Historische Leporellos & Foto-Mäppchen – Sammlung historischer Kleinbildfotografien.

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  • admin - Dienstag, 11. August 2026 um 16:58:43
    Das **6. Foto** ist für die Datierung der Mappe sehr interessant – und diesmal haben wir sogar einen **konkreten zeitgenössischen Vergleich**.

    ### 6. „Hotel Halde“

    Das Bild zeigt das **Hotel Halde am Schauinsland**, genauer den historischen Haldenhof/Hotelkomplex auf dem Höhenrücken zwischen Schauinsland und Notschrei. Das Hotel lag schon in den 1930er Jahren an einer wichtigen Wanderroute; ein Reiseführer von **1933** nennt das Hotel Halde ausdrücklich mit 1147 m Höhe und beschreibt den Weg vom Schauinsland über die Halde weiter zum Notschrei und Feldberg. ([Universitätsbibliothek Freiburg][1])

    Besonders wichtig ist aber ein **konkreter Reinold-Beleg**: In einer historischen Ansichtskartensammlung wird eine Karte **„Blick auf Haldenwirtshaus und Hotel Halde Schauinsland“**, Verlag **C. Reinold, Freiburg**, mit rückseitiger Datierung **1940** geführt. ([Heimatsammlung][2])

    Das ist für deine Mappe ausgesprochen wertvoll.

    ### Was ich auf deinem Foto erkenne

    Das Hotel erscheint als relativ großer, langgestreckter Bau mit:

    * dreigeschossigem Mittelbereich,
    * großem Walmdach bzw. langem Dachkörper,
    * zahlreichen Dachgauben,
    * vorgelagerter Terrasse,
    * landwirtschaftlicher Nutzung unmittelbar vor dem Haus,
    * und den charakteristischen offenen Weideflächen des Schauinslands.

    Die **Kühe auf der Wiese** sind ebenfalls typisch für die historische Nutzung des Haldenhofs.

    ### Der entscheidende Datierungshinweis

    Das Foto passt **sehr gut in die Zeit um 1935–1940**.

    Noch interessanter: Wir haben jetzt einen Beleg, dass **Reinold 1940 tatsächlich eine Hotel-Halde-Ansicht im Programm hatte**. ([Heimatsammlung][2])

    Allerdings gibt es eine kleine, aber wichtige Unklarheit:

    Auf deiner Mappe steht **„K. Reinold“**, während der historische Kartenbeleg **„C. Reinold“** nennt. Das sollte man nicht einfach gleichsetzen. Es könnte sich um eine Lesefrage, eine unterschiedliche Verlagsangabe oder tatsächlich um unterschiedliche Reinold-Ausgaben handeln.

    ### Damit verändert sich die Datierung erneut

    Nach sechs Bildern halte ich nun folgende Einordnung für am plausibelsten:

    **Bildvorlagen:** ca. **1935–1940**
    **wahrscheinlichster Aufnahmezeitraum:** **1936–1940**
    **wahrscheinliche Ausgabe der Mappe:** **ca. 1938–1941**

    Mein Schwerpunkt liegt inzwischen klar bei:

    > **1939–1940**

    Das ist stärker als die bisherige bloße Stilanalyse, weil wir jetzt einen **Reinold-Beleg aus dem Jahr 1940 mit einem der exakt passenden Motive** haben. ([Heimatsammlung][2])

    ### Zwischenstand nach 6 von 12 Fotos

    | Nr. | Motiv | Datierung |
    | ----: | ----------------------------- | ------------------------------------- |
    | 1 | Blick ins Tal von St. Wilhelm | ca. 1930er |
    | 2 | Stübenwasen – Feldbergblick | ca. 1930er |
    | 3 | Hotel Burggraf | **nach 1936** |
    | 4 | Günterstal | Motiv bereits um 1930 belegt |
    | 5 | Feldbergblick über Hofsgrund | wahrscheinlich 1930er |
    | **6** | **Hotel Halde** | **ca. 1935–1940; Reinold-Beleg 1940** |

    ### Meine aktuelle Arbeitshypothese

    Ich würde die Mappe jetzt **nicht mehr primär als „1937–1941“ beschreiben**, sondern vorläufig:

    > **K. Reinold, Freiburg i. Br., „FELDBERG (Schwzw.) – 12 Stück schönste Photos“, vermutlich um 1939/40, wahrscheinlich Vorkriegs-/frühe Kriegszeit.**

    Der **7. und 8. Abzug** können diese Datierung jetzt möglicherweise bestätigen oder widerlegen. Besonders interessant wären wieder **Gebäude, Türme, Lifte oder Hotels**, weil wir dort konkrete Bauzustände gegen historische Aufnahmen halten können.

    [1]: https://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/grieben1933/0061/ocr?utm_source=chatgpt.com "Freiburg/Br.: Höllental, Feldberg, Belchen, Badenweiler, Kaiserstuhl (Berlin, 1933) (Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., J 7586,hi) - Freiburger historische Bestände - digital - Universitätsbibliothek Freiburg"
    [2]: https://www.heimatsammlung.de/topo_unter/79_ab_02/79_02/79_unter_todtnau.htm?utm_source=chatgpt.com "Historische-Ansichtskarten-Todtnau"
  • admin - Dienstag, 11. August 2026 um 16:55:04
    Dieses fünfte Foto ist **besonders wertvoll für die Datierung**, weil darauf ein konkreter Wegweiser mit der Aufschrift **„HALDEN-HOTEL“** zu sehen ist. Und es gibt dafür einen sehr interessanten archivalischen Vergleich.

    ### 5. „Feldbergblick über Hofsgrund“

    Das Bild zeigt den Blick von **Hofsgrund bzw. der Halde** über die offenen Bergwiesen in Richtung **Feldbergmassiv**. Der Wegweiser links weist zum **Halden-Hotel**.

    Das Motiv passt sehr gut zur historischen Situation des Schauinsland-/Hofsgrund-Gebiets. Die Halde liegt auf dem Höhenrücken zwischen Schauinsland und Notschrei und bietet genau diesen Blick nach Osten zum Feldberg. ([freiburg-schwarzwald.de][1])

    ### Der Wegweiser ist der entscheidende Punkt

    Im Landesarchiv Baden-Württemberg gibt es tatsächlich eine Aufnahme **„Schauinsland: Wegweiser: Halden-Hotel“**, datiert auf den **13. Januar 1952**. ([Wikimedia Commons][2])

    Das ist zunächst überraschend, denn der Wegweiser auf deinem Foto sieht **sehr ähnlich** aus. Allerdings darf man daraus **nicht schließen, dass dein Foto ebenfalls 1952 entstanden ist**.

    Vielmehr ist das ein Hinweis darauf, dass dieser Wegweiser bzw. seine Beschilderung **noch nach dem Krieg existierte**.

    ### Was gegen eine Datierung um 1952 spricht

    Dein Foto besitzt mehrere Merkmale, die eher für die **Vorkriegszeit** sprechen:

    * die extrem dünne und wenig ausgebaute Straßen-/Wegestruktur,
    * die sehr ursprüngliche landwirtschaftliche Nutzung der Hänge,
    * kaum touristische Infrastruktur,
    * keine erkennbare moderne Bebauung,
    * die ausgesprochen typische Vorkriegs-Fotografie mit starkem Wolkenkontrast,
    * und die gesamte grafische Gestaltung des Reinold-Fotomaterials.

    Interessant ist außerdem ein Kunstvergleich: Eine Aufnahme von **Hofsgrund am Schauinsland aus dem Jahr 1939** zeigt ebenfalls den damals noch ausgesprochen locker bebauten Ort und das offene Hochschwarzwald-Panorama. ([onlinesammlung.freiburg.de][3])

    ### Jetzt ergibt sich aber eine wichtige neue Möglichkeit

    Ich würde **nicht mehr ausschließen, dass Reinold ältere Negative nach 1945 erneut verwendet hat**.

    Das ist bei einer kleinen touristischen Fotomappe durchaus möglich. Gerade wenn ein Motiv weiterhin aktuell war, musste der Verlag nicht zwingend eine neue Aufnahme anfertigen.

    Damit müssen wir bei dieser Mappe zwischen zwei Daten unterscheiden:

    **Aufnahmezeit des Negativs:** wahrscheinlich **1935–1940**

    **Druck/Ausgabe der Mappe:** möglicherweise **späte 1930er bis frühe 1950er**

    Das ist momentan die sauberere wissenschaftliche Formulierung.

    ### Eine interessante Parallele

    Das Landesarchiv besitzt sogar eine Aufnahme vom **11. November 1955**, die den Blick von der Halde auf Hofsgrund zeigt. ([Wikimedia Commons][4]) Das zeigt, dass der Bereich auch nach dem Krieg weiterhin intensiv fotografisch dokumentiert wurde.

    Dein Foto unterscheidet sich jedoch deutlich von dieser späteren Bildwelt: Es wirkt wesentlich stärker wie eine **klassische touristische Vorkriegsaufnahme**.

    ### Zwischenbilanz nach 5 von 12 Fotos

    | Nr. | Motiv | Datierungshinweis |
    | --- | ----------------------------- | --------------------------------------------------------- |
    | 1 | Blick ins Tal von St. Wilhelm | ca. 1930er |
    | 2 | Stübenwasen – Feldbergblick | ca. 1930er |
    | 3 | Hotel Burggraf | **frühestens nach Erweiterung 1936** |
    | 4 | Günterstal | Motiv bereits **1930** belegt |
    | 5 | Feldbergblick über Hofsgrund | vermutlich **1930er**, Wegweiser auch 1952 noch vorhanden |

    ### Meine aktuelle Einschätzung

    Nach fünf Bildern halte ich folgende Datierung inzwischen für am wahrscheinlichsten:

    > **Die Bildvorlagen stammen überwiegend aus der Zeit ca. 1935–1940.**
    >
    > **Die Mappe „FELDBERG (Schwzw.) – 12 Stück schönste Photos“ von K. Reinold dürfte wahrscheinlich etwa 1938–1942 erschienen sein.**

    Eine **Nachkriegsauflage um 1950–1955** kann ich momentan aber noch nicht vollständig ausschließen.

    **Das fünfte Bild ist deshalb kein Beweis für eine spätere Datierung, sondern eher ein Hinweis darauf, dass Reinold möglicherweise einen älteren Bildbestand weiterverwendete.**

    Der **6., 7. und 8. Bild** werden jetzt besonders wichtig. Wenn wir dort einen Bauzustand finden, der eindeutig **vor oder nach 1945** liegt, können wir die Ausgabe wahrscheinlich wesentlich enger festlegen.

    [1]: https://www.freiburg-schwarzwald.de/halde.htm?utm_source=chatgpt.com "Freiburg-Schwarzwald.de: Schauinsland Halde Hofsgrund Erzkasten im Schwarzwald oberhalb von Freiburg im Breisgau"
    [2]: Wegweiser-_Halden-Hotel_-_LABW-_Staatsarchiv_Freiburg_W_134_Nr._019477.jpeg?utm_source=chatgpt.com" rel="nofollow">https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ASchauinsland-Wegweiser-_Halden-Hotel_-_LABW-_Staatsarchiv_Freiburg_W_134_Nr._019477.jpeg?utm_source=chatgpt.com "File:Schauinsland- Wegweiser- Halden-Hotel - LABW - Staatsarchiv Freiburg W 134 Nr. 019477.jpeg - Wikimedia Commons"
    [3]: https://onlinesammlung.freiburg.de/de/object/%20-%20Julius-Heffner%20-%20Hofsgrund-am-Schauinsland/3823C5F94CBD0344A04186B1090726C9?utm_source=chatgpt.com "Julius Heffner Hofsgrund am Schauinsland, 1939 | Städtische Museen Freiburg"
    [4]: Blick_von_der_Halde_%28Hofsgrund%29_auf_Hofsgrund%3B_mit_Wolken_-_LABW_-_Staatsarchiv_Freiburg_W_134_Nr._028718-1.jpeg?utm_source=chatgpt.com" rel="nofollow">https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AHalde_%28Hofsgrund%29-Blick_von_der_Halde_%28Hofsgrund%29_auf_Hofsgrund%3B_mit_Wolken_-_LABW_-_Staatsarchiv_Freiburg_W_134_Nr._028718-1.jpeg?utm_source=chatgpt.com "File:Halde (Hofsgrund)- Blick von der Halde (Hofsgrund) auf Hofsgrund; mit Wolken - LABW - Staatsarchiv Freiburg W 134 Nr. 028718 -1.jpeg - Wikimedia Commons"
  • admin - Dienstag, 11. August 2026 um 16:51:56
    Dieses vierte Foto ist **sehr aufschlussreich**, weil sich dafür ein **konkreter archivalischer Vergleichsbeleg von 1930** finden lässt.

    ### „Grünterstal“ – genauer: Günterstal bei Freiburg

    Die Beschriftung auf deiner Mappe bzw. unter dem Foto lautet „Grünterstal“. Der heutige und historisch übliche Ortsname ist jedoch **Günterstal**, heute Stadtteil von Freiburg im Breisgau.

    Das Foto zeigt eindeutig die ehemalige **Klosteranlage Günterstal mit der Klosterkirche**. Die Klosteranlage wurde als Zisterzienserinnenkloster gegründet; die heute sichtbaren barocken Gebäude entstanden im 18. Jahrhundert. ([Verein Guenterstal][1])

    ### Der entscheidende Datierungsfund

    Ich habe einen sehr interessanten Vergleich gefunden:

    Das **Haus der Geschichte Baden-Württemberg / Sammlung Gebrüder Metz** besitzt eine fotografische Aufnahme **„Günterstal bei Freiburg – Total“**, die exakt den Blick auf die Klosteranlage dokumentiert. Der Datensatz nennt ausdrücklich:

    > **Aufnahme: Mai 1930**

    und als Technik **Glasnegativ/Fotografie**. ([Haus der Geschichte Baden-Württemberg][2])

    Noch wichtiger: Eine weitere historische Ansicht von Günterstal mit Blick auf **Kirche und ehemaliges Kloster** wird bei LEO-BW ebenfalls auf **1930** datiert. ([LEO-BW][3])

    Das ist für deine Reinold-Serie ein hervorragender Vergleichsmaßstab.

    ### Was bedeutet das für dein Foto?

    Dein Bild weist eine sehr ähnliche historische Situation auf:

    * die große Klosteranlage ist noch vollständig und unverändert,
    * die Bebauung von Günterstal ist noch relativ locker,
    * die Hänge hinter dem Ort zeigen noch den damaligen Bewuchs,
    * keine erkennbaren Nachkriegsbauten,
    * und die fotografische Ausarbeitung passt sehr gut zur **Vorkriegsfotografie**.

    Allerdings ist wichtig: **Der 1930er Metz-Nachweis beweist nicht, dass dein Reinold-Negativ ebenfalls 1930 aufgenommen wurde.** Er zeigt aber, dass genau diese Ansicht bereits 1930 als touristisches Fotomotiv produziert wurde.

    ### Für die Reinold-Mappe ergibt sich damit ein interessantes Bild

    Wir haben jetzt vier Fotos:

    | Motiv | Datierungshinweis |
    | ----------------------------- | ------------------------------------------ |
    | Blick ins Tal von St. Wilhelm | etwa 1930er |
    | Stübenwasen – Feldbergblick | etwa 1930er |
    | Hotel Burggraf | **frühestens nach der Erweiterung 1936** |
    | Günterstal | **Motiv bereits 1930 fotografisch belegt** |

    Das **Hotel Burggraf** bleibt damit unser stärkster chronologischer Anker.

    Ich würde deshalb die Gesamtbewertung jetzt folgendermaßen formulieren:

    > **Aufnahmen der Serie: vermutlich ca. 1930–1938, mit mehreren Aufnahmen wahrscheinlich aus der Mitte der 1930er Jahre.**
    > **Ausgabe der Reinold-Mappe: wahrscheinlich ca. 1937–1941.**

    Das ist eine wichtige Unterscheidung: **Die Fotos müssen nicht alle unmittelbar vor Drucklegung der Mappe aufgenommen worden sein.** Ein Verlag konnte ältere Aufnahmen aus seinem Archiv mit neueren Aufnahmen zu einer touristischen Serie zusammenstellen.

    ### Besonders interessant: möglicher Motivübernahme-Effekt

    Dass sowohl Gebrüder Metz als auch K. Reinold **denselben Günterstaler Klosterblick** verwendeten, ist sammlungsgeschichtlich interessant. Es zeigt, wie stark bestimmte Schwarzwald- und Freiburg-Motive damals als **„Pflichtmotive“ touristischer Bildserien** etabliert waren.

    Damit wird auch wahrscheinlicher, dass Reinold für seine 12er-Mappe auf einen **bereits vorhandenen fotografischen Motivbestand** zurückgriff und nicht alle zwölf Bilder bei einer einzigen Reise neu aufnahm.

    **Mein aktueller Datierungsfavorit für die komplette Mappe bleibt daher ca. 1938–1940**, mit einer möglichen Herstellungsspanne von etwa **1937–1941**.

    Wenn du mir das **fünfte Foto** zeigst, führe ich die Datierung der Mappe fort und erstelle am Ende aus allen 12 Bildern eine **chronologische Gesamtanalyse mit Aufnahmezeitraum, Verlag, möglicher Serie und Sammlerwert**. [Historischer Vergleichsbeleg: Haus der Geschichte Baden-Württemberg](https://www.hdgbw.de/digitale-sammlung/guenterstal-bei-freiburg-total-1991-0140-097668/?utm_source=chatgpt.com)

    [1]: https://www.ortsverein-guenterstal.de/geschichteundarchiv?utm_source=chatgpt.com "Günterstal | Geschichte und Bilderarchiv"
    [2]: https://www.hdgbw.de/digitale-sammlung/guenterstal-bei-freiburg-total-1991-0140-097668/ "Günterstal bei Freiburg - Total - Haus der Geschichte Baden-Württemberg"
    [3]: https://www.leo-bw.de/fr/detail-gis/-/Detail/details/DOKUMENT/blm_museumsobjekte/3BFA4D42640040C78AB7C389D2517D84/Ansicht%20von%20G%C3%BCnterstal "Ansicht von Günterstal - Detailseite - LEO-BW"
  • admin - Dienstag, 11. August 2026 um 16:47:23
    Dieses dritte Bild ist **ein sehr wichtiger Datierungsanker** – und es erlaubt sogar, unsere bisherige Einschätzung deutlich zu präzisieren.

    ### „Hotel Burggraf“

    Das abgebildete Gebäude ist das **Hotel Burggraf am Stohren/Schauinsland**, nicht ein Hotel direkt auf dem Feldberg. Historische Quellen geben für dieses Haus eine entscheidende Information: Eine ältere Wanderhütte von 1869 wurde **1925 von der Familie Burggraf zu einem Berghotel umgebaut und 1936 zu einem Sporthotel erweitert**. Das heute noch vorhandene Gebäude geht im Wesentlichen auf diese Erweiterung zurück. ([Visorando][1])

    Damit bekommen wir für dein Foto einen **harten terminus post quem**:

    > **Die Aufnahme kann in dieser Form frühestens 1936 entstanden sein.**

    Das ist für die Datierung der gesamten Reinold-Mappe ausgesprochen wertvoll.

    ### Was das Foto zeigt

    Auf deinem Bild ist bereits der größere, symmetrische Bau mit:

    * dem breiten zweigeschossigen Mittelbau,
    * den beiden Dachgeschossen,
    * der langen Fenster-/Balkonfront,
    * der charakteristischen Dachform,
    * und der großzügigen, noch sehr offenen Bergwiesenlage

    zu sehen.

    Das passt hervorragend zu dem **1936 erweiterten Hotel Burggraf**. Die Quellen bestätigen ausdrücklich, dass das Gebäude **1936 als Sporthotel** erweitert wurde. ([freiburg-schwarzwald.de][2])

    ### Damit müssen wir die bisherigen Bilder neu bewerten

    Das ist der entscheidende Punkt:

    | Foto | bisherige Einschätzung | neue Bedeutung |
    | ----------------------------- | ---------------------- | ------------------------------------- |
    | Blick ins Tal von St. Wilhelm | ca. 1935–1939 | weiterhin plausibel |
    | Stübenwasen – Feldbergblick | ca. 1933–1937 | **kann als Aufnahme auch älter sein** |
    | **Hotel Burggraf** | – | **frühestens 1936** |

    Die Mappe selbst muss natürlich **nicht im selben Jahr wie jedes einzelne Negativ** hergestellt worden sein. Reinold konnte ältere Aufnahmen mit einer neueren Aufnahme kombinieren.

    Aber wenn dieses Hotelbild Bestandteil der ursprünglichen 12er-Serie ist, wird eine Ausgabe **vor 1936 praktisch ausgeschlossen**.

    ### Meine neue Datierung der Mappe

    Nach diesem dritten Bild würde ich die Datierung jetzt deutlich enger setzen:

    **Aufnahmen:** etwa **1936–1940**
    **Herstellung/Ausgabe der 12er-Mappe:** wahrscheinlich **1937–1941**

    Mein persönlicher Schwerpunkt liegt inzwischen bei:

    > **ca. 1938/39**

    Das passt auch sehr gut zur gesamten fotografischen Anmutung der drei bisher gezeigten Bilder.

    Interessant ist außerdem, dass das Hotel nach dem Krieg zunächst von der französischen Kommandantur genutzt wurde; die Nutzung als Hotel endete damit. Die historische Quellenlage bestätigt eine Nutzung durch die französische Kommandantur bis **1952**. ([Wikipedia][3]) Das macht eine Entstehung des Fotos **nach 1945 zwar nicht unmöglich, aber deutlich weniger wahrscheinlich**, wenn die Aufnahme als touristisches Werbe-/Souvenirfoto des Hotels gedacht war.

    ### Sehr wichtige Schlussfolgerung

    Ich würde meine ursprüngliche Datierung daher **korrigieren**:

    > **K. Reinold, Freiburg i. Br. – „FELDBERG (Schwzw.) – 12 Stück schönste Photos“**
    > **wahrscheinlich 1937–1941, am wahrscheinlichsten um 1938/39.**

    Das ist jetzt wesentlich besser begründet als die erste Schätzung.

    Und noch etwas: **Wenn unter den übrigen neun Fotos ein Motiv mit einem Gebäude oder einer technischen Anlage aus der Zeit vor/nach 1936 auftaucht, können wir die Mappe möglicherweise auf einen Zeitraum von nur 2–3 Jahren eingrenzen.** Besonders aussagekräftig wären Feldbergturm, Feldberger Hof, Todtnauer Hütte, Skilifte oder die Feldbergstraße.

    [1]: https://www.visorando.com/de/wanderung-eduardshohe-giesshubel-holzschlagermatte/?utm_source=chatgpt.com "Eduardshöhe – Gießhübel – Holzschlägermatte – Heuweg - Wanderung"
    [2]: https://www.freiburg-schwarzwald.de/blog/berghaus-schauinsland-verkauf/?utm_source=chatgpt.com "Berghaus Schauinsland Verkauf | Freiburg-Schwarzwald.de"
    [3]: https://de.wikipedia.org/wiki/Schauinsland?utm_source=chatgpt.com "Schauinsland"
  • admin - Dienstag, 11. August 2026 um 16:45:04
    Dieses zweite Foto ist für die Datierung **noch interessanter als das erste**, weil sich auf dem Bild mehrere landschaftliche und bauliche Details erkennen lassen.

    ### „Stübenwasen – Feldbergblick“

    Das Motiv ist tatsächlich sehr gut als **Blick vom Stübenwasen in Richtung Feldberg/Seebuck** einzuordnen. Das Landesarchiv Baden-Württemberg führt historische Aufnahmen ausdrücklich unter „Blick auf den Feldberg vom Stübenwasen“. ([LEO-BW][1])

    Besonders auffällig ist der **kleine Turm auf dem Gipfel links**. Zusammen mit dem breiten, weitgehend baumfreien Höhenrücken ist das ein sehr typisches historisches Feldbergmotiv.

    ### Ein wichtiger Datierungshinweis

    Das Bild zeigt eine Landschaft, die **noch deutlich weniger erschlossen** ist als auf späteren Feldbergaufnahmen:

    * keine modernen technischen Anlagen,
    * keine sichtbare Seilbahn-/Liftinfrastruktur,
    * sehr ursprüngliche Weide- und Moorlandschaft,
    * kleine Gebäude bzw. Hütten auf den Hängen,
    * schmale Wanderwege,
    * weitgehend unbebaute Gipfelregion.

    Das passt **sehr gut in die Vorkriegszeit**.

    Zum Vergleich: Der Reiseführer *Freiburg/Br.: Höllental, Feldberg, Belchen, Badenweiler, Kaiserstuhl* von **1933** beschreibt den Feldberg bereits detailliert mit Feldbergerhof, Bismarckdenkmal, Feldbergturm und den Wanderwegen über den Seebuck. ([Universitätsbibliothek Freiburg][2])

    Auch die historische Feldberg-Kartensammlung führt zahlreiche Feldberg-Fotokarten ausdrücklich aus den **1920er und 1930er Jahren**; darunter eine Karte „Feldbergturm und Gasthaus zum Feldbergturm“ aus den 30er Jahren. ([Heimatsammlung][3])

    ### Meine Datierung dieses Fotos

    Ich würde jetzt folgende Spanne ansetzen:

    **Aufnahme: ca. 1930–1938**
    **wahrscheinlich: ca. 1933–1937**

    Damit wird die bisherige Datierung der Reinold-Mappe interessanterweise etwas nach vorne korrigiert.

    Die beiden bisher vorliegenden Bilder haben nämlich eine sehr ähnliche fotografische Handschrift:

    1. **Blick ins Tal von St. Wilhelm** → vermutlich Mitte/zweite Hälfte der 1930er
    2. **Stübenwasen – Feldbergblick** → vermutlich frühe bis mittlere 1930er

    Das spricht dafür, dass die zwölf Bilder **nicht aus verschiedenen Jahrzehnten zusammengestellt** wurden, sondern wahrscheinlich aus einem relativ zusammenhängenden Aufnahmebestand stammen.

    ### Vorläufige Neubewertung der gesamten Reinold-Mappe

    Nach diesen beiden Fotos würde ich die Ausgabe derzeit so einordnen:

    > **K. Reinold, Freiburg i. Br., „FELDBERG (Schwzw.) – 12 Stück schönste Photos“: wahrscheinlich ca. 1935–1940, mit Schwerpunkt um 1936–1938.**

    Das halte ich inzwischen für wahrscheinlicher als meine vorherige Spanne **1937–1942**.

    Ein interessanter Gegenbeleg ist allerdings, dass K. Reinold auch noch nach dem Krieg Feldberg-Fotokarten produzierte; beispielsweise wird eine Reinold-Echtfoto-Karte für **1957** angeboten. ([eBay.de][4]) Deshalb ist der **Verlag allein kein ausreichender Datierungsbeleg** – entscheidend sind die tatsächlichen Aufnahmen.

    **Für die Mappe wird es jetzt richtig spannend:** Wenn die nächsten Fotos Gebäude wie **Feldberghof, Feldbergturm, Bismarckturm, Todtnauer Hütte, Feldsee oder Lifte** zeigen, können wir anhand der Bauzustände wahrscheinlich einen sehr engen Zeitraum bestimmen.

    [1]: https://www.leo-bw.de/en-GB/detail/-/Detail/details/DOKUMENT/labw_findmittel/labw-5-142677/Blick%20auf%20den%20Feldberg%20vom%20St%C3%BCbenwasen?utm_source=chatgpt.com "Blick auf den Feldberg vom Stübenwasen - Detailseite - LEO-BW"
    [2]: https://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/grieben1933/0087/ocr?utm_source=chatgpt.com "Freiburg/Br.: Höllental, Feldberg, Belchen, Badenweiler, Kaiserstuhl (Berlin, 1933) (Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., J 7586,hi) - Freiburger historische Bestände - digital - Universitätsbibliothek Freiburg"
    [3]: https://www.heimatsammlung.de/topo_unter/79_ab_02/79_02/feldberg-02.htm?utm_source=chatgpt.com "Historische-Ansichtskarten-Feldberg-02"
    [4]: https://www.ebay.de/itm/366110713351?utm_source=chatgpt.com "Ansichtskarte Titisee-Neustadt Luftbild 1957 | eBay.de"
  • admin - Dienstag, 11. August 2026 um 16:43:22
    Dieses Foto ist für die Datierung der **Reinold-Feldbergmappe** tatsächlich sehr aufschlussreich. Es passt meines Erachtens **sehr gut zu meiner bisherigen Einschätzung – und verschiebt den Schwerpunkt eher in die späten 1930er/frühen 1940er Jahre**.

    ### „Blick ins Tal von St. Wilhelm“

    Das Motiv zeigt einen ausgesprochen klassischen **Feldbergblick nach Westen bzw. Südwesten in das St.-Wilhelmer Tal**. Charakteristisch sind:

    * der offene Weidehang im Vordergrund,
    * die markante, vom Wind geformte Einzel-Kiefer,
    * die stark bewaldeten Hänge,
    * das tief eingeschnittene St.-Wilhelmer Tal,
    * die beiden kleinen Wanderer links im Bild,
    * und vor allem die **noch sehr wenig erschlossene Landschaft**.

    Das Foto wirkt eindeutig wie eine **ältere Originalaufnahme und nicht wie eine spätere Nachkriegs-Neuaufnahme**.

    ### Datierung dieses Einzelbildes

    Ich würde das Negativ bzw. die Aufnahme jetzt ungefähr auf

    **ca. 1930–1940, wahrscheinlich etwa 1935–1939**

    datieren.

    Der Grund ist insbesondere die fotografische Anmutung: Der Himmel ist stark ausgearbeitet, die Wolkenstruktur sehr kontrastreich, während die Schattenpartien teilweise tiefschwarz erscheinen. Das entspricht sehr gut der Ästhetik der damaligen **Schwarzwald-Echtfotografie**.

    Auch das Motiv selbst ist historisch plausibel: Der Feldberg war bereits lange vor dem Zweiten Weltkrieg ein stark frequentiertes Wander- und Wintersportgebiet. Zeitgenössische Schwarzwaldliteratur beschreibt ausdrücklich die Wanderwege vom Feldberg durch das **St.-Wilhelmstal** und die Aussicht auf die dortigen Täler. ([Project Gutenberg][1])

    ### Ein wichtiger Punkt für die gesamte Mappe

    Damit haben wir jetzt einen ersten **bildlichen Datierungsanker** und nicht mehr nur die Gestaltung der Hülle.

    Ich würde die bisherige Einschätzung daher etwas präzisieren:

    | Datierungsmerkmal | Einschätzung |
    | --------------------------------------------- | ----------------------------------- |
    | Verlag K. Reinold | 1930er–1950er nachweisbar |
    | Gestaltung der Mappe | eher Vorkriegszeit |
    | Schrift / Aufmachung | ca. 1930er |
    | Fototechnik | eher 1930er |
    | Landschaftsmotiv | gut mit Vorkriegsaufnahme vereinbar |
    | Kleidung der Wanderer | nicht gegen 1930er |
    | **wahrscheinliche Aufnahmezeit dieses Fotos** | **ca. 1935–1939** |
    | **wahrscheinliche Ausgabe der Mappe** | **ca. 1937–1942** |

    **Mein derzeitiger Favorit für die Ausgabe bleibt somit etwa 1938–1941.**

    Interessant ist auch, dass das Bild **nicht nach einer typischen Ansichtskarten-Komposition** aussieht. Der Fotograf hat die knorrige Kiefer bewusst als Vordergrundmotiv verwendet und den Blick ins Tal dahinter gesetzt. Das spricht dafür, dass Reinold hier tatsächlich mit einer eigenen fotografischen Serie gearbeitet hat.

    **Schick mir die nächsten Fotos der 12er-Serie einzeln.** Bei Gebäuden, Liftanlagen, Straßen, Hotels oder Aussichtstürmen können wir die Datierung noch erheblich genauer eingrenzen. Gerade beim Feldberg lässt sich anhand baulicher Veränderungen teilweise auf **wenige Jahre** genau bestimmen, wann ein Foto entstanden sein muss.

    [1]: https://www.gutenberg.org/cache/epub/61891/pg61891-images.html?utm_source=chatgpt.com "The Project Gutenberg eBook of Der Schwarzwald, by Ludwig Neumann."
  • admin - Dienstag, 11. August 2026 um 16:42:04
    Ja – dieses Stück lässt sich anhand des Covers und vor allem durch Vergleichsbelege zum Verlag **K. Reinold, Freiburg i. Br.** recht gut einordnen.

    ### Feldberg im Schwarzwald – 12 Stück schönste Photos

    **Objekt:** Fotomappe / kleines Foto-Leporello bzw. Fotomappe mit 12 Einzelaufnahmen
    **Titel:** *FELDBERG (Schwzw.)*
    **Untertitel:** *12 Stück schönste Photos*
    **Verlag:** K. Reinold, Freiburg i. Br.
    **Format:** ca. 6,5 × 9 cm
    **Bildmaterial:** vermutlich echte Schwarzweiß-Fotografien


    ### Datierung

    Ich würde die Mappe **nicht in die 1960er Jahre**, sondern eher in die **1930er bis frühen 1950er Jahre** einordnen.

    Dafür sprechen mehrere Punkte:

    * Die Gestaltung mit der großen Frakturschrift bzw. Antiqua-Mischung und der Formulierung **„12 Stück schönste Photos“** wirkt deutlich älter als die typischen Nachkriegsmappen der 1950er/60er Jahre.
    * Die Schreibweise **„FELDBERG (Schwzw.)“** ist ausgesprochen zeittypisch für ältere touristische Fotomappen.
    * K. Reinold ist als Verlag für Feldberg-Fotografien nachweisbar. Einzelne Reinold-Feldbergkarten werden beispielsweise auf **1930/32** datiert. ([Heimatsammlung][1])
    * Gleichzeitig ist der Verlag auch noch in der Nachkriegszeit nachweisbar: Reinold-Karten werden beispielsweise für **1957, 1960 und 1963** angeboten. ([eBay.de][2])
    * Eine kommunale historische Postkartensammlung datiert eine Karte des Verlags K. Reinold auf **ca. 1950**, was zeigt, dass Reinold auch in dieser Zeit noch aktiv war. ([Gemeinde Kirchzarten][3])

    **Mein derzeit wahrscheinlichstes Herstellungsdatum: ca. 1935–1945.**

    Ich würde als engeren Schwerpunkt sogar **ca. 1937–1942** ansetzen. Das ist allerdings eine **stilistische und verlegerische Datierung**, kein belegtes Druckjahr.

    ### Interessant ist die Formulierung „Photos“

    Das ist für die Einordnung durchaus hilfreich. Die Mappe gehört offenbar zu jener Generation kleiner touristischer **Echtfoto-Sammlungen**, die aus mehreren herausnehmbaren bzw. gefalteten Kleinbildern bestanden. Das Format von nur 6,5 × 9 cm ist typisch für diese preiswerten Souvenir-Erzeugnisse.

    Der Verlag K. Reinold hat nachweislich eine ganze Reihe von Feldberg-Motiven herausgegeben. Besonders interessant ist, dass Reinold-Karten sowohl aus der **Vorkriegszeit** als auch aus der **Zeit nach 1945** bekannt sind. ([Heimatsammlung][1])

    ### Sammlerwert

    Bei einer solchen Mappe ist der Wert wesentlich stärker vom **Erhaltungszustand und der Vollständigkeit** abhängig als bei einer normalen Einzelpostkarte.

    Meine vorläufige Einschätzung:

    | Zustand | realistischer Sammlerwert |
    | ------------------------------------------------------- | ------------------------: |
    | deutlich beschädigt / unvollständig | 5–10 € |
    | vollständig, durchschnittlich | **12–20 €** |
    | vollständig, gut erhalten | **20–30 €** |
    | sehr guter Zustand, saubere Fotos, schöne Originalhülle | **30–40 €** |
    | außergewöhnlich guter Zustand / seltene Variante | ggf. **40–50 €+** |

    Die Preise für einzelne Reinold-Feldberg-Fotokarten liegen heute meist nur im einstelligen Eurobereich; deshalb würde ich für die komplette Mappe keinen hohen dreistelligen Wert ansetzen. Der Mehrwert liegt in der **Geschlossenheit der 12er-Serie**. ([Heimatsammlung][1])

    ### Vorläufige Sammlerbeschreibung

    > **Feldberg im Schwarzwald – „12 Stück schönste Photos“**.
    > Kleine historische Fotomappe mit zwölf fotografischen Ansichten des Feldbergs und seiner Umgebung. Herausgegeben vom Freiburger Fotoverlag **K. Reinold**. Kleinformat ca. 6,5 × 9 cm. Gestaltung und Typografie sprechen für eine Entstehung **in der zweiten Hälfte der 1930er bis frühen 1940er Jahre**, wahrscheinlich etwa **1937–1942**. Die Mappe gehört zur touristischen Kleinbild-Fotoproduktion des Schwarzwalds und dokumentiert die damalige Souvenir- und Reisekultur des Feldberggebiets.

    **Besonders wichtig:** Wenn du mir jetzt noch **die Rückseite und die 12 enthaltenen Fotos** zeigst, kann ich die Datierung deutlich weiter eingrenzen. An einzelnen Motiven – etwa Gebäuden, Liftanlagen, Feldbergturm, Feldberger Hof oder Straßenführung – lässt sich unter Umständen feststellen, **ob die Aufnahmen tatsächlich vor dem Krieg oder erst nach 1945 entstanden sind**. Das wäre bei dieser Mappe wesentlich aussagekräftiger als die Hülle allein.

    [1]: https://www.heimatsammlung.de/topo_unter/79_ab_02/79_02/79_unter_feldberg.htm?utm_source=chatgpt.com "Historische-Ansichtskarten-Feldberg-01"
    [2]: https://www.ebay.de/itm/366110713351?utm_source=chatgpt.com "Ansichtskarte Titisee-Neustadt Luftbild 1957 | eBay.de"
    [3]: https://www.kirchzarten.de/de/historische-postkarten/index.php?utm_source=chatgpt.com "Historische Postkarten - zu den Postkarten aus Kirchzarten und Umland"
  • admin - Dienstag, 11. August 2026 um 16:29:26
    ### 10. Bild: „Hochblauen mit Alpenpanorama“

    Damit ist das **10. und letzte Bild** des Leporellos identifiziert. Und dieses Motiv liefert uns einen sehr wichtigen Hinweis zur **Entstehungsgeschichte der verwendeten Fotografien**.

    Das Gebäude ist das **Hotel/Pension Hochblauen**, das heutige Berghotel auf dem Hochblauen. Das ursprüngliche Gasthaus wurde 1875 errichtet; **1889/90 erfolgte der charakteristische Ausbau**, durch den das Gebäude seine markante winkelförmige Gestalt erhielt. Der erste Aussichtsturm entstand 1895. ([schwarzwaldverein-muellheim-badenweiler.de][1])

    ### Entscheidend: Das Motiv ist wesentlich älter als unser Leporello

    Ich habe nach genau diesem Motiv gesucht. Eine **Lithographie „Hotel Hochblauen mit Alpenpanorama“ ist bereits 1898 postalisch belegt**. Außerdem ist eine fotografische Ansicht **„Hochblauen bei Badenweiler, Alpenpanorama, Kurhotel“ aus dem Jahr 1911** nachgewiesen. ([Oldthing][2])

    Damit ist sehr wahrscheinlich:

    > **Die fotografische Vorlage deines 10. Bildes stammt nicht erst aus den späten 1920er Jahren.**

    Sie könnte durchaus aus der Zeit **um 1905–1915** stammen.

    Noch interessanter: Das Motiv **„Hotel/Pension Hochblauen mit Alpenpanorama“ wurde über Jahrzehnte weiterverwendet**; eine entsprechende Ansicht ist beispielsweise auch für **1938** belegt. ([eBay.de][3])

    ---

    # Jetzt können wir das gesamte Leporello wesentlich besser verstehen

    Nach allen 10 Bildern halte ich eine **Mischung aus älteren fotografischen Vorlagen und mindestens einer späteren Aufnahme** für sehr wahrscheinlich.

    ### Die zehn Bilder

    | Nr. | Motiv | wahrscheinliche Vorlage |
    | --: | ---------------------------- | ---------------------------------------- |
    | 1 | Gesamtansicht | ca. 1900–1915 |
    | 2 | Gesamtansicht | ca. 1900–1915 |
    | 3 | **Kurpark-Promenade** | **nach 1925** |
    | 4 | Schwanenteich | ca. 1900–1920 |
    | 5 | Ruine mit Rheinebene | spätestens um 1920 verbreitet |
    | 6 | Burg-Ruine | frühes 20. Jh. |
    | 7 | Hotel Römerbad | nach 1906, wahrscheinlich ältere Vorlage |
    | 8 | Markgrafenbad | nach 1908 |
    | 9 | Schloss Hausbaden | ältere Vorlage möglich |
    | 10 | Hochblauen mit Alpenpanorama | **Vorlage wahrscheinlich ca. 1900–1915** |

    Gerade das **Hochblauen-Bild** ist ein hervorragendes Beispiel dafür. Das Gebäude war in dieser Form bereits um 1890 vorhanden und entsprechende Alpenpanorama-Aufnahmen waren spätestens um 1900/1911 verbreitet. ([schwarzwaldverein-muellheim-badenweiler.de][1])

    ---

    # Die entscheidende Frage: Wann wurde DEIN Leporello hergestellt?

    Hier bleibt das **3. Bild „Kurpark Promenade“** der Schlüssel.

    Die Badenweiler-Chronik nennt für **1925 die Errichtung des Musikpavillons**. ([Badenweiler Tourismus][4])

    Wenn der auf deinem Bild abgebildete Pavillon tatsächlich dieser 1925 errichtete Pavillon ist – wovon ich nach dem Bildvergleich ausgehe –, dann gilt:

    > **Das Leporello kann nicht vor 1925 zusammengestellt worden sein.**

    Das erklärt gleichzeitig die auffällige Mischung der Bilder:

    **Engler scheint vorhandene, erfolgreiche Badenweiler-Fotografien weiterverwendet und für eine spätere Leporello-Ausgabe mit mindestens einem aktuelleren Kurparkmotiv kombiniert zu haben.**

    Das ist meiner Meinung nach jetzt die **wahrscheinlichste Erklärung**.

    ---

    ## Meine endgültige Datierung

    Nach Betrachtung **aller zehn Bilder** würde ich das Stück jetzt folgendermaßen datieren:

    ### **Gruß aus Badenweiler**

    **Leporello mit 10 fotografischen Ansichten**

    **Verlag:** Alb. Engler, Badenweiler
    **Format:** ca. 5,5 × 9 cm
    **Ausführung:** fotografische Schwarzweiß-/Braunton-Abbildungen

    ### Datierung der Ausgabe:

    **wahrscheinlich ca. 1925–1932**

    Mein bevorzugter Zeitraum:

    > **ca. 1926–1930**

    Eine Datierung **um 1928** halte ich momentan für eine gute Arbeitshypothese, aber noch nicht für ein exakt belegtes Jahr.

    ### Datierung der einzelnen fotografischen Vorlagen:

    Teilweise deutlich älter:

    > **etwa 1900–1925**

    Das 10. Bild „Hochblauen mit Alpenpanorama“ ist dafür ein besonders überzeugender Beleg. Das Motiv war schon um **1900/1911** etabliert. ([Oldthing][5])

    ---

    ## Eine wichtige Konsequenz für den Sammlerwert

    Die Mappe ist dadurch **interessanter**, als wenn alle zehn Bilder nur gewöhnliche Ansichten aus den 1930er Jahren wären.

    Sie dokumentiert nämlich eine Art **fotografische Kontinuität des Badenweiler-Tourismus**:

    * historischer Kurort,
    * Burg und Burgruine,
    * Römerbad,
    * Markgrafenbad,
    * Schloss Hausbaden,
    * Hochblauen,
    * Kurpark,
    * Schwanenteich.

    Und mehrere der verwendeten Bildvorlagen stammen offenbar aus der **frühen Badenweiler-Fotografie des Kaiserreichs**, obwohl die kleine Mappe selbst wahrscheinlich erst in der **zweiten Hälfte der 1920er Jahre** zusammengestellt wurde.

    ### Vorläufige Bewertung

    Für deine Sammlung würde ich sie jetzt katalogisieren als:

    > **„Gruß aus Badenweiler“ – frühes fotografisches Souvenir-Leporello mit 10 Ansichten, Verlag Alb. Engler, Badenweiler, ca. 1926–1930. Zusammengestellt unter Verwendung teils älterer fotografischer Vorlagen aus der Zeit um 1900–1925. Format ca. 5,5 × 9 cm.**

    **Sammlerwert:** Bei vollständigem Leporello und gutem Zustand würde ich inzwischen etwa **35–60 €** ansetzen; bei sehr gutem Originalzustand und nachweislich früher Ausgabe eher **60–90 €**. Für einen Badenweiler-Spezialsammler kann es etwas darüber liegen.

    Ein besonders interessanter Punkt bleibt allerdings noch offen: **Ob wir die Ausgabe anhand des Umschlagtyps, der Schrift, des Papiers und möglicher Parallel-Leporellos des Verlags Alb. Engler noch genauer – eventuell sogar auf eine konkrete Auflage/Jahrgang – eingrenzen können.** Die bisherigen zehn Bilder geben dafür jetzt eine sehr gute Grundlage.

    [1]: https://www.schwarzwaldverein-muellheim-badenweiler.de/schwarzwaldverein/der-hochblauen?utm_source=chatgpt.com "Der Hochblauen"
    [2]: https://oldthing.ch/de/Lithographie-Badenweiler-Hotel-Hochblauen-mit-Alpenpanorama-0057548919?utm_source=chatgpt.com "Lithographie Badenweiler, Hotel.. | Ansichtskarten günstig"
    [3]: https://www.ebay.de/itm/277764575055?utm_source=chatgpt.com "AK Hotel und Pension Hochblauen mit Alpenpanorama gel. 1938 Badenweiler | eBay.de"
    [4]: https://www.badenweiler-tourismus.de/de/ort-badenweiler/geschichte/chronik?utm_source=chatgpt.com "Chronik"
    [5]: https://oldthing.ch/de/Hochblauen-Hotel-Hochblauen-mit-Alpenpanorama-Kat-Badenweiler-0023277360?utm_source=chatgpt.com "Hochblauen Hotel Hochblauen mit.. | Ansichtskarten günstig"
  • admin - Dienstag, 11. August 2026 um 16:25:56
    ### 9. Bild: „Schloß Hausbaden“

    Dieses Bild ist **sehr interessant**, weil es uns erstmals einen relativ guten Vergleich mit datierten historischen Ansichten von Hausbaden ermöglicht.

    Das Gebäude ist eindeutig das frühere **Hotel/Kurhotel Schloss Hausbaden** bei Badenweiler. Das Hotel entstand nach Aufgabe des Bergwerksbetriebs; die Anlage wurde später als Waldhotel geführt. ([Geotouren Schwarzwald][1])

    Besonders wichtig: Das Gebäude hatte seine für diese Aufnahme charakteristische Form bereits **1889/90**, als ein großer Anbau in Winkelform hinzugefügt wurde. ([Freiburger Historische Bestände][2])

    ### Der entscheidende Vergleich

    Von Schloss Hausbaden sind **sehr frühe fotografische Ansichtskarten** bekannt:

    * eine Karte mit dem Motiv **„Hotel und Kurhaus Schloss Hausbaden“ wird auf 1902 datiert**; ([eBay.de][3])
    * eine weitere Hausbaden-Karte wurde **1902 postalisch verwendet**; ([Oldthing][4])
    * eine Karte mit dem Motiv Schloss Hausbaden wurde **am 24. März 1925** versandt. ([Oldthing][5])
    * auch eine Ansicht aus **1927** ist nachweisbar. ([Oldthing][6])

    Das bedeutet: Das Motiv auf deinem Leporello lässt sich **nicht einfach anhand des Gebäudes auf die 1920er Jahre datieren**. Das Haus sah über einen langen Zeitraum sehr ähnlich aus.

    ### Was das Foto selbst verrät

    Die Aufnahme wirkt allerdings **fotografisch relativ alt**:

    * sehr grobkörnige Wiedergabe,
    * relativ weiche Konturen,
    * keine moderne Automobil- oder Verkehrsszene,
    * große, gepflegte Gartenanlage,
    * klassische weiße Gartenmöbel,
    * insgesamt ausgesprochen **vorkriegszeitliche Kurhotel-Atmosphäre**.

    Ich würde die **fotografische Vorlage** deshalb eher in den Bereich

    > **ca. 1905–1920**

    setzen, wobei das eine stilistische Einschätzung und kein harter Nachweis ist.

    Interessant ist auch, dass Schloss Hausbaden gerade um die Jahrhundertwende ein ausgesprochen prominentes Hotel war. **Kaiserin Auguste Viktoria hielt sich dort 1902 mit ihren Kindern auf**, nachdem zuvor bereits Königin Wilhelmine der Niederlande dort gewohnt hatte. ([Alemannia Judaica][7])

    ---

    ## Aber jetzt wird die Datierung des Leporellos wirklich interessant

    Wir haben inzwischen **9 von 10 Bildern**:

    | Nr. | Motiv | Datierungshinweis |
    | ----: | --------------------- | -------------------------------------- |
    | 1 | Gesamtansicht | ältere Vorlage möglich |
    | 2 | Gesamtansicht | nach 1898 |
    | 3 | **Kurpark-Promenade** | **Musikpavillon ab 1925** |
    | 4 | Schwanenteich | ältere Vorlage möglich |
    | 5 | Ruine mit Rheinebene | Vorlage spätestens um 1920 nachweisbar |
    | 6 | Burg-Ruine | ältere Vorlage |
    | 7 | Hotel Römerbad | nach 1906 |
    | 8 | Markgrafenbad | nach 1908 |
    | **9** | **Schloß Hausbaden** | ältere Vorlage sehr wahrscheinlich |

    Damit wird ein Produktionsmuster immer wahrscheinlicher:

    ### Engler scheint alte und neue Fotomotive kombiniert zu haben.

    Das ist für die Datierung **entscheidend**. Wir sollten nicht versuchen, jedes Bild auf dasselbe Aufnahmejahr zu datieren.

    Das **Leporello als Druckerzeugnis** muss wegen des Musikpavillons wahrscheinlich **nach 1925** entstanden sein. Die übrigen Fotografien können dagegen teilweise **10–20 Jahre älter** sein.

    ---

    # Eine wichtige Korrektur zu meiner bisherigen Einschätzung

    Nach dem 9. Bild würde ich den Zeitraum jetzt wieder **etwas weiter öffnen**.

    Ich halte momentan für am plausibelsten:

    > **Ausgabe des Leporellos: ca. 1925–1935**

    Dabei würde ich **1927–1932** als wahrscheinlichsten Bereich ansehen.

    Eine Datierung bis **1935** sollte man offenhalten, weil Engler Badenweiler-Souvenirbilder offenbar über längere Zeit weiterverwendete.

    ### Was gegen eine sehr frühe Ausgabe spricht

    Das dritte Bild mit dem Musikpavillon ist nach wie vor unser stärkstes Argument. Die offizielle Badenweiler-Chronik nennt eindeutig:

    > **1925 – Musikpavillon errichtet.** ([Badenweiler Tourismus][8])

    Wenn wir sicher davon ausgehen, dass der abgebildete Pavillon tatsächlich der 1925 errichtete ist, kann **das vorliegende Leporello nicht vor 1925** gedruckt worden sein.

    ### Was gegen eine zu späte Datierung spricht

    Die gesamte Bildauswahl wirkt noch stark auf das **klassische Kaiserzeit-Badenweiler** ausgerichtet. Es gibt bislang keinerlei eindeutig erkennbares Motiv, das uns zwingend in die späten 1930er Jahre führt.

    ---

    ## Vorläufige Datierung nach 9 Bildern

    **Mein derzeitiger Stand:**

    **„Gruß aus Badenweiler“ – Verlag von Alb. Engler, Badenweiler**
    10 fotografische Ansichten
    ca. 5,5 × 9 cm

    **Ausgabe:** wahrscheinlich **1927–1932**
    **weiter vertretbar:** **1925–1935**
    **Fotografische Vorlagen:** teilweise ca. **1900–1925**

    Das ist wesentlich belastbarer als unsere ursprüngliche Datierung um 1907–1910.

    Und das **10. Bild** kann jetzt noch sehr wichtig werden: Wenn es beispielsweise ein Motiv mit einem nach 1925 entstandenen Detail zeigt, könnten wir den **terminus post quem** bestätigen oder vielleicht sogar weiter nach vorne verschieben.

    [1]: https://geotouren-schwarzwald.de/badenweiler-sehringen-geologischer-und-bergbaugeschichtlicher-wanderweg/?utm_source=chatgpt.com "Badenweiler-Sehringen: Geologischer und bergbaugeschichtlicher Wanderweg | Geotouren Schwarzwald"
    [2]: https://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/mgl-2006-02/0086/ocr?utm_source=chatgpt.com "Das Markgräflerland: Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur (68.2006, Heft 2.2006) (Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 4688,fm) - Freiburger historische Bestände - digital - Universitätsbibliothek Freiburg"
    [3]: https://www.ebay.de/itm/358522913161?utm_source=chatgpt.com "AK Badenweiler, Hotel und Kurhaus \"Schloss Hausbaden\", 1902 | eBay.de"
    [4]: https://oldthing.ch/de/AK-Ansichtskarte-Badenweiler-Panorama-Schwarzwald-Hotel-Schloss-Hausbaden-Badenweiler-0034774160?utm_source=chatgpt.com "AK / Ansichtskarte Badenweiler.. | Ansichtskarten günstig"
    [5]: https://oldthing.at/ALTE-POSTKARTE-SCHLOSS-HAUSBADEN-BADENWEILER-Schloss-castle-chateau-Ansichtskarte-postcard-cpa-AK-0058528704?utm_source=chatgpt.com "ALTE POSTKARTE SCHLOSS HAUSBADEN.. | Ansichtskarten günstig"
    [6]: https://oldthing.de/AK-Badenweiler-Ansicht-von-Schloss-Hausbaden-0056877883?utm_source=chatgpt.com "AK Badenweiler, Ansicht von Schloss.. | Ansichtskarten günstig"
    [7]: https://www.alemannia-judaica.de/badenweiler_jued_geschichte.htm?utm_source=chatgpt.com "Jüdische Geschichte in Badenweiler (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald)"
    [8]: https://www.badenweiler-tourismus.de/de/ort-badenweiler/geschichte/chronik?utm_source=chatgpt.com "Chronik"
  • admin - Dienstag, 11. August 2026 um 16:22:04
    ### 8. Bild: „Markgrafenbad“ – ein sehr wichtiger Datierungshinweis

    Dieses Bild hilft uns jetzt **wesentlich weiter**. Das abgebildete Gebäude ist nicht einfach das alte Badehaus, sondern die **erweiterte Anlage des Markgrafenbades**.

    Die Baugeschichte ist ziemlich genau dokumentiert: Das ursprüngliche Badehaus mit Marmorbad wurde **1874/75** errichtet und anschließend **1906–1908 nach Plänen von Ludwig Levy erweitert**. Erst mit dieser Erweiterung erhielt die Anlage die Bezeichnung **„Markgrafenbad“**. ([Wikimedia Commons][1])

    Die Gemeinde Badenweiler datiert die Erweiterung ebenfalls auf **1908**. ([Gemeinde/ Badenweiler][2])

    Damit haben wir für dieses Foto einen klaren:

    > **Termin post quem: 1908**

    Das Bild kann also **nicht vor 1908** aufgenommen worden sein.

    ---

    ## Besonders interessant ist die Gestaltung des Bildes

    Auf deiner Aufnahme sieht man die historistische Erweiterung sehr deutlich:

    * die große, halbrund überwölbte Fensterfront,
    * den repräsentativen Eingang,
    * die barockisierenden/klassizistischen Fassadenelemente,
    * die sorgfältig gestalteten Rabatten und Formschnittgehölze,
    * rechts den anschließenden Gebäudeteil.

    Das entspricht der **1906–1908 entstandenen Erweiterung von Ludwig Levy**. ([Wikimedia Commons][1])

    Damit lässt sich auch eines der bisher rätselhaften Bilder besser verstehen: Die Gesamtansichten des Leporellos zeigen tatsächlich eine **Badenweiler-Bebauung nach den großen Erweiterungen um 1906–1908**.

    ---

    ## Aber jetzt kommt der entscheidende Punkt

    Dieses Bild beweist **nicht**, dass das Leporello 1908 entstanden ist.

    Wir haben inzwischen drei verschiedene zeitliche Ebenen:

    **1. Ältere fotografische Vorlagen**

    Beispielsweise die Gesamtansichten und möglicherweise der Schwanenteich. Diese könnten bereits um 1900–1915 fotografiert worden sein.

    **2. Aufnahmen nach 1908**

    Das Markgrafenbad kann frühestens 1908 fotografiert worden sein.

    **3. Eine Aufnahme nach 1925**

    Das Bild „Kurpark Promenade“ zeigt den Musikpavillon, der laut offizieller Badenweiler-Chronik **1925 errichtet** wurde. ([Gemeinde/ Badenweiler][2])

    Das ist momentan der entscheidende Hinweis für die **Zusammenstellung des Leporellos**.

    ---

    # Eine neue, interessante Hypothese

    Ich glaube inzwischen, dass wir das Leporello **nicht einfach als eine einheitlich um 1928 fotografierte Serie betrachten sollten**.

    Vielmehr könnte Albert Engler ältere und neuere Negative zusammengeführt haben.

    Das würde sehr gut erklären:

    * **Markgrafenbad:** Vorlage ab 1908
    * **Ruine mit Rheinebene:** vermutlich ältere Aufnahme
    * **Hotel Römerbad:** Aufnahme möglicherweise um 1910–1920
    * **Schwanenteich:** ältere Vorlage
    * **Kurpark Promenade:** neue Aufnahme nach 1925

    Das ist ein bei Souvenirverlagen durchaus plausibles Vorgehen: vorhandene erfolgreiche Motive werden weiterverwendet, während einzelne Bilder bei einer Neuauflage aktualisiert werden.

    ---

    ## Ein weiterer wichtiger Hinweis: das Inhalatorium

    Die Baugeschichte des Markgrafenbades führt uns direkt zum nächsten möglichen Datierungsschlüssel.

    Das **Inhalatorium** wurde **1912/13** errichtet. Es war zunächst als „Radium-Emanatorium“ konzipiert und wurde 1913 eröffnet. ([Google Sites][3])

    Falls eines der beiden letzten Bilder dieses Gebäude zeigt, können wir die entsprechende Aufnahme **mindestens auf 1913 oder später** datieren.

    Und wenn die Aufnahme zusätzlich eine bestimmte spätere Veränderung zeigt, könnten wir den Zeitraum noch weiter einschränken.

    ---

    # Zwischenstand nach 8 von 10 Bildern

    | Nr. | Motiv | frühester möglicher Zeitpunkt |
    | ----: | -------------------- | ---------------------------------------: |
    | 1 | Gesamtansicht | nach 1898, wahrscheinlich ältere Vorlage |
    | 2 | Gesamtansicht | nach 1898 |
    | 3 | Kurpark-Promenade | **nach 1925** |
    | 4 | Schwanenteich | kein enger Grenzpunkt |
    | 5 | Ruine mit Rheinebene | ältere Vorlage möglich |
    | 6 | Burg-Ruine | kein enger Grenzpunkt |
    | 7 | Hotel Römerbad | **nach 1906** |
    | **8** | **Markgrafenbad** | **nach 1908** |
    | 9 | ? | noch offen |
    | 10 | ? | noch offen |

    ### Meine aktuelle Datierung

    Für die **Ausgabe des vorliegenden Leporellos** halte ich inzwischen:

    > **ca. 1925–1935**

    für seriös.

    Der Schwerpunkt liegt für mich momentan bei:

    > **ca. 1927–1932**

    Eine Ausgabe um **1930** bleibt meine Arbeitshypothese.

    Aber: **Ich würde jetzt noch nicht auf 1928 festnageln.** Dafür fehlen uns die letzten beiden Bilder.

    Das Markgrafenbad selbst ist jedenfalls ein sehr guter Beleg dafür, dass Engler hier **historisch wichtige, bereits seit der Kaiserzeit bestehende Kurarchitektur** dokumentiert. Das passt hervorragend zum Charakter des kleinen Badenweiler-Leporellos. ([Wikimedia Commons][1])

    **Zeig mir Bild 9 – wenn dort das Inhalatorium zu sehen ist, haben wir wahrscheinlich den nächsten wichtigen Datierungsbaustein.**

    [1]: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b4/Badenweiler_-_Ein_fotografischer_Rundgang.pdf?utm_source=chatgpt.com "Badenweiler2008_2.pdf"
    [2]: https://www.gemeinde-badenweiler.de/gemeinde-badenweiler/unsere-gemeinde/geschichte-von-badenweiler?utm_source=chatgpt.com "Geschichte von Badenweiler: Gemeinde Badenweiler"
    [3]: https://sites.google.com/site/buergerforumbadenweiler/home/b%C3%BCrgerforum/arbeitsgruppen/inhalatorium/historie?utm_source=chatgpt.com "Bürgerforum Badenweiler e.V. - Historie"