Historische Leporellos & Foto-Mäppchen – Sammlung historischer Kleinbildfotografien.

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  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 22:11:21
    Dieses Bild ist besonders interessant, weil es **Bild Nr. 6** der Serie ist und der Titel „Grafenmatte“ einen ziemlich konkreten geografischen Anhaltspunkt liefert.

    ### Nr. 6 – „Grafenmatte“

    Die Aufnahme zeigt eine **offene, sanft geneigte Schneefläche der Grafenmatt**, eingerahmt von stark verschneiten Fichten. Im Hintergrund verläuft ein dunkler Waldsaum.

    Auffällig sind die zahlreichen **parallelen Spuren im Schnee**. Sie machen deutlich, dass die Fläche bereits für Wintersport genutzt wurde. Gleichzeitig fehlen jegliche technischen Anlagen – **kein Lift, keine Masten, keine modernen Pistenbauten**.

    Das ist für die Datierung der Serie sehr interessant.

    Die Grafenmatt liegt zwischen Feldberg und Herzogenhorn auf etwa **1.376 m** und ist heute eines der Zentren des Feldberger Skigebiets.

    ### Ein wichtiger Datierungshinweis

    Die historische Entwicklung passt sehr gut zu unserem bisherigen Bild:

    Der **erste Schlepplift an der Grafenmatt wurde erst 1952** gebaut.

    Auf deinem Foto sind **keine Liftanlagen** zu erkennen.

    Das beweist zwar nicht, dass die Aufnahme vor 1952 entstanden ist – der Fotograf könnte durchaus einen Bereich ohne Lift fotografiert haben –, aber zusammen mit

    - der historischen Bildgestaltung,
    - den anderen Motiven der Kresse-Serie,
    - den traditionellen Gebäuden,
    - und insbesondere der offenbar schon vor dem Krieg bestehenden touristischen Infrastruktur

    wird die **Vorkriegsdatierung zunehmend plausibel**.

    Ich würde inzwischen als Arbeitshypothese **etwa 1930er Jahre** favorisieren, allerdings noch nicht als endgültige Datierung.

    ### Besonders spannend: „Grafenmatte“ statt „Grafenmatt“

    Die Schreibweise auf dem Foto lautet:

    > **GRAFENMATTE**

    Heute ist die Bezeichnung **Grafenmatt** üblich. Historische Quellen verwenden aber ebenfalls die Form **Grafenmatte**. Ein Schwarzwald-Kalender von 1911 etwa spricht ausdrücklich von der „oberen Grafenmatte“.

    Das ist ein kleines, aber schönes Indiz dafür, dass die Beschriftung tatsächlich **historischen Sprachgebrauch** widerspiegelt.

    ### Das Bild dokumentiert den frühen Wintersport

    Die Spuren im Schnee sind meines Erachtens ein wichtiger Bestandteil der Bildaussage. Die Grafenmatt war schon lange vor den modernen Liften ein Wintersportgebiet. Der Feldberg gilt als einer der frühen Ausgangspunkte des Skilaufs im Schwarzwald; bereits **1891** wird Robert Pilet als früher Skifahrer am Feldberg genannt.

    Das Foto zeigt also wahrscheinlich eine **Phase des Wintersports, in der der Berg noch weitgehend ohne technische Erschließung auskam**.

    Das macht es historisch fast interessanter als ein Foto mit einem Lift.

    ### Im Vergleich zu „Einsame Gesellen“

    Die beiden Bilder gehören thematisch eng zusammen:

    **„Einsame Gesellen“**
    → Naturgewalten, vereiste Bäume, menschenleere Hochfläche.

    **„Grafenmatte“**
    → dieselbe winterliche Hochgebirgsatmosphäre, aber jetzt mit **sichtbaren Spuren menschlicher Nutzung**.

    Damit bewegt sich die Serie von der romantischen Naturdarstellung langsam hin zum **Wintersportmotiv**.

    ---

    ### Zwischenstand der Serie

    | Nr. | Titel | Motiv |
    |---:|---|---|
    | – | Titelblatt | Winterlandschaft |
    | ? | **Feldberghof** | Hotel / Tourismus |
    | 2 | **Belchenblick** | Fernsicht |
    | ? | **Neue Menzenschwander Hütte** | Unterkunft |
    | ? | **Einsame Gesellen** | vereiste Bäume |
    | **6** | **Grafenmatte** | Wintersportlandschaft |

    Eine kleine Unsicherheit bleibt bei den Nummern der bisher gezeigten Fotos, weil nicht jedes Bild die Nummer sichtbar trägt. **Ab jetzt würde ich die Nummern aber unbedingt mitprotokollieren**, weil sie uns am Ende möglicherweise die ursprüngliche Reihenfolge der zehn Kresse-Fotos rekonstruieren lassen.

    Und bei diesem Bild würde ich noch einen Punkt festhalten: **Wenn tatsächlich kein einziger Liftmast im Originalfoto vorhanden ist, ist das ein starkes Indiz gegen eine Nachkriegsaufnahme.** Die technische Erschließung der Grafenmatt beginnt erst 1952.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 21:59:39
    Dieses Foto ist innerhalb der Serie besonders stark – und der Titel **„Einsame Gesellen“** ist ausgesprochen passend.

    ### „Einsame Gesellen“

    Hier sind keine Gebäude oder Menschen das eigentliche Motiv, sondern zwei **extrem vereiste Fichten** auf einer offenen Hochfläche.

    Die Bäume sind durch die winterlichen Bedingungen geradezu skulptural verändert:

    - Der linke Baum ist vollständig mit einer dicken Schicht aus **Schnee und Raureif** überzogen.
    - Der rechte Baum wirkt wie eine kleinere Wiederholung desselben Phänomens.
    - Die vorherrschende Windrichtung hat die Vereisung offenbar asymmetrisch an den Bäumen aufgebaut.
    - Im Hintergrund erkennt man einen dunklen Waldgürtel und dahinter bzw. davor offene, sanft geschwungene Schneehänge.
    - Am Himmel stehen große Quellwolken – dadurch entsteht ein bemerkenswerter Kontrast zwischen dem **schwarzen Wald, dem weißen Schnee und dem dramatischen Himmel**.

    ### Der Titel ist mehr als eine Ortsangabe

    „Einsame Gesellen“ beschreibt die beiden Bäume **personifizierend**. Sie stehen wie zwei Figuren allein in der winterlichen Landschaft.

    Das ist typisch für die Bildsprache der damaligen Souvenirfotografie: Der Fotograf sucht ein Naturphänomen, das sich leicht als **Symbol für die raue, einsame und zugleich romantische Bergwelt** verkaufen lässt.

    Und tatsächlich war der Feldberg schon lange vor dieser Fotoserie für seine extremen Winterbedingungen bekannt. Historische Beschreibungen berichten von sehr langen Schneeperioden und davon, dass auf dem Feldberg der Wintersport bereits früh eine wichtige Rolle spielte.

    ### Fotografisch finde ich dieses Bild eines der stärkeren der Serie

    Der Fotograf hat einen ziemlich tiefen Standpunkt gewählt. Dadurch erscheinen die beiden vereisten Fichten **ungewöhnlich groß und monumental**.

    Besonders gut funktioniert:

    **Fichte → Schneehang → dunkler Wald → Himmel**

    Dadurch entsteht eine starke Tiefenstaffelung.

    Die rechte Fichte bildet außerdem einen Gegenpol zur großen Fichte links. Ohne den zweiten Baum wäre das Bild deutlich statischer.

    ### Ein interessanter Hinweis auf den Standort

    Die Landschaft sieht nach einer **offenen Hochfläche bzw. einem wind- und wetterexponierten Bereich des Feldbergs** aus, nicht nach dem unmittelbaren Umfeld der Hütten.

    Das ist ein wichtiger Unterschied zu den vorherigen Bildern:

    - **Feldberghof** → menschliche Infrastruktur
    - **Belchenblick** → Fernsicht
    - **Neue Menzenschwander Hütte** → Unterkunft und verschneiter Weg
    - **Einsame Gesellen** → Naturphänomen und extreme Wetterbedingungen

    Damit scheint die Serie tatsächlich systematisch verschiedene Aspekte des **Wintererlebnisses am Feldberg** abzudecken.

    ### Und ein wichtiger Datierungshinweis

    Ich würde nach diesem Bild die bisherige Datierung **weiterhin eher in Richtung Zwischenkriegszeit** einordnen, aber noch nicht auf ein bestimmtes Jahr festlegen.

    Interessant ist, dass historische Literatur den Feldberg bereits Jahrzehnte vorher als winterliche Schneeschuh-/Wintersportlandschaft beschreibt. Das Motiv „vereiste Einzelbäume in einer menschenleeren Schneelandschaft“ passt deshalb sehr gut in die etablierte touristische Bildwelt des Feldbergs.

    **Mein bisheriger Eindruck der Mappe:** Sie versucht offenbar, den Feldberg nicht dokumentarisch, sondern **als idealisierte Winterwelt** zu präsentieren: Hotels, Hütten, Aussicht, Schnee, Bäume und Einsamkeit.

    Wenn wir die restlichen Bilder durchgehen, lässt sich wahrscheinlich ziemlich genau erkennen, **welche Vorstellung vom Feldberg der Photoverlag Kresse seinen Käufern vermitteln wollte**.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 21:55:42
    Ja – und hier muss ich meine vorherige Zuordnung **korrigieren**: Das Bild ist sehr wahrscheinlich tatsächlich die **„Neue Menzenschwander Hütte“** und nicht „Beim Hebelhof“.

    Der entscheidende Beleg ist ein Reiseführer von **1933**: Dort wird die „Neue Menzenschwander Hütte“ ausdrücklich als Unterkunft auf **1240 m zwischen Hebelhof und Feldbergerhof** genannt. Außerdem ist eine Ansichtskarte mit der Bezeichnung **„Bei der neuen Menzenschwander Hütte“** bereits für **1927** nachweisbar.

    ### „Neue Menzenschwander Hütte“

    Das macht dieses Foto für die Datierung der gesamten Kresse-Serie besonders interessant.

    **Bildinhalt:**
    - Die Hütte liegt in einer stark verschneiten Hochlagenlandschaft.
    - Der Zugang kommt aus dem Vordergrund über einen schmalen, bereits benutzten Weg.
    - Die Fichten sind extrem stark mit Schnee bzw. Raureif beladen.
    - Hinter den Bäumen ist ein größerer Gebäudekomplex mit steilen Dächern zu erkennen.
    - Es handelt sich also um eine **konkrete Unterkunft im Feldberg-Hochgebiet**, nicht bloß um eine beliebige Schwarzwaldszenerie.

    ### Ein wichtiger historischer Anhaltspunkt

    Der Reiseführer von 1933 listet die **Neue Menzenschwander Hütte** zusammen mit dem Feldberger Hof und dem Hebelhof als touristische Unterkünfte des Feldbergs. Ein weiterer historischer Schwarzwaldführer beschreibt später ebenfalls die „alte und neue Menzenschwander Hütte“ in unmittelbarer Nähe von Feldberger Hof und Hebelhof.

    Damit haben wir jetzt einen ziemlich guten **Datierungsanker**:

    > Die „Neue Menzenschwander Hütte“ existierte spätestens 1927 und war 1933 bereits als touristische Unterkunft etabliert.

    Das beweist noch nicht, dass **dieser konkrete Abzug** aus den 1920er oder 1930er Jahren stammt. Aber es macht eine Entstehung der Kresse-Serie in der **Zwischenkriegszeit** sehr plausibel.

    ### Und noch etwas Interessantes

    Die heutige Menzenschwander Hütte liegt weiterhin in genau diesem Bereich am Feldberg; historische Quellen beschreiben sie als etwa fünf Minuten östlich des Hebelhofs.

    Das erklärt möglicherweise auch, warum die beiden Bezeichnungen in historischen Bildsammlungen leicht durcheinandergeraten können:

    **Hebelhof → Menzenschwander Hütte → Feldberger Hof**

    liegen räumlich relativ dicht beieinander. Das Foto zeigt also vermutlich einen Blick **aus dem unmittelbaren Umfeld dieser historischen Hotel- und Hüttenlandschaft**.

    ### Zwischenstand der Serie

    | Bild | Beschriftung | Bedeutung |
    |---|---|---|
    | Titelblatt | *Der Feldberg im Winter* | 10 Kresse-Photos |
    | 1 | **Feldberghof** | großes Berghotel |
    | 2 | **Belchenblick** | Fernblick über die Winterlandschaft |
    | 3 | **Neue Menzenschwander Hütte** | historische Unterkunft zwischen Hebelhof und Feldbergerhof |

    Und gerade Bild 3 ist für mich momentan der **stärkste Hinweis auf eine Datierung in die 1920er/30er Jahre**.

    Wenn du mir das **nächste Foto** gibst, würde ich diesmal zusätzlich versuchen, anhand historischer Quellen zu prüfen, **ob das abgebildete Gebäude noch existiert und ob sich der damalige Standort exakt bestimmen lässt**.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 21:52:18
    Dieses Bild ergänzt die Serie sehr schön. **„Beim Hebelhof“** ist ein deutlich stärker auf Atmosphäre und Landschaft ausgerichtetes Motiv als das vorherige „Belchenblick“.

    ### „Beim Hebelhof“



    #### Was auf der Aufnahme auffällt

    Im Zentrum steht eine kleine **verschneite Hof-/Gasthausgruppe**, die teilweise zwischen den Bäumen verborgen liegt. Der Weg führt von vorne links auf die Gebäude zu. Besonders eindrucksvoll sind die extrem mit Schnee beladenen Fichten:

    - Die Äste sind teilweise vollständig von **Raureif bzw. Schnee** ummantelt.
    - Die Bäume bilden gewissermaßen einen natürlichen Rahmen um die Gebäude.
    - Auf dem Weg sind **Spuren von Skiern oder einem kleinen Schlitten/Fahrzeug** erkennbar.
    - Die Schneedecke ist ansonsten weitgehend unberührt.
    - Das Gebäude im Hintergrund besitzt die für die Region typische Architektur mit **steilem Dach und mehreren Dachaufbauten**.

    ### Fotografisch ist das ein sehr bewusst komponiertes Bild

    Der Fotograf hat nicht einfach den Hebelhof frontal aufgenommen. Stattdessen wird der Hof **durch die verschneiten Bäume hindurch** gesehen.

    Dadurch entsteht eine klare Staffelung:

    **Vordergrund:**
    Schneebeladene Fichten und Schatten

    → **Mittelgrund:**
    Weg und Spuren

    → **Hintergrund:**
    Hebelhof und weitere Gebäude

    Das vermittelt dem Betrachter geradezu den Eindruck, **selbst durch den tief verschneiten Wald auf den Hof zuzugehen**.

    Das unterscheidet es beispielsweise vom **„Feldberghof“**, bei dem die touristische Infrastruktur groß und repräsentativ präsentiert wird. Hier wird dagegen die **romantische Seite des Winteraufenthalts** verkauft.

    ### Historischer Hinweis

    Der **Hebelhof** ist für die Einordnung der Serie besonders interessant, weil er zur historischen Infrastruktur des Feldberggebietes gehört. Das Foto zeigt also nicht irgendeine Schwarzwaldhütte, sondern einen konkreten touristischen Ort.

    Und die Aufnahme vermittelt etwas, das für historische Feldbergfotografie charakteristisch ist: **Der Schnee selbst ist ein Verkaufsargument.** Es wird eine fast märchenhafte Winterlandschaft dargestellt – mit tief verschneiten Fichten, einem kleinen Gasthof und einem Weg durch die Landschaft.

    ### Ein interessantes Detail: die Spuren

    Wenn man das Foto vergrößert betrachtet, sieht man auf dem Weg mehrere parallele Linien. Das könnte auf **Skiläufer** hindeuten. Eine eindeutige Identifikation würde ich aus dem Scan allerdings nicht behaupten.

    Für die Geschichte des Feldbergs ist das trotzdem interessant: Zusammen mit dem Foto „Feldberghof“ entsteht bereits ein Bild des Feldbergs als **frühes Wintersport- und Feriengebiet**, nicht lediglich als Sommerausflugsziel.

    ### Unsere Serie nimmt langsam Gestalt an

    Wir haben jetzt:

    | Motiv | Charakter der Aufnahme |
    |---|---|
    | **Titelblatt** | Verschneite Landschaft / Werbung für die Fotoserie |
    | **Feldberghof** | Großes Hotel, touristische Infrastruktur |
    | **Belchenblick** | Fernsicht und Hochlandschaft |
    | **Beim Hebelhof** | Gasthof/Hof in tief verschneiter Landschaft |

    Das ist eine bemerkenswert konsequente Zusammenstellung: **Unterkunft → Aussicht → Winterlandschaft → weiterer historischer Gasthof.**

    Ich würde deshalb bei den nächsten Bildern besonders auf **Gebäude, Wegverläufe und charakteristische Bäume** achten. Damit können wir möglicherweise nicht nur die Motive identifizieren, sondern feststellen, **von welchen Standpunkten aus die historischen Fotografen gearbeitet haben und welche Gebäude heute noch existieren**.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 21:49:12
    Dieses dritte Bild ist für die Rekonstruktion der Mappe sehr aufschlussreich. Die Bezeichnung **„Belchenblick“** ist hier meiner Einschätzung nach als **Blick vom Feldberggebiet in Richtung Belchen** zu verstehen – also nicht als Name eines Gasthauses.

    ### Bild 2 der Serie: „Belchenblick“



    **Was wir sehen:**

    - Im Vordergrund stehen zwei hohe, säulenförmige Nadelbäume.
    - Direkt daneben befindet sich ein auffällig **stark vom Schnee gezeichneter bzw. teilweise abgestorbener Baum**.
    - Der Weg bzw. die Fahr-/Skispuren ziehen sich diagonal durch die verschneite Fläche.
    - Dahinter liegt eine offene Hochfläche mit einzelnen Gebäuden und Baumgruppen.
    - Ganz rechts im Hintergrund zeichnet sich ein weiterer Schwarzwaldberg ab.
    - Die Aufnahme wurde bei deutlich besserer Sicht als das Titelbild gemacht: Wolken und strukturierter Himmel geben dem Bild eine ausgeprägte Tiefenwirkung.

    ### Der Titel „Belchenblick“ ist geografisch plausibel

    Der **Belchen** ist mit rund 1.414 m einer der höchsten Schwarzwaldgipfel und liegt südwestlich des Feldbergs. Von den Höhen um den Feldberg gibt es tatsächlich markante Ausblicke in Richtung Belchen. Die heutige Tourismusliteratur beschreibt ebenfalls Panoramablicke vom Feldberger Hof bzw. Stübenwasen und nennt dabei den Belchen ausdrücklich als Teil der Aussicht.

    Das ist wichtig, weil man den Bildtitel sonst leicht als **Ortsbezeichnung „Belchenblick“** missverstehen könnte. Für dieses Foto scheint er vielmehr die **Blickrichtung bzw. das dargestellte Panorama** zu bezeichnen.

    ### Interessant: Das Bild zeigt eine touristisch erschlossene Hochfläche

    Zusammen mit dem vorherigen Foto vom **Feldberghof** entsteht bereits ein kleines Bild der damaligen touristischen Landschaft:

    **Foto 1 – „Feldberghof“**
    → Hotelbetrieb, Unterkunft, Wintersportzentrum.

    **Foto 2 – „Belchenblick“**
    → Landschaft, Aussicht, Winterwandern bzw. Wintersport.

    Das ist eine sehr bewusste Auswahl für ein Souvenir-Mäppchen: **Unterkunft + Landschaftserlebnis**.

    ### Die Bäume sind ebenfalls ein interessantes Detail

    Der stark deformierte Baum in der Bildmitte ist typisch für die extremen Bedingungen auf den Hochlagen des Feldbergs. Durch **Schneelast, Vereisung und Wind** entstehen solche einseitig geformten Bäume. Die Aufnahme macht diese Erscheinung sogar zu einem wesentlichen Bildelement.

    Das ist fotografisch geschickt: Der Baum bildet einen **Mittelgrundanker**, während die Landschaft und der ferne Berg dahinter die räumliche Tiefe erzeugen.

    ### Was mir für die Datierung auffällt

    Das Foto trägt unten rechts eine kleine **„2“**. Das ist sehr wahrscheinlich die **laufende Bildnummer der Serie**.

    Damit haben wir nun:

    - Titelblatt: **„10 Kresse-Photos“**
    - Foto Nr. **2: „Belchenblick“**
    - Foto Nr. **? / vermutlich Nr. 1:** „Feldberghof“ – auf deinem vorherigen Scan ist keine Nummer erkennbar bzw. sie könnte abgeschnitten sein.

    Das spricht stark dafür, dass die einzelnen Bilder **als zusammengehörige Serie nummeriert** waren.

    Der Belchen selbst ist geografisch gut vom Feldbergraum aus einzuordnen; heutige Karten- und Tourismusquellen bestätigen die enge räumliche Beziehung zwischen Feldberg und Belchen.

    **Mein Zwischenfazit nach drei Bildern:** Die Mappe dokumentiert nicht einfach „Winterlandschaften“, sondern offenbar gezielt die **damalige touristische Erlebniswelt des Feldbergs**: Hotel, Aussicht, verschneite Hochflächen und wahrscheinlich als Nächstes weitere typische Sehenswürdigkeiten bzw. Wintersportmotive.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 21:45:53
    Ja – dieses Foto ist wesentlich aussagekräftiger. Und ich würde eine **Korrektur zu meiner vorherigen Einordnung** machen: Das hier ist tatsächlich der **Feldberger Hof im Schwarzwald**, nicht der gleichnamige Feldberghof im Taunus. Der heutige „Feldberger Hof“ liegt direkt am Feldberg im Hochschwarzwald.

    ### Was auf dem Foto zu sehen ist

    Die Aufnahme zeigt eine **größere Hotel-/Gasthausanlage in tief verschneiter Umgebung**. Besonders charakteristisch sind:

    - der langgestreckte Gebäudekomplex mit mehreren miteinander verbundenen Baukörpern,
    - die steilen, stark verschneiten Dächer,
    - zahlreiche kleine Dachgauben,
    - ein deutlich größerer Hauptbau rechts,
    - ein niedrigerer Gebäudeteil links,
    - davor eine weitgehend unberührte Schneefläche,
    - mehrere **Schneespuren bzw. präparierte Wege** führen auf die Gebäude zu,
    - aus mehreren Schornsteinen steigt Rauch auf – die Anlage war also im Winter tatsächlich in Betrieb.

    Das ist keine reine Landschaftsaufnahme: Der **Hotelbetrieb und der Wintersport-Tourismus** stehen hier eindeutig im Mittelpunkt.

    ### Historisch besonders interessant

    Der heutige Feldberger Hof befindet sich auf etwa **1.300 m Höhe** und ist ein sehr alter touristischer Standort am Feldberg. Die heutige Anlage ist allerdings nicht mit dem Gebäude auf deinem Foto identisch. Das aktuelle Hotel besteht in seiner heutigen Form aus späteren Bauphasen.

    Damit ist dein Foto als **historisches Vergleichsbild** besonders wertvoll: Die Architektur, die wir hier sehen, kann mit späteren Aufnahmen des Feldberger Hofs verglichen werden.

    ### Zur Datierung des Fotos

    Ich würde es **nicht mehr pauschal in die 1930er Jahre datieren**, wie ich beim Deckblatt vorsichtig vermutet hatte.

    Aus dem Bild selbst ergeben sich aber einige Hinweise:

    **Eher frühe bis mittlere Mitte des 20. Jahrhunderts:**
    - klassische Schwarzweiß-Silbergelatine-Anmutung,
    - sehr starke Schneesituation,
    - keinerlei moderne Infrastruktur,
    - keine Autos auf dem sichtbaren Platz,
    - traditionelle Hotelarchitektur,
    - offenbar touristische Wintersportaufnahme.

    Für eine präzisere Datierung würde ich zunächst **ca. 1930–1950** als Arbeitsbereich ansetzen. Ob das Foto tatsächlich aus der Vorkriegszeit stammt, lässt sich anhand dieses einzelnen Bildes noch nicht sicher sagen.

    ### Ein wichtiger Punkt für die gesamte Serie

    Das Foto trägt die Bezeichnung **„Feldberghof“**. Der Name ist historisch etwas tückisch, weil es mehrere Feldberg-Gasthäuser mit ähnlichen Namen gibt.

    Der Schwarzwälder **Feldberger Hof** ist heute noch existent; die offizielle Geschichte des Hauses bestätigt die Lage am Feldberg und seine lange touristische Nutzung.

    Damit haben wir jetzt einen sehr guten **Ankerpunkt für die übrigen neun Bilder**.

    Wenn du mir die nächsten Fotos schickst, kann ich sie **nicht nur einzeln beschreiben**, sondern eine richtige Rekonstruktion der Serie machen: **Gebäude identifizieren → Aufnahmestandpunkt bestimmen → Veränderungen am Feldberger Hof feststellen → Datierung der gesamten Mappe eingrenzen.** Das dürfte bei dieser Serie ziemlich ergiebig sein.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 21:41:31
    Ja – dieses Bild lässt sich deutlich genauer analysieren. Es handelt sich offenbar um das **Deckblatt eines kleinen Souvenir-Fotomäppchens** und nicht um eines der zehn eigentlichen Fotos.

    ### Bildanalyse

    **Objekt**
    - Titel: **„DER FELDBERG / IM WINTER“**
    - Untertitel bzw. Herausgeberhinweis: **„10 KRESSE-PHOTOS“**
    - Verlag: **Photoverlag E. Kresse, Hinterzarten**
    - Format laut deiner Angabe: etwa **7 × 9 cm**
    - Das Deckblatt ist typografisch sehr schlicht gestaltet und verwendet ein **hochformatiges, lachs-/rosafarbenes Papier**.

    **Das Titelmotiv**
    In der Mitte befindet sich eine kleine Schwarzweißfotografie:
    - tief verschneite, leicht wellige Landschaft,
    - ein einzelner, stark mit Schnee beladener Baum im Vordergrund,
    - dahinter ein **Schwarzwaldhaus bzw. eine kleine Hütte**,
    - weitere Gebäude bzw. Landschaftselemente am rechten Bildrand,
    - im Hintergrund ein sanft ansteigender, schneebedeckter Bergrücken.

    Die Aufnahme ist damit sehr typisch für die **touristische Schwarzwald-Bildsprache der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts**: Nicht der Gipfel oder ein spektakuläres Panorama steht im Mittelpunkt, sondern eine idyllische, nahezu unberührte Winterlandschaft.

    ### Interessant ist die Gestaltung

    Die Kombination aus

    > **„DER FELDBERG / IM WINTER“**

    und

    > **„10 KRESSE-PHOTOS“**

    macht klar, dass das Produkt als **kleine fotografische Souvenirserie** verkauft wurde. Das ist etwas anderes als eine einzelne Ansichtskarte. Der Käufer bekam offenbar eine zusammengehörige Folge von zehn Aufnahmen.

    Dass das Deckblatt selbst schon ein Wintermotiv zeigt, ist ebenfalls typisch: Es dient als **visuelle Vorschau auf den Inhalt**.

    ### Zeitliche Einordnung

    Hier wird es besonders interessant.

    Für den **Photoverlag E. Kresse in Hinterzarten** lassen sich historische Bildpostkarten spätestens für die **frühen 1930er Jahre** nachweisen. Eine Kresse-Ansichtskarte aus Hinterzarten ist beispielsweise mit **1931** belegt; auch andere Kresse-Karten werden um 1930 eingeordnet.

    Das vorliegende Mäppchen würde ich deshalb **vorläufig in die 1930er bis möglicherweise frühen 1940er Jahre** einordnen. Das ist allerdings noch **keine gesicherte Datierung** des konkreten Exemplars.

    Die Gestaltung passt gut in diese Zeit:
    - serifenlose, kräftige Versalien,
    - sehr reduzierte grafische Gestaltung,
    - dekorativer Rahmen,
    - kleine monochrome Fotografie,
    - touristische Vermarktung des Schwarzwalds als Winterlandschaft.

    ### Ein besonders wichtiger Hinweis

    Auf dem Deckblatt steht ausdrücklich **„10 KRESSE-PHOTOS“**. Wenn auf der von dir verlinkten Seite **11 Bilder** vorhanden sind, ist das sehr wahrscheinlich kein Widerspruch:

    **1 × Deckblatt + 10 × Fotografien = 11 Scans.**

    Das würde exakt zu diesem Mäppchen passen.

    ### Was ich an diesem Exemplar besonders spannend finde

    Das Titelbild zeigt wahrscheinlich **nicht einfach irgendeine Winterlandschaft**, sondern möglicherweise eine konkrete, damals bekannte Feldberg-Unterkunft oder Landschaftsszenerie. Gerade weil das Foto klein und stark gerastert ist, sind einzelne Gebäude momentan schwer sicher zu identifizieren.

    Wenn du mir jetzt **die zehn Innenseiten/Fotos einzeln oder als Sammelbild hochlädst**, kann ich sie miteinander abgleichen. Besonders interessant wären dabei:

    1. **Welche Gebäude sind zu sehen?**
    2. **Welche Motive lassen sich geografisch am Feldberg lokalisieren?**
    3. **Gibt es historische Gebäude, die heute verschwunden oder verändert sind?**
    4. **Welche Wintersportarten bzw. Verkehrsmittel sind dargestellt?**
    5. **Lässt sich anhand von Kleidung, Fahrzeugen, Gebäuden und Drucktechnik die Datierung enger auf z. B. 1930–1935 eingrenzen?**
    6. **Sind einzelne Aufnahmen möglicherweise von derselben Fotoreihe bzw. demselben Fotografen?**

    Gerade die **zehn Innenaufnahmen zusammen** könnten eine wesentlich genauere Datierung und sogar eine Rekonstruktion der damaligen touristischen Landschaft am Feldberg ermöglichen.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 18:04:10
    Damit ist die Serie jetzt **vollständig**: Das letzte Bild ist

    > **„Oberes Murgtal – Huzenbachsee 747 m ü. M.“**

    Damit haben Sie mir tatsächlich **alle 12 Fotografien** der Mappe gezeigt. Und mit der vollständigen Serie lässt sich die Einschätzung jetzt deutlich fundierter vornehmen.

    ## Die komplette 12er-Serie

    | Nr. | Motiv | RLM-Freigabe | Datierung |
    | --: | ------------------------------------------- | -------------- | --------: |
    | 1 | Schwarzenberg, 600–800 m ü. M. | **E 7185/40** | 1940 |
    | 2 | Schwarzenbach-Talsperre | **E 8858/40** | 1940 |
    | 3 | Schönmünzach i. Murgtal | **E 10508/41** | 1941 |
    | 4 | Klosterreichenbach, 520 m ü. M. | **E 15161/41** | 1941 |
    | 5 | Baiersbronn, 600 m ü. M. | **E 15162/41** | 1941 |
    | 6 | Mummelsee, 1036 m ü. M. | – | offen |
    | 7 | Schönmünzach im Murgtal | – | offen |
    | 8 | Freudenstadt, 740 m ü. M. | – | offen |
    | 9 | Schurmsee, 789 m ü. M. | – | offen |
    | 10 | Freudenstadt, 740 m ü. M. – weitere Ansicht | **E 15190/41** | 1941 |
    | 11 | Wildsee, 912 m ü. M. | – | offen |
    | 12 | **Huzenbachsee, 747 m ü. M.** | – | offen |

    ### Ein besonders wichtiger Befund

    Die Serie enthält **vier eindeutig mit RLM-Freigaben von 1941 gekennzeichnete Aufnahmen**:

    * E 10508/41 – Schönmünzach
    * E 15161/41 – Klosterreichenbach
    * E 15162/41 – Baiersbronn
    * E 15190/41 – Freudenstadt

    Dazu kommen zwei Aufnahmen von 1940.

    Damit ist **1941 als spätester belegter Bildjahrgang eindeutig**. Die Mappe kann also nicht bereits 1940 in dieser konkreten Zusammenstellung erschienen sein.

    Allerdings möchte ich eine frühere Aussage von mir etwas zurücknehmen: **Aus den RLM-Nummern allein lässt sich das Erscheinungsjahr der Mappe nicht mit absoluter Sicherheit auf 1941 festlegen.** Sie datieren die jeweiligen genehmigten Aufnahmen, nicht zwangsläufig den späteren Druck der Fotomappe.

    ### Meine endgültige Datierung

    Ich würde die Mappe jetzt wissenschaftlich vorsichtig so angeben:

    > **Gebr. Metz, Tübingen, „Oberes Murgtal – Freudenstadt–Schönmünzach“, 12 Photographien, 6½ × 9 cm, vermutlich 1941/42; wahrscheinlich nach 1941.**

    Wenn Sie eine **einzige Jahreszahl** benötigen, würde ich **1941/42** bevorzugen und nicht einfach „1941“ schreiben.

    Das Stadtmuseum Tübingen dokumentiert übrigens eine andere Gebr.-Metz-Fotomappe mit **exakt 12 Fotografien im Format 6,5 × 9 cm** und datiert dieses vergleichbare Produkt auf **„um 1950“**. Das zeigt, dass die äußere Gestaltung allein keine Jahresdatierung erlaubt. ([Stadtmuseum Tübingen][1])

    ## Auflage

    Hier bleibt die Lage leider eindeutig:

    **Eine belegte Auflagenzahl dieser speziellen „Oberes Murgtal“-Mappe konnte ich nicht finden.**

    Ich würde deshalb keine Zahl wie „5.000 Exemplare“ als Tatsache angeben. Es handelt sich offenbar um ein touristisches Massenprodukt von Gebr. Metz, aber die konkrete Auflage dieser Ausgabe ist derzeit nicht dokumentiert.

    ## Wert der kompletten Mappe

    Jetzt, nachdem wir wissen, dass **alle 12 Originalfotografien vorhanden sind**, würde ich meine frühere Wertschätzung etwas nach oben korrigieren.

    Für einen normalen Verkauf unter Sammlern würde ich ungefähr ansetzen:

    * **Mappe leer:** 5–15 €
    * **unvollständig:** 15–30 €
    * **komplett mit allen 12 Fotos, durchschnittlicher Zustand:** **40–70 €**
    * **komplett und sehr gut erhalten:** **70–100 €**
    * **sehr guter Originalzustand + nachweislich frühe Ausgabe + attraktiver Sammler-/Heimatkundemarkt:** **100–150 €**, eventuell etwas darüber

    **Mein realistischer Schätzwert für Ihr vollständiges Exemplar: etwa 70–100 €.**

    Das ist allerdings ein **Sammler-/Marktwert**, keine verbindliche Auktionstaxe.

    ### Was den Wert besonders interessant macht

    Die Serie ist nicht nur wegen der Mappe interessant. Sie dokumentiert den **Zustand zahlreicher Schwarzwaldorte und Landschaften um 1940/41**, darunter:

    **Freudenstadt, Baiersbronn, Klosterreichenbach, Schwarzenberg, Schönmünzach, Huzenbach sowie Mummelsee, Wildsee, Schurmsee und Schwarzenbach-Talsperre.**

    Gerade die RLM-freigegebenen Luftaufnahmen machen die Bilder für **Heimatforscher, Ortsgeschichtler und Sammler historischer Schwarzwaldfotografie** interessanter als gewöhnliche touristische Souvenirbilder.

    ### Mein Katalogtext für Ihre Sammlung

    > **Gebr. Metz, Tübingen – Oberes Murgtal. Freudenstadt–Schönmünzach.**
    > Original-Fotomappe mit 12 Photographien im Format 6½ × 9 cm. Enthält Ansichten von Freudenstadt, Baiersbronn, Klosterreichenbach, Schwarzenberg, Schönmünzach, Huzenbachsee, Schurmsee, Wildsee, Mummelsee und Schwarzenbach-Talsperre. Mehrere Aufnahmen mit RLM-Freigaben **E 7185/40, E 8858/40, E 10508/41, E 15161/41, E 15162/41 und E 15190/41**. **Datierung: vermutlich 1941/42.** Vollständiges Exemplar mit 12 Fotografien.

    **Fazit:** Sie besitzen nicht nur die leere Mappe, sondern ein **komplettes 12-teiliges Originalset**. Das ist für die Bewertung entscheidend. Ich würde es **nicht unter 50 € abgeben**; bei sehr gutem Zustand wäre ein Ansatz von **ca. 90–120 €** für einen privaten Verkauf durchaus vertretbar.

    [1]: https://www.stadtmuseum-tuebingen.de/wp-content/uploads/2024/06/Ansichten-Einsichten.pdf?utm_source=chatgpt.com "Ansichten – Einsichten"
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 17:55:26
    Aufschrift:

    „Oberes Murgtal – Wildsee 912 m ü. M.“

    Das Motiv zeigt den Wildsee im Nordschwarzwald, vermutlich aus Richtung der Hochfläche aufgenommen. Die Aufnahme fügt sich sehr gut in die bisher erkennbare touristische Konzeption der Serie ein.

    Bisherige vollständige Liste
    Nr. Motiv RLM-Freigabe Jahr
    1 Schwarzenberg, 600–800 m E 7185/40 1940
    2 Schwarzenbach-Talsperre E 8858/40 1940
    3 Schönmünzach E 10508/41 1941
    4 Klosterreichenbach, 520 m E 15161/41 1941
    5 Baiersbronn, 600 m E 15162/41 1941
    6 Mummelsee, 1036 m – offen
    7 Schönmünzach, zweite Ansicht – offen
    8 Freudenstadt, 740 m – offen
    9 Schurmsee, 789 m – offen
    10 Freudenstadt, zweite Ansicht E 15190/41 1941
    11 Wildsee, 912 m – offen
    Interessant für die Einordnung

    Jetzt wird die Auswahl der Motive sehr deutlich: Die Mappe präsentiert nicht nur die Orte des Murgtals, sondern auch die bekannten Ausflugsziele des Schwarzwaldhochlands:

    Mummelsee
    Wildsee
    Schurmsee
    Schwarzenbach-Talsperre

    Daneben stehen die Fremdenverkehrsorte Freudenstadt, Baiersbronn, Klosterreichenbach, Schwarzenberg und Schönmünzach.

    Das ist somit eine ziemlich typische touristische Gebr.-Metz-Fotoserie über das Obere Murgtal und seine Ausflugsziele.

    Datierung

    Durch die inzwischen sehr vielen RLM-Nummern aus 1941, insbesondere

    E 15161/41 – E 15162/41 – E 15190/41

    halte ich 1941 als Entstehungs-/Zusammenstellungsjahr der Serie inzwischen für sehr wahrscheinlich.

    Allerdings würde ich weiterhin nicht behaupten, dass die Mappe nachweislich 1941 erschienen ist. Dafür fehlt uns bislang ein zeitgenössischer Verlagskatalog oder ein datierter Händlernachweis. 1941/42 ist daher die seriösere Angabe.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 17:53:11
    Das ist Foto Nr. 10 von 12 – und dieses Bild liefert erneut einen sehr starken Datierungshinweis.

    Aufschrift:

    „Oberes Murgtal – Höhenluftkurort Freudenstadt 740 m ü. M.“
    „freigeg. d. RLM. Metz Nr. E 15190/41“

    Neuer Stand der Serie
    Nr. Motiv RLM-Freigabe Jahr
    1 Schwarzenberg, 600–800 m E 7185/40 1940
    2 Schwarzenbach-Talsperre E 8858/40 1940
    3 Schönmünzach E 10508/41 1941
    4 Klosterreichenbach, 520 m E 15161/41 1941
    5 Baiersbronn, 600 m E 15162/41 1941
    6 Mummelsee, 1036 m – offen
    7 Schönmünzach, zweite Ansicht – offen
    8 Freudenstadt, 740 m – offen
    9 Schurmsee, 789 m – offen
    10 Freudenstadt, 740 m – Luftaufnahme E 15190/41 1941
    Besonders interessant: E 15161/41 bis E 15190/41

    Wir haben jetzt drei RLM-Aufnahmen aus demselben Jahr:

    E 15161/41 – Klosterreichenbach
    E 15162/41 – Baiersbronn
    E 15190/41 – Freudenstadt

    Das ist ein bemerkenswert enger Nummernbereich. Es spricht sehr dafür, dass diese Aufnahmen aus demselben größeren Aufnahme-/Bearbeitungskomplex von 1941 stammen.

    Das neue Freudenstadt-Foto ist außerdem eine andere Ansicht als das bereits gezeigte Freudenstadt-Foto Nr. 8. Wir haben somit mindestens zwei verschiedene Freudenstadt-Motive in der Mappe.

    Konsequenz für die Datierung

    Die bisherige Einschätzung wird dadurch noch belastbarer:

    Die verwendeten Aufnahmen stammen überwiegend aus 1940/41; die Mappe selbst dürfte frühestens 1941 zusammengestellt worden sein.

    Ich würde derzeit daher ansetzen:

    Gebr. Metz, Tübingen – „Oberes Murgtal – Freudenstadt–Schönmünzach“
    Erscheinungszeit wahrscheinlich 1941/42, am wahrscheinlichsten 1941.

    Eine noch genauere Aussage zum Erscheinungsjahr ist möglich, wenn wir die letzten beiden Bilder sehen und dort vielleicht weitere Nummern im Bereich E 151xx/41 auftauchen.