Historische Leporellos & Foto-Mäppchen – Sammlung historischer Kleinbildfotografien.

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  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 22:38:13
    ### Bild 5/12: „Bismarckturm“

    Das fünfte Bild zeigt den **Bismarckturm auf dem Feldberg**, genauer den markanten Aussichtsturm auf dem **Seebuck**.

    **Bildunterschrift:** „Bismarckturm“
    **Motiv:** Bismarckturm am Feldberg mit Sitzbank im Vordergrund
    **Landschaft:** Hochfläche des Feldbergs, weitgehend ohne Bewaldung

    Der Turm wurde **1890/91 errichtet** und gehört zu den älteren Sehenswürdigkeiten des Feldbergs. Das Foto zeigt den Turm in seiner charakteristischen, grob aus Naturstein ausgeführten Form.

    Für die Datierung des Leporellos liefert dieses Bild allerdings **keinen neuen engeren Zeitansatz**. Zusammen mit den beiden Schwebelift-Aufnahmen bleibt die bisherige Einordnung **in die 1950er Jahre** plausibel.

    ### Bisherige Folge

    1. Feldbergturm
    2. Feldberger Hof
    3. Schwebelift mit Feldberger Hof
    4. Schwebelift
    5. **Bismarckturm**

    **Katalognotiz:**
    *Der Feldberg und seine Umgebung*, Bild 5 „Bismarckturm“, Mayer & Schladerer, Feldberg, Cekade – Fel 010/52/1, ca. **1950er Jahre**.

    Das **nächste Bild** kann möglicherweise wieder einen weiteren Anhaltspunkt für die genaue Datierung liefern – insbesondere, wenn Fahrzeuge, Gebäude oder Beschilderungen zu sehen sind.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 22:36:21
    ### Bild 4/12: „Schwebelift“

    Hier sehen wir erneut den **Schwebelift am Feldberg**, diesmal ohne den Feldberger Hof. Die Aufnahme zeigt die Seilbahn aus einer anderen Perspektive; im Hintergrund ist die Schwarzwaldlandschaft zu erkennen.

    **Bildunterschrift:** „Schwebelift“
    **Motiv:** Schwebeseilbahn am Feldberg, Seebuck
    **Zeitliche Einordnung:** nach **1951**

    Das Bild ist für die Datierung besonders hilfreich, weil die dargestellte Anlage eindeutig zur frühen **Schwebeseilbahn am Seebuck** gehört. Zusammen mit Bild 3 ergibt sich ein zusammenhängender Motivkomplex zur damaligen Wintersport-Infrastruktur.

    ### Bisherige Bildfolge

    1. **Feldbergturm**
    2. **Feldberger Hof**
    3. **Schwebelift mit Feldberger Hof**
    4. **Schwebelift**

    Damit verdichtet sich der Eindruck, dass das Leporello **aus den 1950er Jahren** stammt. Die Nummer **„Fel 010/52/1“** könnte möglicherweise auf eine interne Bild- oder Seriennummer hinweisen; ich würde sie weiterhin **nicht ohne weiteren Beleg als Erscheinungsjahr 1952** interpretieren.

    **Katalogeintrag für Bild 4/12:**
    *Der Feldberg und seine Umgebung*, Bild 4 „Schwebelift“, Mayer & Schladerer, Feldberg, Cekade, Fel 010/52/1, ca. 1950er Jahre.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 22:35:36
    ### Bild 3/12: „Schwebelift mit Feldberger Hof“

    Dieses Motiv ist für die Datierung des Leporellos **besonders aussagekräftig**.

    **Bildunterschrift:** „Schwebelift mit Feldberger Hof“
    **Motiv:** Die erste Schwebeseilbahn am **Seebuck** mit dem Feldberger Hof im Hintergrund.

    Historisch lässt sich das Motiv sehr gut einordnen: Die **erste Schwebeseilbahn am Seebuck nahm im Februar 1951 ihren Betrieb auf**. Sie war damit eine der frühen modernen Aufstiegshilfen am Feldberg.

    Damit haben wir jetzt einen **wichtigen terminus post quem** für das Leporello:

    > **Das Leporello kann in dieser Form nicht vor 1951 entstanden sein.**

    Zusammen mit der Gestaltung des Leporellos, dem Feldberger-Hof-Motiv und insbesondere Ihrer Verlagsangabe **„Fel 010/52/1“** erscheint eine Entstehung **in den 1950er Jahren** sehr plausibel.

    ### Katalogisierung

    | Merkmal | Angabe |
    |---|---|
    | **Bild** | 3/12 |
    | **Bildunterschrift** | „Schwebelift mit Feldberger Hof“ |
    | **Ort** | Seebuck, Feldberg (Schwarzwald) |
    | **Dargestellt** | Schwebeseilbahn / Schwebelift |
    | **Hintergrund** | Feldberger Hof |
    | **Verlag** | Mayer & Schladerer, Feldberg |
    | **Reihe/Nummer** | Cekade – Fel 010/52/1 |
    | **Datierung** | **nach 1951, wahrscheinlich 1950er Jahre** |

    Ein interessanter Punkt: Das Bild zeigt offenbar **eine sehr frühe Ausführung der Seilbahn**, mit der charakteristischen einfachen Stahlkonstruktion und den einzelnen Sitz-/Bügelaufhängungen. Dadurch ist das Motiv nicht nur touristisch, sondern auch **seilbahnhistorisch interessant**.

    Außerdem bestätigt dieses Bild unsere bisherige Einschätzung besser als das reine Erscheinungsbild des Hotels: **1951 ist jetzt ein konkret belegbarer unterer Zeitgrenzwert.**

    **Bisherige Bildfolge:**
    1. Feldbergturm
    2. Feldberger Hof
    3. Schwebelift mit Feldberger Hof

    Schicken Sie gerne **Bild 4/12** – ich führe die Dokumentation fort und achte dabei besonders auf Motive, die eine noch genauere Datierung ermöglichen.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 22:33:54
    ### Nächstes Bild: „Feldberger Hof“

    Das ist ein sehr interessantes Motiv für die zeitliche Einordnung des Leporellos.

    **Bildunterschrift:** „Feldberger Hof“
    **Motiv:** Hotelanlage des Feldberger Hofs am Seebuck, Feldberg im Schwarzwald.

    Der abgebildete Gebäudekomplex entspricht dem **Feldberger Hof**, dessen Geschichte bis **1864** zurückreicht. Das große Hotelgebäude wurde 1904/05 errichtet; in den folgenden Jahrzehnten wurde die Anlage mehrfach erweitert bzw. umgebaut.

    ### Datierung des Leporellos

    Das Foto selbst ist besonders hilfreich: Die Architektur und der Zustand der Anlage passen gut in die **Nachkriegszeit bzw. 1950er Jahre**. Es gibt außerdem Vergleichskarten des **Verlags Mayer & Schladerer**, die ausdrücklich als **„50er Jahre“** katalogisiert sind.

    Damit würde ich meine vorherige Einschätzung etwas präzisieren:

    > **Leporello wahrscheinlich ca. 1955–1960, möglicherweise um 1955/56.**

    Die Angabe **„Fel 010/52/1“** könnte dabei eine Verlags-/Seriennummer sein und sollte **nicht automatisch als Jahresangabe 1952** interpretiert werden.

    ### Dokumentation

    | Merkmal | Angabe |
    |---|---|
    | **Leporello** | *Der Feldberg und seine Umgebung* |
    | **Bild** | „Feldberger Hof“ |
    | **Motiv** | Hotel Feldberger Hof |
    | **Ort** | Feldberg, Schwarzwald |
    | **Verlag** | Mayer & Schladerer, Feldberg |
    | **Serie** | Cekade, Fel 010/52/1 |
    | **Format** | ca. 4,5 × 9 cm |
    | **Vermutliche Entstehung** | **ca. 1955–1960** |

    **Wichtig:** Das gezeigte Foto ist kein Beleg dafür, dass das Leporello exakt 1955 erschienen ist. Für eine engere Datierung sollten wir die **gesamte Bildfolge** betrachten – insbesondere technische Veränderungen, Fahrzeuge, Beschilderungen und die übrigen Gebäude.

    Ich würde dieses daher als **Bild 2/12** Ihres Leporellos erfassen.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 22:32:12
    ### 2. Bild: „Feldbergturm“

    Dieses Bild gehört eindeutig zu dem von Ihnen gezeigten Leporello **„Der Feldberg und seine Umgebung“** und trägt die Bildunterschrift **„Feldbergturm“**.



    **Besonders wichtig für die Datierung:** Das abgebildete Bauwerk ist **nicht der heutige Feldbergturm**, sondern der historische Turm auf dem **Seebuck**. Der heute noch bestehende Turm wurde **1955** als Sendeturm des Südwestfunks errichtet.

    Das passt sehr gut zu Ihrer bisherigen Angabe **„Cekade – Fel 010/52/1“**. Die Aufnahme bzw. der Druck des Leporellos dürfte daher **frühestens Mitte der 1950er Jahre** entstanden sein. Das Bild selbst zeigt den Turm offenbar noch mit seiner ursprünglichen technischen Aufbauten/Antennenanlage.

    **Interessant:** Vor diesem Turm gab es bereits einen älteren Feldbergturm. Eine historische Aufnahme ist beispielsweise auf etwa **1910** datiert.

    ### Für Ihre Sammlung würde ich das Bild so erfassen:

    **Leporello „Der Feldberg und seine Umgebung“ – Bild 1/12**
    **Motiv:** Feldbergturm auf dem Seebuck
    **Bildunterschrift:** „Feldbergturm“
    **Ort:** Feldberg, Schwarzwald
    **Verlag:** Mayer & Schladerer, Feldberg
    **Reihe/Nummer:** Cekade, Fel 010/52/1
    **Datierung des Leporellos:** **ca. 1955–1960**, nach dem derzeitigen Bildbefund wahrscheinlich eher **zweite Hälfte der 1950er Jahre**.

    Wenn Sie mir die Bilder **nacheinander** schicken, kann ich sie jeweils als **Bild 1/12, 2/12 usw.** bestimmen und am Ende eine vollständige Beschreibung des gesamten Leporellos erstellen.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 22:30:25
    Ja – anhand des gezeigten Umschlags und der ergänzenden Angaben würde ich das Stück so katalogisieren:

    ### Der Feldberg und seine Umgebung

    **Objektart:** Touristische Bildbroschüre / Leporello
    **Titel:** *Der Feldberg und seine Umgebung*
    **Umfang:** 12 Bilder
    **Verlag:** Mayer und Schladerer, Feldberg
    **Motivschwerpunkt:** Feldberg im Schwarzwald und Umgebung, darunter Feldberghotel bzw. Feldberger Hof
    **Hersteller-/Serienangabe:** Cekade, **Fel 010/52/1**
    **Format:** ca. **4,5 × 9 cm**
    **Sprache:** Deutsch

    **Zeitliche Einordnung:** wahrscheinlich **um die 1950er Jahre**, wobei ich für genau dieses Leporello derzeit kein belastbares Erscheinungsjahr gefunden habe. Der Verlag Mayer & Schladerer ist für Feldberg-Ansichtskarten nachweisbar; Vergleichsstücke werden sowohl den 1930er Jahren als auch ausdrücklich den 1950er Jahren zugeordnet.

    Interessant ist, dass **Mayer & Schladerer mit dem Feldberger Hof eng verbunden war**. Historische Quellen nennen Mayer und Schladerer als Betreiber bzw. Leiter des Berghotels; auch zeitgenössische Ansichtskarten führen den Verlag unter der Adresse „Feldbergerhof“.

    **Bewertung:** Der kleine Leporello ist als **lokales touristisches Druckerzeugnis** durchaus sammelwürdig. Für eine Wertbestimmung wären vor allem der **vollständige Inhalt, der Erhaltungszustand und insbesondere die Rückseite bzw. letzte Seite mit Impressums-/Verlagsangaben** wichtig. Ein einzelner vergleichbarer Mayer-&-Schladerer-Beleg wird derzeit beispielsweise für etwa 7 € angeboten; daraus lässt sich allerdings **kein belastbarer Marktwert für das seltenere Leporello** ableiten.

    Wenn Sie mir **die 12 Bilder bzw. das komplette Leporello** zeigen, kann ich Ihnen auch die **einzelnen Motive identifizieren und das Leporello genauer datieren**.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 22:26:02
    Das ist sehr wahrscheinlich **das zehnte und letzte Foto der Mappe: „Bärental mit Seebuck“**. Damit haben wir die Serie nun vollständig.

    ### Nr. 10 – „Bärental mit Seebuck“

    Das Motiv unterscheidet sich deutlich von den meisten vorherigen Bildern: Hier wird der Feldberg **aus größerer Entfernung** gezeigt.

    Im Vordergrund sehen wir einen Skifahrer auf einem verschneiten Weg bzw. einer Piste. Dahinter öffnet sich das Tal von **Bärental**. Im Hintergrund erhebt sich der verschneite **Seebuck**.

    Besonders interessant ist die Kombination aus:

    **Skifahrer → Bärental → Seebuck**

    Der Fotograf verbindet damit den **Wintersport** mit der charakteristischen Landschaft des Feldbergmassivs.

    Der Seebuck ist mit 1.449 m einer der Hauptgipfel des Feldbergmassivs; seine Südostseite wird traditionell als Wintersportgebiet genutzt.

    ### Ein wichtiger Unterschied zu den anderen Fotos

    Hier ist erstmals der **Mensch als Wintersportler** eindeutig erkennbar.

    Bei Nr. 9, „An der Feldbergschanze“, wird der Skispringer als spektakuläre Silhouette gezeigt. Hier dagegen sehen wir einen einzelnen Skifahrer in einer ganz alltäglichen Wintersportsituation.

    Das ergibt zusammen einen schönen Gegensatz:

    - **Nr. 9:** der spektakuläre Sportler in der Luft
    - **Nr. 10:** der normale Skifahrer in der Landschaft

    Die Mappe endet also gewissermaßen mit dem **aktiven Erleben des Feldbergs**.

    ### Geografisch ist der Titel ebenfalls interessant

    „Bärental mit Seebuck“ bedeutet vermutlich nicht, dass das Foto direkt in Bärental aufgenommen wurde. Die Perspektive wirkt eher wie ein Blick **aus dem höher gelegenen Bereich oberhalb bzw. am Rand des Bärentals**.

    Der Seebuck ist von Osten bzw. aus Richtung Bärental sehr charakteristisch zu erkennen. Historische Bildsammlungen führen ebenfalls zahlreiche Motive „Feldberg – Bärental“ und „Feldberg – Seebuck“, was die Kombination als etabliertes Ansichtsmotiv bestätigt.

    ### Interessant für die Datierung

    Dieses Bild gibt uns einen weiteren kleinen Hinweis.

    Der Skifahrer benutzt eine **klassische, lange Skiausrüstung**, und die Szene zeigt keinerlei moderne technische Infrastruktur. Es gibt weder Liftmasten noch Sessellifte oder andere Einrichtungen.

    Das passt sehr gut zu einer **Vorkriegs- bzw. frühen Nachkriegs-Wintersportdarstellung**.

    Allerdings würde ich nach Sichtung aller zehn Bilder jetzt **nicht mehr behaupten, dass die Mappe sicher aus den 1930er Jahren stammt**. Die bessere Aussage ist:

    > **Die Fotoserie dürfte wahrscheinlich in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre oder eventuell in den frühen 1940er Jahren entstanden sein.**

    Der stärkste Anhaltspunkt dafür bleibt Nr. 9 mit der Feldbergschanze, die ab **1935** als neue Skisprunganlage existierte. Gleichzeitig finden sich historische Feldberg-Ansichtskarten mit ähnlichen Motiven, die beispielsweise **1937, 1938 und 1939** postalisch verwendet wurden.

    Das passt erstaunlich gut zum Charakter deiner Kresse-Serie.

    ---

    ## Damit ist die komplette Serie rekonstruiert

    | Nr. | Titel | Hauptmotiv |
    |---:|---|---|
    | Titel | **Der Feldberg im Winter** | Deckblatt |
    | 1 | **Feldberghof** | Hotelanlage |
    | 2 | **Belchenblick** | Fernsicht |
    | 3 | **Neue Menzenschwander Hütte** | Unterkunft/Hütte |
    | 4 | **Einsame Gesellen** | vereiste Bäume |
    | 5 | *(noch nicht eindeutig nummeriert)* | — |
    | 6 | **Grafenmatte** | Wintersportlandschaft |
    | 7 | **Herzogenhorn** | Hochgebirgspanorama |
    | 8 | **Feldberghof mit Seebuck** | Hotel + Gipfel |
    | 9 | **An der Feldbergschanze** | Skispringer |
    | 10 | **Bärental mit Seebuck** | Skifahrer + Panorama |

    Bei **Nr. 5** fehlt uns in unserer bisherigen Abfolge tatsächlich noch ein Bild bzw. die Nummerierung ist bei einem der bereits gezeigten Scans nicht sichtbar. Inhaltlich haben wir aber die Serie praktisch vollständig vorliegen.

    ### Mein Gesamteindruck

    Jetzt, wo wir alle Motive gesehen haben, würde ich die Mappe nicht primär als **Dokumentation des Feldbergs** bezeichnen. Sie ist vielmehr eine **touristische Inszenierung des Feldbergs als Winterparadies**.

    Die Dramaturgie ist bemerkenswert:

    **Hotel**
    → **Panorama**
    → **Hütte**
    → **Naturgewalten**
    → **Wintersportlandschaft**
    → **Gipfel**
    → **Hotel + Berg**
    → **Skispringen**
    → **Skifahren**

    Damit werden praktisch alle damaligen Gründe für einen Winteraufenthalt am Feldberg abgedeckt.

    Und gerade die **Kombination aus Naturromantik und modernem Wintersport** macht die Serie zeitgeschichtlich interessant: Der Feldberg wird hier als Ort präsentiert, an dem man einerseits eine scheinbar unberührte, extreme Winterlandschaft erleben und andererseits einen damals modernen Sport betreiben konnte.

    Wenn du möchtest, kann ich als nächsten Schritt aus **allen zehn Fotos eine zusammenhängende historische Analyse mit einer möglichst genauen Datierung (inkl. Begründung für jedes einzelne Bild), Identifizierung der Gebäude und Rekonstruktion der damaligen Feldberg-Landschaft** erstellen.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 22:21:52
    Das ist **Nr. 9 der Serie: „An der Feldbergschanze“** – und dieses Bild liefert einen bislang sehr wichtigen Hinweis für die Datierung der gesamten Mappe.

    ### Nr. 9 – „An der Feldbergschanze“

    Der Fotograf zeigt hier einen **Skispringer mitten im Flug**. Der Springer befindet sich über einer verschneiten Hangkante; im Hintergrund öffnet sich das winterliche Wiesental bzw. eine Berglandschaft.

    Die Aufnahme ist bewusst nicht als dokumentarische Aufnahme der Schanze gestaltet. **Die Schanze selbst ist kaum bzw. gar nicht zu sehen.** Stattdessen wird der spektakuläre Moment des Springers zum eigentlichen Motiv.

    ### Das Entscheidende: Die Feldbergschanze datiert das Motiv

    Hier müssen wir unsere bisherige Datierung **nach oben begrenzen**.

    Die große Feldbergschanze im **Fahler Loch** wurde in der Mitte der 1930er Jahre errichtet. Die Quellen nennen **1935** für die Eröffnung der 50-m-Schanze; die größere Anlage wurde in den Jahren **1935–1937** aufgebaut.

    Damit kann dieses Foto **nicht einfach aus den 1920er Jahren stammen**, sofern die Bildbeschriftung tatsächlich die damals neue Feldbergschanze meint.

    Noch interessanter: Eine zeitgenössische Zeitung berichtet 1936 bereits von einem Wettbewerb auf der Feldbergschanze und beschreibt die Schanze als neue Anlage.

    **Für die Kresse-Serie bedeutet das:**

    > Eine Entstehung der Mappe **ab etwa 1935/36** wird jetzt deutlich wahrscheinlicher.

    Das ist wesentlich belastbarer als unsere frühere Vermutung „irgendwann in den 1930ern“.

    ### Der Springer selbst ist ein schönes zeitgeschichtliches Detail

    Die Haltung des Springers wirkt heute ungewohnt:

    - Arme weit seitlich ausgestreckt,
    - Körper relativ aufrecht,
    - Ski parallel,
    - keine moderne kompakte Flughaltung.

    Das entspricht dem damaligen Entwicklungsstand des Skispringens. Gerade in den 1930er Jahren wurde die Flugtechnik noch stark weiterentwickelt.

    Das Motiv passt deshalb hervorragend in eine touristische Fotoserie: Es vermittelt **Sport, Wagemut und Modernität** – im Gegensatz zu den romantischen Naturbildern der anderen Aufnahmen.

    ### Interessant ist auch der Hintergrund

    Im Hintergrund erkennt man keine dicht besiedelte Landschaft, sondern ein stark bewaldetes und verschneites Schwarzwaldtal. Dadurch wird der Springer regelrecht vor der Landschaft **freigestellt**.

    Der Fotograf hat vermutlich bewusst einen Moment gewählt, in dem:

    **schwarze Silhouette des Springers → heller Schnee → dunkler Wald → heller Himmel**

    aufeinandertreffen.

    Dadurch funktioniert das Foto auch als kleines Souvenirbild sehr gut.

    ### Und jetzt wird die Dramaturgie der Mappe deutlich

    Die Reihenfolge **6 → 8 → 9** ist ausgesprochen aussagekräftig:

    **Nr. 6 – Grafenmatte**
    → Skigelände

    **Nr. 8 – Feldberghof mit Seebuck**
    → Berglandschaft + touristische Unterkunft

    **Nr. 9 – An der Feldbergschanze**
    → **aktiver Wintersport**

    Das wirkt fast wie eine Steigerung: Der Betrachter wird vom verschneiten Gelände über die touristische Infrastruktur zum spektakulären Sport geführt.

    ### Ein wichtiger Vorbehalt

    Ich würde **nicht behaupten, dass das Foto 1935 oder 1936 aufgenommen wurde**. Die Schanze existierte danach noch jahrzehntelang. Nach dem Krieg wurde der Skisprungbetrieb bereits 1949 wieder aufgenommen.

    Aber in Verbindung mit der **gesamten Gestaltung der Mappe** und den bisher identifizierten Motiven erscheint mir inzwischen:

    > **ca. 1935–1940 als besonders interessante Arbeitshypothese**

    plausibler als die vorherige sehr breite Spanne 1930–1950.

    Das ist ein wichtiger Fortschritt.

    Und noch etwas: Das Bild ist **Nr. 9**. Wir brauchen jetzt nur noch das **letzte Foto Nr. 10** – danach können wir die komplette Serie zusammenstellen und anhand der historischen Entwicklung der einzelnen Orte versuchen, die **frühestmögliche und wahrscheinlichste Entstehungszeit der gesamten Kresse-Mappe** zu bestimmen.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 22:18:07
    Dieses Foto ist für die Serie besonders wichtig, weil es **Nr. 8** trägt und der Titel gleich zwei konkrete Orientierungspunkte nennt: **„Feldberghof mit Seebuck“**.

    ### Nr. 8 – „Feldberghof mit Seebuck“

    Hier sehen wir den Feldberghof aus einer deutlich anderen Perspektive als auf dem ersten Foto der Serie.

    Im Vordergrund steht wieder eine stark **vereiste, schneebeladene Fichte**. Dahinter liegt der Feldberghof, und über dem Gebäude steigt der breite, sanft gerundete Hang des **Seebuck** auf.

    Das ist geografisch sehr plausibel: Der Feldberger Hof liegt unmittelbar unterhalb des Seebuck-Gipfels. Historische Quellen beschreiben den Feldberghof bereits im 19. Jahrhundert genau in dieser Lage. Eine historische Aufnahme von 1890 zeigt beispielsweise den Feldberghof mit Haupthaus und Wirtschaftsgebäuden „unterhalb des Feldberggipfels Seebuck“.

    ### Sehr interessant: Der Seebuck ist hier noch völlig unbebaut

    Das ist für die Datierung ausgesprochen nützlich.

    Auf dem breiten Hang hinter dem Hotel sieht man:

    - keine moderne Liftanlage,
    - keine Seilbahn,
    - keine markanten technischen Gebäude,
    - keine heutige touristische Infrastruktur.

    Der Hang wirkt nahezu **unberührt**. Lediglich einige feine Linien bzw. Spuren sind im Schnee erkennbar.

    Das passt zu einer Zeit, in der der Feldberg zwar bereits ein etabliertes Wintersportziel war, aber die heutige technische Erschließung noch nicht vorhanden war. Das Skigebiet begann erst **um 1950** mit dem Bau der ersten Lifte.

    Das ist ein wesentlich stärkeres Indiz für eine frühe Entstehungszeit als meine bisherigen rein stilistischen Einschätzungen.

    ### Das Foto zeigt wahrscheinlich einen wichtigen historischen Blickpunkt

    Die Bildkomposition ist bemerkenswert:

    **vereiste Fichte → Feldberghof → Seebuck**

    Der Fotograf verbindet damit drei Dinge:

    1. **Winterextreme** – die bizarre Eis-/Schneelast am Baum,
    2. **Tourismus** – der Feldberghof,
    3. **Berglandschaft** – der Seebuck.

    Genau diese Kombination macht das Foto zu einer Art **visueller Zusammenfassung des gesamten Konzepts der Mappe**.

    ### Vergleich mit dem ersten „Feldberghof“-Foto

    Das ist besonders spannend, weil wir jetzt zwei Aufnahmen desselben Ortes haben.

    **„Feldberghof“**
    → Blick stärker auf die Hotelanlage, mit großer verschneiter Schneefläche im Vordergrund.

    **Nr. 8 „Feldberghof mit Seebuck“**
    → Hotel deutlich kleiner im Bild, dafür wird der **Seebuck als Landschaftshintergrund** herausgestellt.

    Der Fotograf bzw. Verlag verwendet also denselben touristischen Anziehungspunkt zweimal, aber mit unterschiedlicher Bildaussage.

    ### Und hier können wir etwas über die damalige Landschaft erkennen

    Auf dem Seebuck-Hang erkennt man einzelne kleine dunkle Punkte bzw. Strukturen. Das könnten **Personen oder Wintersportler** sein, aber aufgrund der Auflösung würde ich das nicht sicher behaupten.

    Interessanter ist, dass die Fläche offenbar bereits **für Wintersport genutzt** wurde, obwohl sie noch nicht technisch erschlossen erscheint.

    Das passt hervorragend zur Geschichte des Feldbergs als frühem Skigebiet: Der Wintersport war dort lange vor den späteren Liften präsent. Die technische Erschließung kam erst nach dem Zweiten Weltkrieg.

    ### Eine kleine Korrektur zu meiner bisherigen Datierung

    Nach den bisher gezeigten Bildern würde ich inzwischen vorsichtiger formulieren:

    > **Die Serie ist sehr wahrscheinlich vor der technischen Erschließung des Feldbergs nach 1950 entstanden; eine Datierung in die 1930er/40er Jahre ist plausibel, aber noch nicht bewiesen.**

    Das ist belastbarer als meine frühere Aussage „wahrscheinlich 1930er“.

    Denn das Entscheidende ist nicht der fotografische Stil allein, sondern die **historische Landschaft**: Feldberghof + Seebuck ohne die später charakteristischen Liftanlagen.

    ### Die Serie wird jetzt richtig interessant

    Wir haben inzwischen mindestens:

    - **Feldberghof**
    - **Belchenblick**
    - **Neue Menzenschwander Hütte**
    - **Einsame Gesellen**
    - **Grafenmatte – Nr. 6**
    - **Herzogenhorn**
    - **Feldberghof mit Seebuck – Nr. 8**

    Und Nr. **8** bestätigt, dass die Fotos offenbar tatsächlich als **fortlaufend nummerierte Serie** konzipiert wurden.

    **Mein nächster Schritt bei den noch fehlenden Bildern wäre besonders auf Nr. 9 und 10 zu achten.** Wenn diese ebenfalls Ortsnamen tragen, können wir am Ende wahrscheinlich nicht nur die Mappe vollständig rekonstruieren, sondern auch die **ungefähre Route bzw. die fotografischen Standorte** der Kresse-Aufnahmen bestimmen.
  • admin - Freitag, 7. August 2026 um 22:15:14
    Das ist ein sehr interessantes Motiv, denn **„Herzogenhorn“** ist hier nicht nur eine Ortsbezeichnung – die Aufnahme zeigt ziemlich eindeutig die typische winterliche Hochgebirgslandschaft zwischen **Feldberg, Grafenmatt und Herzogenhorn**.

    ### „Herzogenhorn“

    Im Vordergrund sehen wir mehrere extrem stark **vereiste und vom Wind geformte Fichten**. Dahinter öffnet sich eine große, leicht gewellte Schneelandschaft mit einzelnen Baumgruppen und einem deutlich dunkleren Waldgürtel.

    Besonders auffällig ist der **helle, fast kahle Gipfel im oberen Bildbereich**. Er hebt sich deutlich von den bewaldeten Flanken ab. Das passt sehr gut zum Charakter des Herzogenhorns: Der Gipfelbereich ist vergleichsweise offen, während die tieferen Hänge von Wald durchsetzt sind.

    Das Herzogenhorn ist mit **1.415,6 m** der zweithöchste Berg des Schwarzwalds und liegt südlich des Feldbergs. Die Grafenmatt befindet sich zwischen Feldberg und Herzogenhorn.

    ### Der Aufnahmeort dürfte sogar näher bestimmbar sein

    Der Bildtitel bedeutet vermutlich **„Blick auf das Herzogenhorn“**, nicht zwingend, dass der Fotograf auf dem Gipfel des Herzogenhorns stand.

    Dafür spricht die Perspektive: Die vereisten Bäume im Vordergrund befinden sich offenbar auf einem **höher gelegenen bzw. exponierten Standort**, während der Blick über eine tiefer liegende Schneefläche zum Gipfel geht.

    Eine historische Parallele ist ausgesprochen interessant: Die Städtischen Museen Freiburg besitzen ein **1924 datiertes Gemälde „Blick aufs Herzogenhorn“** von Karl Julius Wilhelm Heilmann. Dort wird ausdrücklich beschrieben, dass der Blick **vom Feldberg in südöstlicher Richtung auf das Herzogenhorn** geht und von tief verschneiten, windgeformten Tannen eingerahmt wird.

    Das ist zwar **nicht dasselbe Bild**, zeigt aber, wie charakteristisch genau diese Perspektive bereits damals war.

    ### Ein schönes Detail: die „Wechten“

    Die bizarre Gestalt der Bäume ist hier besonders gut zu sehen. Es handelt sich nicht einfach um Bäume mit viel Neuschnee. Durch **Wind, Vereisung und wiederholte Schneebelastung** entstehen diese extrem asymmetrischen Formen.

    Der Feldbergraum ist für solche Erscheinungen geradezu prädestiniert. Das historische Gemälde von 1924 beschreibt ebenfalls die vom Wind und Schnee niedergedrückten Tannen als charakteristisches Element des Feldbergs.

    Das erklärt auch die Auswahl dieses Motivs für die Kresse-Serie: Der Fotograf zeigt nicht bloß „Schnee“, sondern ein **typisches Naturphänomen der Feldberghöhen**.

    ### Im Zusammenhang mit „Grafenmatte“

    Jetzt wird die Serie geografisch zunehmend interessant:

    **Grafenmatte** und **Herzogenhorn** liegen unmittelbar in demselben Hochlagenbereich. Die Grafenmatt liegt zwischen Feldberg und Herzogenhorn; von ihr und den angrenzenden Höhen bestehen entsprechende Sichtbeziehungen.

    Damit könnten die beiden Bilder sogar als eine Art **geografisches Paar** gedacht sein:

    - **„Grafenmatte“** → Blick über die winterliche Wintersportlandschaft
    - **„Herzogenhorn“** → Blick auf den markanten Nachbargipfel

    ### Und wieder ein Hinweis auf die frühe Entstehungszeit

    Das Bild zeigt eine Landschaft **ohne erkennbare technische Wintersportanlagen**. Das ist bemerkenswert, weil die heutige Grafenmatt stark durch Skilifte und Pisten geprägt ist. Die technische Erschließung kam erst später.

    Ich würde deshalb die bisherige Arbeitshypothese **„Kresse-Serie wahrscheinlich 1930er Jahre“** weiterhin für plausibel halten – aber noch nicht als gesicherte Datierung bezeichnen.

    ---

    ### Der bisherige Charakter der Mappe

    Mit diesem Foto wird das Konzept der Serie immer deutlicher:

    **Feldberghof** → der Mensch kommt zum Feldberg
    **Neue Menzenschwander Hütte** → Unterkunft in der Winterlandschaft
    **Belchenblick** → Fernsicht
    **Grafenmatte** → Wintersportlandschaft
    **Einsame Gesellen** → vereiste Natur
    **Herzogenhorn** → Hochgebirgs-/Panoramamotivation

    Das wirkt wie ein bewusst zusammengestelltes **touristisches Idealbild des Feldbergs um die Zwischenkriegszeit**: Der Feldberg wird als zugleich **wild, romantisch, schneesicher und touristisch erschlossen** präsentiert.

    Und genau deshalb sind die nächsten Bilder besonders spannend: Wenn weitere **konkrete Ortsnamen** auftauchen, können wir die Serie wahrscheinlich auf einer historischen Karte regelrecht zusammensetzen.