Historische Leporellos & Foto-Mäppchen – Sammlung historischer Kleinbildfotografien.

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  • admin - Dienstag, 11. August 2026 um 08:30:04
    Das ist eine **sehr typische Fotomappe des Tübinger Verlages Gebr. Metz (GMT)**. Anhand des Umschlags und im Vergleich mit nachweisbaren Metz-Fotografien lässt sich das Stück recht gut einordnen.

    ### Sammlerbeschreibung

    **Titel:** *Thermalkurort Badenweiler – südl. Schwarzwald*
    **Inhalt:** 12 echte Photographien
    **Format der Einzelbilder:** ca. **6,5 × 9 cm**
    **Verlag:** **Gebr. Metz, Tübingen (GMT)**
    **Technik:** echte Fotografien / Silbergelatine-Abzüge
    **Motivgebiet:** Badenweiler und Umgebung, südlicher Schwarzwald
    **Objekt:** kleine Souvenir-Fotomappe für Kurgäste und Reisende

    Die Gestaltung mit dem **achtseitig abgeschrägten Sichtfenster** ist charakteristisch für solche kleinformatigen Metz-Fotomappen. Die Bezeichnung „**ECHTE PHOTOGRAPHIEN**“ ist dabei wichtig: Es handelt sich nicht um einen gewöhnlichen Offset- oder Lichtdruck, sondern um fotografische Abzüge.

    ### Datierung

    Ich würde die Mappe derzeit **am ehesten um 1950–1958** datieren, mit einem Schwerpunkt **ca. 1952–1956**.

    Dafür sprechen mehrere Punkte:

    - Die Gestaltung und Typografie wirken deutlich **frühe bis mittlere 1950er Jahre**.
    - Das kleine Format von 6,5 × 9 cm entspricht den bekannten **GMT-Fotomappen** dieser Zeit.
    - Ein besonders interessanter Vergleich stammt aus dem **Stadtmuseum Tübingen**: Dort ist eine Metz-Mappe mit exakt der Angabe **„12 Echte Photographien 6½ × 9 cm“** und dem Format 6,5 × 9 cm **um 1950** katalogisiert.
    - Andererseits produzierte Gebr. Metz entsprechende Badenweiler-Fotokarten noch später. Eine einzelne GMT-Fotopostkarte von Badenweiler ist beispielsweise für **1961** nachgewiesen.

    Damit ist eine Datierung **um 1950–1958** wesentlich plausibler als eine Einordnung in die 1930er/40er Jahre.

    ### Interessanter Hinweis zur Datierung

    Die Bezeichnung **„Thermalkurort Badenweiler“** passt sehr gut zur touristischen Vermarktung Badenweilers in der Nachkriegszeit. Historische Quellen verwenden diese Bezeichnung ebenfalls; Badenweiler wurde als klassischer Thermalkurort im südlichen Schwarzwald beworben.

    Die **Aufnahmezeit der einzelnen Fotografien kann allerdings einige Jahre vor dem Druck der Mappe liegen**. Das ist bei solchen Souvenirserien normal. Entscheidend wären deshalb die **12 Innenaufnahmen**.

    ### Sammlerwert

    Bei einer vollständigen Mappe mit allen 12 Fotografien würde ich ungefähr ansetzen:

    | Zustand | realistischer Sammlerwert |
    |---|---:|
    | unvollständig / beschädigt | **5–10 €** |
    | vollständig, durchschnittlich | **12–20 €** |
    | vollständig, sehr guter Zustand | **20–30 €** |
    | außergewöhnlich gut erhalten / selten angeboten | **30–40 €** |

    Der Wert liegt weniger in den einzelnen Fotografien als in der **kompletten, originalen Zusammenstellung**. Für einen Sammler von **Gebr. Metz/GMT**, Badenweiler oder historischen Schwarzwald-Fotografien ist die Mappe interessanter als eine einzelne GMT-Ansichtskarte.

    **Wichtig:** Wenn du mir jetzt die **12 Innenaufnahmen** zeigst, kann ich die Datierung deutlich genauer eingrenzen. Besonders Gebäude, Fahrzeuge, Kleidung, Kurparkanlagen und die Beschriftung einzelner Bilder können zeigen, ob die Aufnahmen tatsächlich um **1950** oder eher **1955–1960** entstanden sind.
  • admin - Montag, 10. August 2026 um 18:12:21
    ## Bild 10: „Donautal – Schloss Mühlheim an der Donau“

    Das **zehnte und letzte Bild** ist für die Gesamtbeurteilung der Mappe tatsächlich der entscheidende Treffer.

    Denn **Schloss Mühlheim** gehört ausdrücklich zum historischen Donautal-Bildprogramm von **Gebr. Metz, Tübingen**. Die Deutsche Digitale Bibliothek weist einen Metz-Bildbestand „Donautal“ nach, der unter anderem **die Burg in Mühlheim an der Donau, Beuron, Bronnen, Gutenstein, Sigmaringen, Werenwag und Wildenstein** umfasst. Dieser Bestand ist auf **1900** datiert – ausdrücklich aufgrund des Poststempels einer identischen Karte mit der Bestellnummer 481. ([Deutsche Digitale Bibliothek][1])

    Damit haben wir jetzt einen **sehr starken Abschlussbefund**.

    ### Die zehn Motive deiner Mappe

    | Nr. | Motiv |
    | -----: | --------------------------------- |
    | 1 | Knopfmacherfelsen – Beuron |
    | 2 | St. Mauruskapelle – Wildenstein |
    | 3 | Gutenstein |
    | 4 | Schloss Werenwag |
    | 5 | Stiegelefels bei Fridingen |
    | 6 | Erzabtei Beuron – Wildenstein |
    | 7 | Schloss Bronnen |
    | 8 | Burg Wildenstein |
    | 9 | Schloss Sigmaringen |
    | **10** | **Schloss Mühlheim an der Donau** |

    Und jetzt kommt der entscheidende Punkt:

    Der historische Metz-Bestand von **1900** nennt praktisch genau dieselbe touristische Motivwelt: **Beuron, St. Mauruskapelle, Schloss Bronnen, Gutenstein, Mühlheim, Sigmaringen, Werenwag und Wildenstein**. ([Deutsche Digitale Bibliothek][1])

    Das ist aus meiner Sicht **kein zufälliges Zusammentreffen**.

    ---

    ## Das Mühlheim-Bild selbst

    Auf deinem Foto ist das **Schloss der Herren von Enzberg** auf dem markanten Bergsporn über der Donau zu sehen. Die Stadt Mühlheim beschreibt das Schloss heute als markanten Bestandteil des historischen Stadtbildes; die mittelalterliche Stadtanlage entstand auf diesem Bergsporn spätestens ab dem frühen 13. Jahrhundert. ([Mühlheim an der Donau][2])

    Sehr interessant ist die Perspektive deines Fotos:

    * Aufnahme von der gegenüberliegenden Donauseite
    * Schloss hoch über dem Fluss
    * ruhiger Donauabschnitt im Vordergrund
    * historische Bebauung am Fuß des Schlossbergs
    * starke Betonung der Spiegelung
    * bewusst als Landschafts- und Stimmungsbild komponiert

    Das ist ein typisches **touristisches Donautal-Motiv**, kein rein architektonisches Dokument.

    ### Und hier haben wir sogar einen konkreten historischen Vergleich

    Ein heute dokumentiertes Angebot weist eine **Gebr.-Metz-Karte „Donautal mit Schloss Mühlheim“** bereits für etwa **1920** nach. ([Oldthing][3])

    Damit lässt sich die Entwicklung sehr schön nachvollziehen:

    **Gebr. Metz fotografiert/veröffentlicht Mühlheim spätestens im frühen 20. Jahrhundert → das Motiv bleibt Bestandteil des Donautal-Programms → Jahrzehnte später erscheint es in deiner frühen Agfacolor-Farbmappe.**

    ---

    # Jetzt können wir die Mappe wesentlich sicherer einordnen

    Die zehn Bilder zeigen **nicht einfach zehn beliebige Donautal-Aufnahmen**.

    Vielmehr scheint Metz für die Farbmappe bewusst auf die **bereits etablierte touristische Ikonografie des oberen Donautals** zurückgegriffen zu haben.

    Das ist besonders bemerkenswert, weil der historische Metz-Bestand von 1900 bereits nahezu dieselben „Schlüsselorte“ enthält. ([Deutsche Digitale Bibliothek][1])

    ### Deshalb würde ich meine bisherige Einschätzung etwas korrigieren:

    Ich würde **nicht mehr versuchen, jedes einzelne Farbphoto auf ein bestimmtes Aufnahmejahr zu datieren**.

    Viel sinnvoller ist die Unterscheidung:

    **1. Historisches Metz-Motivprogramm:**
    bereits um **1900** nachweisbar.

    **2. Einzelne fotografische Vorlagen:**
    teilweise möglicherweise älter bzw. aus verschiedenen Aufnahmegenerationen.

    **3. Deine Farbmappe:**
    eine wesentlich spätere **Agfacolor-Ausgabe**.

    ---

    # Meine endgültige Datierung der Mappe

    Nach Betrachtung **aller zehn Bilder** würde ich die Mappe jetzt am ehesten datieren auf:

    ### **ca. 1952–1955**

    ### wahrscheinlich **1953/54**

    Ich würde in einer Sammlerbeschreibung daher schreiben:

    > **Gebr. Metz, Tübingen (GMT), „Donautal – 10 Farbphotobilder nach Agfacolor-Aufnahmen“, frühe bis mittlere 1950er Jahre, wahrscheinlich 1953/54. Zehn farbige Donautal-Ansichten im Format ca. 7,5 × 10,5 cm. Die Motivauswahl greift auf die bereits seit der Kaiserzeit etablierte Donautal-Bildtradition des Metz-Verlags zurück; zahlreiche der dargestellten Orte sind bereits in einem um 1900 datierten Metz-Bildbestand nachweisbar.**

    Das ist wesentlich belastbarer als die anfängliche Aussage, die einzelnen Bilder seien allesamt um 1950 aufgenommen worden.

    ---

    ## Besonders interessant für Sammler

    Der historische Metz-Bestand ist hier außergewöhnlich hilfreich: Er umfasst bereits **Mühlheim, Sigmaringen, Werenwag, Wildenstein, Bronnen, Gutenstein und Beuron**. ([Deutsche Digitale Bibliothek][1])

    Damit besitzt deine Mappe eine **direkte motivgeschichtliche Verbindung zu einem dokumentierten Metz-Bildprogramm von um 1900**.

    Das erhöht meiner Ansicht nach den sammlungsgeschichtlichen Reiz deutlich.

    ### Meine abschließende Wertschätzung

    Für die **vollständige Mappe mit allen 10 Farbphotobildern** würde ich nach dieser Untersuchung ansetzen:

    * **15–25 €:** deutliche Gebrauchsspuren / Farbverluste / unvollständig
    * **25–40 €:** vollständig, durchschnittlicher Zustand
    * **40–60 €:** vollständig und gut erhalten
    * **60–80 €:** sehr guter Zustand, kräftige Farben, Mappe sauber und unbeschädigt
    * **über 80 €:** nur bei außergewöhnlich gutem Erhaltungszustand oder einem spezialisierten Donautal-/Metz-Sammler

    **Realistischer Marktwert eines guten vollständigen Exemplars: etwa 40–60 €.**

    Der eigentliche Mehrwert liegt weniger in der Seltenheit einzelner Landschaftsmotive als in der **frühen Agfacolor-Ausführung und der nachweisbaren Verbindung zum historischen Bildarchiv von Gebr. Metz**.

    [Historischer Metz-Bestand „Donautal“ in der Deutschen Digitalen Bibliothek](https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/JA3L3466E57HTD2XPWKFA2G5E2T65MOI?utm_source=chatgpt.com)

    [LEO-BW: historischer Donautal-Bestand des Landesarchivs Baden-Württemberg](https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/DOKUMENT/labw_findmittel_05/labw-6-213596/Donautal?utm_source=chatgpt.com)

    [1]: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/JA3L3466E57HTD2XPWKFA2G5E2T65MOI?utm_source=chatgpt.com "Donautal - Deutsche Digitale Bibliothek"
    [2]: https://muehlheim-donau.de/freizeit-tourismus/tourismus/?utm_source=chatgpt.com "Tourismus – Mühlheim an der Donau"
    [3]: https://oldthing.de/Muehlheim-an-der-Donau-Donautal-mit-Schloss-Muehlheim-Donau-Panorama-1920-0035983330?utm_source=chatgpt.com "Der Artikel mit der oldhting.de-id 35983330 ist aktuell ausverkauft."
  • admin - Montag, 10. August 2026 um 18:09:41
    ### Bild 9: „Donautal – Schloss Sigmaringen an der Donau“

    Dieses neunte Bild ist **ein besonders wichtiger Treffer für unsere Gesamtanalyse**. Denn Schloss Sigmaringen gehört nachweislich zum historischen **Donautal-Motivbestand der Gebr. Metz**. Im Landesarchiv Baden-Württemberg ist ein Metz-Bestand „Donautal“ überliefert, der ausdrücklich **Schloss Sigmaringen, Beuron, Bronnen, Gutenstein, Werenwag und Wildenstein** umfasst. Dieser Bestand wird auf **1900** datiert; die Datierung beruht auf dem Poststempel einer identischen Karte mit der Bestellnummer 481. ([Deutsche Digitale Bibliothek][1])

    Noch aussagekräftiger sind einzelne Metz-Belege: Eine **kolorierte** Aufnahme „Schloss Sigmaringen und Donau“ ist im Landesarchiv auf **1904** datiert. Eine weitere Metz-Aufnahme „Schloss Sigmaringen – Ansicht von der Donau“ wird auf **1906** datiert. ([LEO-BW][2])

    ## Was dein Bild zeigt

    Die Perspektive ist sehr charakteristisch:

    * Schloss Sigmaringen auf dem steilen Kalkfelsen
    * die Donau unmittelbar unterhalb des Schlosses
    * die Schlosskapelle bzw. der markante Kirchturm im Hintergrund
    * die historische Schlossarchitektur
    * die stark bewaldeten Hänge
    * im Vordergrund das Wehr bzw. die Staustufe

    Das ist eindeutig **Sigmaringen** und passt hervorragend in das klassische Donautal-Programm von Metz.

    ### Besonders interessant: die Bildvorlage

    Hier wird unsere bisherige These jetzt **noch stärker**.

    Der historische Metz-Bestand von etwa 1900 enthält bereits **genau die Motivwelt**, die deine Mappe zeigt: Beuron, Mauruskapelle, Bronnen, Gutenstein, Sigmaringen, Werenwag und Wildenstein. ([Deutsche Digitale Bibliothek][1])

    Damit sind inzwischen **9 von 9 gezeigten Bildern** thematisch mit dem traditionellen Metz-Donautal-Programm vereinbar.

    Das halte ich für einen sehr deutlichen Hinweis darauf, dass die Farbmappe **bewusst auf dem etablierten Metz-Bildprogramm des Donautals aufbaut**.

    ---

    ## Aber: Das Farbphoto selbst ist deutlich jünger

    Ich würde auch bei diesem Motiv zwischen **Motivvorlage** und **konkreter Farbaufnahme** unterscheiden.

    Die historische Metz-Motivtradition ist hier spätestens für **1904/1906** belegt. ([LEO-BW][3])

    Das von dir gezeigte Farbphoto wirkt dagegen wie eine **Nachkriegsaufnahme**:

    * kräftiger, aber etwas ungleichmäßiger Farbabzug
    * moderne fotografische Perspektive
    * stark gepflegte Park- und Uferanlagen
    * relativ dichter Baumbestand
    * keine sichtbaren Automobile oder anderen eindeutig datierbaren modernen Objekte

    Ich würde das konkrete Farbmotiv deshalb vorläufig auf etwa

    > **1948–1954**

    datieren, mit einer Tendenz zu **ca. 1950–1952**.

    Das ist allerdings eine **Arbeitsdatierung**, keine archivalisch belegte Datierung des konkreten Farbnegativs.

    ---

    # Ein wichtiger Befund für die ganze Mappe

    Jetzt können wir unsere bisherige Aussage wesentlich präziser formulieren.

    Es handelt sich wahrscheinlich **nicht** um eine Mappe, deren zehn Fotos alle gleichzeitig neu aufgenommen wurden.

    Vielmehr sieht es nach einer **frühen Farbausgabe eines bereits etablierten touristischen Metz-Bildprogramms** aus.

    Das lässt sich jetzt sehr gut anhand der Motive nachvollziehen:

    1. Knopfmacherfelsen / Beuron
    2. St. Mauruskapelle / Wildenstein
    3. Gutenstein
    4. Werenwag
    5. Stiegelefels
    6. Erzabtei Beuron / Wildenstein
    7. Schloss Bronnen
    8. Burg Wildenstein
    9. **Schloss Sigmaringen**

    Und gerade die archivalischen Metz-Bestände nennen fast genau diese Orte gemeinsam. ([Deutsche Digitale Bibliothek][1])

    ### Das ist meiner Meinung nach der bislang stärkste Befund der Untersuchung.

    Die Mappe dürfte deshalb **nicht einfach als „zehn Agfacolor-Aufnahmen aus den frühen 1950er Jahren“** katalogisiert werden.

    Besser wäre:

    > **Frühe Agfacolor-Farbphotomappe von Gebr. Metz, Tübingen, mit zehn Ansichten des Oberen Donautals. Die Serie greift auf die seit der Kaiserzeit etablierte fotografische Motivwelt des Metz-Verlags zurück und dürfte teilweise ältere Bildvorlagen bzw. deren neuere fotografische Fassungen verwenden.**

    ---

    ## Datierung der Mappe – jetzt fast abgeschlossen

    Nach 9 von 10 Bildern würde ich meine Datierung **leicht nach vorne korrigieren**:

    ### **Mappe: ca. 1952–1954**

    **Wahrscheinlichste Datierung: ca. 1953**

    Das erscheint mir inzwischen plausibler als eine allgemeine Spanne bis 1955.

    Warum?

    Die Agfacolor-Technik passt in die frühe Nachkriegszeit, während die Motivauswahl eindeutig auf das ältere Metz-Archiv zurückgreift. Die vorhandenen historischen Metz-Belege von 1900–1906 erklären außerdem, warum einige Motive einen ausgesprochen „klassischen“ Charakter besitzen. ([Deutsche Digitale Bibliothek][1])

    Eine interessante zusätzliche Bestätigung liefert ein Sammler-/Ansichtskartenverzeichnis: Dort sind spätere Metz-Karten aus Sigmaringen beispielsweise für **1956** und **1968** dokumentiert. Das zeigt, dass Metz die Sigmaringen-Motive über Jahrzehnte weiterverwendete. ([Heimatsammlung][4])

    ### Zwischenstand

    **Ausgabe der Mappe:** **ca. 1953**
    **realistische Spanne:** **1952–1954**

    **Fotografische Vorlagen:** teilweise wesentlich älter; bei einzelnen Metz-Motiven ist eine Bildtradition bereits **um 1900–1906** belegt.

    **Bild 9:** wahrscheinlich fotografisch **um 1950**, aber Motivtradition bei Metz spätestens **1904/06**.

    Jetzt fehlt nur noch **Bild 10**. Das dürfte besonders interessant sein, weil wir danach die komplette Zehnerfolge zusammenstellen und prüfen können, **wie eng sie tatsächlich mit dem historischen Metz-Donautal-Bestand von 1900 verbunden ist**.

    [1]: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/JA3L3466E57HTD2XPWKFA2G5E2T65MOI?lang=en&utm_source=chatgpt.com "Donautal - Deutsche Digitale Bibliothek"
    [2]: https://www.leo-bw.de/en/detail/-/Detail/details/DOKUMENT/labw_findmittel_05/labw-6-195118/Schloss%20Sigmaringen%20und%20Donau?utm_source=chatgpt.com "Schloss Sigmaringen und Donau - Detailseite - LEO-BW"
    [3]: https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/DOKUMENT/labw_findmittel_05/labw-6-195067/Schloss%20Sigmaringen%20Ansicht%20von%20der%20Donau?utm_source=chatgpt.com "Schloss Sigmaringen Ansicht von der Donau - Detailseite - LEO-BW"
    [4]: https://www.heimatsammlung.de/topo_unter/72/sigmaringen.htm?utm_source=chatgpt.com "Historische-Ansichtskarten-Sigmaringen"
  • admin - Montag, 10. August 2026 um 18:07:27
    ### Bild 8: „Donautal – Burg Wildenstein / Donautal 811 m“

    Dieses Motiv ist für die Gesamtanalyse **sehr wichtig**, denn Burg Wildenstein ist einer der Orte, die im historischen Donautal-Bildbestand von **Gebr. Metz, Tübingen** ausdrücklich genannt werden. Das Landesarchiv Baden-Württemberg führt diesen Metz-Bestand mit Beuron, Mauruskapelle, Bronnen, Gutenstein, Werenwag und **Wildenstein** und datiert die betreffende Vorlage auf **1900** – allerdings aufgrund des Poststempels einer identischen Karte, also nicht aufgrund eines direkt datierten Negativs. ([Deutsche Digitale Bibliothek][1])

    ### Was dieses Bild besonders interessant macht

    Dein Farbphoto zeigt Burg Wildenstein aus einer **westlich/südwestlich gelegenen Landschaftsperspektive**. Sehr schön erkennbar sind:

    * die kompakte Burganlage auf dem Felsplateau,
    * der markante Bergfried bzw. Hauptturm rechts,
    * die langgestreckten Gebäudetrakte,
    * die stark bewaldeten Steilhänge,
    * die charakteristischen Jurafelsen,
    * und die noch ausgesprochen wenig erschlossene Landschaft.

    Die Burg selbst ist in ihrer heutigen Grundform weitgehend durch die Umbauten des 16. Jahrhunderts geprägt. ([Bwegt][2])

    ### Ein wichtiger neuer Hinweis zur Datierung

    Für Wildenstein existiert außerdem eine **Gebr.-Metz-Ansichtskarte von 1908**, die im Landesarchiv nachgewiesen ist. Diese ist dort allerdings als Schwarzweiß-Abzug erschlossen. ([LEO-BW][3])

    Noch interessanter ist ein aktuelles Sammlerangebot, das ausdrücklich eine **„Burg Wildenstein – Foto-Ansichtskarte – Verlag Gebr. Metz Tübingen“** aufführt. Damit ist die kontinuierliche Verwendung des Motivs durch Metz zusätzlich belegt. ([Heimatsammlung][4])

    Damit wird die bisherige These immer stärker:

    > **Gebr. Metz hatte Wildenstein bereits Jahrzehnte vor der vorliegenden Agfacolor-Mappe als etabliertes Donautal-Motiv im Programm.**

    ### Ist dein Farbphoto eine alte Aufnahme?

    Hier würde ich diesmal **nicht behaupten**, dass das konkrete Farbphoto von 1900 oder 1908 stammt.

    Das Bild besitzt einen deutlich anderen fotografischen Eindruck als eine typische um 1900 entstandene Aufnahme:

    * sehr klare Farbwiedergabe,
    * relativ moderne Bildkomposition,
    * dichter Baumbestand,
    * keine erkennbare historische Verkehrssituation,
    * und vor allem eine offensichtlich gezielt für eine Farbfotografie ausgewählte Perspektive.

    Ich halte daher für dieses konkrete Bild eine **Aufnahme in den 1940er/frühen 1950er Jahren** für wahrscheinlicher.

    Meine derzeitige Einschätzung:

    **Originalaufnahme:** ca. **1940–1952**
    **wahrscheinlichster Bereich:** **ca. 1947–1952**

    **Farbverarbeitung/Agfacolor-Ausgabe:** frühe 1950er Jahre.

    Damit ist Bild 8 ein schönes Gegenstück zu Werenwag: Bei Werenwag konnten wir eine sehr frühe Metz-Motivtradition bis um 1900 zurückverfolgen; bei Wildenstein ist die Motivtradition ebenfalls alt, aber dein konkretes Farbphoto wirkt wahrscheinlich deutlich jünger.

    ### Ein interessanter Vergleich mit Bild 2 und 6

    Jetzt haben wir bereits **drei verschiedene Ansichten von Wildenstein** innerhalb der Serie:

    1. **St. Mauruskapelle mit Wildenstein**
    2. **Erzabtei Beuron mit Wildenstein**
    3. **Burg Wildenstein als Hauptmotiv**

    Das ist kein Zufall. Metz hat Wildenstein offenbar als eines der wichtigsten **touristischen Leitmotive des Donautals** betrachtet.

    Das historische Metz-Motivprogramm von 1900 umfasst genau diese touristischen Kernpunkte – Beuron, Mauruskapelle, Bronnen, Gutenstein, Werenwag und Wildenstein. ([Deutsche Digitale Bibliothek][1])

    ---

    ## Zwischenstand nach 8 von 10 Bildern

    | Nr. | Motiv | Einschätzung der Vorlage |
    | ----: | ----------------------------- | ------------------------------------------------------------- |
    | 1 | Knopfmacherfelsen / Beuron | ältere Metz-Vorlage möglich |
    | 2 | St. Maurus / Wildenstein | ältere Metz-Motivtradition |
    | 3 | Gutenstein | ältere Metz-Motivtradition |
    | 4 | Werenwag | alte Metz-Vorlage, möglicherweise um 1900 |
    | 5 | Stiegelefels | eher jüngere Vorlage möglich |
    | 6 | Erzabtei Beuron / Wildenstein | wahrscheinlich Nachkriegsaufnahme |
    | 7 | Schloss Bronnen | alte Metz-Motivtradition, konkrete Aufnahme vermutlich jünger |
    | **8** | **Burg Wildenstein** | **wahrscheinlich ca. 1947–1952** |

    ### Die Mappe selbst

    Nach acht Bildern würde ich die **Ausgabe der Mappe weiterhin bei etwa 1952–1955** sehen, jetzt aber mit einer etwas stärkeren Tendenz zu:

    > **ca. 1953/54**

    Die entscheidende Erkenntnis ist inzwischen sehr belastbar: **Die Serie nutzt die traditionelle Metz-Motivwelt des Donautals, aber die einzelnen Farbfotografien müssen nicht aus demselben Aufnahmejahr stammen.** Der historische Metz-Bestand von 1900 umfasst bereits fast genau die Motivwelt, die wir in deiner Mappe wiederfinden. ([Deutsche Digitale Bibliothek][1])

    Das macht die Mappe sammlungsgeschichtlich deutlich interessanter als eine gewöhnliche 1950er-Jahre-Souvenirmappe.

    **Bild 9 und 10 sind jetzt besonders spannend:** Wenn dort ebenfalls Motive aus diesem alten Metz-Donautal-Programm auftauchen, können wir am Ende ziemlich genau feststellen, **ob die gesamte Zehnerfolge bewusst aus dem historischen Metz-Bestand zusammengestellt wurde.**

    [1]: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/JA3L3466E57HTD2XPWKFA2G5E2T65MOI?lang=en&utm_source=chatgpt.com "Donautal - Deutsche Digitale Bibliothek"
    [2]: https://www1.bwegt.de/land-und-leute/das-land-erleben/ausflugsziele/detail/burg-leibertingen/burg-wildenstein-jugendherberge/87295cd6-1837-46e0-981d-c8e15c1e9446/?utm_source=chatgpt.com "Burg Wildenstein / bwegt - Mobilität für Baden-Württemberg"
    [3]: https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/DOKUMENT/labw_findmittel_05/labw-6-195272/Burg%20Wildenstein?utm_source=chatgpt.com "Burg Wildenstein - Detailseite - LEO-BW"
    [4]: https://www.heimatsammlung.de/topo_unter/88/88_unter.htm?utm_source=chatgpt.com "Historische-Ansichtskarten-Friedrichshafen-Umgebung-01"
  • admin - Montag, 10. August 2026 um 18:04:54
    ### Bild 7: „Donautal – Schloss Bronnen / Donautal 788 m“

    Dieses siebte Bild ist **ein sehr wichtiger Befund für unsere bisherige Datierungsanalyse**. Denn für Schloss Bronnen lässt sich jetzt ein direkter historischer Bezug zu **Gebr. Metz** nachweisen.

    Das Schloss liegt auf einem markanten Felsen im Oberen Donautal zwischen Fridingen und Beuron. ([Wikipedia][1])

    ### 1. Das Motiv gehört eindeutig zum alten Metz-Bildbestand

    In der Deutschen Digitalen Bibliothek ist ein von **Gebr. Metz, Tübingen** fotografierter Donautal-Bestand überliefert, der ausdrücklich **Schloss Bronnen** neben Beuron, Mauruskapelle, Gutenstein, Werenwag und Wildenstein enthält. Der Bestand ist auf **1900** datiert – die Datierung beruht dort auf dem Poststempel einer identischen Postkarte mit der Bestellnummer 481. ([Deutsche Digitale Bibliothek][2])

    Das ist ein außergewöhnlich wichtiger Hinweis.

    Damit haben wir jetzt **mindestens vier Motive deiner Mappe**, für die sich eine frühe Metz-Bildtradition nachweisen lässt:

    * Schloss Bronnen
    * Werenwag
    * Gutenstein
    * Beuron / Mauruskapelle bzw. Wildenstein

    Das stärkt ganz erheblich die These, dass Metz für die spätere Agfacolor-Mappe **auf ältere eigene Bildvorlagen zurückgriff**.

    ### 2. Schloss Bronnen selbst liefert einen interessanten Datierungsanker

    Ein archivalisch erfasstes, koloriertes Foto von Schloss Bronnen ist bereits auf **1911** datiert. Es stammt allerdings von **H. Sting, Tübingen**, nicht von Gebr. Metz. ([LEO-BW][3])

    Noch interessanter ist ein weiterer historischer Beleg von **1931**. ([LEO-BW][4])

    Außerdem wurde Schloss Bronnen **1938 renoviert** und erhielt damals unter anderem Wasser-, Strom- und Telefonanschluss. ([schwaben-kultur.de][5])

    Das hilft bei deinem Bild:

    Die auf deinem Farbphoto sichtbare Anlage entspricht bereits dem **renovierten Schlosszustand nach 1938**. Damit ist eine Aufnahme **vor 1938** für dieses konkrete Bild sehr unwahrscheinlich.

    Das ist ein wichtiger Unterschied zu Werenwag.

    ---

    ## 3. Meine Datierung des konkreten Farbmotivs

    Ich würde das Bild deshalb momentan folgendermaßen einordnen:

    **Fotografische Vorlage:** wahrscheinlich **ca. 1938–1952**

    **Farbaufnahme bzw. Agfacolor-Bearbeitung:** wahrscheinlich **frühe 1950er Jahre**

    **Aufnahme in die vorliegende Mappe:** wahrscheinlich **ca. 1952–1955**

    Dabei ist die Spanne der ursprünglichen Aufnahme bewusst weiter gefasst. Die historische Metz-Motivtradition reicht bei Bronnen nachweislich viel weiter zurück; daraus folgt nicht automatisch, dass dein konkretes Farbnegativ ebenfalls um 1900 entstanden ist.

    ### Besonders auffällig

    Das Bild hat einen ausgesprochen **modernen Farbfotocharakter**, während die Bildkomposition gleichzeitig sehr stark an die klassischen historischen Donautal-Ansichten erinnert.

    Das könnte genau die Produktionsweise der Mappe erklären:

    > **Alte, bewährte Metz-Motive wurden für die neue Farbfotografie neu aufgenommen bzw. vorhandene Bildvorlagen farblich umgesetzt.**

    Das ist derzeit die wahrscheinlichste Erklärung.

    ---

    ## 4. Die Höhenangabe „788 m“

    Die aufgedruckte Angabe **„Donautal 788 m“** ist ebenfalls interessant.

    Heute wird Schloss Bronnen je nach Bezugspunkt mit ungefähr **750 m ü. NN** angegeben. ([Burgenwelt][6])

    Die Angabe auf deinem Bild dürfte daher eine **ältere touristische Höhenangabe** sein bzw. sich auf den damaligen topografischen Bezugspunkt beziehen. Ich würde sie nicht als Hinweis auf ein anderes Schloss interpretieren.

    ---

    ## Zwischenstand nach 7 von 10 Bildern

    Jetzt wird das Bild der Mappe immer klarer:

    | Nr. | Motiv | Einschätzung |
    | ----: | ----------------------------- | -------------------------------------------------------------------------------------------- |
    | 1 | Knopfmacherfelsen / Beuron | ältere Metz-Vorlage möglich |
    | 2 | St. Maurus / Wildenstein | ältere Metz-Motivtradition |
    | 3 | Gutenstein | alte Metz-Motivtradition |
    | 4 | Werenwag | **alte Metz-Aufnahme um 1900/04 nachweisbar** |
    | 5 | Stiegelefels | wahrscheinlich jüngere Vorlage |
    | 6 | Erzabtei Beuron / Wildenstein | wahrscheinlich Nachkriegsaufnahme |
    | **7** | **Schloss Bronnen** | **Motiv bei Metz bereits um 1900 nachweisbar; konkretes Farbmotiv wahrscheinlich nach 1938** |

    Die DDB nennt tatsächlich genau diese Kombination von **Beuron, Mauruskapelle, Bronnen, Gutenstein, Werenwag und Wildenstein** innerhalb eines historischen Metz-Donautal-Bestandes. ([Deutsche Digitale Bibliothek][2])

    ### Meine Datierung der Mappe würde ich jetzt sogar etwas präzisieren:

    **Gebr. Metz, Tübingen – „Donautal – 10 Farbphotobilder nach Agfacolor-Aufnahmen“**

    > **wahrscheinlich erschienen ca. 1952–1954, am ehesten um 1953.**

    Die **fotografischen Vorlagen** stammen dagegen offensichtlich aus unterschiedlichen Generationen bzw. greifen auf ältere Metz-Motive zurück.

    Das macht die Mappe aus meiner Sicht **sammlungsgeschichtlich interessanter**, als wenn es sich lediglich um zehn gewöhnliche Farbfotos der 1950er Jahre handeln würde.

    **Wir haben jetzt noch drei Bilder vor uns.** Gerade Bild 8–10 könnten zeigen, ob die zehn Motive tatsächlich aus dem historischen Metz-Donautal-Bestand ausgewählt wurden. Wenn ja, lässt sich die Mappe möglicherweise sogar als **frühe farbliche Neuauflage eines älteren Metz-Donautal-Bildprogramms** charakterisieren.

    [1]: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Bronnen?utm_source=chatgpt.com "Schloss Bronnen"
    [2]: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/JA3L3466E57HTD2XPWKFA2G5E2T65MOI?lang=en "Donautal - Deutsche Digitale Bibliothek"
    [3]: https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/DOKUMENT/labw_findmittel_05/labw-6-195256/Ansicht%20von%20Schloss%20Bronnen?utm_source=chatgpt.com "Ansicht von Schloss Bronnen - Detailseite - LEO-BW"
    [4]: https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/DOKUMENT/labw_findmittel_05/labw-6-207190/Ansicht%20von%20Schloss%20Bronnen?utm_source=chatgpt.com "Ansicht von Schloss Bronnen - Detailseite - LEO-BW"
    [5]: https://www.schwaben-kultur.de/starweb/ska/burgen/servlet.starweb?path=ska%2Fburgen%2F%2Fdetails.web&suche4=3856&utm_source=chatgpt.com "Burgen in Europa"
    [6]: https://www.burgenwelt.org/deutschland/bronnen/object.php?utm_source=chatgpt.com "Burgenwelt - Schloss Bronnen - Deutschland"
  • admin - Montag, 10. August 2026 um 18:02:36
    ### Bild 6: „Donautal – Erzabtei Beuron / Donautal 627 m mit Burg Wildenstein 811 m“

    Dieses sechste Bild ist **sehr wichtig**, weil es die bisherige These einer frühen 1950er-Jahre-Farbmappe weiter stützt – gleichzeitig aber zeigt, dass die einzelnen Motive aus unterschiedlichen fotografischen Generationen stammen können.

    Das Motiv ist eindeutig ein Blick auf die **Erzabtei St. Martin in Beuron**, mit der **Burg Wildenstein** auf dem Höhenzug im Hintergrund. Beuron liegt tatsächlich im Zentrum des sogenannten „Tals der Mönche“; Wildenstein befindet sich oberhalb des Donautals auf einem markanten Felsen. ([Erzabtei Beuron][1])

    ## Auffällige Details des Fotos

    Das Bild zeigt die Klosteranlage noch in einer ausgesprochen **ländlichen Umgebung**:

    * die große Klosteranlage mit der markanten Turmspitze,
    * die langgestreckten Wirtschafts- und Klostergebäude,
    * die Garten- und Obstbauflächen unmittelbar vor dem Kloster,
    * die schmale Straße im Vordergrund,
    * die weitgehend unverbaute Talsohle,
    * darüber die charakteristischen Jurafelsen,
    * und ganz links oben die **Burg Wildenstein**.

    Gerade die landwirtschaftlich genutzten Flächen unmittelbar vor der Abtei sind für eine zeitliche Einordnung interessant.

    ### Ein wichtiger historischer Fixpunkt

    Die Abtei wurde nach der Säkularisation wieder als Benediktinerkloster aufgebaut; die heutige Erzabtei besteht seit dem 19. Jahrhundert. Die Klosteranlage selbst ist damit natürlich kein Datierungsmerkmal. ([Wikipedia][2])

    Sehr interessant ist aber die **Nachkriegsgeschichte der Klosterkirche**: Im Jahr **1947 wurde eine Restaurierung durchgeführt**, bei der wesentliche Elemente der früheren Innenausstattung wiederhergestellt bzw. verändert wurden. ([Schwarzwälder Bote][3])

    Für dein **Außenfoto** hilft dieser Punkt allerdings nur indirekt.

    ---

    ## Das Entscheidende: Das Bild wirkt jünger als einige der bisherigen Motive

    Im Gegensatz zum Werenwag-Bild sehe ich hier **mehrere Hinweise darauf, dass das Foto selbst durchaus aus der Nachkriegszeit stammen könnte**.

    Die Vegetation, die gepflegten Gartenflächen und insbesondere die fotografische Perspektive wirken eher wie eine bewusst angefertigte **Tourismusaufnahme der Nachkriegszeit**.

    Ich würde deshalb für dieses konkrete Bild momentan ansetzen:

    > **wahrscheinliche Aufnahme: ca. 1948–1954**

    mit einem Schwerpunkt um **1950–1952**.

    Das ist allerdings keine harte Datierung – ohne ein eindeutig datierbares Gebäude, Fahrzeug oder Verkehrselement bleibt eine Spanne sinnvoller.

    ### Die Höhenangaben sind interessant

    Die Beschriftung

    > **„Donautal 627 m“**
    > **„Burg Wildenstein 811 m“**

    ist typisch für touristische Bildserien jener Zeit. Die Höhenangabe macht deutlich, dass Metz das Bild nicht primär als dokumentarische Architekturaufnahme, sondern als **landschaftliches Fremdenverkehrsmotiv** konzipiert hat.

    Das passt sehr gut zur gesamten Serie.

    ---

    ## Was sich nach 6 Bildern immer deutlicher zeigt

    Wir haben jetzt drei verschiedene Motivgruppen:

    **1. Historische Metz-Motive**

    Gutenstein und Werenwag haben deutliche Hinweise auf ältere Metz-Bildvorlagen. Bei Werenwag existieren sogar archivisch erschlossene Metz-Aufnahmen aus der Zeit um **1900/1904**.

    **2. Landschaftsmotive ohne sichere Datierung**

    Der Stiegelefels könnte durchaus auf einer älteren Vorlage beruhen, lässt sich aber momentan nicht sicher zurückdatieren.

    **3. Wahrscheinliche Nachkriegsaufnahmen**

    Das Beuron-Klosterbild wirkt dagegen deutlich eher wie eine **Aufnahme um 1950**.

    Das spricht für eine interessante Arbeitsweise von Gebr. Metz:

    > **Für die neue Agfacolor-Serie wurden offenbar sowohl ältere Archivmotive als auch jüngere Fotografien miteinander kombiniert.**

    Das würde auch erklären, warum die zehn Bilder trotz einheitlicher Gestaltung teilweise einen etwas unterschiedlichen fotografischen Charakter besitzen.

    ---

    ### Zwischenstand nach 6 von 10 Bildern

    | Nr. | Motiv | geschätzte Entstehung der Vorlage |
    | ----: | --------------------------------- | --------------------------------- |
    | 1 | Knopfmacherfelsen / Beuron | ältere Metz-Vorlage möglich |
    | 2 | St. Maurus / Wildenstein | ältere Vorlage möglich |
    | 3 | Gutenstein | ältere Metz-Motivtradition |
    | 4 | Werenwag | **möglicherweise ca. 1900–1910** |
    | 5 | Stiegelefels | ca. **1930er–1950er** möglich |
    | **6** | **Erzabtei Beuron / Wildenstein** | **ca. 1948–1954** wahrscheinlich |

    ### Datierung der Mappe selbst

    Ich bleibe derzeit bei:

    **ca. 1952–1955**

    am wahrscheinlichsten:

    > **ca. 1953/54**

    Der entscheidende Punkt ist jetzt aber: **Die Mappe sollte nicht als „zehn Aufnahmen von 1953“ katalogisiert werden.** Präziser wäre:

    > *Frühe Agfacolor-Farbphotomappe der Gebr. Metz, Tübingen, vermutlich um 1953/54; Zusammenstellung von zehn farbigen Donautal-Motiven, darunter teilweise ältere fotografische Vorlagen aus dem umfangreichen Metz-Bildarchiv.*

    Das wäre aus meiner Sicht die bisher **sauberste sammlungskundliche Beschreibung**.

    [1]: https://erzabtei-beuron.de/naturpark-obere-donau/?utm_source=chatgpt.com "Naturpark Obere Donau - Erzabtei St. Martin Beuron"
    [2]: https://de.wikipedia.org/wiki/Beuron?utm_source=chatgpt.com "Beuron"
    [3]: https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.haiterbach-auf-den-spuren-historischer-sehenswuerdigkeiten-im-donautal.d9fbcf4f-0170-4f87-80f3-c50d1109b21c.html?utm_source=chatgpt.com "Haiterbach: Auf den Spuren historischer Sehenswürdigkeiten im Donautal - Nagold & Umgebung - Schwarzwälder Bote"
  • admin - Montag, 10. August 2026 um 18:00:38
    ### Bild 5: „Donautal – Stiegelefels bei Fridingen“

    Dieses fünfte Bild bestätigt sehr schön den Charakter der Mappe als **klassische touristische Farbfotoserie des oberen Donautals**. Der Stiegelefels gehört zu den markantesten Felsmassiven bei Fridingen; das Felsgebiet steigt vom Talboden rund 160 m an und ist landschaftlich seit langem als besonders bedeutend geschützt. ([Regionalia][1])

    #### Auffällig an diesem Bild

    Hier haben wir einen etwas anderen Bildtyp als bei Werenwag oder Gutenstein:

    * Der Fotograf hat bewusst die **Spiegelung der Felsen in einem ruhigen Donauabschnitt** einbezogen.
    * Das Motiv wirkt ausgesprochen sorgfältig komponiert und weniger wie eine zufällige Dokumentaraufnahme.
    * Es gibt **keine Fahrzeuge, Stromleitungen, modernen Straßenbauten oder sonstige eindeutige Nachkriegsmerkmale**.
    * Die Landschaft wirkt sehr ursprünglich.
    * Die Felsen und die Vegetation lassen sich zeitlich allerdings nur sehr schwer eingrenzen.

    Interessant ist, dass das Gebiet bereits **in den 1930er Jahren unter Naturschutz gestellt wurde**. Ein Fachbeitrag von 1955 nennt ausdrücklich den Stiegelefels bei Fridingen als Naturschutzgebiet. ([maqnify.com][2])

    ### Datierung dieses Bildes

    Hier wäre ich vorsichtiger als bei Werenwag.

    **Das konkrete Farbmotiv würde ich nicht sicher als Aufnahme der frühen 1950er Jahre datieren.** Es könnte durchaus auf einer älteren fotografischen Vorlage beruhen, die Metz später für die Agfacolor-Serie verwendet hat.

    Meine momentane Einschätzung:

    * **ursprüngliche fotografische Aufnahme:** etwa **1930er bis frühe 1950er Jahre**
    * **Agfacolor-Farbverarbeitung bzw. farbliche Reproduktion:** wahrscheinlich **frühe/mittlere 1950er**
    * **Aufnahme in die vorliegende 10er-Mappe:** wahrscheinlich **ca. 1952–1955**

    Für das konkrete Negativ würde ich momentan **ca. 1940–1952** als plausibelsten Bereich ansehen, allerdings mit geringerer Sicherheit als bei einigen anderen Motiven.

    ### Ein wichtiger Unterschied zu den bisherigen Bildern

    Bei diesem Motiv sehe ich **keinen belastbaren Hinweis auf eine Aufnahme um 1900**. Deshalb würde ich es momentan **nicht** in dieselbe Kategorie wie das Werenwag-Bild stellen.

    Das ist für die Gesamtanalyse sehr interessant:

    | Bild | Motiv | derzeitige Einschätzung der Vorlage |
    | ----- | -------------------------- | ---------------------------------------------------------- |
    | 1 | Knopfmacherfelsen / Beuron | ältere Metz-Vorlage möglich |
    | 2 | St. Maurus / Wildenstein | ältere Vorlage möglich |
    | 3 | Gutenstein | ältere Metz-Motivtradition nachweisbar |
    | 4 | Werenwag | **ca. 1900–1910 als historische Vorlage sehr gut möglich** |
    | **5** | **Stiegelefels** | **eher ca. 1930er–1950er** |

    Damit zeichnet sich eine **Mischung verschiedener Aufnahmegenerationen** ab. Das wäre typisch für einen Verlag mit einem großen historischen Bildarchiv wie Gebr. Metz.

    ### Zwischenfazit nach 5 Bildern

    Die Mappe selbst würde ich weiterhin bei **ca. 1952–1955** sehen.

    Die Bilder dagegen müssen **nicht aus demselben Aufnahmejahr stammen**. Gerade das ist inzwischen eine wichtige Erkenntnis für die Datierung.

    Ich würde die Mappe daher momentan so katalogisieren:

    > **Gebr. Metz, Tübingen: „Donautal – 10 Farbphotobilder nach Agfacolor-Aufnahmen“, frühe bis mittlere 1950er Jahre, vermutlich ca. 1953/54. Die enthaltenen Farbphotobilder greifen teilweise auf ältere Metz-Bildvorlagen des oberen Donautals zurück.**

    **Bild 5 ist also ein gutes Beispiel dafür, warum wir die Ausgabezeit der Mappe und die Entstehungszeit der einzelnen fotografischen Vorlagen getrennt betrachten müssen.**

    Zeig mir **Bild 6** – ab der Hälfte der Serie können wir dann auch erkennen, ob Metz eine bestimmte geografische Reihenfolge verwendet hat und ob sich daraus Hinweise auf eine konkrete ältere Bildserie ergeben.

    [1]: https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/deliver/index/docId/25833/file/BLB_Hermann_Natur-_Landschaftsschutz_Fridingen.pdf?utm_source=chatgpt.com "Willi Hermann"
    [2]: https://www.maqnify.com/pois/6780?utm_source=chatgpt.com "Stieglesfelsen | Interessanter Ort | maqnify.com"
  • admin - Montag, 10. August 2026 um 17:59:35
    ### Bild 4: „Schloss Werenwag / Donautal 775 m“

    Dieses vierte Bild ist **für die Datierung der Mappe ausgesprochen wichtig**, denn hier lässt sich jetzt ein direkter Zusammenhang zwischen deinem Farbmotiv und dem historischen **Gebr.-Metz-Bildbestand** herstellen.



    #### 1. Das Motiv ist eindeutig Werenwag

    Zu sehen ist Schloss Werenwag hoch oben links auf dem Felsen, darunter das enge Donautal mit der Donau und der charakteristischen Felslandschaft.

    Besonders auffällig ist die Perspektive: Es handelt sich nicht um eine gewöhnliche Nahansicht des Schlosses, sondern um einen **weit gefassten Blick über den Donaudurchbruch**.

    Und genau für dieses Motiv existiert ein sehr interessanter archivalischer Vergleich.

    Das Landesarchiv Baden-Württemberg führt eine **„Burg Werenwag und Donautal“**-Aufnahme von **Gebr. Metz, Tübingen**, die bereits auf **1904** datiert wird. Auch eine zweite Metz-Aufnahme **„Donautal mit Blick auf Werenwag“** ist dort mit 1904 verzeichnet. Beide Vorlagen sind als **koloriert** erschlossen. ([LEO-BW][1])

    Noch aussagekräftiger: Die Deutsche Digitale Bibliothek führt einen Metz-Bildbestand **„Donautal“**, der neben Beuron, Mauruskapelle, Gutenstein und Wildenstein ausdrücklich auch **Burg Werenwag** enthält. Dieser Bestand wird anhand einer identischen Postkarte sogar auf **1900** datiert. ([Deutsche Digitale Bibliothek][2])

    ### 2. Das ist ein entscheidender Hinweis

    Damit haben wir jetzt bei **3 von 4 Motiven** einen belegbaren Zusammenhang mit einem älteren Metz-Bildbestand:

    | Bild | Motiv | historischer Metz-Beleg |
    | ----- | -------------------------- | ------------------------- |
    | 1 | Knopfmacherfelsen / Beuron | Metz-Donautal-Bildbestand |
    | 2 | St. Maurus / Wildenstein | Metz-Donautal-Bildbestand |
    | 3 | Gutenstein | Metz-Donautal-Bildbestand |
    | **4** | **Werenwag** | **Metz, ca. 1900/1904** |

    Das ist inzwischen **zu auffällig, um Zufall zu sein**.

    Ich würde deshalb meine ursprüngliche Vorstellung korrigieren: Die 10 Farbphotobilder sind sehr wahrscheinlich **keine zehn neu für diese Mappe angefertigten Farbaufnahmen**.

    Vielmehr dürfte Gebr. Metz für die frühe Farbausgabe auf einen **bereits vorhandenen Bestand von Donautal-Aufnahmen** zurückgegriffen haben.

    Das passt hervorragend zum enormen Metz-Bildarchiv. Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg verwahrt heute rund **270.000 Glasplattennegative** des Unternehmens. ([Haus der Geschichte Baden-Württemberg][3])

    ---

    ## 3. Besonders interessant: die Landschaft

    Bei deinem Farbmotiv sind einige Details sehr hilfreich.

    Die Aufnahme zeigt:

    * die Donau noch ohne moderne Ufergestaltung,
    * eine weitgehend unverbaute Talsohle,
    * kleine landwirtschaftliche Parzellen,
    * die alte Kulturlandschaft,
    * keine moderne Straßeninfrastruktur,
    * keinerlei Nachkriegsbebauung,
    * und vor allem eine Landschaft, die sich sehr gut mit den frühen Metz-Aufnahmen vergleichen lässt.

    Das macht es **durchaus möglich**, dass das eigentliche Ausgangsfoto wesentlich älter ist als die Farbmappe.

    Allerdings würde ich nicht behaupten, dass **dieses konkrete Farbpositiv von 1904 stammt**. Dafür müsste man einen direkten Bildvergleich mit der erhaltenen historischen Metz-Aufnahme durchführen.

    ### Meine derzeitige Einschätzung

    **Historische fotografische Vorlage:** möglicherweise **ca. 1900–1910**

    **Farbtechnische Bearbeitung/Reproduktion:** wahrscheinlich **frühe 1950er Jahre**

    **Ausgabe der Mappe:** weiterhin am plausibelsten **ca. 1952–1955**

    Damit wird die Mappe sogar interessanter: Sie könnte eine **frühe Nachkriegs-Farbwiedergabe historischer Metz-Donautal-Aufnahmen** darstellen.

    ---

    ### 4. Ein wichtiger Korrekturpunkt zu meiner bisherigen Datierung

    Ich würde die Formulierung „Aufnahme ca. 1950–1953“ bei den bisherigen Bildern **nicht mehr verwenden**, solange wir keinen modernen Gegenstand im Bild finden, der eine Nachkriegsaufnahme beweist.

    Die bisher gefundenen Archivquellen zeigen nämlich eindeutig, dass Gebr. Metz bereits um **1900/1904** eine ganze Reihe dieser Donautal-Motive besaß. ([Deutsche Digitale Bibliothek][2])

    Das bedeutet:

    > **Die Mappe kann aus den frühen 1950er Jahren stammen, während einzelne Bildvorlagen 40–50 Jahre älter sein können.**

    Das ist für die Bewertung und Beschreibung der Mappe ein wesentlicher Unterschied.

    ### Zwischenstand nach 4 von 10 Bildern

    **Ausgabe:** wahrscheinlich **1952–1955**
    **wahrscheinlichste Datierung:** **ca. 1953/54**

    **Bildvorlagen:** teilweise möglicherweise **um 1900–1915**

    **Verlag:** Gebr. Metz, Tübingen

    **Charakter:** frühe farbfotografische Donautal-Souvenirmappe, vermutlich unter Verwendung bereits vorhandener Metz-Bildmotive.

    Und gerade **Werenwag ist bisher der stärkste Beleg** für diese These. ([LEO-BW][1])

    Zeig mir **Bild 5** – inzwischen können wir nicht nur jedes Motiv datieren, sondern gezielt prüfen, ob es ebenfalls einen **älteren Metz-Archivvorläufer** gibt.

    [1]: https://www.leo-bw.de/en/web/guest/detail/-/Detail/details/DOKUMENT/labw_findmittel_05/labw-6-195252/Burg%2BWerenwag%2Bund%2BDonautal?utm_source=chatgpt.com "Burg Werenwag und Donautal - Detailseite - LEO-BW"
    [2]: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/JA3L3466E57HTD2XPWKFA2G5E2T65MOI?lang=en&utm_source=chatgpt.com "Donautal - Deutsche Digitale Bibliothek"
    [3]: https://www.hdgbw.de/landesgeschichtliche-sammlung/bildarchiv/?utm_source=chatgpt.com "Bildarchiv - Haus der Geschichte Baden-Württemberg"
  • admin - Montag, 10. August 2026 um 17:57:00
    ### Bild 3: Gutenstein im Donautal

    Dieses Motiv ist für die Datierung der Mappe **besonders interessant**, weil hier mehrere historische Fixpunkte gleichzeitig sichtbar sind.

    Der Blick zeigt **Gutenstein im oberen Donautal bei Sigmaringen**, mit der Donau, der Bahnlinie und den markanten Felsformationen. Gutenstein liegt zwischen Sigmaringen und Beuron im heutigen Naturpark Obere Donau. ([Oberschwaben-Tourismus][1])


    ### Ein sehr wichtiger neuer Befund

    Bei der Recherche bin ich auf einen **direkten historischen Metz-Beleg** gestoßen: Das Landesarchiv Baden-Württemberg besitzt eine Donautal-Aufnahme von **Gebr. Metz, Tübingen**, in deren Motivbestand ausdrücklich **Gutenstein, Straßen und Burg Gutenstein** genannt werden. Die Vorlage ist dort als **koloriert** verzeichnet. ([Deutsche Digitale Bibliothek][2])

    Noch interessanter: Eine weitere archivalisch nachgewiesene Metz-Aufnahme zeigt **„Gutenstein mit Felsentunnels sowie Partie mit Ruine Falkenstein“** und wird dort auf **um 1910** datiert. ([Deutsche Digitale Bibliothek][3])

    Das ist für deine Mappe entscheidend.

    ### Das Foto selbst ist wahrscheinlich keine Aufnahme der 1950er Jahre

    Ich würde meine bisherige Einschätzung deshalb **korrigieren bzw. differenzieren**:

    Die **Farbmappe** kann durchaus aus den frühen 1950er Jahren stammen, aber die darin verwendeten fotografischen Vorlagen können wesentlich älter sein.

    Bei diesem Gutenstein-Motiv sehe ich keine zwingenden Anzeichen dafür, dass die Aufnahme selbst erst um 1950 entstanden sein muss. Vielmehr passt sie sehr gut zu einem **älteren Metz-Fotomotiv**, das später für die Agfacolor-Serie verwendet bzw. farblich reproduziert wurde.

    Das ist auch deshalb plausibel, weil Gebr. Metz bereits um **1910** Donautal-Ansichten von Gutenstein produzierte. ([Deutsche Digitale Bibliothek][3])

    ### Auffällige Details

    Auf deinem Bild sind zu erkennen:

    * die **Donau**
    * die Bahnstrecke im Tal
    * die charakteristische Eisenbahnbrücke links
    * die dichte historische Ortsbebauung von Gutenstein
    * die markanten Kalkfelsen
    * die Burg-/Ruinenanlage auf der Felsformation
    * praktisch keine moderne Bebauung
    * eine sehr ländliche Straßen- und Wirtschaftsstruktur

    Die historische Ortsansicht stimmt grundsätzlich mit dem bekannten Gutenstein-Motivbestand von Metz überein.

    ### Neue Datierungseinschätzung

    Ich würde für dieses Bild daher drei verschiedene Daten angeben:

    | Aspekt | Einschätzung |
    | ---------------------------------------------- | ------------------------------------- |
    | **ursprüngliches Metz-Motiv** | möglicherweise **ca. 1905–1915** |
    | **farbfotografische Bearbeitung/Reproduktion** | wahrscheinlich **frühe 1950er Jahre** |
    | **Ausgabe in deiner 10er-Mappe** | wahrscheinlich **ca. 1952–1955** |

    **Wichtig:** Das bedeutet nicht, dass dieses konkrete Negativ sicher aus dem Jahr 1910 stammt. Der Archivbeleg zeigt aber, dass Metz bereits sehr früh genau diese Donautal-/Gutenstein-Motivwelt fotografisch dokumentiert und verbreitet hat.

    ### Zwischenbilanz nach 3 Bildern

    Damit ergibt sich ein interessantes Muster:

    **Bild 1 – Knopfmacherfelsen/Beuron:** möglicherweise ältere Metz-Vorlage
    **Bild 2 – Mauruskapelle/Wildenstein:** ebenfalls mögliches älteres Metz-Motiv
    **Bild 3 – Gutenstein:** **nachweislich existierte bei Metz bereits um 1910 eine entsprechende Gutenstein-Motivwelt**

    Das spricht zunehmend dafür, dass die Mappe **keine zusammenhängende Serie völlig neu aufgenommener Farbfotografien** ist, sondern eher eine **frühe Nachkriegs-Farbserie aus bereits vorhandenen bzw. neu bearbeiteten Metz-Motiven**.

    Das ist für die Datierung sehr wichtig. Ich würde die Mappe momentan bei **ca. 1952–1955** belassen, aber die **Aufnahmejahre der einzelnen Bilder nicht mehr pauschal auf 1950–1953 setzen**.

    Wenn wir die restlichen sieben Bilder genauso untersuchen, können wir wahrscheinlich feststellen, **welche Motive alte Metz-Vorlagen sind und welche tatsächlich neue Farbfotografien der frühen 1950er Jahre darstellen**. Das dürfte die bisherige Datierung noch deutlich präziser machen.

    [1]: https://www.oberschwaben-tourismus.de/orte/gutenstein-f917353fc0?utm_source=chatgpt.com "Gutenstein | Sigmaringer Ortsteil im Donautal"
    [2]: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/JA3L3466E57HTD2XPWKFA2G5E2T65MOI?lang=en&utm_source=chatgpt.com "Donautal - Deutsche Digitale Bibliothek"
    [3]: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/FN3CJU4RAUF47YEES26FTQQZ4P6TOJOR?utm_source=chatgpt.com "Donautal, Gutenstein mit Felsentunnels sowie Partie mit Ruine Falkenstein - Deutsche Digitale Bibliothek"
  • admin - Montag, 10. August 2026 um 17:54:55
    Das zweite Bild ist ebenfalls sehr aufschlussreich – und ich würde meine bisherige Datierung der Mappe **leicht nachschärfen**.

    ## Bild 2: St. Mauruskapelle bei Beuron / Donautal mit Burg Wildenstein

    Das Motiv ist eindeutig die **St.-Maurus-Kapelle im Donautal bei Beuron**, mit der **Burg Wildenstein** im Hintergrund. Die Kapelle entstand 1868–1870 nach Entwürfen von Desiderius Lenz und gehört zu den frühen Hauptwerken der Beuroner Kunstschule. ([Wikimedia Commons][1])

    Interessant ist, dass **genau diese Motivkombination schon sehr früh als Ansichtskartenmotiv verwendet wurde**. Historische Belege mit „St. Mauruskapelle – Wildenstein“ sind beispielsweise für 1908, 1916, 1917 und 1932 nachweisbar. ([ZVAB (DE)][2]) Das Motiv selbst sagt also wenig über das Aufnahmejahr aus.

    ### Was dieses konkrete Farbfoto verrät

    Bei deinem Bild fallen einige Dinge auf:

    * Die Kapelle befindet sich baulich in einem **sehr gepflegten Zustand**.
    * Der Weg und die Treppenanlage sind bereits ordentlich befestigt.
    * Die unmittelbar umgebende Landschaft ist noch ausgesprochen **frei von moderner Bebauung**.
    * Es sind **keine Automobile, Verkehrsschilder oder sonstige moderne Elemente** sichtbar.
    * Die Aufnahme wirkt fotografisch deutlich älter als typische Farbfotos der späten 1950er/60er Jahre.
    * Die Farben und der Kontrast entsprechen sehr gut dem Charakter früher Agfacolor-Reproduktionen.

    Besonders wichtig ist aber die **Mauruskapelle selbst**: Sie ist auf dem Bild baulich bereits so ausgeführt, wie sie auch heute bekannt ist. Eine Datierung muss deshalb ausschließlich über die fotografische Technik und die Umgebung erfolgen.

    ### Interessanter Metz-Bezug

    Hier gibt es einen ausgesprochen wichtigen Hinweis für deine Sammlung:

    Das Landesarchiv Baden-Württemberg führt historische Donautal-Aufnahmen von **Gebr. Metz, Tübingen**, darunter ausdrücklich Motive mit **St. Mauruskapelle und Burg Wildenstein**. Das dort überlieferte Material wird als kolorierte Vorlage beschrieben. ([LEO-BW][3])

    Das bedeutet: **Metz hatte dieses Motiv bereits lange vor der hier vorliegenden Agfacolor-Mappe im eigenen Bildbestand.**

    Daher ist es durchaus möglich, dass das Farbmotiv in deiner Mappe auf einer **älteren fotografischen Vorlage von Metz** basiert und erst später als Agfacolor-Farbfotobild herausgegeben wurde.

    ### Meine Datierung für dieses Bild

    Ich würde deshalb unterscheiden:

    **Fotografische Vorlage:** wahrscheinlich **späte 1940er bis frühe 1950er Jahre**

    **Farbaufnahme bzw. Agfacolor-Ausarbeitung:** wahrscheinlich **ca. 1950–1954**

    **Vertrieb innerhalb dieser Mappe:** wahrscheinlich **ca. 1952–1955**

    Damit würde ich momentan für die gesamte Mappe als wahrscheinlichsten Zeitraum:

    > **ca. 1952–1954**

    ansetzen.

    Das ist etwas enger als meine erste Einschätzung.

    ### Ein sehr interessanter Punkt

    Die Angabe auf dem Umschlag lautet **„10 Farbphotobilder nach Agfacolor-Aufnahmen“** und nicht etwa „farbige Ansichtskarten“. Das passt sehr gut zu einer frühen Nachkriegsproduktion, bei der vorhandene fotografische Motive von Metz in eine neue Farbbildserie überführt wurden.

    Außerdem ist die Kombination **Mauruskapelle + Burg Wildenstein** offenbar ein klassisches Metz-Motiv. Das Landesarchiv weist sogar eine Donautal-Vorlage von Gebr. Metz aus, die neben der Mauruskapelle auch Wildenstein und weitere Donautal-Motive umfasst. ([LEO-BW][3])

    **Zwischenfazit nach 2 von 10 Bildern:**

    | Merkmal | Einschätzung |
    | ----------------------- | ---------------------- |
    | Verlag | Gebr. Metz, Tübingen |
    | Verfahren | Agfacolor |
    | Serie | 10 Farbphotobilder |
    | Wahrscheinliche Ausgabe | **1952–1954** |
    | Mögliche Vorlage | ältere Metz-Fotografie |
    | Aufnahme dieses Bildes | **ca. 1950–1953** |
    | Sicherheit | **mittel bis gut** |

    Wenn die nächsten Bilder ebenfalls typische **Metz-Motive aus dem vorhandenen Archiv** zeigen, könnte sich herausstellen, dass die Aufnahmen teilweise **schon vor 1950 entstanden**, aber erst Anfang der 1950er Jahre als Farbfotobilder veröffentlicht wurden. Das wäre für die Datierung der Mappe ein wichtiger Unterschied.

    [1]: https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ABeuron_Mauruskapelle_Inschrift_deutsch.jpg?utm_source=chatgpt.com "File:Beuron Mauruskapelle Inschrift deutsch.jpg - Wikimedia Commons"
    [2]: https://www.zvab.com/buch-suchen/titel/ansichtskarte-beuron-mauruskapelle/?utm_source=chatgpt.com "Ansichtskarte beuron mauruskapelle – ZVAB"
    [3]: https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/DOKUMENT/labw_findmittel_05/labw-6-213596/Donautal?utm_source=chatgpt.com "Donautal - Detailseite - LEO-BW"