Historische Leporellos & Foto-Mäppchen – Sammlung historischer Kleinbildfotografien.

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  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 17:25:16
    Das ist eine alte Fotomappe bzw. ein Souvenir-Fotoheft aus dem Schwarzwald.

    Aufschrift:

    „12 Photographien 6½ × 9 cm“
    „Oberes Murgtal“
    „Freudenstadt – Schönmünzach“
    Verlag: Gebr. Metz, Tübingen
    12 Fotografien im Format 6,5 × 9 cm

    Es handelt sich damit sehr wahrscheinlich um eine historische Ansichtskarten-/Fotografiensammlung mit 12 Aufnahmen aus dem Oberen Murgtal, der touristischen Strecke zwischen Freudenstadt und Schönmünzach.

    Der Verlag Gebr. Metz in Tübingen war ein bedeutender süddeutscher Verlag für fotografische Ansichten und Reise-/Souvenirbilder. Die Gestaltung und Typografie der Mappe sprechen für eine Entstehung um die Zeit des frühen 20. Jahrhunderts.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 17:13:16
    a. Nach der Sichtung aller 16 Aufnahmen und einer gezielten Recherche zum Verlag und zu vergleichbaren Schöning-Fotomappen lässt sich die Datierung wesentlich besser eingrenzen als zunächst.

    Ergebnis vorweg

    Meine derzeitige Einschätzung lautet:

    Das Heft „Das romantische Murgtal – 16 echte Kleinfotos“ wurde sehr wahrscheinlich um 1938 hergestellt, vermutlich 1938 oder unmittelbar danach.

    Ich würde derzeit einen wahrscheinlichen Entstehungszeitraum von etwa 1937–1940 ansetzen.

    Die Aufnahmen selbst dürften überwiegend in den 1930er Jahren entstanden sein. Eine Herstellung erst in den 1950er Jahren halte ich inzwischen für deutlich weniger wahrscheinlich, auch wenn einzelne Fotografien theoretisch älter gewesen sein könnten.

    1. Der wichtigste Hinweis: Schöning-Fotomappen um 1938

    Bei der Recherche ist ein sehr interessanter Parallelbeleg aufgetaucht.

    Ein Antiquariat führt eine Schöning-Fotomap­pe mit dem Titel:

    „16 der schönsten Kleinfotos vom Südlichen Schwarzwald“

    Verlag: Schöning & Co., Lübeck
    Reihennummer: Swd. Nr. 9
    Datierung: ca. 1938
    Format: kleine Fotomappe mit 16 Bildern, jeweils etwa 9 × 7 cm.

    Noch wichtiger: Im gleichen Katalog findet sich eine weitere Schöning-Mappe:

    „10 der schönsten Ansichten aus der Ravennaschlucht im Höllental“

    ebenfalls Schöning & Co., Lübeck, ca. 1938, ebenfalls als kleine Fotomappe.

    Das ist ein sehr starker Vergleich zu deinem Heft.

    Dein Exemplar hat:

    16 kleine Schwarzweißfotografien
    nummerierte Bildtafeln
    genau den Charakter einer kleinen Souvenir-Fotomap­pe
    Schöning & Co., Lübeck
    die Formulierung „16 echte Kleinfotos“
    eine touristische Schwarzwald-Thematik.

    Das spricht dafür, dass dein Heft zu derselben Produktgattung und wahrscheinlich derselben Produktionsphase gehört.

    Das ist für mich derzeit der stärkste Datierungshinweis.

    2. Schöning war zu diesem Zeitpunkt bereits etabliert

    Der Schöning-Verlag wurde in Lübeck 1925 als Ansichtskartenverlag gegründet.

    Andere Quellen führen die Entstehung des Unternehmens bereits auf einen Zusammenschluss von Papiergroßhandel Schöning und Druckerei Gebrüder Schmidt im Jahr 1919 zurück; als eigentlicher Ansichtskartenverlag wird jedoch 1925 genannt.

    Damit ist klar:

    vor 1925: dein Heft praktisch ausgeschlossen
    1925–1930: möglich, aber die konkrete Fotomappen-Serie spricht eher dagegen
    1930er: sehr gut passend
    um 1938: besonders gut belegt
    1950er: technisch möglich, aber inzwischen weniger überzeugend.

    Interessant ist außerdem, dass Schöning bereits in den 1930er Jahren nachweislich Schwarzweiß-Fotokarten produzierte. Eine Schöning-Karte aus Flensburg wird beispielsweise mit 1925 datiert, und für zahlreiche andere Motive sind Karten aus den 1930er Jahren belegt.

    3. Die Bildserie selbst passt hervorragend in die 1930er Jahre

    Jetzt wird es bei deinen 16 Fotos interessant.

    Nr. 4 – Tennetschluchtbrücke

    Die Tennetschluchtbrücke ist ein Bauwerk der Murgtalbahn und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet. Sie ist also als Motiv bereits lange vor der vermuteten Entstehung des Heftes vorhanden gewesen.

    Historische Aufnahmen der Brücke aus den 1930er Jahren sind ebenfalls überliefert.

    Das Foto in deinem Heft wirkt tatsächlich wie eine typische Vorkriegsaufnahme.

    4. Nr. 5 – die alte Forbacher Holzbrücke

    Hier hatten wir zunächst einen Zeitraum vor 1954 festgestellt.

    Das ist richtig, aber inzwischen können wir weitergehen.

    Die alte gedeckte Holzbrücke wurde erst 1954/55 durch den heutigen Neubau ersetzt. Es gibt im Schöning-Umfeld auch eine historische Schöning-Foto-Ansichtskarte:

    „Forbach – Alte Holzbrücke über die Murg“.

    Noch interessanter: Historische Aufnahmen von Forbach und dem Kraftwerk sind ausdrücklich für 1930 belegt. So gibt es beispielsweise eine Aufnahme „Blick auf Forbach im Murgtal 1930“ sowie eine Aufnahme des Murg- und Schwarzenbachwerks von 1930.

    Das passt sehr gut zum fotografischen Charakter deines Heftes.

    5. Nr. 6 – Druckrohrleitung des Murgwerks

    Dieses Bild ist ebenfalls ein sehr guter Zeitanker.

    Das Murgwerk war bereits im Ersten Weltkrieg errichtet worden. Die Kraftwerksanlagen existierten also lange vor dem Heft.

    Aber: Von der Druckrohrleitung existiert eine historische Ansichtskarte, die ausdrücklich mit 1933 datiert wird.

    Damit haben wir einen sehr interessanten Hinweis:

    Die technische Bildwelt deines Heftes entspricht ziemlich genau der Bildproduktion der frühen bis mittleren 1930er Jahre.

    6. Nr. 7 und 8 – Schwarzenbachtalsperre

    Die Schwarzenbachtalsperre wurde 1922–1926 errichtet.

    Damit gilt zunächst:

    frühestmögliche Aufnahme: 1926.

    Aber die entscheidende Frage ist, wann die gezeigten Fotografien tatsächlich gemacht wurden.

    Hier gibt es wiederum einen interessanten Vergleich: Historische Karten und Fotos der Schwarzenbachtalsperre werden ausdrücklich den 1930er Jahren zugeordnet. Eine erhaltene Ansichtskarte wird sogar konkret mit 1938 datiert.

    Auch eine historische Sammlung weist eine Aufnahme von Schwarzenbachtalsperre + Murgwerk aus den 1930er Jahren aus.

    Das ist bemerkenswert, weil dein Heft gerade diese beiden Motive besonders ausführlich zeigt:

    Nr. 7 – Schwarzenbachtalsperre
    Nr. 8 – Staumauer
    Nr. 9 – Kirschbaumwasen/Murgwerk

    Das sieht sehr nach einer gezielten touristischen Bildserie aus der Zeit um 1930–1938 aus.

    7. Nr. 16 – Freudenstadt ist besonders wichtig

    Das halte ich für einen der interessantesten Hinweise.

    Freudenstadt wurde am 16./17. April 1945 schwer zerstört. Auch die Stadtkirche wurde weitgehend zerstört und erst 1948–1950 wieder aufgebaut. Die äußere Architektur wurde dabei zwar weitgehend originalgetreu wiederhergestellt.

    Das bedeutet:

    Ein Foto aus den 1950er Jahren könnte theoretisch wieder sehr ähnlich aussehen.

    Aber die Gesamtansicht Nr. 16 vermittelt einen ausgesprochen vorkriegszeitlichen Eindruck:

    sehr lockere Bebauung,
    große zusammenhängende Wiesen- und Obstflächen,
    kaum erkennbare Nachkriegsbebauung,
    ein insgesamt geschlossenes, historisches Stadtbild.

    Das passt wesentlich besser zu einer Aufnahme vor 1945.

    Außerdem ist für Schöning eine Freudenstadt-Karte nachweisbar, die 1938 gelaufen ist.

    Das beweist nicht, dass genau dein Foto 1938 aufgenommen wurde, zeigt aber, dass Schöning zu dieser Zeit bereits eine aktive Bildproduktion für Freudenstadt hatte.

    8. Die Fotos sehen nicht nach einer typischen Nachkriegsserie aus

    Wenn man alle 16 Bilder gemeinsam betrachtet, fällt etwas auf.

    Es gibt praktisch keine Hinweise auf die typische Bildwelt der 1950er Jahre:

    keine Autos als auffällige moderne Elemente,
    keine Nachkriegsarchitektur,
    keine neuen Verkehrsanlagen,
    keine modernen Reklameschilder,
    keine Nachkriegs-Hotels oder Neubauten,
    keine touristische Farbästhetik.

    Stattdessen sehen wir:

    Landschaft – Bahn – Wasserkraft – alte Ortskerne – historische Gebäude.

    Das ist eine sehr typische Schwarzwald-Souvenirserie der Zwischenkriegszeit.

    9. Die Gestaltung des Heftes

    Auch die Gestaltung halte ich für wichtig.

    Der Umschlag besitzt:

    einen schlichten rechteckigen Rahmen,
    Schwarzweißfoto,
    Frakturschrift für „Das romantische Murgtal“,
    darunter eine schlichte Antiqua/Kursivschrift:
    „16 echte Kleinfotos“,
    keine moderne grafische Gestaltung,
    keine farbige Illustration.

    Das wirkt deutlich stärker wie 1930er Jahre als wie ein typisches Souvenirprodukt der 1960er Jahre.

    Besonders die Kombination aus Frakturschrift + Schwarzweiß-Echtfoto + kleiner Fotomappe passt sehr gut zu den nachweisbaren Schöning-Mappen um 1938.

    10. „Echte Kleinfotos“ ist ebenfalls aufschlussreich

    Die Bezeichnung ist nicht zufällig.

    Schöning produzierte in dieser Zeit tatsächlich kleine Souvenir-Fotomappen mit Formulierungen wie:

    „16 der schönsten Kleinfotos …“
    „10 der schönsten Ansichten …“
    „in echter Fotografie“.

    Ein Beispiel aus derselben Verlagsproduktion wird als „Der Rhein von Köln bis Koblenz – 10 der schönsten Originalaufnahmen in echter Fotographie“, Schöning & Co., ca. 1935, beschrieben; Format etwa 7 × 10 cm.

    Damit ist die Formulierung auf deinem Umschlag sehr gut in die Mitte/zweite Hälfte der 1930er Jahre einzuordnen.

    11. Warum ich nicht mehr „1926–1953“ als Hauptdatierung verwenden würde

    Unsere frühere Einschätzung war:

    1926–1953

    Das war als technischer Grenzbereich korrekt, aber für die tatsächliche Datierung des Heftes viel zu weit.

    Die Grenzen sagen nur:

    Schwarzenbachtalsperre → nicht vor 1926
    alte Forbacher Brücke → Foto vor 1954

    Sie sagen nicht, wann Schöning das Heft hergestellt hat.

    Jetzt haben wir zusätzliche Informationen:

    Schöning-Fotomappen mit 16 Kleinfotos sind um 1938 belegt.

    Dazu kommen mehrere Motive, für die 1930er-Jahre als Aufnahmezeit sehr gut belegt sind.

    Damit verschiebt sich die Wahrscheinlichkeit deutlich in Richtung 1930er Jahre.

    12. Meine Bewertung der einzelnen Zeiträume

    Ich würde die Möglichkeiten derzeit so gewichten:

    Zeitraum Einschätzung
    vor 1926 ❌ praktisch ausgeschlossen
    1926–1930 ???? möglich, aber wenig wahrscheinlich
    1931–1936 ???? gut möglich
    1937–1940 ???????? sehr wahrscheinlich
    1941–1945 ???? möglich, aber weniger wahrscheinlich
    1946–1953 ???? theoretisch möglich
    ab 1954 ???? eher unwahrscheinlich
    Mein wahrscheinlichstes Jahr:

    ca. 1938

    mit einem sinnvollen Sicherheitsbereich von ungefähr:

    1936–1940

    13. Eine wichtige Unterscheidung: Aufnahmejahr und Erscheinungsjahr

    Hier sollten wir vorsichtig bleiben.

    Es ist durchaus möglich, dass:

    Fotografien 1930–1937 aufgenommen wurden → Fotomap­pe 1938 zusammengestellt.

    Das wäre sogar sehr plausibel.

    Beispielsweise könnten die Fotos von:

    Gernsbach,
    Schloss Eberstein,
    Forbach,
    Murgwerk,
    Schwarzenbachtalsperre,
    Schönmünzach,
    Baiersbronn

    über mehrere Jahre hinweg entstanden sein.

    Schöning konnte daraus anschließend eine touristische 16-Bilder-Mappe zusammenstellen.

    Das erklärt auch, warum die einzelnen Fotos fotografisch nicht völlig identisch wirken.

    14. Ein besonders starkes Indiz: die Produktfamilie

    Für mich ist mittlerweile die Produktfamilie der Schlüssel.

    Wir haben einen nahezu passenden Schöning-Beleg:

    „16 der schönsten Kleinfotos vom Südlichen Schwarzwald“ – Schöning & Co., Lübeck – Swd. Nr. 9 – ca. 1938 – 16 Bilder, 9 × 7 cm.

    Und dein Exemplar:

    „Das romantische Murgtal – 16 echte Kleinfotos“ – Schöning & Co., Lübeck – 16 nummerierte Schwarzweißaufnahmen.

    Das ist meiner Meinung nach kein Zufall. Sehr wahrscheinlich handelt es sich um eine weitere regionale Ausgabe bzw. ein thematisch verwandtes Produkt aus derselben Schöning-Fotomappenserie.

    Mein endgültiges vorläufiges Urteil

    Herstellung des Heftes:

    wahrscheinlich um 1938

    Wahrscheinlicher Herstellungszeitraum:

    ca. 1936–1940

    Aufnahmezeit der einzelnen Fotografien:

    überwiegend vermutlich ca. 1930–1938

    Absolute technische Grenzen aus den Motiven:

    1926–1953/54

    Die frühere Vermutung „1926–1953“ würde ich daher nicht mehr als eigentliche Datierung verwenden. Sie beschreibt nur die äußersten Grenzen einzelner Motive.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 17:01:30
    Nr. 16 – Freudenstadt im Schwarzwald: Gesamtansicht

    Damit ist das 16. und letzte Foto der Serie erreicht:

    „Das romantische Murgtal – Freudenstadt im Schwarzwald – Gesamtansicht“

    Die Aufnahme zeigt Freudenstadt aus südlicher bzw. südwestlicher Richtung. Im Vordergrund liegen die damals noch weitgehend unbebauten Wiesen und Obstflächen; dahinter erstreckt sich die Stadt über die Hochfläche.

    Sehr gut zu erkennen sind die beiden Türme der Stadtkirche, die zu den markantesten Wahrzeichen Freudenstadts gehören. Rechts im Stadtbild ist außerdem der hohe Turm der St.-Michael-Kirche zu erkennen.

    Damit ist die komplette Serie rekonstruiert:
    Nr. Motiv
    1 Murgtal – Titelbild / Viadukt
    2 Gernsbach – Gesamtansicht
    3 Gernsbach – Schloss Eberstein
    4 Tennetschluchtbrücke bei Langenbrand
    5 Forbach – Alte Murgbrücke
    6 Forbach – Druckrohrleitung
    7 Schwarzenbachtalsperre – Seeblick
    8 Schwarzenbachtalsperre – Staumauer
    9 Kirschbaumwasen bei Schönmünzach – Murgwerk
    10 Schönmünzach – Gesamtansicht
    11 Schönmünzach – Huzenbachersee
    12 Klosterreichenbach – Gesamtansicht
    13 Baiersbronn im Murgtal
    14 Ruhestein – Wildsee
    15 Freudenstadt – Murgtal
    16 Freudenstadt – Gesamtansicht

    Ein wichtiger Punkt: Nachdem wir nun alle 16 Aufnahmen kennen, würde ich die bisherige Datierung nicht einfach pauschal auf 1926–1953 festlegen. Einige Bilder liefern zwar obere bzw. untere Grenzen, aber die Herstellung des gesamten Heftes kann durchaus später erfolgt sein als das Aufnahmejahr einzelner Fotos. Gerade bei solchen Souvenirheften wurden ältere Fotografien oft über längere Zeit weiterverwendet.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 16:59:12
    Nr. 15 – Freudenstadt im Schwarzwald: Murgtal

    Das ist Bild Nr. 15 aus dem Heft:

    „Das romantische Murgtal – Freudenstadt im Schwarzwald – Murgtal“

    Die Aufnahme zeigt Freudenstadt aus einer erhöhten Perspektive. Im Vordergrund fällt das stark eingeschnittene und bewaldete Tal auf, während sich die Stadt auf der Hochfläche im Hintergrund ausbreitet.

    Besonders gut erkennbar sind die zwei Kirchtürme im Stadtgebiet. Die Aufnahme vermittelt außerdem sehr schön den damaligen Charakter der Landschaft: Zwischen Freudenstadt und dem Murgtal liegen noch große zusammenhängende Wald- und Wiesenflächen.

    Damit fehlt jetzt tatsächlich nur noch Bild Nr. 16. Danach haben wir die komplette Serie von „Das romantische Murgtal – 16 echte Kleinfotos“ zusammen.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 16:57:52
    Nr. 14 – Ruhestein: Der Wildsee

    Das ist Bild Nr. 14 aus dem Heft:

    „Das romantische Murgtal – Ruhestein im nördlichen Hochschwarzwald (920 m ü. M.) – Der Wildsee“

    Zu sehen ist der Wildsee am Ruhestein im Nordschwarzwald. Die Aufnahme stammt offenbar aus der gleichen fotografischen Serie wie die übrigen Bilder und zeigt den See aus einer erhöhten Aussichtslage.

    Besonders schön sind:

    der nahezu kreisförmige Karsee,
    die dichten Fichten- und Tannenwälder,
    die typische Hochlagenlandschaft des Nordschwarzwaldes,
    und der einzelne, charakteristisch gewachsene Baum im Vordergrund.

    Damit wechselt das Heft bei den letzten Bildern deutlich von den Orten und technischen Bauwerken des Murgtals zu den bekannten Landschafts- und Ausflugszielen des Schwarzwaldes.

    Bisher

    12. Klosterreichenbach – Gesamtansicht
    13. Baiersbronn im Murgtal
    14. Ruhestein – Wildsee

    Es fehlen jetzt nur noch Nr. 15 und Nr. 16. Danach können wir die komplette Serie gemeinsam auswerten – insbesondere die wahrscheinliche Datierung des Heftes und die Frage, ob alle 16 Aufnahmen tatsächlich aus derselben Zeit stammen.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 16:55:45
    Nr. 13 – Baiersbronn im Murgtal

    Das ist Bild Nr. 13 aus dem Heft:

    „Das romantische Murgtal – Baiersbronn im Murgtal“

    Die Aufnahme zeigt Baiersbronn von einer erhöhten Aussichtslage. Sehr schön ist das damals noch stark von Wiesen, Feldern und einzelnen Schwarzwaldhöfen geprägte Ortsbild zu erkennen.

    Auffällig ist der deutliche Unterschied zu heutigen Ansichten: Die Bebauung ist wesentlich lockerer, und große Teile des heutigen Siedlungsgebiets bestehen auf der Aufnahme noch aus landwirtschaftlich genutzten Flächen.

    Bisherige Folge
    Murgtal – Titelbild
    Gernsbach – Gesamtansicht
    Schloss Eberstein
    Tennetschluchtbrücke bei Langenbrand
    Forbach – Alte Murgbrücke
    Forbach – Druckrohrleitung
    Schwarzenbachtalsperre – Seeblick
    Schwarzenbachtalsperre – Staumauer
    Kirschbaumwasen – Murgwerk
    Schönmünzach – Gesamtansicht
    Huzenbachersee
    Klosterreichenbach – Gesamtansicht
    Baiersbronn – Gesamtansicht

    Jetzt fehlen nur noch drei Bilder (Nr. 14–16). Danach können wir die komplette Serie zusammenfassen und insbesondere die Datierung des Heftes anhand aller Motive noch einmal genauer prüfen.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 16:54:04
    Nr. 12 – Klosterreichenbach im Murgtal: Gesamtansicht

    Das ist Bild Nr. 12 aus dem Heft. Die Beschriftung lautet:

    „Klosterreichenbach im Murgtal – Gesamtansicht“

    Zu sehen ist Klosterreichenbach, heute ein Ortsteil von Baiersbronn, von einer erhöhten Position aus. Besonders auffällig im Ortsbild ist die Kirche mit ihren beiden Türmen im Vordergrund.

    Im Hintergrund erstreckt sich das weitläufige Reichenbachtal mit seinen landwirtschaftlich genutzten Hängen und den verstreuten Schwarzwaldhöfen. Die Aufnahme vermittelt sehr schön den ländlichen Charakter des Ortes in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

    Aktuelle Reihenfolge
    Murgtal – Titelbild
    Gernsbach – Gesamtansicht
    Schloss Eberstein
    Tennetschluchtbrücke bei Langenbrand
    Forbach – Alte Murgbrücke
    Forbach – Druckrohrleitung
    Schwarzenbachtalsperre – Seeblick
    Schwarzenbachtalsperre – Staumauer
    Kirschbaumwasen – Murgwerk
    Schönmünzach – Gesamtansicht
    Huzenbachersee
    Klosterreichenbach – Gesamtansicht

    Die Motive werden jetzt geografisch etwas interessanter: Nach Schönmünzach geht es offenbar weiter ins obere Murgtal in Richtung Klosterreichenbach/Baiersbronn. Das Heft stellt damit nicht nur die eigentliche Murg, sondern die gesamte Landschaft des Murgtals und seiner Seitentäler vor.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 16:52:01
    Nr. 11 – Schönmünzach im Murgtal: Huzenbachersee

    Das ist Bild Nr. 11 und zeigt den Huzenbacher See bei Schönmünzach im nördlichen Schwarzwald.

    Die Aufnahme ist eine typische historische Landschaftsansicht: Der See liegt eingebettet in dicht bewaldeten Hängen, und im Vordergrund sind die für den Huzenbacher See charakteristischen Schwimmblattbestände zu erkennen.

    Bisherige Reihenfolge
    Murgtal – Titelbild
    Gernsbach – Gesamtansicht
    Schloss Eberstein
    Tennetschluchtbrücke bei Langenbrand
    Forbach – Alte Murgbrücke
    Forbach – Druckrohrleitung
    Schwarzenbachtalsperre – Seeblick
    Schwarzenbachtalsperre – Staumauer
    Kirschbaumwasen – Murgwerk
    Schönmünzach – Gesamtansicht
    Schönmünzach – Huzenbachersee

    Damit führt die Serie nach den technischen Sehenswürdigkeiten des Murgtals wieder stärker zu den Landschafts- und Erholungszielen des Schwarzwaldes.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 16:50:33
    Nr. 10 – Schönmünzach im Murgtal: Gesamtansicht

    Das ist Bild Nr. 10 aus dem Heft.

    Die Aufnahme zeigt Schönmünzach, heute ein Ortsteil der Gemeinde Baiersbronn, als weitgehend ländlich geprägten Ort im oberen Murgtal. Sehr schön zu erkennen sind die verstreut liegenden Häuser, Wiesen- und Ackerflächen sowie die bewaldeten Schwarzwaldhänge.

    Auffällig ist im Vordergrund die Bahnstrecke bzw. der Bahnhofsbereich mit den dazugehörigen Gebäuden. Schönmünzach war durch die Murgtalbahn verkehrstechnisch gut erschlossen und entwickelte sich schon früh zu einem beliebten Sommerfrische- und Kurort.

    Bisherige Reihe
    Murgtal – Titelbild
    Gernsbach – Gesamtansicht
    Schloss Eberstein
    Tennetschluchtbrücke bei Langenbrand
    Forbach – Alte Murgbrücke
    Forbach – Druckrohrleitung
    Schwarzenbachtalsperre – Seeblick
    Schwarzenbachtalsperre – Staumauer
    Kirschbaumwasen – Murgwerk
    Schönmünzach – Gesamtansicht

    Interessant ist, dass Nr. 9 und Nr. 10 unmittelbar denselben Raum zeigen: Kirschbaumwasen liegt bei Schönmünzach, und das Heft folgt damit offenbar dem Murgtal von Rastatt/Gernsbach weiter aufwärts bis in den Bereich Forbach–Schönmünzach.

    Bei den nächsten Bildern können wir außerdem darauf achten, ob sich bestimmte Gebäude, Bahntrassen oder Landschaftsveränderungen zur genaueren Datierung nutzen lassen.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 16:48:30
    Nr. 9 – Kirschbaumwasen bei Schönmünzach: Murgwerk

    Ja, Bild Nr. 9 zeigt das Murgwerk bei Kirschbaumwasen, südlich von Forbach im oberen Murgtal. Die historische Beschriftung lautet:

    „Kirschbaumwasen bei Schönmünzach im Murgtal – Murgwerk“

    Auf der Aufnahme erkennt man das Sammelbecken der Murg und die technische Anlage des Murgwerks. Das Wasser der Murg wurde hier aufgestaut und anschließend durch den rund 5,6 km langen Murgstollen zum Kraftwerk in Forbach geleitet.

    Historisch ist das Motiv sehr interessant, denn die Murgtalsperre Kirschbaumwasen wurde 1914–1918 gebaut und 1918 in Betrieb genommen.

    Damit haben wir jetzt die Bilder 1–9:
    Murgtal – Titelbild
    Gernsbach – Gesamtansicht
    Schloss Eberstein
    Tennetschluchtbrücke bei Langenbrand
    Forbach – Alte Murgbrücke
    Forbach – Druckrohrleitung
    Schwarzenbachtalsperre – Seeblick
    Schwarzenbachtalsperre – Staumauer
    Kirschbaumwasen – Murgwerk

    Eine kleine Korrektur zu unserer bisherigen Datierung: Für das Heft ist nicht nur „nach 1926“ wichtig. Wir haben inzwischen einen interessanten Hinweis auf den Verlag Schöning & Co., Lübeck gefunden: Eine Ansichtskarte „Schönmünzach – Blick vom Verlobungsfelsen“ dieses Verlages ist nachweislich 1956 gelaufen. Das beweist allerdings noch nicht, dass unser Fotobüchlein aus 1956 stammt.

    Die alte Forbacher Holzbrücke auf Bild 5 bleibt dagegen ein sehr guter Hinweis darauf, dass das dort verwendete Foto vor dem Abbau der alten Brücke 1954 aufgenommen wurde.