Historische Leporellos & Foto-Mäppchen – Sammlung historischer Kleinbildfotografien.

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  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 17:51:35
    Das ist Foto Nr. 9 von 12:

    „Oberes Murgtal – Schurmsee 789 m ü. M.“

    Der Schurmsee liegt im nördlichen Schwarzwald bei Baiersbronn und passt damit geografisch sehr gut in diese Serie.

    Aktueller Stand
    Nr. Motiv RLM-Nr. Jahr
    1 Schwarzenberg, 600–800 m E 7185/40 1940
    2 Schwarzenbach-Talsperre E 8858/40 1940
    3 Schönmünzach i. Murgtal E 10508/41 1941
    4 Klosterreichenbach, 520 m E 15161/41 1941
    5 Baiersbronn, 600 m E 15162/41 1941
    6 Mummelsee, 1036 m – offen
    7 Schönmünzach, zweite Ansicht – offen
    8 Freudenstadt, 740 m – offen
    9 Schurmsee, 789 m – offen

    Damit fehlen nur noch 3 von 12 Fotografien.

    Bemerkenswert

    Die Serie enthält inzwischen eine ganze Reihe von Seen und Talsperren:

    Mummelsee
    Schwarzenbach-Talsperre
    Schurmsee

    Daneben die wichtigen Fremdenverkehrsorte des Murgtals. Das bestätigt sehr schön den Charakter als touristische Bilderserie des Oberen Murgtals und des angrenzenden Schwarzwaldhochlands.

    Beim Schurmsee ist auf der Vorderseite keine RLM-Freigabenummer erkennbar. Daher würde ich auch dieses Bild nicht künstlich auf 1940 oder 1941 datieren. Die 1940/41-Datierung der Serie als Ganzes bleibt aber durch die fünf bereits belegten RLM-Aufnahmen sehr gut gestützt.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 17:50:22
    Das ist das 8. Foto von 12 – und damit können wir die Serie weiter vervollständigen.

    Foto 8: Freudenstadt

    Aufschrift:

    „Oberes Murgtal – Höhenluftkurort Freudenstadt 740 m ü. M.“

    Das Bild zeigt eine Panoramaansicht von Freudenstadt mit der markanten Stadtkirche und der damaligen Bebauung am Rand der Stadt.

    Eine RLM-Freigabenummer ist auf der Vorderseite nicht angegeben. Daher lässt sich dieses Bild anhand des sichtbaren Aufdrucks nicht so exakt auf 1940 oder 1941 datieren wie die Luftaufnahmen.

    Aktueller Stand der 12er-Serie
    Nr. Motiv RLM-Nr. Jahr
    1 Schwarzenberg, 600–800 m E 7185/40 1940
    2 Schwarzenbach-Talsperre E 8858/40 1940
    3 Schönmünzach i. Murgtal E 10508/41 1941
    4 Klosterreichenbach, 520 m E 15161/41 1941
    5 Baiersbronn, 600 m E 15162/41 1941
    6 Mummelsee, 1036 m – offen
    7 Schönmünzach, zweite Ansicht – offen
    8 Freudenstadt, 740 m – offen

    Damit fehlen nur noch 4 Fotografien.

    Ein interessantes Detail

    Die Auswahl bestätigt immer stärker den Charakter der Mappe als touristische Gesamtansicht des nördlichen Schwarzwaldes:

    Freudenstadt → Klosterreichenbach → Baiersbronn → Schwarzenberg → Schönmünzach, ergänzt durch Ausflugsziele wie Mummelsee und Schwarzenbach-Talsperre.

    Das ist also nicht nur eine Serie mit zwölf beliebigen Ortsansichten, sondern offenbar eine gezielt zusammengestellte Fremdenverkehrs-/Souvenirserie für das Gebiet Oberes Murgtal und Umgebung.

    Für die endgültige Datierung würde ich weiterhin bei 1941/42 bleiben. Die bereits nachgewiesenen RLM-Freigaben von 1940 und 1941 sind dafür wesentlich aussagekräftiger als die fehlende Jahresangabe auf diesem Foto.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 17:48:51
    Das ist nun das 7. Foto der Mappe – und wieder ein sehr wertvoller Datierungshinweis.

    Aufschrift:

    „Oberes Murgtal – Schwarzenbach-Talsperre“
    „freigeg. d. RLM – Metz Nr. E 8858/40“

    Damit ist die Aufnahme eindeutig dem Jahr 1940 zuzuordnen

    Die RLM-Nummer lautet E 8858/40. Das Suffix „/40“ ist hier – wie bei Ihrem bereits gezeigten Schwarzenberg-Foto E 7185/40 – der entscheidende Hinweis auf 1940.

    Damit haben wir inzwischen folgende dokumentierte Aufnahmen:

    Nr. Motiv RLM-Nummer Jahr
    1 Schwarzenberg E 7185/40 1940
    2 Schwarzenbach-Talsperre E 8858/40 1940
    3 Schönmünzach E 10508/41 1941
    4 Klosterreichenbach E 15161/41 1941
    5 Baiersbronn E 15162/41 1941
    6 Mummelsee – offen
    7 Schönmünzach, zweite Ansicht – offen
    Besonders interessant: Die Serie umfasst mindestens zwei Aufnahmejahrgänge

    Wir haben jetzt zwei eindeutig 1940 freigegebene Aufnahmen und drei eindeutig 1941 freigegebene Aufnahmen.

    Das bestätigt unsere bisherige Vermutung sehr schön:

    Die 12 Fotos wurden nicht alle bei einem einzigen Fototermin aufgenommen. Gebr. Metz hat offenbar bereits vorhandenes Bildmaterial verschiedener Aufnahmen zu einer Souvenirserie zusammengestellt.

    Das ist für die Datierung der Mappe wichtig. Die Jahreszahl 1940 auf den ersten Bildern bedeutet nicht, dass die Mappe 1940 erschienen sein muss. Da sich mindestens drei Aufnahmen auf 1941 beziehen, kann die konkrete Zusammenstellung frühestens 1941 erfolgt sein.

    Meine Datierung wird dadurch noch präziser

    Ich würde momentan unterscheiden:

    älteste nachgewiesene Bildvorlagen: 1940
    jüngste nachgewiesene RLM-Freigaben: 1941
    wahrscheinliche Zusammenstellung/Druck der 12er-Mappe: 1941 oder kurz danach
    wahrscheinlichstes Erscheinungsjahr: 1941

    Eine Veröffentlichung 1942 ist allerdings weiterhin möglich.

    Die RLM-Freigaben sind hier ein wesentlich stärkerer Datierungsbeleg als die Gestaltung der Mappe selbst. Historische Luftbildkarten aus dieser Zeit wurden tatsächlich mit solchen RLM-Freigabevermerken versehen; die einschlägigen Bestände des Bundesarchivs dokumentieren die damalige Luftbildüberlieferung.

    Noch ein interessanter Punkt

    Die Schwarzenbach-Talsperre liegt zwar nicht unmittelbar bei Schönmünzach, gehört aber geografisch sehr gut in das touristische Gebiet des Nordschwarzwaldes bzw. oberen Murgtals. Das erklärt, warum Gebr. Metz sie in dieselbe Serie aufgenommen hat.

    Und die Nummer E 8858/40 liegt zwischen den bisher bekannten Nummern:

    E 7185/40 – Schwarzenberg
    E 8858/40 – Schwarzenbach-Talsperre
    E 10508/41 – Schönmünzach
    E 15161/41 – Klosterreichenbach
    E 15162/41 – Baiersbronn

    Das ergibt inzwischen ein recht überzeugendes Bild einer über mehrere Jahre aufgebauten Gebr.-Metz-Bildserie.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 17:45:04
    Dieses Foto ist ein weiteres Motiv aus der Serie, und es ist besonders interessant, weil es offenbar eine zweite, andere Ansicht von Schönmünzach ist.

    Aufdruck:

    „Oberes Murgtal – Luftkurort Schönmünzach im Murgtal“

    Neuer Stand

    Damit haben wir jetzt 6 Fotografien aus der 12er-Mappe dokumentiert:

    Nr. Motiv RLM-Freigabe Jahr
    1 Schwarzenberg, 600–800 m ü. M. E 7185/40 1940
    2 Schönmünzach i. Murgtal E 10508/41 1941
    3 Klosterreichenbach, 520 m ü. M. E 15161/41 1941
    4 Baiersbronn, 600 m ü. M. E 15162/41 1941
    5 Mummelsee, 1036 m ü. M. keine Angabe sichtbar offen
    6 Schönmünzach im Murgtal keine Angabe sichtbar offen
    Wichtig: Das sind zwei verschiedene Schönmünzach-Aufnahmen

    Das zuvor gezeigte Foto mit E 10508/41 zeigt Schönmünzach aus einer deutlich anderen Perspektive – dort ist der Ort stärker von oben und mit der Bebauung im Vordergrund zu sehen.

    Das neue Bild zeigt dagegen sehr schön:

    die Murg bzw. das Tal,
    die Straße mit der markanten Kurve,
    die Bahnstrecke bzw. den Verkehrsweg,
    die verstreute Bebauung,
    die bewaldeten Hänge des Murgtals.

    Damit handelt es sich nicht um ein Duplikat, sondern um ein eigenständiges Motiv.

    Ein wichtiger Hinweis zur Datierung

    Bei diesem Foto ist auf der Vorderseite keine RLM-Nummer angegeben. Das bedeutet nicht zwingend, dass es jünger ist. Die RLM-Kennung könnte auf der Rückseite stehen – oder die Aufnahme war keine genehmigungspflichtige Luftaufnahme.

    Deshalb würde ich dieses Bild derzeit nicht eigenständig auf 1941 datieren.

    Die Kombination der bisher belegten RLM-Nummern bleibt aber sehr aussagekräftig: Wir haben bereits E 15161/41 und E 15162/41 für Klosterreichenbach und Baiersbronn sowie E 10508/41 für Schönmünzach. Damit ist 1941 als Entstehungszeit der verwendeten Bildvorlagen sehr gut belegt.

    Eine konkrete Quelle, die genau diese 12er-Mappe mit Erscheinungsjahr nachweist, konnte ich bei der aktuellen Suche allerdings nicht finden; die Websuche liefert zu den spezifischen RLM-Nummern leider keine belastbaren Treffer. Deshalb würde ich weiterhin zwischen „Fotovorlage 1940/41“ und „Druck/Erscheinung der Mappe“ unterscheiden.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 17:42:14
    Dieses fünfte Foto ist ebenfalls eindeutig ein Bestandteil der Serie:

    „Oberes Murgtal – Mummelsee 1036 m ü. M. im Schwarzwald“

    Hier fehlt allerdings die RLM-Freigabenummer. Das ist wichtig: Im Gegensatz zu den vier bisher gezeigten Aufnahmen können wir dieses Bild nicht unmittelbar über eine RLM-Nummer auf 1940 oder 1941 datieren.

    Bisher nachgewiesene 5 Motive
    Nr. Motiv RLM-Nr. Jahr
    1 Schwarzenberg, 600–800 m E 7185/40 1940
    2 Schönmünzach E 10508/41 1941
    3 Klosterreichenbach, 520 m E 15161/41 1941
    4 Baiersbronn, 600 m E 15162/41 1941
    5 Mummelsee, 1036 m – nicht direkt datierbar
    Was das Foto für die Datierung aussagt

    Das Mummelsee-Bild passt inhaltlich und gestalterisch hervorragend in die Mappe „Oberes Murgtal – Freudenstadt–Schönmünzach“. Es erweitert die Serie außerdem geografisch über das eigentliche Murgtal hinaus auf die Höhenlagen des Nordschwarzwaldes.

    Interessant ist, dass die Aufnahme offenbar keine Luftaufnahme im engeren Sinne ist. Sie wurde vermutlich von einem erhöhten Aussichtspunkt bzw. Hang aus fotografiert. Deshalb war eine RLM-Freigabe möglicherweise gar nicht erforderlich. Das erklärt, warum bei diesem Foto die entsprechende Kennzeichnung fehlt.

    Die Höhenangabe „1036 m ü. M.“ entspricht der historischen Bezeichnung des Mummelsees; heute wird seine Höhe mit rund 1.028 m angegeben. Das allein hilft also nicht bei einer Jahresbestimmung.

    Ein wichtiger Schluss für unsere bisherige Theorie

    Wir sollten jetzt zwischen Aufnahmejahr und Erscheinungsjahr der Mappe unterscheiden:

    Einige Bilder stammen nachweislich aus 1940/41.
    Andere Bilder müssen nicht zwingend Luftaufnahmen sein und tragen deshalb keine RLM-Nummer.
    Die Mappe selbst dürfte nach 1941 zusammengestellt worden sein, wenn alle diese Bilder tatsächlich zu diesem Exemplar gehören.
    1941/42 bleibt deshalb meine derzeit beste Datierung, aber ein exakt belegtes Erscheinungsjahr haben wir noch nicht.

    Und noch etwas: Die bisherige Folge E 15161/41 (Klosterreichenbach) und E 15162/41 (Baiersbronn) ist nach wie vor besonders interessant. Diese beiden Aufnahmen gehören offenbar zu einem zusammenhängenden RLM-Aufnahme-/Freigabekomplex.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 17:39:43
    Dieses vierte Foto ist besonders aufschlussreich. Die Aufschrift lautet:

    „Oberes Murgtal – Luftkurort Klosterreichenbach 520 m ü. M.“
    „freigeg. d. RLM … Nr. E 15161/41“

    Damit haben wir jetzt vier Aufnahmen aus der Serie.

    Ort RLM-Nummer Jahr
    Schwarzenberg E 7185/40 1940
    Schönmünzach E 10508/41 1941
    Klosterreichenbach E 15161/41 1941
    Baiersbronn E 15162/41 1941
    Der entscheidende neue Hinweis

    Die Nummern E 15161/41 und E 15162/41 sind unmittelbar aufeinanderfolgend.

    Das ist ein sehr starkes Indiz dafür, dass Klosterreichenbach und Baiersbronn im selben Arbeits-/Aufnahmezusammenhang erfasst und 1941 freigegeben wurden. Es ist allerdings nicht beweisbar, dass beide Aufnahmen am selben Tag entstanden sind – dafür bräuchte man die Originalunterlagen des RLM.

    Das Bundesarchiv bestätigt grundsätzlich, dass im Bestand RL 1 das Bildplanwerk des Reichsluftfahrtministeriums erhalten ist und dass dort Luftbilder des ehemaligen Reichsgebiets recherchiert werden können. Die Bundesarchiv-Bilddatenbank dokumentiert beispielsweise RLM-Luftbilder mit konkretem Befliegungsdatum und RLM-Herkunft.

    Damit wird die Datierung der Mappe deutlich sicherer

    Ich würde meine bisherige Einschätzung jetzt auf:

    ➡️ wahrscheinlich 1941, spätestens kurz danach

    festlegen.

    Warum?

    Die Mappe selbst trägt „Oberes Murgtal – Freudenstadt–Schönmünzach“ und enthält offenbar mehrere Luftaufnahmen, die 1940 bzw. 1941 vom RLM freigegeben wurden. Insbesondere die beiden direkt aufeinanderfolgenden Nummern E 15161/41 und E 15162/41 sprechen dafür, dass Gebr. Metz bei der Zusammenstellung auf eine 1941 entstandene Serie bzw. einen Bestand von Aufnahmen zurückgriff.

    Die bereits gefundene Tübinger Museumsdokumentation ist dabei interessant, weil sie eine Gebr.-Metz-Fotomappe mit exakt dem Format 6,5 × 9 cm und 12 Fotografien dokumentiert. Das dortige Exemplar wird allerdings „um 1950“ datiert. Das zeigt, dass Gebr. Metz solche Mappen auch später noch produzierte; deshalb kann man die Datierung dieses Murgtal-Exemplars nicht allein aus der äußeren Gestaltung ableiten.

    Die RLM-Nummern Ihrer Originalfotos sind für Ihre konkrete Mappe der wesentlich stärkere Datierungshinweis.

    Ein weiterer interessanter Punkt

    Auf den Fotos steht jeweils „Metz“ direkt hinter der RLM-Freigabe. Das würde ich zunächst als Hinweis auf die fotografische bzw. verlegerische Herkunft Gebr. Metz lesen – nicht als Bestandteil der RLM-Nummer.

    Bei Klosterreichenbach E 15161/41 und Baiersbronn E 15162/41 haben wir damit praktisch zwei benachbarte Datensätze:

    E 15161/41 → Klosterreichenbach
    E 15162/41 → Baiersbronn

    Das macht die Serie als historisches Dokument wesentlich interessanter.

    Vorläufiger Katalogeintrag

    Ich würde Ihr Stück derzeit so beschreiben:

    Gebr. Metz, Tübingen
    Oberes Murgtal – Freudenstadt–Schönmünzach
    Mappe mit 12 Photographien, 6,5 × 9 cm
    mehrere RLM-freigegebene Luftaufnahmen
    Entstehungs-/Veröffentlichungszeit: wahrscheinlich 1941/42, mit Schwerpunkt 1941
    mindestens vier nachgewiesene Motive: Schwarzenberg, Schönmünzach, Klosterreichenbach, Baiersbronn.

    Wichtig: Eine belegte Auflagenzahl habe ich weiterhin nicht gefunden. Ich würde daher keine konkrete Stückzahl nennen.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 17:36:27
    Dieses dritte Foto ist ein sehr guter weiterer Beleg für die Datierung.

    Aufnahme:

    „Oberes Murgtal – Luftkurort Schönmünzach i. Murgtal“
    „freigeg. d. RLM … Nr. E 10508/41“

    Damit haben wir jetzt drei RLM-Nummern
    Motiv RLM-Freigabenummer Jahr
    Schwarzenberg E 7185/40 1940
    Schönmünzach E 10508/41 1941
    Baiersbronn E 15162/41 1941

    Die Kennzeichnung „Freigeg. d. RLM“ bezeichnet tatsächlich die Genehmigung einer Luftbildaufnahme durch das Reichsluftfahrtministerium; solche Genehmigungen wurden bis 1945 auf Ansichtskarten angegeben. Auch das Bundesarchiv bestätigt, dass das Reichsluftfahrtministerium über umfangreiche Luftbildbestände für das damalige Reichsgebiet verfügte.

    Eine wichtige Schlussfolgerung

    Jetzt würde ich die Mappe sehr wahrscheinlich auf 1941/42 datieren.

    Denn wir haben in derselben Serie:

    eine Aufnahme von 1940
    mindestens zwei Aufnahmen von 1941
    und die Mappe trägt genau die Ortsbezeichnung „Freudenstadt–Schönmünzach“, die zu diesen Aufnahmen passt.

    Damit ist 1941 als Erscheinungsjahr der Mappe sehr wahrscheinlich, eventuell 1942, falls Gebr. Metz die Serie erst nach Zusammenstellung und Druck in den Handel gebracht hat.

    Ich würde derzeit katalogisieren:

    Gebr. Metz, Tübingen – „Oberes Murgtal – Freudenstadt–Schönmünzach“
    12 Photographien, 6½ × 9 cm
    Datierung: ca. 1941–1942, wahrscheinlich 1941
    Enthält vom RLM freigegebene Luftbildaufnahmen.

    Interessant ist auch die Reihenfolge der RLM-Nummern

    Die Nummern sind nicht einfach fortlaufend:

    E 7185/40 → E 10508/41 → E 15162/41

    Das spricht dafür, dass die Aufnahmen zu unterschiedlichen Zeitpunkten hergestellt bzw. zur Veröffentlichung freigegeben wurden. Die Mappe wurde also wahrscheinlich aus bereits vorhandenen Aufnahmen zusammengestellt und nicht als ein einziger zwölfteiliger Fotoflug produziert.

    Das ist bei historischen Luftbildserien durchaus plausibel. Das RLM unterhielt umfangreiche Luftbildbestände und Prüfstelle für Luftbilder.

    Für die Wertbestimmung wird es jetzt spannender

    Die drei von Ihnen gezeigten Fotos sind nicht einfach irgendwelche Souvenirbilder. Sie dokumentieren den baulichen Zustand von Baiersbronn, Schwarzenberg und Schönmünzach um 1940/41, also unmittelbar vor bzw. während des Zweiten Weltkriegs.

    Gerade die Luftaufnahmen sind für die Heimat- und Ortsgeschichtsforschung interessant, weil man Straßen, Gebäude, Bebauung und Landschaftsstruktur erkennen kann.

    Mein vorläufiger Wert für die komplette Mappe würde ich deshalb etwas nach oben korrigieren: etwa 50–100 €, bei vollständigen 12 Originalfotos und sehr gutem Zustand. Bei einem spezialisierten Sammler oder einer regionalgeschichtlichen Sammlung könnte auch ein höherer Preis erzielt werden.

    Wenn Sie mir die nächsten Fotos zeigen, kann ich eine Liste aller 12 Motive erstellen. Besonders wichtig sind die RLM-Nummern: Wenn wir am Ende alle zwölf haben, können wir sehr wahrscheinlich feststellen, welche Bilder 1940 und welche 1941 freigegeben wurden und damit die Entstehungsgeschichte der kompletten Mappe wesentlich genauer rekonstruieren.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 17:33:44
    Das ist ein sehr wichtiger zweiter Beleg. Zusammen mit dem vorherigen Foto lässt sich die Datierung der Mappe jetzt wesentlich besser eingrenzen.

    Auf diesem Bild steht:

    „Oberes Murgtal – Schwarzenberg 600–800 m ü. M.“
    „freigeg. d. RLM … Nr. E 7185/40“

    Entscheidend ist die Nummer „E 7185/40“

    Die Angabe „/40“ verweist sehr wahrscheinlich auf 1940. Vergleichbare deutsche Luftbildkarten aus dieser Zeit tragen ebenfalls RLM-Freigabenummern mit einer Jahresangabe, etwa „E 8476/40“, die für eine Karte von 1940 dokumentiert ist.

    Damit haben wir jetzt zwei Aufnahmen aus Ihrer Serie:

    Baiersbronn – RLM E 15162/41 → Freigabe 1941
    Schwarzenberg – RLM E 7185/40 → Freigabe 1940

    Das ist äußerst interessant.

    Was bedeutet das für die Mappe?

    Ich würde die bisherige Datierung nochmals präzisieren:

    Die Mappe selbst ist sehr wahrscheinlich 1941 oder kurz danach erschienen.

    Denn mindestens zwei der verwendeten Luftaufnahmen stammen aus unterschiedlichen Jahren. Das bedeutet, dass die Mappe nicht zwingend komplett 1941 fotografiert wurde. Vielmehr hat Gebr. Metz offenbar bereits vorhandene, vom RLM freigegebene Luftaufnahmen für die Zusammenstellung der Serie verwendet.

    Das passt auch grundsätzlich zur Arbeitsweise von Gebr. Metz: Vergleichbare Gebr.-Metz-Luftbildkarten aus der Zeit um 1940/41 sind dokumentiert.

    Eine kleine Korrektur zu meiner vorherigen Aussage

    Ich würde deshalb nicht mehr behaupten, dass „/41“ automatisch das Erscheinungsjahr der gesamten Mappe ist.

    Sicher ist:

    Aufnahme/negative Freigabe E 7185/40 → 1940
    Aufnahme/negative Freigabe E 15162/41 → 1941
    Die Fotomappe muss nach Verwendung der 1941er Aufnahme entstanden sein, sofern diese tatsächlich zur selben Originalmappe gehört.
    Damit ist 1941–1942 momentan der plausibelste Zeitraum für die komplette Mappe.
    Noch interessanter: Es handelt sich offenbar um eine zusammenhängende Luftbildserie

    Beide Fotos haben denselben Aufbau:

    „Oberes Murgtal – [Ort] [Höhenangabe]“

    und dieselbe Gebr.-Metz-Produktionsweise. Das spricht sehr stark dafür, dass sie Bestandteile derselben 12-teiligen Serie sind.

    Wenn Sie noch weitere Fotos dieser Mappe haben, können wir anhand der RLM-Nummern möglicherweise eine kleine Chronologie erstellen:

    Motiv RLM-Freigabe Jahr
    Schwarzenberg E 7185/40 1940
    Baiersbronn E 15162/41 1941
    weitere Fotos ? ?

    Wenn mehrere der zwölf Bilder ebenfalls eine RLM-Nummer tragen, wäre das jetzt der spannendste Ansatz. Dann lässt sich vermutlich ziemlich genau bestimmen, wann Gebr. Metz diese konkrete 12-Foto-Mappe zusammengestellt und herausgegeben hat – und möglicherweise sogar, ob es verschiedene Auflagen gab.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 17:31:13
    Ja – diese einzelne Fotografie liefert einen sehr wichtigen Hinweis und korrigiert die bisherige Datierung deutlich.

    Auf dem Foto steht:

    „Oberes Murgtal – Luftkurort Baiersbronn 600 m ü. M.“
    „freig. d. RLM Nr. E 15162/41“

    Damit lässt sich die Aufnahme auf 1941 datieren

    „RLM“ steht für Reichsluftfahrtministerium. Luftbildaufnahmen mussten damals genehmigt werden; die Genehmigungsnummer wurde auf der Rückseite bzw. am Rand solcher Bilder/Ansichtskarten angegeben. Vergleichbare Karten tragen beispielsweise „Freig. d. RLM. Nr. E 9170/40“, wobei „/40“ für 1940 steht.

    Bei Ihrem Bild lautet die Nummer:

    E 15162/41

    Das „/41“ ist daher ein sehr starkes Indiz für das Jahr 1941. Zusammen mit der Tatsache, dass Gebr. Metz nachweislich auch 1941 entsprechende Ansichtskarten herausgab, halte ich nun folgende Datierung für wesentlich besser abgesichert:

    ????️ Datierung der Mappe

    Sehr wahrscheinlich: 1941

    Nicht lediglich „um 1950“, wie ich zuvor vermutet hatte.

    Interessant ist dabei, dass die Mappe „12 Photographien 6½ × 9 cm“ genau zu diesem Fotoformat passt. Wenn dieses Bild tatsächlich eines der zwölf Originalfotos aus Ihrer Mappe ist, haben wir damit praktisch einen direkten Datierungsbeleg für die gesamte Serie.

    Ich würde die Mappe deshalb jetzt so katalogisieren:

    Gebr. Metz, Tübingen – Oberes Murgtal / Freudenstadt–Schönmünzach
    12 Photographien, 6½ × 9 cm, um 1941, vermutlich Ausgabe 1941.
    Einzelaufnahme: „Luftkurort Baiersbronn 600 m ü. M.“, RLM-Freigabe E 15162/41.

    Besonders interessant: Es handelt sich offenbar um eine Luftaufnahme

    Die Perspektive des Bildes passt zu einer erhöhten bzw. aus der Luft aufgenommenen Gesamtansicht von Baiersbronn. Die RLM-Freigabe bestätigt, dass das Bild unter die damalige Genehmigungspflicht für Luftaufnahmen fiel. Bis 1945 wurden solche Luftbilder in Deutschland vom Reichsluftfahrtministerium genehmigt.

    Das macht die Karte historisch interessanter als eine gewöhnliche Ansichtskarte, weil sie den Ortszustand von Baiersbronn unmittelbar vor bzw. während des Zweiten Weltkriegs dokumentiert.

    Und damit verändert sich auch meine Wertschätzung

    Wenn alle 12 Fotografien vorhanden sind und tatsächlich zu dieser Mappe gehören, würde ich die Sammlung nicht mehr einfach als „Souvenir aus den 1950er Jahren“ bewerten.

    Meine vorläufige Einschätzung wäre jetzt:

    leere Mappe: ca. 5–15 €
    Mappe mit wenigen Fotos: ca. 15–30 €
    komplette Mappe mit 12 Fotos: etwa 40–80 €
    komplett, sehr guter Originalzustand: etwa 60–100 €
    für einen spezialisierten Schwarzwald-/Heimat- oder Gebr.-Metz-Sammler eventuell etwas mehr.

    Der eigentliche Wert hängt stark davon ab, welche zwölf Motive enthalten sind.

    Wenn Sie mir die restlichen Fotografien einzeln zeigen, kann ich die komplette Serie anhand der Bildnummern, Motive und RLM-Nummern rekonstruieren. Dann können wir auch feststellen, ob E 15162/41 bei allen Bildern gleich ist oder ob die zwölf Aufnahmen unterschiedliche Freigabenummern haben – das wäre für die genaue Bestimmung der Ausgabe sehr aufschlussreich.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 17:25:51
    Ich habe die Angaben mit Museums- und Archivquellen sowie mit nachweisbaren Gebr.-Metz-Erzeugnissen abgeglichen. Dabei ergibt sich ein etwas anderes Bild als bei meiner ersten Einschätzung: Die Mappe dürfte deutlich eher aus der Mitte des 20. Jahrhunderts stammen als aus der Zeit um 1900.

    Meine Einschätzung
    Merkmal Einschätzung
    Hersteller/Verlag Gebrüder Metz, Tübingen
    Objekt Fotomappe mit 12 echten Fotografien
    Format 6,5 × 9 cm
    Herstellungszeit ca. 1948–1955
    wahrscheinlichster Zeitraum um 1950
    Auflage nicht ermittelbar; vermutlich mehrere tausend Exemplare
    Sammlerwert mit 12 Fotos + Mappe etwa 30–60 €
    sehr guter/vollständiger Zustand etwa 60–100 €
    außergewöhnlich seltene Motive / ungebrauchte Komplettmappe möglicherweise 100–150 €+
    Warum ich „um 1950“ für wahrscheinlich halte

    Ein besonders wichtiger Vergleich stammt aus dem Stadtmuseum Tübingen. Dort ist eine praktisch gleichartige Gebr.-Metz-Fotografienmappe dokumentiert: 12 echte Fotografien im Format 6,5 × 9 cm, mit dem Aufdruck „12 Echte Photographien 6½ × 9 cm“. Das Museum datiert dieses Objekt ausdrücklich auf „um 1950“.

    Das ist für Ihre Mappe ein sehr starkes Indiz, denn Format, Anzahl der Fotografien, Hersteller und Produktgestaltung stimmen überein.

    Auch andere Gebr.-Metz-Erzeugnisse lassen sich in den 1950er Jahren eindeutig nachweisen. Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg besitzt beispielsweise Fotografien aus der Gebrüder-Metz-Sammlung, und konkrete Gebr.-Metz-Ansichtskarten sind für die 1950er Jahre belegt.

    Interessant ist außerdem, dass Gebr. Metz über ein riesiges Archiv von etwa 270.000 Glasplattennegativen verfügte und zu den führenden deutschen Herstellern von Ansichtskarten und fotografischen Souvenirs gehörte.

    Auflage

    Hier muss ich ausdrücklich vorsichtig sein: Eine konkrete Auflagenzahl dieser Murgtal-Mappe konnte ich nicht finden.

    Gebr. Metz hat offenbar keine Auflagenzahlen auf solchen Souvenirmappen angegeben, und weder das Stadtmuseum Tübingen noch die von mir gefundenen Archivquellen nennen für diese spezielle Ausgabe eine Auflage.

    Eine Auflage von mehreren tausend Exemplaren halte ich aufgrund des touristischen Charakters für plausibel, aber das ist eine Schätzung und kein belegter Wert.

    Was ist sie heute wert?

    Der entscheidende Punkt ist, ob die 12 Originalfotografien noch vorhanden sind.

    Die von Ihnen gezeigte Aufnahme zeigt lediglich die Mappe; die Fotos fehlen auf dem Bild. Falls die Mappe tatsächlich leer ist, würde ich den Wert wesentlich niedriger ansetzen:

    leere Mappe: ca. 5–15 €
    Mappe + einige Fotos: ca. 15–30 €
    komplett mit allen 12 Fotos: ca. 30–60 €
    komplett, sehr guter Zustand, keine Beschriftungen/Flecken: ca. 60–100 €
    besonders seltene Variante bzw. nachweislich frühe Ausgabe: eventuell darüber

    Das sind realistische Markt-/Sammlerwerte, keine Versicherungstaxen. Bei einem Verkauf über ein Auktionshaus können die erzielten Preise deutlich schwanken.

    Ein wichtiger Punkt

    Ich würde meine vorherige Aussage, die Mappe sei wahrscheinlich „frühes 20. Jahrhundert“, korrigieren. Die neue Recherche spricht wesentlich stärker für ca. 1948–1955, wahrscheinlich um 1950. Das sehr ähnliche Museumsobjekt des Stadtmuseums Tübingen ist dafür der wichtigste Vergleich.