Deckblatt vorsichtig vermutet hatte.

    Aus dem Bild selbst ergeben sich aber einige Hinweise:

    **Eher frühe bis mittlere Mitte des 20. Jahrhunderts:**
    - klassische Schwarzweiß-Silbergelatine-Anmutung,
    - sehr starke Schneesituation,
    - keinerlei moderne Infrastruktur,
    - keine Autos auf dem sichtbaren Platz,
    - traditionelle Hotelarchitektur,
    - offenbar touristische Wintersportaufnahme.

    Für eine präzisere Datierung würde ich zunächst **ca. 1930–1950** als Arbeitsbereich ansetzen. Ob das Foto tatsächlich aus der Vorkriegszeit stammt, lässt sich anhand dieses einzelnen Bildes noch nicht sicher sagen.

    ### Ein wichtiger Punkt für die gesamte Serie

    Das Foto trägt die Bezeichnung **„Feldberghof“**. Der Name ist historisch etwas tückisch, weil es mehrere Feldberg-Gasthäuser mit ähnlichen Namen gibt.

    Der Schwarzwälder **Feldberger Hof** ist heute noch existent; die offizielle Geschichte des Hauses bestätigt die Lage am Feldberg und seine lange touristische Nutzung.

    Damit haben wir jetzt einen sehr guten **Ankerpunkt für die übrigen neun Bilder**.

    Wenn du mir die nächsten Fotos schickst, kann ich sie **nicht nur einzeln beschreiben**, sondern eine richtige Rekonstruktion der Serie machen: **Gebäude identifizieren → Aufnahmestandpunkt bestimmen → Veränderungen am Feldberger Hof feststellen → Datierung der gesamten Mappe eingrenzen.** Das dürfte bei dieser Serie ziemlich ergiebig sein.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 21:41:31
    Ja – dieses Bild lässt sich deutlich genauer analysieren. Es handelt sich offenbar um das **Deckblatt eines kleinen Souvenir-Fotomäppchens** und nicht um eines der zehn eigentlichen Fotos.

    ### Bildanalyse

    **Objekt**
    - Titel: **„DER FELDBERG / IM WINTER“**
    - Untertitel bzw. Herausgeberhinweis: **„10 KRESSE-PHOTOS“**
    - Verlag: **Photoverlag E. Kresse, Hinterzarten**
    - Format laut deiner Angabe: etwa **7 × 9 cm**
    - Das Deckblatt ist typografisch sehr schlicht gestaltet und verwendet ein **hochformatiges, lachs-/rosafarbenes Papier**.

    **Das Titelmotiv**
    In der Mitte befindet sich eine kleine Schwarzweißfotografie:
    - tief verschneite, leicht wellige Landschaft,
    - ein einzelner, stark mit Schnee beladener Baum im Vordergrund,
    - dahinter ein **Schwarzwaldhaus bzw. eine kleine Hütte**,
    - weitere Gebäude bzw. Landschaftselemente am rechten Bildrand,
    - im Hintergrund ein sanft ansteigender, schneebedeckter Bergrücken.

    Die Aufnahme ist damit sehr typisch für die **touristische Schwarzwald-Bildsprache der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts**: Nicht der Gipfel oder ein spektakuläres Panorama steht im Mittelpunkt, sondern eine idyllische, nahezu unberührte Winterlandschaft.

    ### Interessant ist die Gestaltung

    Die Kombination aus

    > **„DER FELDBERG / IM WINTER“**

    und

    > **„10 KRESSE-PHOTOS“**

    macht klar, dass das Produkt als **kleine fotografische Souvenirserie** verkauft wurde. Das ist etwas anderes als eine einzelne Ansichtskarte. Der Käufer bekam offenbar eine zusammengehörige Folge von zehn Aufnahmen.

    Dass das Deckblatt selbst schon ein Wintermotiv zeigt, ist ebenfalls typisch: Es dient als **visuelle Vorschau auf den Inhalt**.

    ### Zeitliche Einordnung

    Hier wird es besonders interessant.

    Für den **Photoverlag E. Kresse in Hinterzarten** lassen sich historische Bildpostkarten spätestens für die **frühen 1930er Jahre** nachweisen. Eine Kresse-Ansichtskarte aus Hinterzarten ist beispielsweise mit **1931** belegt; auch andere Kresse-Karten werden um 1930 eingeordnet.

    Das vorliegende Mäppchen würde ich deshalb **vorläufig in die 1930er bis möglicherweise frühen 1940er Jahre** einordnen. Das ist allerdings noch **keine gesicherte Datierung** des konkreten Exemplars.

    Die Gestaltung passt gut in diese Zeit:
    - serifenlose, kräftige Versalien,
    - sehr reduzierte grafische Gestaltung,
    - dekorativer Rahmen,
    - kleine monochrome Fotografie,
    - touristische Vermarktung des Schwarzwalds als Winterlandschaft.

    ### Ein besonders wichtiger Hinweis

    Auf dem Deckblatt steht ausdrücklich **„10 KRESSE-PHOTOS“**. Wenn auf der von dir verlinkten Seite **11 Bilder** vorhanden sind, ist das sehr wahrscheinlich kein Widerspruch:

    **1 × Deckblatt + 10 × Fotografien = 11 Scans.**

    Das würde exakt zu diesem Mäppchen passen.

    ### Was ich an diesem Exemplar besonders spannend finde

    Das Titelbild zeigt wahrscheinlich **nicht einfach irgendeine Winterlandschaft**, sondern möglicherweise eine konkrete, damals bekannte Feldberg-Unterkunft oder Landschaftsszenerie. Gerade weil das Foto klein und stark gerastert ist, sind einzelne Gebäude momentan schwer sicher zu identifizieren.

    Wenn du mir jetzt **die zehn Innenseiten/Fotos einzeln oder als Sammelbild hochlädst**, kann ich sie miteinander abgleichen. Besonders interessant wären dabei:

    1. **Welche Gebäude sind zu sehen?**
    2. **Welche Motive lassen sich geografisch am Feldberg lokalisieren?**
    3. **Gibt es historische Gebäude, die heute verschwunden oder verändert sind?**
    4. **Welche Wintersportarten bzw. Verkehrsmittel sind dargestellt?**
    5. **Lässt sich anhand von Kleidung, Fahrzeugen, Gebäuden und Drucktechnik die Datierung enger auf z. B. 1930–1935 eingrenzen?**
    6. **Sind einzelne Aufnahmen möglicherweise von derselben Fotoreihe bzw. demselben Fotografen?**

    Gerade die **zehn Innenaufnahmen zusammen** könnten eine wesentlich genauere Datierung und sogar eine Rekonstruktion der damaligen touristischen Landschaft am Feldberg ermöglichen.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 18:04:10
    Damit ist die Serie jetzt **vollständig**: Das letzte Bild ist

    > **„Oberes Murgtal – Huzenbachsee 747 m ü. M.“**

    Damit haben Sie mir tatsächlich **alle 12 Fotografien** der Mappe gezeigt. Und mit der vollständigen Serie lässt sich die Einschätzung jetzt deutlich fundierter vornehmen.

    ## Die komplette 12er-Serie

    | Nr. | Motiv | RLM-Freigabe | Datierung |
    | --: | ------------------------------------------- | -------------- | --------: |
    | 1 | Schwarzenberg, 600–800 m ü. M. | **E 7185/40** | 1940 |
    | 2 | Schwarzenbach-Talsperre | **E 8858/40** | 1940 |
    | 3 | Schönmünzach i. Murgtal | **E 10508/41** | 1941 |
    | 4 | Klosterreichenbach, 520 m ü. M. | **E 15161/41** | 1941 |
    | 5 | Baiersbronn, 600 m ü. M. | **E 15162/41** | 1941 |
    | 6 | Mummelsee, 1036 m ü. M. | – | offen |
    | 7 | Schönmünzach im Murgtal | – | offen |
    | 8 | Freudenstadt, 740 m ü. M. | – | offen |
    | 9 | Schurmsee, 789 m ü. M. | – | offen |
    | 10 | Freudenstadt, 740 m ü. M. – weitere Ansicht | **E 15190/41** | 1941 |
    | 11 | Wildsee, 912 m ü. M. | – | offen |
    | 12 | **Huzenbachsee, 747 m ü. M.** | – | offen |

    ### Ein besonders wichtiger Befund

    Die Serie enthält **vier eindeutig mit RLM-Freigaben von 1941 gekennzeichnete Aufnahmen**:

    * E 10508/41 – Schönmünzach
    * E 15161/41 – Klosterreichenbach
    * E 15162/41 – Baiersbronn
    * E 15190/41 – Freudenstadt

    Dazu kommen zwei Aufnahmen von 1940.

    Damit ist **1941 als spätester belegter Bildjahrgang eindeutig**. Die Mappe kann also nicht bereits 1940 in dieser konkreten Zusammenstellung erschienen sein.

    Allerdings möchte ich eine frühere Aussage von mir etwas zurücknehmen: **Aus den RLM-Nummern allein lässt sich das Erscheinungsjahr der Mappe nicht mit absoluter Sicherheit auf 1941 festlegen.** Sie datieren die jeweiligen genehmigten Aufnahmen, nicht zwangsläufig den späteren Druck der Fotomappe.

    ### Meine endgültige Datierung

    Ich würde die Mappe jetzt wissenschaftlich vorsichtig so angeben:

    > **Gebr. Metz, Tübingen, „Oberes Murgtal – Freudenstadt–Schönmünzach“, 12 Photographien, 6½ × 9 cm, vermutlich 1941/42; wahrscheinlich nach 1941.**

    Wenn Sie eine **einzige Jahreszahl** benötigen, würde ich **1941/42** bevorzugen und nicht einfach „1941“ schreiben.

    Das Stadtmuseum Tübingen dokumentiert übrigens eine andere Gebr.-Metz-Fotomappe mit **exakt 12 Fotografien im Format 6,5 × 9 cm** und datiert dieses vergleichbare Produkt auf **„um 1950“**. Das zeigt, dass die äußere Gestaltung allein keine Jahresdatierung erlaubt. ([Stadtmuseum Tübingen][1])

    ## Auflage

    Hier bleibt die Lage leider eindeutig:

    **Eine belegte Auflagenzahl dieser speziellen „Oberes Murgtal“-Mappe konnte ich nicht finden.**

    Ich würde deshalb keine Zahl wie „5.000 Exemplare“ als Tatsache angeben. Es handelt sich offenbar um ein touristisches Massenprodukt von Gebr. Metz, aber die konkrete Auflage dieser Ausgabe ist derzeit nicht dokumentiert.

    ## Wert der kompletten Mappe

    Jetzt, nachdem wir wissen, dass **alle 12 Originalfotografien vorhanden sind**, würde ich meine frühere Wertschätzung etwas nach oben korrigieren.

    Für einen normalen Verkauf unter Sammlern würde ich ungefähr ansetzen:

    * **Mappe leer:** 5–15 €
    * **unvollständig:** 15–30 €
    * **komplett mit allen 12 Fotos, durchschnittlicher Zustand:** **40–70 €**
    * **komplett und sehr gut erhalten:** **70–100 €**
    * **sehr guter Originalzustand + nachweislich frühe Ausgabe + attraktiver Sammler-/Heimatkundemarkt:** **100–150 €**, eventuell etwas darüber

    **Mein realistischer Schätzwert für Ihr vollständiges Exemplar: etwa 70–100 €.**

    Das ist allerdings ein **Sammler-/Marktwert**, keine verbindliche Auktionstaxe.

    ### Was den Wert besonders interessant macht

    Die Serie ist nicht nur wegen der Mappe interessant. Sie dokumentiert den **Zustand zahlreicher Schwarzwaldorte und Landschaften um 1940/41**, darunter:

    **Freudenstadt, Baiersbronn, Klosterreichenbach, Schwarzenberg, Schönmünzach, Huzenbach sowie Mummelsee, Wildsee, Schurmsee und Schwarzenbach-Talsperre.**

    Gerade die RLM-freigegebenen Luftaufnahmen machen die Bilder für **Heimatforscher, Ortsgeschichtler und Sammler historischer Schwarzwaldfotografie** interessanter als gewöhnliche touristische Souvenirbilder.

    ### Mein Katalogtext für Ihre Sammlung

    > **Gebr. Metz, Tübingen – Oberes Murgtal. Freudenstadt–Schönmünzach.**
    > Original-Fotomappe mit 12 Photographien im Format 6½ × 9 cm. Enthält Ansichten von Freudenstadt, Baiersbronn, Klosterreichenbach, Schwarzenberg, Schönmünzach, Huzenbachsee, Schurmsee, Wildsee, Mummelsee und Schwarzenbach-Talsperre. Mehrere Aufnahmen mit RLM-Freigaben **E 7185/40, E 8858/40, E 10508/41, E 15161/41, E 15162/41 und E 15190/41**. **Datierung: vermutlich 1941/42.** Vollständiges Exemplar mit 12 Fotografien.

    **Fazit:** Sie besitzen nicht nur die leere Mappe, sondern ein **komplettes 12-teiliges Originalset**. Das ist für die Bewertung entscheidend. Ich würde es **nicht unter 50 € abgeben**; bei sehr gutem Zustand wäre ein Ansatz von **ca. 90–120 €** für einen privaten Verkauf durchaus vertretbar.

    [1]: https://www.stadtmuseum-tuebingen.de/wp-content/uploads/2024/06/Ansichten-Einsichten.pdf?utm_source=chatgpt.com "Ansichten – Einsichten"
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 17:55:26
    Aufschrift:

    „Oberes Murgtal – Wildsee 912 m ü. M.“

    Das Motiv zeigt den Wildsee im Nordschwarzwald, vermutlich aus Richtung der Hochfläche aufgenommen. Die Aufnahme fügt sich sehr gut in die bisher erkennbare touristische Konzeption der Serie ein.

    Bisherige vollständige Liste
    Nr. Motiv RLM-Freigabe Jahr
    1 Schwarzenberg, 600–800 m E 7185/40 1940
    2 Schwarzenbach-Talsperre E 8858/40 1940
    3 Schönmünzach E 10508/41 1941
    4 Klosterreichenbach, 520 m E 15161/41 1941
    5 Baiersbronn, 600 m E 15162/41 1941
    6 Mummelsee, 1036 m – offen
    7 Schönmünzach, zweite Ansicht – offen
    8 Freudenstadt, 740 m – offen
    9 Schurmsee, 789 m – offen
    10 Freudenstadt, zweite Ansicht E 15190/41 1941
    11 Wildsee, 912 m – offen
    Interessant für die Einordnung

    Jetzt wird die Auswahl der Motive sehr deutlich: Die Mappe präsentiert nicht nur die Orte des Murgtals, sondern auch die bekannten Ausflugsziele des Schwarzwaldhochlands:

    Mummelsee
    Wildsee
    Schurmsee
    Schwarzenbach-Talsperre

    Daneben stehen die Fremdenverkehrsorte Freudenstadt, Baiersbronn, Klosterreichenbach, Schwarzenberg und Schönmünzach.

    Das ist somit eine ziemlich typische touristische Gebr.-Metz-Fotoserie über das Obere Murgtal und seine Ausflugsziele.

    Datierung

    Durch die inzwischen sehr vielen RLM-Nummern aus 1941, insbesondere

    E 15161/41 – E 15162/41 – E 15190/41

    halte ich 1941 als Entstehungs-/Zusammenstellungsjahr der Serie inzwischen für sehr wahrscheinlich.

    Allerdings würde ich weiterhin nicht behaupten, dass die Mappe nachweislich 1941 erschienen ist. Dafür fehlt uns bislang ein zeitgenössischer Verlagskatalog oder ein datierter Händlernachweis. 1941/42 ist daher die seriösere Angabe.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 17:53:11
    Das ist Foto Nr. 10 von 12 – und dieses Bild liefert erneut einen sehr starken Datierungshinweis.

    Aufschrift:

    „Oberes Murgtal – Höhenluftkurort Freudenstadt 740 m ü. M.“
    „freigeg. d. RLM. Metz Nr. E 15190/41“

    Neuer Stand der Serie
    Nr. Motiv RLM-Freigabe Jahr
    1 Schwarzenberg, 600–800 m E 7185/40 1940
    2 Schwarzenbach-Talsperre E 8858/40 1940
    3 Schönmünzach E 10508/41 1941
    4 Klosterreichenbach, 520 m E 15161/41 1941
    5 Baiersbronn, 600 m E 15162/41 1941
    6 Mummelsee, 1036 m – offen
    7 Schönmünzach, zweite Ansicht – offen
    8 Freudenstadt, 740 m – offen
    9 Schurmsee, 789 m – offen
    10 Freudenstadt, 740 m – Luftaufnahme E 15190/41 1941
    Besonders interessant: E 15161/41 bis E 15190/41

    Wir haben jetzt drei RLM-Aufnahmen aus demselben Jahr:

    E 15161/41 – Klosterreichenbach
    E 15162/41 – Baiersbronn
    E 15190/41 – Freudenstadt

    Das ist ein bemerkenswert enger Nummernbereich. Es spricht sehr dafür, dass diese Aufnahmen aus demselben größeren Aufnahme-/Bearbeitungskomplex von 1941 stammen.

    Das neue Freudenstadt-Foto ist außerdem eine andere Ansicht als das bereits gezeigte Freudenstadt-Foto Nr. 8. Wir haben somit mindestens zwei verschiedene Freudenstadt-Motive in der Mappe.

    Konsequenz für die Datierung

    Die bisherige Einschätzung wird dadurch noch belastbarer:

    Die verwendeten Aufnahmen stammen überwiegend aus 1940/41; die Mappe selbst dürfte frühestens 1941 zusammengestellt worden sein.

    Ich würde derzeit daher ansetzen:

    Gebr. Metz, Tübingen – „Oberes Murgtal – Freudenstadt–Schönmünzach“
    Erscheinungszeit wahrscheinlich 1941/42, am wahrscheinlichsten 1941.

    Eine noch genauere Aussage zum Erscheinungsjahr ist möglich, wenn wir die letzten beiden Bilder sehen und dort vielleicht weitere Nummern im Bereich E 151xx/41 auftauchen.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 17:51:35
    Das ist Foto Nr. 9 von 12:

    „Oberes Murgtal – Schurmsee 789 m ü. M.“

    Der Schurmsee liegt im nördlichen Schwarzwald bei Baiersbronn und passt damit geografisch sehr gut in diese Serie.

    Aktueller Stand
    Nr. Motiv RLM-Nr. Jahr
    1 Schwarzenberg, 600–800 m E 7185/40 1940
    2 Schwarzenbach-Talsperre E 8858/40 1940
    3 Schönmünzach i. Murgtal E 10508/41 1941
    4 Klosterreichenbach, 520 m E 15161/41 1941
    5 Baiersbronn, 600 m E 15162/41 1941
    6 Mummelsee, 1036 m – offen
    7 Schönmünzach, zweite Ansicht – offen
    8 Freudenstadt, 740 m – offen
    9 Schurmsee, 789 m – offen

    Damit fehlen nur noch 3 von 12 Fotografien.

    Bemerkenswert

    Die Serie enthält inzwischen eine ganze Reihe von Seen und Talsperren:

    Mummelsee
    Schwarzenbach-Talsperre
    Schurmsee

    Daneben die wichtigen Fremdenverkehrsorte des Murgtals. Das bestätigt sehr schön den Charakter als touristische Bilderserie des Oberen Murgtals und des angrenzenden Schwarzwaldhochlands.

    Beim Schurmsee ist auf der Vorderseite keine RLM-Freigabenummer erkennbar. Daher würde ich auch dieses Bild nicht künstlich auf 1940 oder 1941 datieren. Die 1940/41-Datierung der Serie als Ganzes bleibt aber durch die fünf bereits belegten RLM-Aufnahmen sehr gut gestützt.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 17:50:22
    Das ist das 8. Foto von 12 – und damit können wir die Serie weiter vervollständigen.

    Foto 8: Freudenstadt

    Aufschrift:

    „Oberes Murgtal – Höhenluftkurort Freudenstadt 740 m ü. M.“

    Das Bild zeigt eine Panoramaansicht von Freudenstadt mit der markanten Stadtkirche und der damaligen Bebauung am Rand der Stadt.

    Eine RLM-Freigabenummer ist auf der Vorderseite nicht angegeben. Daher lässt sich dieses Bild anhand des sichtbaren Aufdrucks nicht so exakt auf 1940 oder 1941 datieren wie die Luftaufnahmen.

    Aktueller Stand der 12er-Serie
    Nr. Motiv RLM-Nr. Jahr
    1 Schwarzenberg, 600–800 m E 7185/40 1940
    2 Schwarzenbach-Talsperre E 8858/40 1940
    3 Schönmünzach i. Murgtal E 10508/41 1941
    4 Klosterreichenbach, 520 m E 15161/41 1941
    5 Baiersbronn, 600 m E 15162/41 1941
    6 Mummelsee, 1036 m – offen
    7 Schönmünzach, zweite Ansicht – offen
    8 Freudenstadt, 740 m – offen

    Damit fehlen nur noch 4 Fotografien.

    Ein interessantes Detail

    Die Auswahl bestätigt immer stärker den Charakter der Mappe als touristische Gesamtansicht des nördlichen Schwarzwaldes:

    Freudenstadt → Klosterreichenbach → Baiersbronn → Schwarzenberg → Schönmünzach, ergänzt durch Ausflugsziele wie Mummelsee und Schwarzenbach-Talsperre.

    Das ist also nicht nur eine Serie mit zwölf beliebigen Ortsansichten, sondern offenbar eine gezielt zusammengestellte Fremdenverkehrs-/Souvenirserie für das Gebiet Oberes Murgtal und Umgebung.

    Für die endgültige Datierung würde ich weiterhin bei 1941/42 bleiben. Die bereits nachgewiesenen RLM-Freigaben von 1940 und 1941 sind dafür wesentlich aussagekräftiger als die fehlende Jahresangabe auf diesem Foto.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 17:48:51
    Das ist nun das 7. Foto der Mappe – und wieder ein sehr wertvoller Datierungshinweis.

    Aufschrift:

    „Oberes Murgtal – Schwarzenbach-Talsperre“
    „freigeg. d. RLM – Metz Nr. E 8858/40“

    Damit ist die Aufnahme eindeutig dem Jahr 1940 zuzuordnen

    Die RLM-Nummer lautet E 8858/40. Das Suffix „/40“ ist hier – wie bei Ihrem bereits gezeigten Schwarzenberg-Foto E 7185/40 – der entscheidende Hinweis auf 1940.

    Damit haben wir inzwischen folgende dokumentierte Aufnahmen:

    Nr. Motiv RLM-Nummer Jahr
    1 Schwarzenberg E 7185/40 1940
    2 Schwarzenbach-Talsperre E 8858/40 1940
    3 Schönmünzach E 10508/41 1941
    4 Klosterreichenbach E 15161/41 1941
    5 Baiersbronn E 15162/41 1941
    6 Mummelsee – offen
    7 Schönmünzach, zweite Ansicht – offen
    Besonders interessant: Die Serie umfasst mindestens zwei Aufnahmejahrgänge

    Wir haben jetzt zwei eindeutig 1940 freigegebene Aufnahmen und drei eindeutig 1941 freigegebene Aufnahmen.

    Das bestätigt unsere bisherige Vermutung sehr schön:

    Die 12 Fotos wurden nicht alle bei einem einzigen Fototermin aufgenommen. Gebr. Metz hat offenbar bereits vorhandenes Bildmaterial verschiedener Aufnahmen zu einer Souvenirserie zusammengestellt.

    Das ist für die Datierung der Mappe wichtig. Die Jahreszahl 1940 auf den ersten Bildern bedeutet nicht, dass die Mappe 1940 erschienen sein muss. Da sich mindestens drei Aufnahmen auf 1941 beziehen, kann die konkrete Zusammenstellung frühestens 1941 erfolgt sein.

    Meine Datierung wird dadurch noch präziser

    Ich würde momentan unterscheiden:

    älteste nachgewiesene Bildvorlagen: 1940
    jüngste nachgewiesene RLM-Freigaben: 1941
    wahrscheinliche Zusammenstellung/Druck der 12er-Mappe: 1941 oder kurz danach
    wahrscheinlichstes Erscheinungsjahr: 1941

    Eine Veröffentlichung 1942 ist allerdings weiterhin möglich.

    Die RLM-Freigaben sind hier ein wesentlich stärkerer Datierungsbeleg als die Gestaltung der Mappe selbst. Historische Luftbildkarten aus dieser Zeit wurden tatsächlich mit solchen RLM-Freigabevermerken versehen; die einschlägigen Bestände des Bundesarchivs dokumentieren die damalige Luftbildüberlieferung.

    Noch ein interessanter Punkt

    Die Schwarzenbach-Talsperre liegt zwar nicht unmittelbar bei Schönmünzach, gehört aber geografisch sehr gut in das touristische Gebiet des Nordschwarzwaldes bzw. oberen Murgtals. Das erklärt, warum Gebr. Metz sie in dieselbe Serie aufgenommen hat.

    Und die Nummer E 8858/40 liegt zwischen den bisher bekannten Nummern:

    E 7185/40 – Schwarzenberg
    E 8858/40 – Schwarzenbach-Talsperre
    E 10508/41 – Schönmünzach
    E 15161/41 – Klosterreichenbach
    E 15162/41 – Baiersbronn

    Das ergibt inzwischen ein recht überzeugendes Bild einer über mehrere Jahre aufgebauten Gebr.-Metz-Bildserie.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 17:45:04
    Dieses Foto ist ein weiteres Motiv aus der Serie, und es ist besonders interessant, weil es offenbar eine zweite, andere Ansicht von Schönmünzach ist.

    Aufdruck:

    „Oberes Murgtal – Luftkurort Schönmünzach im Murgtal“

    Neuer Stand

    Damit haben wir jetzt 6 Fotografien aus der 12er-Mappe dokumentiert:

    Nr. Motiv RLM-Freigabe Jahr
    1 Schwarzenberg, 600–800 m ü. M. E 7185/40 1940
    2 Schönmünzach i. Murgtal E 10508/41 1941
    3 Klosterreichenbach, 520 m ü. M. E 15161/41 1941
    4 Baiersbronn, 600 m ü. M. E 15162/41 1941
    5 Mummelsee, 1036 m ü. M. keine Angabe sichtbar offen
    6 Schönmünzach im Murgtal keine Angabe sichtbar offen
    Wichtig: Das sind zwei verschiedene Schönmünzach-Aufnahmen

    Das zuvor gezeigte Foto mit E 10508/41 zeigt Schönmünzach aus einer deutlich anderen Perspektive – dort ist der Ort stärker von oben und mit der Bebauung im Vordergrund zu sehen.

    Das neue Bild zeigt dagegen sehr schön:

    die Murg bzw. das Tal,
    die Straße mit der markanten Kurve,
    die Bahnstrecke bzw. den Verkehrsweg,
    die verstreute Bebauung,
    die bewaldeten Hänge des Murgtals.

    Damit handelt es sich nicht um ein Duplikat, sondern um ein eigenständiges Motiv.

    Ein wichtiger Hinweis zur Datierung

    Bei diesem Foto ist auf der Vorderseite keine RLM-Nummer angegeben. Das bedeutet nicht zwingend, dass es jünger ist. Die RLM-Kennung könnte auf der Rückseite stehen – oder die Aufnahme war keine genehmigungspflichtige Luftaufnahme.

    Deshalb würde ich dieses Bild derzeit nicht eigenständig auf 1941 datieren.

    Die Kombination der bisher belegten RLM-Nummern bleibt aber sehr aussagekräftig: Wir haben bereits E 15161/41 und E 15162/41 für Klosterreichenbach und Baiersbronn sowie E 10508/41 für Schönmünzach. Damit ist 1941 als Entstehungszeit der verwendeten Bildvorlagen sehr gut belegt.

    Eine konkrete Quelle, die genau diese 12er-Mappe mit Erscheinungsjahr nachweist, konnte ich bei der aktuellen Suche allerdings nicht finden; die Websuche liefert zu den spezifischen RLM-Nummern leider keine belastbaren Treffer. Deshalb würde ich weiterhin zwischen „Fotovorlage 1940/41“ und „Druck/Erscheinung der Mappe“ unterscheiden.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 17:42:14
    Dieses fünfte Foto ist ebenfalls eindeutig ein Bestandteil der Serie:

    „Oberes Murgtal – Mummelsee 1036 m ü. M. im Schwarzwald“

    Hier fehlt allerdings die RLM-Freigabenummer. Das ist wichtig: Im Gegensatz zu den vier bisher gezeigten Aufnahmen können wir dieses Bild nicht unmittelbar über eine RLM-Nummer auf 1940 oder 1941 datieren.

    Bisher nachgewiesene 5 Motive
    Nr. Motiv RLM-Nr. Jahr
    1 Schwarzenberg, 600–800 m E 7185/40 1940
    2 Schönmünzach E 10508/41 1941
    3 Klosterreichenbach, 520 m E 15161/41 1941
    4 Baiersbronn, 600 m E 15162/41 1941
    5 Mummelsee, 1036 m – nicht direkt datierbar
    Was das Foto für die Datierung aussagt

    Das Mummelsee-Bild passt inhaltlich und gestalterisch hervorragend in die Mappe „Oberes Murgtal – Freudenstadt–Schönmünzach“. Es erweitert die Serie außerdem geografisch über das eigentliche Murgtal hinaus auf die Höhenlagen des Nordschwarzwaldes.

    Interessant ist, dass die Aufnahme offenbar keine Luftaufnahme im engeren Sinne ist. Sie wurde vermutlich von einem erhöhten Aussichtspunkt bzw. Hang aus fotografiert. Deshalb war eine RLM-Freigabe möglicherweise gar nicht erforderlich. Das erklärt, warum bei diesem Foto die entsprechende Kennzeichnung fehlt.

    Die Höhenangabe „1036 m ü. M.“ entspricht der historischen Bezeichnung des Mummelsees; heute wird seine Höhe mit rund 1.028 m angegeben. Das allein hilft also nicht bei einer Jahresbestimmung.

    Ein wichtiger Schluss für unsere bisherige Theorie

    Wir sollten jetzt zwischen Aufnahmejahr und Erscheinungsjahr der Mappe unterscheiden:

    Einige Bilder stammen nachweislich aus 1940/41.
    Andere Bilder müssen nicht zwingend Luftaufnahmen sein und tragen deshalb keine RLM-Nummer.
    Die Mappe selbst dürfte nach 1941 zusammengestellt worden sein, wenn alle diese Bilder tatsächlich zu diesem Exemplar gehören.
    1941/42 bleibt deshalb meine derzeit beste Datierung, aber ein exakt belegtes Erscheinungsjahr haben wir noch nicht.

    Und noch etwas: Die bisherige Folge E 15161/41 (Klosterreichenbach) und E 15162/41 (Baiersbronn) ist nach wie vor besonders interessant. Diese beiden Aufnahmen gehören offenbar zu einem zusammenhängenden RLM-Aufnahme-/Freigabekomplex.