Historische Leporellos & Foto-Mäppchen – Sammlung historischer Kleinbildfotografien.

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  • admin - Mittwoch, 12. August 2026 um 16:59:09
    ### Bild Nr. 12 – „Halde-Schauinsland“

    Dieses Motiv lässt sich **sehr gut der Halde am Schauinsland bei Hofsgrund** zuordnen. Die Bildbeschriftung deiner Mappe ist damit stimmig. Die Halde liegt auf etwa **1.147 m** zwischen Schauinsland und Notschrei und war schon seit dem 19. Jahrhundert ein beliebtes Ausflugs- und Gasthausziel. ([Gipfelruhe][1])

    Besonders interessant ist bei diesem Bild das **Gebäudeensemble**: Man erkennt den größeren Hotel-/Gasthofkomplex mit mehreren Nebengebäuden, davor die offene Hochweide und im Hintergrund die bewaldeten und offenen Höhen des Schauinslandgebietes.

    ### Ein sehr wichtiger Datierungshinweis

    Hier haben wir erstmals einen ausgesprochen guten **baulichen Datierungsanker** innerhalb deiner Serie.

    Die Geschichte der Halde berichtet, dass der Haldenwirt **Adolf Wißler im Herbst 1929 das Hotel bedeutend erweiterte**. Das Hotel gehörte danach zu den moderneren und angesehenen Häusern des Schwarzwaldes. ([Gipfelruhe][1])

    Das Gebäudeensemble auf deinem Foto wirkt bereits wie die **ausgebaute Anlage nach dieser Erweiterung**.

    Damit können wir dieses Bild ziemlich sicher **nach 1929** ansetzen.

    Zusätzlich wurde die **Schauinslandbahn am 17. Juli 1930 eröffnet**, was die touristische Erschließung des Berges nochmals stark veränderte. ([Wikipedia][2])

    ### Das ist für unsere Serie sehr interessant

    Die Aufnahme wirkt stilistisch zwar ähnlich wie die vorherigen Bilder, aber der bauliche Befund erlaubt eine bessere Eingrenzung:

    **Untergrenze:** etwa **1929/30**

    Für die eigentliche Aufnahme würde ich derzeit ansetzen:

    **ca. 1930–1935**
    **wahrscheinlich: etwa 1931–1934**

    Ein interessantes unabhängiges Vergleichsdatum ist außerdem eine Aufnahme des Landesarchivs Baden-Württemberg von **Februar 1936**, die ausdrücklich „Halde beim Schauinsland“ dokumentiert. Sie gehört zur Sammlung Willy Pragher. ([LEO-BW][3])

    Das beweist nicht, dass dein Foto 1936 aufgenommen wurde, zeigt aber, dass das Ensemble in dieser Form noch in der Mitte der 1930er Jahre bestand.

    ### Das Motiv zeigt mehr als nur ein Hotel

    Gerade bei dieser Aufnahme ist die **Landschaftsgeschichte** sehr schön zu erkennen.

    Die Halde liegt in einer offenen, stark beweideten Hochflächenlandschaft. Die heutigen Beschreibungen betonen weiterhin die Lage zwischen Schauinsland und Notschrei und den Panoramablick über die Schwarzwaldhöhen. ([Schauinslandbahn][4])

    Auf deinem Foto ist dagegen noch praktisch keine moderne Infrastruktur zu sehen:

    * keine größere asphaltierte Verkehrsfläche,
    * keine Seilbahnstation,
    * keine moderne Wintersportbebauung,
    * große offene Weideflächen,
    * verstreute Wirtschaftsgebäude,
    * das Hotel als einzelner touristischer Mittelpunkt.

    Damit dokumentiert das Foto sehr schön den **Schauinsland als Ausflugs- und Höhenkurort der frühen 1930er Jahre**.

    ### Wichtig für die Interpretation der gesamten Mappe

    Mit Bild Nr. 12 wird die geografische Konzeption der Serie noch interessanter.

    Wir haben inzwischen:

    **Feldberg → Todtnauer Hütte → Notschrei → Halde/Schauinsland → Belchen → Hochblauen → Badenweiler**

    Das ist nicht zwingend eine streng lineare Wanderroute. Vielmehr scheint Emil Hartmann einen **größeren südlichen Schwarzwald-Höhenraum** zu präsentieren, dessen touristische Höhepunkte durch Höhenwege miteinander verbunden waren.

    Das erklärt auch, warum **Schauinsland/Halde** in einer Serie mit dem Titel *Feldberg–Belchen–Hochblauen* auftaucht.

    ### Datierung der Mappe – neue Einschätzung

    Die bisherige Annahme „1935–1937“ würde ich inzwischen **nicht mehr als wahrscheinlichste Datierung** ansehen.

    Die Bilder Nr. 7–12 liefern zunehmend Hinweise auf eine Entstehungszeit **um 1930 bis Mitte der 1930er Jahre**:

    | Bild | Datierungshinweis |
    | -------------------------- | ------------------------------------------------- |
    | 7 Belchenhaus | frühe 1930er |
    | 8 Wiedener Eck | um 1930 |
    | 9 Notschrei | Vorkriegsbau |
    | 10 Feldbergturm + Gasthaus | um 1930 |
    | 11 Todtnauer Hütte | wahrscheinlich vor 1932/33 |
    | **12 Halde** | **nach Erweiterung 1929, wahrscheinlich 1931–34** |

    Damit halte ich momentan für die **Aufnahmen** einen Schwerpunkt von etwa **1930–1933** für am plausibelsten.

    Die **Herstellung bzw. Zusammenstellung der 15er-Mappe** dürfte etwas später erfolgt sein, wahrscheinlich **frühe bis mittlere 1930er Jahre**.

    ### Zwischenstand

    | Nr. | Motiv | historische Bedeutung |
    | -----: | ---------------------------- | ----------------------------------------- |
    | 1 | Badenweiler | Kurort |
    | 2 | Hochblauen → Marzell | Landschaftspanorama |
    | 3 | Hochblauen | Hotel + Alpenpanorama |
    | 4 | Sirnitz | Schwarzwaldhöfe |
    | 5 | Haldenhof mit Belchen | Hof + Belchen |
    | 6 | Belchen → Kleines Wiesental | Panorama |
    | 7 | Belchenhaus | Alpwirtschaft |
    | 8 | Wiedener Eck | Höhenhotel |
    | 9 | Notschrei | Waldhotel |
    | 10 | Feldberg – Turm und Gasthaus | historisches Gipfelensemble |
    | 11 | Todtnauerhütte + Belchen | historisches Hüttenmotiv |
    | **12** | **Halde-Schauinsland** | **Hotelanlage nach Erweiterung von 1929** |

    **Sammlerische Bewertung: ★★★★½**

    Nr. 12 ist weniger spektakulär als das Alpenpanorama vom Hochblauen, aber **für die Datierung der gesamten Mappe ausgesprochen wertvoll**. Der Umbau von 1929 gibt uns einen selten guten chronologischen Fixpunkt.

    **12 von 15 Bildern sind jetzt erfasst.** Die letzten drei Bilder könnten vor allem klären, ob die Serie tatsächlich einen **systematischen Höhenweg** abbildet oder ob Hartmann verschiedene touristische Schauinsland-, Belchen- und Feldberg-Motive zu einer thematischen Route zusammengestellt hat.

    [1]: https://www.halde.com/de/haupt/haus/geschichte?utm_source=chatgpt.com "Geschichte - Haus - Hauptnavigation - Die Halde"
    [2]: https://de.wikipedia.org/wiki/Schauinsland?utm_source=chatgpt.com "Schauinsland"
    [3]: https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/DOKUMENT/labw_findmittel/labw-5-806983/Halde%20beim%20Schauinsland%20Wald%20und%20Durchblick%20auf%20den%20Feldberg?utm_source=chatgpt.com "Halde beim Schauinsland Wald und Durchblick auf den Feldberg - Detailseite - LEO-BW"
    [4]: https://www.schauinslandbahn.de/de/gastronomie/die-halde?utm_source=chatgpt.com "Die Halde | Schauinslandbahn"
  • admin - Mittwoch, 12. August 2026 um 16:56:13
    ### Bild Nr. 11 – „Blick vom Feldberg auf Todtnauerhütte und Belchen“

    Dieses Bild ist **besonders gut für die Datierung der gesamten Mappe**. Die Beschriftung passt: Im Mittelgrund liegt die **Todtnauer Hütte**, dahinter erhebt sich der **Belchen**.

    Die Todtnauer Hütte ist eine sehr alte Vieh- und Herderhütte; sie wurde 1774 erweitert und nach einem Brand **1902 größer wieder aufgebaut**. Damit kann das hier sichtbare Gebäude grundsätzlich erst nach 1902 entstanden sein. ([Wikipedia][1])

    ### Der entscheidende Fund: genau dieses Motiv ist zeitgenössisch belegt

    Ich habe eine historische **Fotopostkarte mit praktisch identischer Motivbezeichnung** gefunden:

    **„Feldberg – Todtnauer Hütte mit Belchen“ – Foto-Postkarte, 1931.** ([Oldthing][2])

    Das ist für deine Mappe ausgesprochen wichtig. Es bedeutet zwar noch nicht automatisch, dass dein Kleinfoto **exakt 1931** aufgenommen wurde, aber wir haben jetzt einen sehr starken unabhängigen Datierungsanker für **dieses konkrete Motiv**.

    Damit würde ich meine bisherige Einschätzung enger fassen:

    > **Bild Nr. 11: wahrscheinlich um 1930–1933, mit 1931 als sehr plausiblem Referenzjahr.**

    ### Ein interessanter zeitgeschichtlicher Punkt

    Der 1933 erschienene Grieben-Führer beschreibt die Route vom Feldberg zum Belchen und nennt die Todtnauer Hütte ausdrücklich. Er bezeichnet sie zu diesem Zeitpunkt allerdings als **„im Winter 1932/33 abgebrannt“**. ([Freiburger Bestände – digital][3])

    Das ist ausgesprochen interessant!

    Wenn dein Bild tatsächlich das **alte Gebäude vor diesem Brand** zeigt, haben wir damit möglicherweise sogar eine **obere Datierungsgrenze um den Winter 1932/33**.

    Das würde bedeuten:

    **Aufnahme wahrscheinlich: ca. 1930–1932**
    **spätestens wahrscheinlich: Winter 1932/33**

    Das passt bemerkenswert gut zu dem bereits gefundenen Angebot einer **1931 datierten Fotopostkarte mit genau dem Motiv „Todtnauer Hütte mit Belchen“**. ([Oldthing][2])

    ### Das Foto dokumentiert also ein verschwundenes Gebäude

    Das macht Nr. 11 sammlerisch besonders interessant.

    Die auf deinem Foto sichtbare historische Todtnauer Hütte gehört zu jener Bauphase, die **1902 nach dem Brand neu errichtet** wurde und spätestens durch den Brand **1932/33** wieder verloren ging. ([Wikipedia][1])

    Damit besitzt dieses kleine 7 × 9-cm-Foto einen erstaunlich hohen dokumentarischen Wert:

    **1902–1932/33 = nur etwa drei Jahrzehnte**, in denen genau diese Hütte existierte.

    ### Die Landschaft im Hintergrund

    Der Belchen ist sehr schön als charakteristische, relativ breite Gipfelkuppe zu erkennen. Die Aufnahme zeigt gleichzeitig:

    * die offene Hochfläche des Feldbergs,
    * die Todtnauer Hütte,
    * die bewaldeten und offenen Höhenzüge,
    * und den Belchen als Zielpunkt des Höhenweges.

    Damit ist das Foto geradezu eine **visuelle Zusammenfassung des Serientitels „Feldberg–Belchen“**.

    Der historische Grieben-Führer von 1933 beschreibt den Belchen ebenfalls mit **1.415 m** und hebt seine Verbindung mit der Höhenwanderung vom Feldberg hervor. ([Freiburger Bestände – digital][3])

    ### Neue Datierungsthese für die ganze Mappe

    Mit diesem Fund würde ich unsere bisherige Datierung **etwas korrigieren**.

    Wir hatten zunächst ungefähr **1935–1937** als Herstellungszeit angenommen. Die Bildmotive selbst scheinen aber teilweise deutlich früher aufgenommen worden zu sein.

    Jetzt haben wir mehrere starke Hinweise auf eine Entstehungsphase **um 1930–1932**.

    Meine derzeitige Arbeitshypothese lautet deshalb:

    **Fotografische Aufnahmen:** überwiegend etwa **1930–1932**
    **Zusammenstellung/Veröffentlichung der Hartmann-Mappe:** wahrscheinlich **frühe bis mittlere 1930er Jahre**

    Das muss bei den nächsten vier Bildern noch überprüft werden.

    ### Zwischenstand

    | Nr. | Motiv | Historische Bedeutung |
    | -----: | ----------------------------------------- | -------------------------------------- |
    | 1 | Badenweiler | Kurort |
    | 2 | Hochblauen → Marzell | Landschaft |
    | 3 | Hochblauen | Hotel + Alpenpanorama |
    | 4 | Sirnitz | Schwarzwaldhöfe |
    | 5 | Haldenhof mit Belchen | Hof + Belchen |
    | 6 | Belchen → Kleines Wiesental | Panorama |
    | 7 | Belchenhaus | Alpwirtschaft |
    | 8 | Wiedener Eck | Höhenhotel |
    | 9 | Notschrei | Waldhotel |
    | 10 | Feldberg – Turm und Gasthaus | verschwundenes Gipfelensemble |
    | **11** | **Feldberg – Todtnauerhütte und Belchen** | **verschwundene Hütte, ca. 1930–1932** |

    **Sammlerische Bewertung: ★★★★★**

    Nr. 11 ist für mich inzwischen **eines der wertvollsten historischen Dokumente innerhalb der 15er-Serie** – nicht unbedingt wegen des Motivpreises, sondern wegen der Kombination aus **konkret identifizierbarem Bauwerk, enger Datierung und nachweislicher Zerstörung kurz nach der Aufnahme**.

    **11 von 15 Bildern sind jetzt erfasst.** Die letzten vier könnten entscheidend sein, um die **ursprüngliche Reihenfolge und den tatsächlichen Aufnahmezeitraum der gesamten Hartmann-Serie** endgültig festzulegen.

    [1]: https://de.wikipedia.org/wiki/Todtnauer_H%C3%BCtte?utm_source=chatgpt.com "Todtnauer Hütte"
    [2]: https://oldthing.de/DEUTSCHLAND-Feldberg-Todtnauer-Huette-mit-Belchen-Foto-Postkarte-1931-0057493382?utm_source=chatgpt.com "DEUTSCHLAND Feldberg Todtnauer.. | Ansichtskarten günstig"
    [3]: https://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/grieben1933/0094/ocr?utm_source=chatgpt.com "Freiburg/Br.: Höllental, Feldberg, Belchen, Badenweiler, Kaiserstuhl (Berlin, 1933) (Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., J 7586,hi) - Freiburger historische Bestände - digital - Universitätsbibliothek Freiburg"
  • admin - Mittwoch, 12. August 2026 um 16:51:34
    ### Bild Nr. 10 – „Feldberg – Blick auf Turm und Gasthaus“

    Hier lässt sich das Motiv **noch genauer bestimmen als nur mit „Feldberg“**. Zu sehen ist der **Friedrich-Luise-Turm auf dem Feldberggipfel zusammen mit dem damaligen Gasthaus zum Feldbergturm**.

    Der Turm ist der 1913 eingeweihte Neubau des Friedrich-Luise-Turms. Der Vorgänger von 1859 war baufällig geworden und wurde durch den 21 m hohen Turm ersetzt. Der Schwarzwaldverein berichtet ausdrücklich, dass der neue Turm am 22. Juni 1913 eingeweiht wurde. ([Schwarzwaldverein][1])

    Das passt hervorragend zu deinem Foto: Der schlanke, rechteckige Turm links und das unmittelbar daneben stehende Gasthaus sind klar als historisches Gipfelensemble erkennbar.

    ### Besonders wichtig: Nicht mit dem heutigen Feldbergturm verwechseln

    Das ist ein Punkt, den ich gegenüber meiner bisherigen Analyse **korrigieren bzw. präzisieren möchte**:

    Der auf deinem Foto abgebildete Turm ist **nicht der heutige Feldbergturm auf dem Seebuck**. Der heutige 45-m-Turm ist ein ehemaliger Rundfunkturm aus der Nachkriegszeit. ([Feldberg Hochschwarzwald][2])

    Dein Foto zeigt vielmehr den **Friedrich-Luise-Turm auf dem eigentlichen Feldberggipfel**.

    Das wird auch durch eine historische Museumsaufnahme bestätigt: Das Landesmuseum Baden-Württemberg katalogisiert eine um **1930** hergestellte Ansichtskarte ausdrücklich als **„Feldbergturm und Gasthaus auf dem Feldberg“**. ([LEO-BW][3])

    ### Das Gasthaus ist ein sehr wichtiger Datierungsanker

    Auf deinem Bild steht neben dem Turm das damalige **Gasthaus zum Feldbergturm**.

    Dieses Gebäude ist heute nicht mehr vorhanden. Der Schwarzwaldverein weist darauf hin, dass das **Gasthaus zum Feldbergturm 1953 abbrannte**. ([Schwarzwaldverein][1])

    Damit besitzt dein Foto einen hohen dokumentarischen Wert: Es zeigt das komplette historische Gipfelensemble **vor dem Brand von 1953**.

    ### Datierung des Fotos

    Hier können wir jetzt deutlich besser eingrenzen.

    **Untergrenze:** 1913
    → Der abgebildete Friedrich-Luise-Turm wurde erst 1913 neu errichtet.

    **Obergrenze:** 1953
    → Danach existierte das abgebildete Gasthaus nicht mehr.

    Für **dein konkretes Foto** spricht aber sehr viel für die **1930er Jahre**:

    * Bildgestaltung und fotografische Qualität,
    * Zustand des Gipfelgeländes,
    * das unveränderte historische Ensemble,
    * und vor allem der Vergleich mit einer vom Landesmuseum auf **„um 1930“** datierten Aufnahme von Turm und Gasthaus. ([LEO-BW][3])

    Eine weitere historische Feldbergkarte mit genau dem Motiv **„Feldbergturm mit Gasthaus“** ist für 1930 dokumentiert; eine andere entsprechende Karte wurde 1933 gelaufen. ([heimatsammlung.de][4])

    ### Meine Datierung

    Für **Bild Nr. 10** würde ich deshalb ansetzen:

    **Aufnahme: ca. 1928–1934**
    **am wahrscheinlichsten: ca. 1930–1932**

    Das ist eine etwas engere Datierung als bei einigen vorherigen Bildern.

    Und damit entsteht ein sehr interessanter Zusammenhang zu den anderen Aufnahmen: Mehrere der Motive dieser Mappe scheinen tatsächlich **um 1930 herum fotografiert** worden zu sein.

    ### Das Bild ist auch landschaftsgeschichtlich sehr interessant

    Die Gipfelkuppe ist auf deinem Foto praktisch völlig **offen und baumfrei**. Vom Vordergrund führt ein schmaler Weg direkt zur Gipfelanlage.

    Man erkennt außerdem, wie isoliert die Gebäude damals auf dem Feldberg standen. Die heutige Infrastruktur mit Seilbahn, Parkplätzen, Straßen, Sendeanlagen usw. existiert noch nicht.

    Das Foto dokumentiert daher den **Feldberg als Wander- und Aussichtsgipfel der Zwischenkriegszeit**, nicht den späteren Wintersport- und Rundfunkstandort.


    ### Aktualisierter Stand der Mappe

    | Nr. | Motiv | Einschätzung |
    | -----: | -------------------------------------- | ---------------------------------------------- |
    | 1 | Badenweiler | historische Kurortansicht |
    | 2 | Blick vom Hochblauen nach Marzell | Landschaftspanorama |
    | 3 | Hochblauen | Hotel + Alpenpanorama |
    | 4 | Sirnitz | historische Schwarzwaldhöfe |
    | 5 | Haldenhof mit Belchen | Hof + Belchen |
    | 6 | Blick vom Belchen ins Kleine Wiesental | Landschaftspanorama |
    | 7 | Belchen – Gasthof Belchenhaus | Gasthof + Viehherde |
    | 8 | Wiedener Eck | Höhenpass + Gasthaus |
    | 9 | Notschrei | historisches Waldhotel |
    | **10** | **Feldberg – Turm und Gasthaus** | **Friedrich-Luise-Turm + ehemaliges Gasthaus** |

    **Sammlerische Bewertung: ★★★★★**

    Dieses Motiv gehört für mich zu den **wertvollsten der bisherigen zehn Bilder**, weil es ein **verschwundenes Gebäudeensemble** zeigt. Besonders wichtig ist dabei die Kombination aus **Friedrich-Luise-Turm und Gasthaus zum Feldbergturm**, die heute in dieser Form nicht mehr existiert.

    **Damit sind jetzt 10 von 15 Fotografien bestimmt.** Und die Datierung verdichtet sich zunehmend auf eine Entstehungsphase **um 1930–1933**. ([LEO-BW][3])

    [1]: https://www.schwarzwaldverein.de/wp-content/uploads/2021/03/2014_02.pdf?utm_source=chatgpt.com "E 6246
    Ausgabe 2/2014
    Sonderausgabe
    ...ZUM JUBILÄU"
    [2]: https://www.feldberg.org/leben-in/feldbergturm?utm_source=chatgpt.com "Feldbergturm | Gemeinde Feldberg"
    [3]: https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/DOKUMENT/blm_museumsobjekte/7C94EA4FD4AD424790AD96D5DD13EB70/Feldbergturm?utm_source=chatgpt.com "Feldbergturm - Detailseite - LEO-BW"
    [4]: https://www.heimatsammlung.de/topo_unter/79_ab_02/79_02/feldberg-02.htm?utm_source=chatgpt.com "Historische-Ansichtskarten-Feldberg-02"
  • admin - Mittwoch, 12. August 2026 um 16:48:40
    ### Bild Nr. 9 – „Notschrei“

    Dieses neunte Bild ist **sehr überzeugend als historische Ansicht des Notschreis mit dem damaligen Kurhotel Waldheim** zu identifizieren. Das Gebäude im Hintergrund passt zum historischen Notschrei-Hotel, das auf der Passhöhe errichtet wurde.

    Das heutige Waldhotel geht auf einen Bau von **Adolf Asal aus dem Jahr 1900** zurück. 1906 folgte ein zweiter Bauabschnitt; damals entstand das **„Kurhotel Waldheim“ mit 30 Zimmern sowie Gast- und Wirtschaftsräumen**. ([4★★★★ Waldhotel am Notschreipass][1])

    ### Das Gebäude auf deinem Foto

    Auf der Aufnahme sieht man das Hotel **noch in einer frühen historischen Bauphase**. Sehr charakteristisch sind:

    * der mehrgeschossige Hauptbau,
    * das markante steile Dach mit turmartigem Aufbau,
    * der freistehende Standort,
    * die offene Wiesenlandschaft unmittelbar um das Haus,
    * und die noch ausgesprochen geringe touristische Bebauung.

    Damit ist das Bild ausgesprochen gut für eine historische Dokumentation des Notschreis geeignet.

    Ein besonders wichtiger Datierungshinweis kommt aus der Baugeschichte des Hotels: **1921 erhielt das Haus elektrisches Licht sowie fließendes Kalt- und Warmwasser und eine Zentralheizung.** ([4★★★★ Waldhotel am Notschreipass][1])

    ### Aber: Das Foto könnte jünger sein als es aussieht

    Hier müssen wir unsere bisherige Datierung etwas vorsichtiger formulieren.

    Das Gebäude wurde **1947 grundlegend umgebaut**; dabei erhielt das Haupthaus ein **Steildach anstelle des vorherigen Flachdachs**. ([4★★★★ Waldhotel am Notschreipass][1])

    Das ist für dein Foto ausgesprochen interessant: **Die Dachform auf deinem Bild gehört noch zur Vorkriegsanlage.**

    Damit können wir das Foto sicher vor den Umbau von 1947 setzen.

    Eine historische Ansichtskarte des Notschrei-Hotels ist außerdem mit **Poststempel 1936** nachweisbar. ([Oldthing][2]) Das zeigt, dass genau dieses Gebäude in der Mitte der 1930er Jahre bereits als Ansichtsmotiv verbreitet wurde.

    Ich würde deshalb jetzt ansetzen:

    **Aufnahme wahrscheinlich ca. 1930–1936**
    **besonders plausibel: ca. 1932–1935**

    Damit passt das Bild hervorragend zur bisherigen Arbeitshypothese für die Hartmann-Serie.

    ### Geografisch passt es perfekt zur Serie

    Der Notschrei liegt auf etwa **1.120 m** zwischen Todtnau und Oberried. Noch interessanter: Der historische Höhenweg führte vom Notschrei über den **Wiedener Eck** und weiter zum **Belchen**. Ein älterer Schwarzwaldführer beschreibt genau diese Verbindung und nennt das Notschrei-Kurhotel Waldheim ausdrücklich. ([BLB Karlsruhe][3])

    Damit ist die Reihenfolge unserer Bilder inzwischen sehr aufschlussreich:

    **Nr. 7 – Belchenhaus**
    → **Nr. 8 – Wiedener Eck**
    → **Nr. 9 – Notschrei**

    Die Mappe dokumentiert also tatsächlich die touristische Infrastruktur **entlang des südlichen Schwarzwald-Höhenweges**.

    ### Ein interessanter Unterschied zu den späteren Bildern

    Das Foto zeigt den Notschrei noch als **isoliertes Höhenhotel in einer fast vollständig offenen Landschaft**. Heute ist die Passhöhe wesentlich stärker erschlossen.

    Gerade deshalb hat dieses Bild einen hohen dokumentarischen Wert: Es zeigt den Notschrei **vor der modernen Wintersport- und Verkehrsinfrastruktur**.

    ### Zwischenstand der Mappe

    | Nr. | Motiv | Charakter |
    | ----: | -------------------------------------- | --------------------- |
    | 1 | Badenweiler | Kurort |
    | 2 | Blick vom Hochblauen nach Marzell | Panorama |
    | 3 | Hochblauen | Hotel / Alpenblick |
    | 4 | Sirnitz | Schwarzwaldhöfe |
    | 5 | Haldenhof mit Belchen | Hof / Berg |
    | 6 | Blick vom Belchen ins Kleine Wiesental | Panorama |
    | 7 | Belchen – Gasthof Belchenhaus | Alpwirtschaft |
    | 8 | Wiedener Eck | Höhenhotel |
    | **9** | **Notschrei** | **Kurhotel Waldheim** |

    **Sammlerische Bewertung: ★★★★★**

    Nr. 9 gehört für mich zu den **historisch stärksten Bildern der bisherigen Serie**, weil das Gebäude noch in seinem alten Zustand vor dem Umbau von 1947 erscheint.

    Und ein Detail ist besonders spannend: Die bisher gezeigten Bilder ergeben zunehmend eine **zeitlich erstaunlich geschlossene Fotoserie**, wahrscheinlich überwiegend aus den **frühen bis mittleren 1930er Jahren** – nicht nur eine später beliebig zusammengestellte Sammlung älterer Motive. Das sollten wir bei den nächsten sechs Bildern weiter überprüfen.

    [1]: https://www.schwarzwald-waldhotel.de/fileadmin/user_upload/umwelterkla%CC%88rung-waldhotel-notschrei.pdf?utm_source=chatgpt.com "Umwelterklärung"
    [2]: https://oldthing.at/AK-Notschrei-Schwarzwald-Waldhotel-am-Notschrei-0059187639?utm_source=chatgpt.com "AK Notschrei /Schwarzwald, Waldhotel.. | Ansichtskarten günstig"
    [3]: https://digital.blb-karlsruhe.de/download/pdf/6822009.pdf?utm_source=chatgpt.com "Badische Landesbibliothek KarlsruheDigitale Sammlung der Badischen Landesbibliothek KarlsruheEduard Gaeblers großer Führer vom Schwarzwald"
  • admin - Mittwoch, 12. August 2026 um 16:45:51
    ### Bild Nr. 8 – „Wiedener Eck“

    Dieses Motiv ist sehr gut als **historische Ansicht des Wiedener Ecks mit dem damaligen Kurhaus bzw. Gasthof Wiedener Eck** einzuordnen. Das ist ein wichtiger Treffer für die Serie, denn das Wiedener Eck liegt mit rund **1.035 m** genau auf der Verbindung zwischen dem Wiesental und dem Münstertal und bildet einen natürlichen Übergang auf dem Weg zum Belchen. ([Wikipedia][1])

    Besonders hilfreich ist eine historische Quelle des Landesmuseums Baden-Württemberg: Dort ist eine Postkarte **„Kurhaus Wiedenereck 1036,7 m ü. d. M.“** erhalten, die **um 1900** datiert wird. Sie zeigt das damalige Kurhaus als Gasthof und bestätigt damit, dass das Gebäude bereits lange vor deiner Aufnahme als touristischer Betrieb bestand. ([LEO-BW][2])

    ### Das Gebäude auf deinem Foto

    Das kleine, zentral stehende Gebäude ist sehr wahrscheinlich das **historische Gasthaus/Kurhaus Wiedener Eck**. Es wirkt auf deinem Bild noch vergleichsweise klein und steht praktisch frei in der offenen Hochflächenlandschaft.

    Das ist ein interessanter Unterschied zu späteren Ansichten: Heute steht dort das wesentlich stärker ausgebaute **Berghotel Wiedener Eck**. Die Geschichte des Hauses reicht nach den heutigen Angaben bis etwa **1901** zurück. ([Wikipedia][3])

    Das Foto dokumentiert also eine **frühe Entwicklungsphase des Passhotels**, bevor die Anlage durch spätere Erweiterungen ihren heutigen Charakter erhielt.

    ### Sehr auffällig: der Belchen im Hintergrund

    Im Hintergrund ist die markante, nahezu baumfreie **Belchenkuppe** zu sehen.

    Das ist ein sehr guter Beleg für die Beschriftung der Mappe. Vom Wiedener Eck führt der historische Höhenweg über den Heidstein und die Krinne weiter zum Belchen; auch heute wird diese Verbindung als klassische Wanderroute beschrieben. ([Schwarzwald Tourismus][4])

    Damit ergibt sich eine ausgesprochen schöne inhaltliche Verbindung zu den beiden vorherigen Bildern:

    **Nr. 6:** Blick *vom Belchen* ins Kleine Wiesental
    **Nr. 7:** Belchenhaus
    **Nr. 8:** Wiedener Eck *mit Blick zum Belchen*

    Die Serie bewegt sich damit tatsächlich räumlich **rund um den Belchen**.

    ### Datierung – hier gibt es einen interessanten Anhaltspunkt

    Für die Aufnahme selbst halte ich weiterhin **ca. 1930–1935** für plausibel.

    Besonders interessant ist aber eine unabhängig datierte Fotografie des Wiedener Ecks aus dem **Sommer 1930**, die das Landesmuseum Baden-Württemberg in seiner Sammlung besitzt. Sie entstand während einer Wanderung von „Auf den Böden“ über das Wiedener Eck zum Belchen. ([LEO-BW][5])

    Das beweist nicht, dass dein Foto ebenfalls 1930 entstand. Es zeigt aber, dass das Wiedener Eck **um 1930 intensiv fotografisch und touristisch dokumentiert wurde**.

    Ich würde deshalb für dieses Bild ansetzen:

    **Aufnahme:** ca. **1928–1934**
    **wahrscheinlich:** **1930–1932**
    **Verwendung in der Hartmann-Mappe:** vermutlich **Mitte der 1930er Jahre**

    ### Ein wichtiger Hinweis zur bisherigen Datierung

    Bei den ersten sieben Bildern hatte ich teilweise **1928–1935** als Aufnahmezeitraum genannt. Mit dem Wiedener-Eck-Bild und den inzwischen gefundenen zeitgenössischen Vergleichsaufnahmen wird **1930–1933** als Schwerpunkt immer plausibler.

    Das heißt:

    > **Die Fotos der Mappe könnten tatsächlich überwiegend um 1930–1933 entstanden sein und erst einige Jahre später von Emil Hartmann zu dieser 15er-Serie zusammengestellt worden sein.**

    Das wäre für die Datierung der gesamten Mappe eine wichtige Erkenntnis.

    ### Zwischenstand

    | Nr. | Motiv | Bedeutung |
    | ----: | -------------------------------------- | ------------------------------------------------------- |
    | 1 | Badenweiler | Kurort |
    | 2 | Blick vom Hochblauen nach Marzell | Landschaft / Ortsansicht |
    | 3 | Hochblauen | Gipfelhotel / Alpenpanorama |
    | 4 | Sirnitz | Schwarzwaldhöfe |
    | 5 | Haldenhof mit Belchen | Hof / Belchen |
    | 6 | Blick vom Belchen ins Kleine Wiesental | Panorama |
    | 7 | Belchen – Gasthof Belchenhaus | Alpwirtschaft / Tourismus |
    | **8** | **Wiedener Eck** | **Passhöhe / historisches Kurhaus / Blick zum Belchen** |

    **Sammlerische Bewertung des Motivs: ★★★★☆**

    Nicht ganz so spektakulär wie Nr. 6 oder Nr. 7, aber **historisch sehr wichtig**, weil es einen zentralen Ausgangs- und Übergangspunkt des Höhenweges dokumentiert.

    **Damit sind jetzt 8 von 15 Fotografien erfasst.** Besonders spannend wird es bei den restlichen sieben Bildern: Wir können daraus wahrscheinlich die **komplette geografische Route und die ursprüngliche Reihenfolge der Hartmann-Serie rekonstruieren.**

    [1]: https://de.wikipedia.org/wiki/Wiedener_Eck?utm_source=chatgpt.com "Wiedener Eck"
    [2]: https://www.leo-bw.de/en/detail-gis/-/Detail/details/DOKUMENT/blm_museumsobjekte/FC73EBD059EB4D4C9A743D9B981FD09A/%22Kurhaus%20Wiedenereck%2010367%20m%20%C3%BC%20d%20M%22?utm_source=chatgpt.com "\"Kurhaus Wiedenereck 10367 m ü d M\" - Detailseite - LEO-BW"
    [3]: https://de.wikipedia.org/wiki/Westweg "https://de.wikipedia.org/wiki/Westweg"
    [4]: https://www.schwarzwald-tourismus.info/touren/vom-wiedener-eck-zum-belchen-f8468c3c95?utm_source=chatgpt.com "Vom Wiedener Eck zum Belchen"
    [5]: https://www.leo-bw.de/en-GB/detail-gis/-/Detail/details/DOKUMENT/blm_museumsobjekte/2D7EA4F1460D7799B9FA5DA227DC732F/Beim%20Wiedener%20Eck?utm_source=chatgpt.com "Beim Wiedener Eck - Detailseite - LEO-BW"
  • admin - Mittwoch, 12. August 2026 um 16:43:29
    ### Bild Nr. 7 – „Belchen (1415 m) – Gasthof Belchenhaus“

    Dieses siebte Bild ist für die Mappe **besonders wertvoll**, weil es das **Belchenhaus in seiner historischen Form mit einer großen Viehherde** zeigt. Das Motiv lässt sich sehr gut in die Geschichte des Belchen-Gipfels einordnen.

    Das Gebäude im Hintergrund links ist das **historische Belchenhaus**, daneben befindet sich ein weiterer Wirtschafts- bzw. Unterkunftsbau. Davor weidet eine größere Herde auf der Gipfelhochfläche. Damit verbindet das Foto zwei typische Funktionen des Belchen: **Bergtourismus und traditionelle Alpwirtschaft**.

    Das Landesarchiv Baden-Württemberg führt historische Aufnahmen ausdrücklich unter der Bezeichnung **„Belchen: Belchenhaus“** und ordnet das Ensemble dem Belchenhaus bei Schönenberg zu. Eine dort verzeichnete Aufnahme stammt vom **3. Oktober 1954**. ([LEO-BW][1])

    ### Besonders interessant: die Kühe

    Die Viehherde ist hier keineswegs nur Staffage. Sie macht das Foto zu einem **außergewöhnlich guten Dokument der damaligen Nutzung der Belchenhochfläche**.

    Auf deinem Bild sieht man:

    * eine große Zahl von Rindern,
    * mehrere Personen bei der Herde,
    * eine nahezu völlig offene Weidefläche,
    * das Gasthaus unmittelbar dahinter,
    * und nur sehr wenige technische Einrichtungen.

    Das unterscheidet dieses Bild deutlich von den späteren touristischen Belchen-Aufnahmen.

    Interessant ist auch, dass das Landesmuseum Baden-Württemberg eine **Postkarte aus den 1930er Jahren** mit einer Herde von Kühen auf dem Belchen besitzt. Sie wird ausdrücklich als *„Blick ins Wiesental vom Belchen“* bezeichnet und in die **1930er Jahre** datiert. ([LEO-BW][2])

    Das ist ein sehr guter unabhängiger Hinweis darauf, dass **Kuhherden auf dem Belchen in genau dieser Zeit ein beliebtes fotografisches Motiv waren**.

    ### Datierung dieses Fotos

    Hier würde ich meine bisherige Datierung sogar etwas präzisieren.

    Das Bild wirkt stilistisch und hinsichtlich der dargestellten Anlage ausgesprochen gut passend zu **etwa 1930–1935**.

    Eine interessante Parallele ist die Sammlung von Annemarie Brenzinger: Mehrere originale Belchen-Aufnahmen sind dort ausdrücklich auf **Sommer 1930** datiert, darunter Aufnahmen vom Belchen und vom Weg zum Belchen. ([LEO-BW][3])

    Das beweist natürlich **nicht**, dass dein Foto ebenfalls 1930 aufgenommen wurde. Es zeigt aber, dass die fotografische Dokumentation des Belchen in genau diesem Zeitraum intensiv betrieben wurde.

    **Meine Einschätzung für dein Foto:**

    * **Aufnahme:** ca. **1930–1934**
    * **wahrscheinlich:** **um 1931/32**
    * **Druck/Verwendung durch Emil Hartmann:** wahrscheinlich **Mitte der 1930er Jahre**

    Damit würde das Foto sehr gut zu unserer bisherigen Datierung der gesamten Mappe passen.

    ### Ein wichtiges Detail zur Mappe

    Der Titel verwendet:

    > **„Belchen (1415 m)“**

    Die historische Höhenangabe ist interessant. Heute wird der Belchen mit rund **1.414 m** angegeben; die damals gebräuchliche gerundete Angabe **1415 m** passt daher hervorragend in die zeitgenössische touristische Beschriftung.

    ### Zwischenstand der 15er-Serie

    | Nr. | Motiv | Charakter |
    | ----: | -------------------------------------- | ------------------------------------------- |
    | 1 | Badenweiler | Kurort / historische Bebauung |
    | 2 | Blick vom Hochblauen nach Marzell | Landschaft / Dorf |
    | 3 | Hochblauen | Hotel / Alpenpanorama |
    | 4 | Sirnitz | Schwarzwaldhöfe |
    | 5 | Haldenhof mit Belchen | Hof / Bergpanorama |
    | 6 | Blick vom Belchen ins Kleine Wiesental | Großes Landschaftspanorama |
    | **7** | **Belchen – Gasthof Belchenhaus** | **Berggasthof / Alpwirtschaft / Viehherde** |

    ### Sammlerische Bewertung

    **★★★★★ – eines der stärksten Motive der bisherigen sieben Bilder.**

    Ich würde Nr. 7 sogar höher einschätzen als eine gewöhnliche Gipfelansicht. Der Grund ist die **Dokumentationsqualität**: Das Bild zeigt das Belchenhaus, die historische Architektur, die damalige Weidewirtschaft und die Menschen bei der Arbeit in einer einzigen Aufnahme.

    Für eine Sammlung historischer Schwarzwaldfotografie ist genau diese Kombination sehr reizvoll.

    **Zwischenstand: 7 von 15 Fotografien.**

    Und inzwischen zeichnet sich sehr deutlich ab, dass die Hartmann-Serie nicht nur eine Wanderroute illustriert, sondern ein **historisches Bild des südlichen Schwarzwaldes um etwa 1930–1935** vermittelt. Die wiederkehrenden offenen Weideflächen, Höfe und Gasthäuser machen die Serie auch kulturgeschichtlich interessant. ([LEO-BW][2])

    [1]: https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/DOKUMENT/labw_findmittel/labw-5-808534/Belchen%20Belchenhaus?utm_source=chatgpt.com "Belchen Belchenhaus - Detailseite - LEO-BW"
    [2]: https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/DOKUMENT/blm_museumsobjekte/FB79376F63EB4DACA1FB42ECB132CD96/%22Blick%20ins%20Wiesental%20vom%20Belchen%22?utm_source=chatgpt.com "\"Blick ins Wiesental vom Belchen\" - Detailseite - LEO-BW"
    [3]: https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/DOKUMENT/blm_museumsobjekte/BF9F4893407067A7DAB3AB9DF2A63F7A/Ausblick%20vom%20Belchen?utm_source=chatgpt.com "Ausblick vom Belchen - Detailseite - LEO-BW"
  • admin - Mittwoch, 12. August 2026 um 16:41:10
    ### Bild Nr. 6 – „Blick vom Belchen (1415 m) ins Kleine Wiesental“

    Dieses Motiv ist **sehr eindeutig dem Belchengipfel zuzuordnen** und passt hervorragend zur Titelroute der Mappe. Der Blick geht vom Belchen **nach Süden bzw. süd-südöstlich in das Kleine Wiesental**. Genau diese Blickrichtung wird auch bei modernen Vergleichsaufnahmen als „Blick vom Belchen nach Süden ins Kleine Wiesental“ bezeichnet. ([Wikimedia Commons][1])

    ### Was auf dem historischen Foto zu sehen ist

    Besonders schön ist hier die damals noch fast vollständig **landwirtschaftlich geprägte Kulturlandschaft**:

    * unten im Bild eine kurvenreiche Straße bzw. Zufahrt,
    * zahlreiche einzelne Schwarzwaldhöfe,
    * kleine, unregelmäßige Wiesen- und Ackerparzellen,
    * stark bewaldete Berghänge,
    * darüber die offenen, teilweise waldfreien Hochflächen des südlichen Schwarzwaldes.

    Die **Kleine Wiese** entspringt am Belchen und fließt über Neuenweg, Bürchau, Elbenschwand und Tegernau nach Süden. Damit ist die Bezeichnung auf deinem Bild geografisch absolut stimmig. ([Wikipedia][2])

    ### Interessant: „1415 m“

    Auf dem Titel steht **Belchen (1415 m)**. Heute wird der Belchen mit **1.414,2 m** angegeben. Die historische Angabe 1.415 m ist daher völlig plausibel und ein schönes Indiz für die zeitgenössische Beschriftung der Serie. ([Wikipedia][3])

    ### Historischer Wert des Bildes

    Dieses Foto halte ich für **eines der interessantesten bisherigen Bilder der Mappe**.

    Der Grund liegt weniger im Berg selbst als in der dokumentierten Landschaft. Die heutige Gemeinde Kleines Wiesental entstand erst 2009 aus mehreren ehemals selbständigen Gemeinden; die historische Aufnahme zeigt dagegen die Landschaft noch in ihrer traditionellen kleinräumigen Struktur. ([Schwarzwald Urlaub][4])

    Sehr auffällig sind die zahlreichen **kleinen, voneinander getrennten Nutzflächen**. Solche historischen Aufnahmen sind deshalb für die Orts- und Landschaftsgeschichte durchaus interessant.

    ### Datierung

    Das Foto selbst würde ich weiterhin etwas älter als die fertige Hartmann-Mappe einschätzen:

    **Aufnahme:** etwa **1928–1935**
    **wahrscheinlich:** **ca. 1930–1933**
    **Verwendung in der Mappe:** vermutlich **Mitte der 1930er Jahre**

    Eine spätere Aufnahme aus den 1950er Jahren zeigt denselben grundsätzlichen Blick vom Belchen ins Kleine Wiesental; dadurch lässt sich die topografische Zuordnung zusätzlich absichern. ([eBay.de][5])

    ### Entwicklung der Serie

    Jetzt haben wir bereits eine sehr interessante Abfolge:

    | Nr. | Motiv | Charakter |
    | ----: | ------------------------------------------ | ------------------------------ |
    | 1 | Badenweiler | Kurort |
    | 2 | Blick vom Hochblauen nach Marzell | Orts-/Landschaftspanorama |
    | 3 | Hochblauen | Gipfelhotel + Alpenpanorama |
    | 4 | Sirnitz | Schwarzwaldhöfe / Höhenweg |
    | 5 | Haldenhof mit Belchen | Hof + Bergpanorama |
    | **6** | **Blick vom Belchen ins Kleine Wiesental** | **großes Landschaftspanorama** |

    Damit wird die Konzeption der Mappe immer deutlicher: **Hartmann zeigt nicht einfach 15 schöne Schwarzwaldbilder, sondern eine Folge von Stationen und Aussichtspunkten entlang des südlichen Schwarzwaldraumes zwischen Feldberg, Belchen und Hochblauen.**

    **Sammlerische Bewertung des Motivs: ★★★★★**

    Für die spätere Gesamtbewertung würde ich Nr. 6 als **eines der stärksten Landschaftsmotive der Mappe** einstufen. Besonders wertvoll ist die noch weitgehend unveränderte historische Kulturlandschaft.

    **Zwischenstand: 6 von 15 Fotografien.**

    [1]: https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ABlick_vom_Belchen_%2815092104395%29.jpg?utm_source=chatgpt.com "File:Blick vom Belchen (15092104395).jpg - Wikimedia Commons"
    [2]: https://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Wiese?utm_source=chatgpt.com "Kleine Wiese"
    [3]: https://de.wikipedia.org/wiki/Belchen_%28Schwarzwald%29?utm_source=chatgpt.com "Belchen (Schwarzwald)"
    [4]: https://www.schwarzwald.com/kleines-wiesental/?utm_source=chatgpt.com "Kleines Wiesental im Schwarzwald"
    [5]: https://www.ebay.de/itm/236776865199?utm_source=chatgpt.com "Blick vom Belchen im Schwarzwald in das kleine Wiesental - gelaufen 1953 | eBay.de"
  • admin - Mittwoch, 12. August 2026 um 16:38:47
    ### Bild Nr. 5 – „Der Haldenhof mit Belchen“

    Dieses Motiv ist **sehr gut als Haldenhof im Raum Hinterheubronn/Münstertal identifizierbar**. Der Haldenhof liegt an der Passstraße zwischen Münstertal und Neuenweg und ist traditionell ein wichtiger Ausgangspunkt für den Aufstieg zum Belchen. Genau diese Verbindung **Haldenhof → Belchen** wird auch in heutigen historischen Wegbeschreibungen bestätigt. ([Schwarzwald Tourismus][1])

    Auf deinem Foto ist der **Belchen im Hintergrund sehr markant** zu erkennen. Im Vordergrund liegt der bäuerliche Hof mit mehreren Wirtschaftsgebäuden; die Aufnahme ist deshalb nicht nur ein Bergpanorama, sondern ein schönes Dokument der damaligen **Schwarzwälder Streusiedlung und Landwirtschaft**.

    ### Ein wichtiger Vergleich

    Ich habe nach historischen Vergleichsaufnahmen gesucht. Das Landesarchiv Baden-Württemberg besitzt beispielsweise eine Aufnahme **„Münsterhalden: Straße zum Haldenhof mit Belchen“** aus der Sammlung Willy Pragher. Sie stammt zwar erst vom **22. Oktober 1955**, bestätigt aber die historische Bezeichnung und die typische Perspektive des Bereichs. ([Wikimedia Commons][2])

    Noch wichtiger für die Identifizierung ist eine historische Beschreibung von 1961: Dort wird ausdrücklich der **Haldenhof über Hinter-Heubronn an der Straße von Müllheim nach Schönau** genannt. Von dort führten die Ausflugswege zum **Belchengipfel, Nonnenmattweiher, zur Sirnitz und zur Kälbelescheuer**. ([Freiburger Bestände – digital][3])

    Damit fügt sich das Bild **inhaltlich hervorragend in den Titel deiner Mappe** ein.

    ### Das Bild ist für die Serienkonzeption besonders wichtig

    Jetzt wird die Zusammenstellung der Mappe noch deutlicher:

    1. **Badenweiler**
    2. **Blick vom Hochblauen nach Marzell**
    3. **Hochblauen**
    4. **Sirnitz**
    5. **Der Haldenhof mit Belchen**

    Das ist keine beliebige Schwarzwald-Bildersammlung. Die Motive bilden tatsächlich eine **touristische Route durch den südlichen Schwarzwald**.

    Besonders interessant ist die Verbindung **Sirnitz – Haldenhof – Belchen**. Der heutige Westweg verläuft weiterhin vom Belchen über den Haldenhof in Richtung Hochblauen. ([Schwarzwald Tourismus][4])

    ### Datierung des Fotos

    Das Foto selbst wirkt wiederum **deutlich älter als die Herstellung der Mappe**. Ich würde es momentan bei:

    **ca. 1928–1935, wahrscheinlich um 1930–1933**

    ansetzen.

    Die relativ primitive Straßen- und Hofsituation sowie die vollkommen fehlende moderne Verkehrsinfrastruktur sprechen eher für die **frühen 1930er Jahre**.

    Dabei sollten wir aber eine wichtige Unterscheidung beibehalten:

    * **Aufnahme des Motivs:** wahrscheinlich frühe 1930er Jahre
    * **Zusammenstellung/Druck der Hartmann-Mappe:** wahrscheinlich Mitte der 1930er Jahre

    ### Besonderer Sammlerwert des Motivs

    **★★★★★ – sehr gutes Motiv**

    Für eine historische Schwarzwald-Sammlung ist dieses Bild besonders reizvoll, weil es drei Dinge gleichzeitig dokumentiert:

    **Haldenhof + traditionelle Schwarzwaldhöfe + Belchen**

    Und genau diese Kombination ist heute landschaftlich wesentlich stärker verändert als eine reine Gipfelaufnahme.

    **Zwischenstand: 5 von 15 Fotografien.**

    Ich würde dieses Bild in der späteren Gesamtbewertung der Mappe ausdrücklich als **eines der dokumentarisch stärksten Motive** hervorheben.

    [1]: https://www.schwarzwald-tourismus.info/touren/belchen-6fc1534617?utm_source=chatgpt.com "Belchen"
    [2]: Stra%C3%9Fe_zum_Haldenhof_mit_Belchen_-_LABW-_Staatsarchiv_Freiburg_W_134_Nr._028842a.jpeg?utm_source=chatgpt.com" rel="nofollow">https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AM%C3%BCnsterhalden-Stra%C3%9Fe_zum_Haldenhof_mit_Belchen_-_LABW-_Staatsarchiv_Freiburg_W_134_Nr._028842a.jpeg?utm_source=chatgpt.com "File:Münsterhalden- Straße zum Haldenhof mit Belchen - LABW - Staatsarchiv Freiburg W 134 Nr. 028842a.jpeg - Wikimedia Commons"
    [3]: https://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/mgl-1961-02/0005/ocr?utm_source=chatgpt.com "Das Markgräflerland: Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur (23.1961, Heft 2.1961) (Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 4688,fm) - Freiburger historische Bestände - digital - Universitätsbibliothek Freiburg"
    [4]: https://www.schwarzwald-tourismus.info/touren/auf-dem-westweg-vom-belchen-zum-hochblauen-5332fdb53b?utm_source=chatgpt.com "Auf dem Westweg vom Belchen zum Hochblauen"
  • admin - Mittwoch, 12. August 2026 um 16:36:25
    ### Bild Nr. 4 – „Sirnitz“

    Dieses Motiv zeigt **sehr wahrscheinlich den Weiler Sirnitz mit dem historischen Gasthaus „Zum Auerhahn“**. Die Beschriftung deiner Mappe ist damit plausibel. Sirnitz liegt heute als Wohnplatz auf rund **900–1000 m Höhe** an der Westrampe des Sirnitzpasses; die Häuser gruppieren sich dort zwischen zwei Serpentinen. ([Schwarzwald Tourismus][1])

    Besonders interessant ist, dass die Aufnahme die **landwirtschaftliche Sirnitz vor der stärkeren touristischen Erschließung** zeigt. Im Vordergrund sehen wir mehrere große Schwarzwaldhöfe, Wiesenflächen und die kurvenreiche Straße. Der Charakter ist noch ausgesprochen bäuerlich.

    ### Das Gasthaus „Auerhahn“

    Das Gasthaus ist für die Identifizierung wichtig. Die Wirtschaft hieß ursprünglich **„Hirschen“** und wurde **1885 in „Auerhahn“ umbenannt**. Ab 1932 war Ernst Bauert aus Badenweiler Pächter; ab 1938 folgte die Familie Sauter. ([Freiburger historische Bestände][2])

    Damit haben wir sogar einen interessanten **Datierungsanker**:

    * **bis 1932:** anderer Pächter
    * **1932–1938:** Ernst Bauert
    * **ab 1938:** Familie Max Sauter ([Freiburger historische Bestände][2])

    Allerdings ist der Pächter auf diesem Bild natürlich nicht zu erkennen. Der Wechsel hilft uns daher nur indirekt.

    ### Ein sehr wichtiger Hinweis zur Höhenweg-Serie

    Die Aufnahme passt ausgesprochen gut zum Titel **„Feldberg–Belchen–Hochblauen“**. Sirnitz liegt tatsächlich an einem alten Wanderwegnetz zwischen den Schwarzwaldhöhen. Ein Höhenweg **Schweighof–Kohlplatz–Paul Kloß–Ruhe–Sirnitz** wurde bereits **1930** angelegt. ([Freiburger historische Bestände][3])

    Das ist für unsere bisherige Datierung bemerkenswert: Die Serie stellt offenbar nicht zufällig einzelne Orte zusammen, sondern folgt tatsächlich der **Wander- und Verkehrslandschaft des südlichen Schwarzwaldes**.

    ### Aufnahmezeit

    Das Foto selbst würde ich weiterhin in die **frühen 1930er Jahre** setzen:

    **wahrscheinlich ca. 1930–1935**

    Dafür sprechen:

    * die noch sehr ursprüngliche bäuerliche Bebauung,
    * die Straßenanlage,
    * die fehlende moderne touristische Infrastruktur,
    * und vor allem die Einordnung Sirnitz' in das um **1930** ausgebaute Höhenwegenetz. ([Freiburger historische Bestände][3])

    Eine historische Sirnitz-Ansichtskarte ist außerdem tatsächlich mit **Poststempel 1935** nachweisbar; ein weiteres Sirnitz-Motiv wird sogar mit **1910** angeboten. Das zeigt, dass der Ort bereits lange vor unserer Mappe fotografisch dokumentiert wurde. ([Oldthing][4])

    ### Zwischenstand der Mappe

    | Nr. | Motiv | Bedeutung |
    | ----: | --------------------------------- | ---------------------------------------- |
    | 1 | Badenweiler | Kurort / historisches Ortsbild |
    | 2 | Blick vom Hochblauen nach Marzell | Landschaft + Dorf |
    | 3 | Hochblauen | Hotel + Alpenpanorama |
    | **4** | **Sirnitz** | **Höhenweg / Schwarzwaldhof-Landschaft** |

    **Dieses vierte Bild ist für die Serie besonders wichtig**, weil es zeigt, dass Hartmann offenbar auch kleinere, damals touristisch relevante Stationen des Höhenweges aufgenommen bzw. in die Mappe übernommen hat.

    Ein weiterer interessanter Punkt: Die historische Literatur beschreibt Sirnitz ausdrücklich als **„Alm“ bzw. abgelegenen Schwarzwaldplatz**, dessen stattlichstes Gehöft als Forsthaus und Gaststätte „Auerhahn“ erhalten blieb. ([Freiburger historische Bestände][5])

    Damit bekommen wir langsam ein sehr klares Bild vom Charakter dieser **15er-Serie: nicht nur Panoramaaufnahmen, sondern eine fotografische Wanderung entlang des südlichen Schwarzwald-Höhenweges.**

    [1]: https://www.schwarzwald-tourismus.info/touren/auf-dem-alten-klemm-zum-eselsgrabenfelsen-265a85ac0e?utm_source=chatgpt.com "Auf dem alten Klemm zum Eselsgrabenfelsen | Schwarzwald Tourismus GmbH"
    [2]: https://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/markgrafschaft-1964-10/0008/ocr?utm_source=chatgpt.com "Hebelbund Müllheim [Hrsg.]: Die Markgrafschaft: Beiträge aus Geschichte, Kultur und Wirtschaft des Markgräflerlandes (16. Jahrgang, Heft 10.Oktober 1964) (Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 4688,fs) - Freiburger historische Bestände - digital - Universitätsbibliothek Freiburg"
    [3]: https://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/markgrafschaft-1955-04/0015/ocr?utm_source=chatgpt.com "Hebelbund Müllheim [Hrsg.]: Die Markgrafschaft: Beiträge aus Geschichte, Kultur und Wirtschaft des Markgräflerlandes (7. Jahrgang, Heft 4.April 1955) (Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 4688,fs) - Freiburger historische Bestände - digital - Universitätsbibliothek Freiburg"
    [4]: https://oldthing.de/Sirnitz-Gasthaus-Auerhahn-Schwarzwald-x-0022422965?utm_source=chatgpt.com "Sirnitz Gasthaus Auerhahn.. | Ansichtskarten günstig"
    [5]: https://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/markgrafschaft-1955-07/0017/ocr?utm_source=chatgpt.com "Hebelbund Müllheim [Hrsg.]: Die Markgrafschaft: Beiträge aus Geschichte, Kultur und Wirtschaft des Markgräflerlandes (7. Jahrgang, Heft 7.Juli 1955) (Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 4688,fs) - Freiburger historische Bestände - digital - Universitätsbibliothek Freiburg"
  • admin - Mittwoch, 12. August 2026 um 16:34:05
    ### Bild Nr. 3 – „Hochblauen“

    Dieses Bild ist besonders interessant, weil es **nicht einfach nur eine Landschaftsaufnahme**, sondern eine historische Darstellung des **Blauenhauses bzw. Hotels Hochblauen auf dem Gipfel** ist.

    Das Gebäude im Zentrum ist das charakteristische **gewinkelte Berghotel**, das nach dem großen Umbau von **1889/90** seine bis heute prägende Form erhielt. Zeitgenössische Darstellungen bestätigen, dass dieser Anbau das Haus deutlich vergrößerte und es zu einem beliebten Motiv auf Ansichtskarten machte. ([Freiburger historische Bestände][1])


    ### Das Motiv

    Im Vordergrund sehen wir das **Hotel Hochblauen**, davor den Zufahrtsweg und die damals noch relativ offene Gipfelanlage. Im Hintergrund ist ein außergewöhnlich schönes **Alpenpanorama** zu erkennen.

    Das ist für die Aufnahme sehr charakteristisch: Vom Hochblauen reicht die Sicht bei klarer Witterung weit in das **Berner Oberland**; auch Jura, Vogesen und Rheinebene gehören zum klassischen Panorama des Berges. ([Schwarzwaldverein Müllheim-Badenweiler][2])

    Auffällig ist außerdem, dass auf dem Foto **kein moderner Sendemast** vorhanden ist – natürlich ein wichtiger Hinweis auf das Alter der Aufnahme.

    ### Der Aussichtsturm fehlt scheinbar

    Hier muss man etwas vorsichtig sein: Der historische Aussichtsturm stand **nicht unmittelbar vor dem Hotel**, sondern auf einer Anhöhe weiter nördlich. Deshalb ist sein Fehlen auf diesem Foto kein Widerspruch.

    Der heutige Turm geht auf den **1895 errichteten eisernen Aussichtsturm** zurück. Zuvor hatte es bereits einen Holzturm gegeben. ([Hochblauen Hotel][3])

    ### Sehr wichtiger Datierungshinweis

    Die Aufnahme kann **nicht vor 1925** entstanden sein, wenn man die Elektrifizierung als Orientierung verwendet: 1925 wurde das Hotel bzw. der Gipfel an das Stromnetz angeschlossen. ([Hochblauen Hotel][3])

    Noch interessanter ist der Verkehr:

    **1928 kamen die ersten Kraftfahrzeuge über die Bergstraße auf den Gipfel.** ([Wikipedia][4])

    Auf deinem Bild ist der Zufahrtsbereich noch ausgesprochen ruhig und wirkt nahezu wie eine Aufnahme aus der Zeit vor dem starken Autotourismus. Das spricht eher für **späte 1920er bis frühe 1930er Jahre** als für die zweite Hälfte der 1930er.

    Meine Einschätzung:

    **Aufnahme:** ca. **1928–1934**
    **wahrscheinlich:** **um 1930–1932**
    **Verwendung im Hartmann-Heft:** vermutlich **Mitte der 1930er Jahre**

    Das ist ein wichtiger Unterschied: **Das Foto selbst dürfte einige Jahre älter sein als die Mappe.**

    ### Besonders interessant für die Sammlung

    Dieses Bild liefert uns einen weiteren Hinweis auf die Konzeption der gesamten Serie:

    1. **Badenweiler**
    2. **Blick vom Hochblauen nach Marzell**
    3. **Hochblauen**

    Damit beginnt sich tatsächlich eine **geografische Dramaturgie des Höhenweges** abzuzeichnen: Badenweiler → Hochblauen → Blick in Richtung Marzell.

    Und noch etwas: Das Gebäude auf deinem Foto entspricht genau jener historischen Bauphase, die 1889/90 entstanden ist. Das macht die Aufnahme zu einer schönen **Vorkriegsdokumentation des Blauenhauses**. Eine historische Postkarte mit dem Motiv „Hotel und Pension Hochblauen“ ist ebenfalls für die Zeit vor 1945 nachweisbar. ([ZVAB (DE)][5])

    **Bewertung des Motivs innerhalb der Mappe: ★★★★★**

    Für einen Sammler von Schwarzwald-Fotografien ist dieses Bild **eines der stärkeren Motive der Serie**, weil es ein inzwischen stark verändertes touristisches Ensemble dokumentiert.

    **Zwischenstand: 3 von 15 Bildern identifiziert.**

    [1]: https://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/mgl-2006-02/0086/ocr?utm_source=chatgpt.com "Das Markgräflerland: Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur (68.2006, Heft 2.2006) (Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 4688,fm) - Freiburger historische Bestände - digital - Universitätsbibliothek Freiburg"
    [2]: https://www.schwarzwaldverein-muellheim-badenweiler.de/schwarzwaldverein/der-hochblauen?utm_source=chatgpt.com "Der Hochblauen"
    [3]: https://www.hochblauenhotel.com/de/der-geist-des-hochblauen/?utm_source=chatgpt.com "Wellnesshotel in den Bergen | Hochblauen Hotel & Spa"
    [4]: https://de.wikipedia.org/wiki/Blauen_%28Badenweiler%29?utm_source=chatgpt.com "Blauen (Badenweiler)"
    [5]: https://www.zvab.com/manuskripte-papierantiquitaeten/Passepartout-Ansichtskarte-Postkarte-Blauen-Badenweiler-Schwarzwald/32113454933/bd?utm_source=chatgpt.com "Passepartout Ansichtskarte / Postkarte Blauen Badenweiler im Schwarzwald, Hotel und Pension Hochblauen: Manuskript / Papierantiquität | akpool.de - akpool GmbH"