Historische Leporellos & Foto-Mäppchen – Sammlung historischer Kleinbildfotografien.

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  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 16:07:15
    ### 11. Motiv: „Höllental – Ravennaviadukt mit elektr. Zug“

    **Dieses Bild verändert die Datierung des Leporellos entscheidend.** Hier haben wir erstmals einen wirklich starken **terminus post quem**.

    Auf der Aufnahme ist der **neue Ravennaviadukt** zu sehen. Dieser wurde bereits **1927** fertiggestellt und ersetzte die ältere Ravennabrücke. ([Wikipedia][1])

    Entscheidend ist aber die Bildunterschrift deines Leporellos:

    > **„Höllental – Ravennaviadukt mit elektr. Zug“**

    Die Höllentalbahn wurde erst **1936 elektrifiziert**. Der elektrische Versuchsbetrieb zwischen Freiburg und Neustadt begann am **18. Juni 1936** mit den speziellen Elektrolokomotiven der Baureihe **E 244**. ([Wikipedia][1])

    Damit ist dieses Motiv für unsere Datierung wesentlich stärker als die bisherigen Landschaftsbilder.

    ### Der entscheidende Datierungsanker

    | Merkmal | Zeitpunkt |
    | --------------------------------- | ----------------------: |
    | alter Ravennaviadukt | bis 1927 |
    | **neuer Ravennaviadukt** | **ab 1927** |
    | Elektrifizierung Höllentalbahn | **1936** |
    | **elektrischer Zug auf dem Bild** | **ab 18. Juni 1936** |
    | Leporello | **frühestens ca. 1936** |

    Wenn die Bezeichnung **„mit elektr. Zug“** tatsächlich den auf dem Foto sichtbaren Zug beschreibt – und nicht nur eine nachträgliche, allgemeine Bildbezeichnung –, haben wir damit einen **sehr guten terminus post quem: Sommer 1936**.

    ### Das erklärt auch einen scheinbaren Widerspruch

    Beim **Feldberger Hof** hatten wir festgestellt, dass noch der alte Bau abgebildet ist. Der Feldberger Hof wurde jedoch **1936 neu errichtet**.

    Das bedeutet nun sehr wahrscheinlich:

    **Schöning verwendete für das Leporello ältere fotografische Vorlagen, stellte das Leporello aber erst nach 1936 zusammen.**

    Das ist bei Ansichtskarten- und Souvenirverlagen absolut plausibel.

    Damit müssen wir unsere bisherige Datierung **1931–1934 klar nach oben korrigieren**.

    ### Neue Datierung

    Nach 11 von 12 Bildern halte ich jetzt für wesentlich wahrscheinlicher:

    > **Herstellung/Vertrieb: ca. 1936–1939**

    Mein Schwerpunkt liegt momentan bei:

    ### **ca. 1937–1938**

    Warum nicht einfach 1936?

    Weil der elektrische Versuchsbetrieb erst am **18. Juni 1936** begann. Ein Leporello mit einem solchen Foto musste zunächst fotografiert, entwickelt, für den Druck vorbereitet und produziert werden. Ein Erscheinen **1937** wäre daher deutlich plausibler als unmittelbar 1936.

    ### Besonders interessant: Das Foto selbst

    Das Bild zeigt außerdem den **1927 errichteten neuen Viadukt** und damit nicht mehr die alte Ravennabrücke. ([Wikipedia][1])

    Wir haben somit zwei unterschiedliche Generationen innerhalb derselben Mappe:

    * **ältere touristische Aufnahmen** wie Bismarckdenkmal, Feldberger Hof und Todtnauer Hütte,
    * daneben eine **technisch aktuelle Aufnahme** mit elektrischem Zug.

    Das spricht sehr stark dafür, dass Schöning das Leporello **in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre aktualisiert bzw. zusammengestellt** hat.

    ### Aktualisierte Gesamteinschätzung nach 11 Bildern

    **Bildvorlagen:** etwa **1905–1936**

    **Herstellung des Leporellos:**
    **wahrscheinlich 1937–1939**

    **Favorit:** **ca. 1937/38**

    Das 12. und letzte Bild ist jetzt besonders wichtig. Wenn es ebenfalls einen **Bauzustand oder eine technische Anlage von 1936/37** zeigt, könnten wir die Ausgabe möglicherweise auf **1937/38 ± 1 Jahr** eingrenzen.

    **Das 11. Bild ist bisher der mit Abstand wichtigste Datierungsanker der gesamten Mappe.**

    [1]: https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6llentalbahn_%28Schwarzwald%29?utm_source=chatgpt.com "Höllentalbahn (Schwarzwald)"
  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 16:06:22
    ### 10. Motiv: „Blick vom Hochfirst auf Titisee und Feldberg“

    Dieses Motiv ist **eindeutig identifizierbar** und bestätigt die regionale Geschlossenheit des Leporellos. Der Hochfirst liegt bei Saig/Lenzkirch auf rund 1192 m und bietet genau den charakteristischen Blick über den Titisee auf das Feldbergmassiv. ([Hochschwarzwald][1])

    Auf deinem Bild ist außerdem **noch kein Hochfirstturm zu erkennen**. Das ist für die Datierung interessant.

    Der heutige Hochfirstturm ist ein 25 m hoher Aussichtsturm; historische Ansichtskarten mit dem Blick **„vom Hochfirstturm auf Titisee und Feldberg“** existieren ebenfalls. ([Oldthing][2]) Dein Leporello zeigt dagegen offenbar einen **Blick vom Hochfirst selbst bzw. aus dem bewaldeten Gipfelbereich**, nicht das typische Panorama von der Turmplattform.

    ### Bedeutung für die Datierung

    Das Bild liefert **keinen harten Jahresanker**, aber es passt sehr gut zur bisherigen Serie:

    * stark körnige Schwarzweiß-Fotografie
    * ältere Bildvorlage
    * noch sehr wenig ausgeprägte touristische Bebauung
    * klassische Aussichtsfotografie der Zwischenkriegszeit
    * keine erkennbare technische Infrastruktur im Bild

    Bemerkenswert ist, dass der Blick **Hochfirst → Titisee → Feldberg** bis heute als eine der charakteristischen Aussichten des Hochschwarzwalds gilt. Eine offizielle Beschreibung bezeichnet ihn sogar als besondere Aussicht auf Titisee und Feldberg. ([Nachhaltigkeitsstrategie][3])

    ### Datierung nach 10 von 12 Bildern

    Jetzt zeichnet sich ein ziemlich klares Bild ab:

    | Nr. | Motiv | Datierungshinweis |
    | -----: | ---------------------------------- | --------------------------------- |
    | 1 | Feldberg und Feldberghaus | ältere Vorlage |
    | 2 | Menzenschwander Tal | ältere Landschaftsvorlage |
    | 3 | Bismarck-Denkmal | ursprünglicher Bauzustand |
    | 4 | Feldsee | klassische ältere Vorlage |
    | 5 | Feldberger Hof | alter Hof, vor Neubau 1936 |
    | 6 | Todtnauer Hütte mit Belchen | **vor Brand 1932/33** |
    | 7 | Jägersmatte – Bärental – Titisee | ältere Vorlage |
    | 8 | Bärental | ältere Vorlage |
    | 9 | Titisee mit Feldbergmassiv | ältere Vorlage |
    | **10** | **Hochfirst – Titisee – Feldberg** | **ältere Zwischenkriegs-Vorlage** |

    ### Meine aktuelle Einschätzung

    Ich würde die **Fotovorlage** dieses Bildes ungefähr in die **1920er/frühen 1930er Jahre** setzen.

    Für das **Leporello selbst** bleibt meine bisherige Einschätzung:

    > **ca. 1931–1934, wahrscheinlich 1932/33.**

    Allerdings sehe ich jetzt einen wichtigen Unterschied zu unserer anfänglichen Analyse: **Wir haben bisher keinen Nachweis, der das Leporello selbst zwingend auf 1932/33 datiert.** Die 1931/32 datierbaren Vergleichsbilder zeigen vor allem, dass die verwendeten Motive zu dieser Zeit bereits existierten.

    Daher würde ich momentan seriös formulieren:

    **Herstellung: etwa 1930–1935**
    **Wahrscheinlichkeitszentrum: 1932–1933**
    **Bildvorlagen: teilweise deutlich älter**

    Die letzten **zwei Bilder (Nr. 11 und 12)** sind jetzt besonders wichtig. Wenn eines davon eine Anlage zeigt, deren Baujahr wir exakt kennen, kann sich die Datierung noch deutlich verändern.

    [1]: https://www.hochschwarzwald.de/attraktionen/hochfirst-e57e3560f4?utm_source=chatgpt.com "Hochfirst"
    [2]: https://oldthing.de/AK-Titisee-Feldberg-Blick-vom-Hochfirstturm-auf-Titisee-und-Feldberg-0057332651?utm_source=chatgpt.com "AK Titisee /Feldberg, Blick vom.. | Ansichtskarten günstig"
    [3]: https://www.nachhaltigkeitsstrategie.de/fileadmin/Downloads/Projekte_Veranstaltungen/Projekte/Projekte_2007-2011/Leitfaden_fuer_Gemeinden_Kulturlandschaft_fuer_Morgen_gestalten_-_Lenzkirch_2015.pdf?utm_source=chatgpt.com "Kulturlandschaft für morgen gestalten"
  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 16:05:20
    ### 9. Motiv: „Titisee mit Feldbergmassiv“

    Dieses Bild ist als **Landschaftsmotiv weniger exakt datierbar**, aber es bestätigt die bisherige Einordnung sehr gut.

    Auf der Aufnahme sieht man den **Titisee mit dem Feldbergmassiv im Hintergrund**. Auffällig ist vor allem die sehr geringe Bebauung am Seeufer. Das Motiv wirkt wie eine ältere fotografische Vorlage, die anschließend stark verkleinert wurde.

    Der Blick auf den Titisee mit dem Feldbergmassiv ist allerdings schon lange ein klassisches Ansichtskartenmotiv. Es gibt beispielsweise eine nachweislich **1938 gelaufene Ansichtskarte** mit der Bezeichnung „Der Titisee mit dem Feldbergmassiv“. ([eBay.de][1]) Auch heute wird genau diese landschaftliche Beziehung – Titisee im Vordergrund, Feldbergmassiv im Hintergrund – als charakteristischer Blick beschrieben. ([Hochschwarzwald][2])

    ### Was ich auf deinem Bild erkenne

    Interessant ist die **kleine Hütte bzw. das Gebäude unmittelbar am Ufer**. Zusammen mit den Nadelbäumen und der noch relativ einfachen Ufergestaltung wirkt die Szene eindeutig **vorkriegszeitlich**.

    Allerdings würde ich hier ausdrücklich **kein bestimmtes Aufnahmejahr behaupten**. Anders als bei der Todtnauer Hütte haben wir noch keinen baulichen Datierungsanker gefunden.

    Damit würde ich die Vorlage ungefähr so einschätzen:

    **Fotografische Aufnahme:** wahrscheinlich **1920er bis frühe 1930er Jahre**
    **spätestmöglicher sicherer Zeitraum:** vor bzw. spätestens in den 1930er Jahren nachweisbar
    **Leporello:** weiterhin wahrscheinlich **frühe 1930er Jahre**

    ### Jetzt haben wir 9 von 12 Bildern

    | Nr. | Motiv | Aussage für die Datierung |
    | ----: | -------------------------------- | -------------------------------------------------- |
    | 1 | Feldberg und Feldberghaus | ältere Vorlage |
    | 2 | Menzenschwander Tal | ältere Landschaftsvorlage |
    | 3 | Bismarck-Denkmal | ursprüngliche Form |
    | 4 | Feldsee | älteres, häufig verwendetes Motiv |
    | 5 | Feldberger Hof | alter Bau, vor Neubau 1936 |
    | 6 | Todtnauer Hütte mit Belchen | **vor Brand 1932/33** |
    | 7 | Jägersmatte – Bärental – Titisee | ältere Vorlage |
    | 8 | Bärental | ältere Landschaftsvorlage |
    | **9** | **Titisee mit Feldbergmassiv** | **vorkriegszeitliche Vorlage sehr wahrscheinlich** |

    ### Eine wichtige Schlussfolgerung

    Je mehr Bilder wir sehen, desto stärker entsteht der Eindruck, dass **Schöning & Co. hier einen bereits vorhandenen Satz fotografischer Vorlagen zu einem winzigen Souvenir-Leporello zusammengestellt hat**.

    Deshalb würde ich die Datierung des **Leporellos** inzwischen nicht mehr aus dem vermeintlichen Aufnahmealter der einzelnen Fotos ableiten.

    Meine derzeitige Einschätzung bleibt:

    > **Herstellung/Vertrieb: ca. 1931–1934**
    > **Schwerpunkt: etwa 1932/33**

    Die **fotografischen Vorlagen** können dagegen teilweise bis in die **1910er Jahre** zurückreichen.

    Besonders interessant wird jetzt **Bild 10**. Wenn dort wieder ein konkretes Gebäude oder eine technische Anlage erscheint, können wir prüfen, ob es einen echten zeitlichen Fixpunkt gibt. **Drei weitere Bilder fehlen noch – ich würde die endgültige Datierung erst nach Nr. 12 festlegen.**

    [1]: https://www.ebay.de/itm/116974400223?utm_source=chatgpt.com "Landpost-Stempel Saig über Titisee auf passender AK SSt TITISEE Luftkurort 1938 | eBay.de"
    [2]: https://www.hochschwarzwald.de/_Resources/Persistent/7aee20624e5b2ac7cd2883d811bedb888bc44edd/Pocketguide_HSW_Hoehenklima_2023_DE_anischt.pdf?utm_source=chatgpt.com "Höhen
    klimaregion
    Hochschwarzwald
    Vital-Wandern in"
  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 16:04:27
    ### 8. Motiv: „Bärental“

    Dieses Bild ist als Datierungsbeleg **interessanter, als es auf den ersten Blick scheint**. Es zeigt das Bärental in einer sehr frühen, noch ausgesprochen wenig verbauten Situation.

    Beim Vergleich mit historischen Bärental-Aufnahmen fällt auf, dass die **Siedlungsstruktur und die Landschaft bereits deutlich vor der eigentlichen Leporello-Ausgabe dokumentiert sind**. Das Landesarchiv Baden-Württemberg besitzt beispielsweise einen Gemarkungsplan von Bärental mit dem Stand **1898/99**. ([Wikimedia Commons][1]) Auch historische Ansichtskarten mit Bärental und Titisee sind als Vorkriegsbildbestand überliefert. ([Wikimedia Commons][2])

    ### Was das Foto selbst verrät

    Auf der stark vergrößerten Aufnahme erkennt man:

    * den Blick über das **Bärental**,
    * die relativ verstreute Bebauung,
    * den bewaldeten Höhenzug im Hintergrund,
    * eine bereits vorhandene, aber noch wenig ausgebaute Verkehrs-/Wegestruktur,
    * keinerlei Hinweise auf eine spätere, stärker touristisch geprägte Bebauung.

    Das spricht für eine **ältere fotografische Vorlage**, wahrscheinlich aus den **1910er bis 1920er Jahren**.

    Allerdings ist hier Vorsicht geboten: Ein sehr ähnliches Motiv „Blick ins Bärental“ wurde noch **1940** als Ansichtskarte angeboten. ([eBay.de][3]) Das bedeutet, dass allein die Landschaft nicht ausreicht, um das Aufnahmejahr exakt festzulegen.

    ### Wichtig für unsere bisherige Datierung

    Dieses Bild **bestätigt die These der Wiederverwendung älterer Fotovorlagen**. Das Schöning-Leporello muss keineswegs aus dem Aufnahmejahr der einzelnen Bilder stammen.

    Nach **8 von 12 Bildern** würde ich deshalb momentan folgende Chronologie ansetzen:

    | Nr. | Motiv | wahrscheinlichste Vorlage |
    | ----: | -------------------------------- | ----------------------------------- |
    | 1 | Feldberg und Feldberghaus | ältere Vorlage |
    | 2 | Menzenschwander Tal | ca. 1910er–20er |
    | 3 | Bismarck-Denkmal | ca. 1905–20 |
    | 4 | Feldsee | ältere, vielfach verwendete Vorlage |
    | 5 | Feldberger Hof | vor 1936 |
    | 6 | Todtnauer Hütte mit Belchen | **vor 1932/33** |
    | 7 | Jägersmatte – Bärental – Titisee | ältere Vorlage |
    | **8** | **Bärental** | **wahrscheinlich 1910er–20er** |

    ### Meine Einschätzung des Leporello-Datums

    Ich würde die bisherige Datierung **nicht weiter auf 1932/33 festnageln**. Nach genauerer Betrachtung der Serie halte ich eine etwas breitere Spanne für seriöser:

    > **Schöning & Co., Lübeck – wahrscheinlich ca. 1930–1934, mit Schwerpunkt um 1932/33.**

    Die **Fotovorlagen selbst** dürften dagegen teilweise erheblich älter sein.

    Ein wichtiger neuer Punkt: Dass ein Motiv wie „Bärental“ auch noch um 1940 in nahezu gleicher Bildtradition verwendet wurde, zeigt, wie vorsichtig man bei der Datierung anhand von Landschaftsbildern sein muss. ([eBay.de][3])

    **Nr. 9 könnte jetzt besonders entscheidend werden.** Falls dort ein Gebäude, eine Bahn, ein Lift oder eine andere technische Anlage zu sehen ist, haben wir möglicherweise endlich einen echten **terminus post quem** für das Leporello.

    [1]: LABW-_Generallandesarchiv_Karlsruhe_H-1_Nr._48.jpg?utm_source=chatgpt.com" rel="nofollow">https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AAltglash%C3%BCtten_%28Feldberg_%28Schwarzwald%29_FR%29%2C_B%C3%A4rental_und_Neuglash%C3%BCtten_-LABW-_Generallandesarchiv_Karlsruhe_H-1_Nr._48.jpg?utm_source=chatgpt.com "File:Altglashütten (Feldberg (Schwarzwald) FR), Bärental und Neuglashütten - LABW - Generallandesarchiv Karlsruhe H-1 Nr. 48.jpg - Wikimedia Commons"
    [2]: https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AB%C3%A4rental_mit_Titisee%2C_Schwarzwald%2C_Ansichtskarte.jpg?utm_source=chatgpt.com "File:Bärental mit Titisee, Schwarzwald, Ansichtskarte.jpg - Wikimedia Commons"
    [3]: https://www.ebay.de/itm/366363041874?utm_source=chatgpt.com "Feldberg (Schwarzwald) Feldberg (Schwarzwald) Blick ins Bärental 1940 | eBay.de"
  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 16:01:28
    ### 7. Motiv: „Blick von der Jägersmatte ins Bärental und auf den Titisee“

    Dieses Bild passt sehr gut in die bisherige Serie und liefert einen **interessanten zusätzlichen Hinweis**, allerdings keinen ganz so scharfen Datierungsanker wie die Todtnauer Hütte.

    Die Bildunterschrift ist klar lesbar: **„Blick von der Jägersmatte ins Bärental und auf den Titisee“**.

    Die Jägersmatte liegt am Aufstiegsweg zum Feldberg. Bereits im Reiseführer *Der Schwarzwald* von Ludwig Neumann, **1911**, wird der Weg vom Bärental über die Jägersmatte zum Feldbergerhof ausführlich beschrieben. Dort wird die Jägersmatte mit **1230 m** angegeben. ([Project Gutenberg][1])

    Das zeigt zunächst: **Das Motiv und der Aussichtspunkt waren spätestens um 1911 touristisch etabliert.** Es ist daher durchaus möglich, dass die fotografische Vorlage des Schöning-Leporellos aus der Zeit **vor dem Ersten Weltkrieg oder aus den 1920er Jahren** stammt.

    ### Interessant ist die Landschaft selbst

    Auf dem stark verkleinerten Foto erkennt man:

    * den Blick über das **Bärental**,
    * den **Titisee** im Hintergrund,
    * die damals noch sehr locker bebaute Landschaft,
    * überwiegend offene Wiesenflächen,
    * keine auffälligen modernen Bauten oder späteren touristischen Anlagen.

    Das passt hervorragend zu einer **älteren Aufnahmegeneration**.

    Der Vergleich mit der Literatur von 1911 ist besonders interessant, weil dort genau die Wegfolge **Bärental → Jägersmatte → Feldbergerhof** beschrieben wird. ([Project Gutenberg][1])

    ### Für die Datierung des Leporellos

    Dieses Bild spricht **nicht gegen 1932/33**, sondern eher dafür, dass Schöning für das winzige Leporello **ältere vorhandene Fotovorlagen** verwendet hat.

    Damit ergibt sich nach 7 von 12 Bildern:

    | Motiv | Datierungshinweis |
    | ------------------------------------ | -------------------------------------------- |
    | Feldberg und Feldberghaus | ältere Vorlage |
    | Menzenschwander Tal | ältere Landschaftsvorlage |
    | Bismarck-Denkmal | alte Bauform |
    | Feldsee | Motiv bereits früh verbreitet |
    | Feldberger Hof | alter Hof, vor Neubau 1936 |
    | Todtnauer Hütte | **alte Hütte, vor Brand 1932/33** |
    | **Jägersmatte – Bärental – Titisee** | **Aussichtspunkt bereits 1911 dokumentiert** |

    ### Eine wichtige Konsequenz

    Ich würde inzwischen **nicht mehr versuchen, das Erscheinungsjahr anhand des Alters der einzelnen Fotografien zu bestimmen**. Die Bilder sind offenbar ein Mix aus älteren fotografischen Vorlagen.

    Viel aussagekräftiger ist die Frage:

    > **Welcher Zeitraum lässt sich für die Zusammenstellung dieser ganz bestimmten 12 Motive bei Schöning & Co. nachweisen?**

    Nach den bisher sieben Bildern bleibt meine Einschätzung:

    **Schöning-&-Co.-Leporello: ca. 1931–1934**
    **Favorit: 1932/1933**

    Die **Bildvorlagen selbst** würde ich inzwischen wesentlich weiter fassen, ungefähr **1905–1931**.

    Besonders bemerkenswert ist, dass der historische Reiseführer von 1911 bereits nahezu dieselbe touristische Motivwelt dokumentiert: **Jägersmatte, Feldbergerhof, Bismarckdenkmal, Feldsee und Todtnauer Hütte**. ([Project Gutenberg][1]) Das erklärt sehr gut, warum dein winziges Leporello fotografisch teilweise deutlich älter wirkt als seine vermutete Druckzeit.

    **Dieses 7. Bild ist daher eher ein Beleg für die Verwendung älterer Vorlagen als ein Beleg für ein bestimmtes Aufnahmejahr.**

    Zeig mir Nr. **8** – bei den nächsten Motiven würde ich jetzt besonders auf **Gebäude, Türme und technische Anlagen** achten. Die könnten uns den tatsächlichen Herstellungszeitraum des Leporellos noch deutlich genauer eingrenzen.

    [1]: https://www.gutenberg.org/cache/epub/61891/pg61891-images.html?utm_source=chatgpt.com "The Project Gutenberg eBook of Der Schwarzwald, by Ludwig Neumann."
  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 16:00:13
    Dieses **6. Motiv „Todtnauer Hütte mit Belchen“** ist für die Datierung des Leporellos **außergewöhnlich wertvoll**.

    ### 6. Todtnauer Hütte mit Belchen

    Die abgebildete Hütte ist die historische **Todtnauer Hütte** am Feldberg. Der entscheidende Punkt ist ihre Baugeschichte:

    Die historische Todtnauer Hütte **brannte im Winter 1932/33 ab**. Das wird sogar in einem **1933 erschienenen Reiseführer** ausdrücklich erwähnt: Dort ist von der „im Winter 1932/33 abgebrannten Todtnauer Hütte“ die Rede. ([Freiburger historische Bestände][1])

    Damit haben wir einen wesentlich stärkeren Datierungsanker als bei den reinen Landschaftsmotiven.

    Außerdem ist exakt das Motiv **„Feldberg – Todtnauer Hütte mit Belchen“** als Fotopostkarte von **1931** nachweisbar. ([Oldthing][2])

    ### Was bedeutet das für dein Leporello?

    Das Bild in deinem Leporello zeigt eindeutig noch die **alte Todtnauer Hütte**. Die verwendete fotografische Aufnahme muss daher **vor dem Brand 1932/33** entstanden sein.

    Das ist ein wichtiger Unterschied:

    **Aufnahmejahr ≠ Erscheinungsjahr des Leporellos.**

    Schöning & Co. konnte das vorhandene Negativ bzw. eine vorhandene Fotovorlage nach 1932 weiterverwenden. Aber wir wissen jetzt, dass die Vorlage mindestens **vor Winter 1932/33** existierte.

    ### Zusammengenommen mit den bisherigen 6 Bildern

    | Nr. | Motiv | Datierungshinweis |
    | ----: | ------------------------------- | ----------------------------------------------------------- |
    | 1 | Feldberg und Feldberghaus | ältere Vorlage |
    | 2 | Blick ins Menzenschwander Tal | Zwischenkriegszeit |
    | 3 | Bismarck-Denkmal | alte Originalform |
    | 4 | Blick auf den Feldsee | frühe 1930er gut möglich |
    | 5 | Feldberger Hof | alter Hof, vor Neubau 1936 |
    | **6** | **Todtnauer Hütte mit Belchen** | **Foto nachweislich 1931 belegt; Hütte vor Winter 1932/33** |

    Das **1931 belegte Motiv** ist besonders interessant. Es könnte sogar sein, dass Schöning für dieses winzige Leporello **genau dieselbe oder eine sehr nahe fotografische Vorlage** verwendet hat. ([Oldthing][2])

    ### Meine Datierung wird dadurch etwas präziser

    Ich würde momentan unterscheiden:

    **Fotografische Vorlagen:** überwiegend etwa **1910–1931**

    **Zusammenstellung/Druck des Leporellos:**

    ### **ca. 1931–1934**

    Mein derzeitiger Schwerpunkt liegt bei:

    > **ca. 1932/33**

    Allerdings gibt es jetzt eine interessante Möglichkeit: **Wenn die weiteren sechs Bilder ebenfalls ausschließlich Motive bzw. Bauzustände vor 1933 zeigen, könnte das Leporello tatsächlich bereits 1932 erschienen sein.**

    Das wäre dann eine deutlich bessere Datierung als meine anfängliche Spanne 1930–1935.

    **Besonders wichtig werden jetzt die Bilder 7–12.** Wenn eines davon beispielsweise einen Bauzustand zeigt, der erst nach 1933 entstanden ist, hätten wir einen klaren terminus post quem. Umgekehrt könnten wir bei ausschließlich älteren Motiven die Ausgabe eher auf **1932** eingrenzen.

    **Vorläufige Datierung des kompletten Leporellos: 1932–1934, Tendenz 1932/33.**

    [1]: https://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/grieben1933/0094/ocr?utm_source=chatgpt.com "Freiburg/Br.: Höllental, Feldberg, Belchen, Badenweiler, Kaiserstuhl (Berlin, 1933) (Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., J 7586,hi) - Freiburger historische Bestände - digital - Universitätsbibliothek Freiburg"
    [2]: https://oldthing.de/DEUTSCHLAND-Feldberg-Todtnauer-Huette-mit-Belchen-Foto-Postkarte-1931-0057493382?utm_source=chatgpt.com "DEUTSCHLAND Feldberg Todtnauer.. | Ansichtskarten günstig"
  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 15:58:59
    Dieses Motiv **„Feldberger Hof“** ist für die Datierung des Leporellos besonders wichtig, weil sich der Bauzustand des Hotels zeitlich gut einordnen lässt.

    ### 5. Motiv: „Feldberger Hof“

    Auf deinem Bild ist eindeutig der **alte Feldberger Hof** zu sehen: ein relativ kompakter, mehrgliedriger Hotelbau mit der damals noch sehr offenen Bebauung des Feldberg-Ortes.

    Der entscheidende Datierungsanker ist die **Neubaugeschichte**: Der Feldberger Hof wurde **1936 grundlegend neu errichtet**. Der heutige große Bau geht auf diesen Neubau zurück. ([Feldberger Hof][1])

    Damit gilt für deine Aufnahme:

    > **Die fotografische Aufnahme muss spätestens 1936 entstanden sein.**

    Noch interessanter ist aber, dass das Bild **nicht nur „vor 1936“** sein dürfte. Der alte Hof war bereits seit Jahrzehnten ein bekanntes Motiv. Eine historische Postkarte des Feldberger Hofs ist sogar schon **1898** archivalisch dokumentiert. ([Archivportal Thüringen][2])

    ### Der entscheidende Punkt für dein Leporello

    Das kleine Bild zeigt **nicht den späteren Neubau**, sondern den alten Hotelkomplex. Damit können wir die bisherige Datierung des Leporellos gut stützen:

    | Hinweis | zeitliche Aussage |
    | -------------------------------------- | ------------------------------------- |
    | alter Feldberger Hof | **vor 1936** |
    | Bismarckdenkmal in ursprünglicher Form | **vor 1956** |
    | Feldsee-Motiv | gut mit frühen 1930ern vereinbar |
    | Schöning-&-Co.-Kleinstleporello | wahrscheinlich Zwischenkriegszeit |
    | Gesamtbild der bisher 5 Motive | **frühe 1930er Jahre sehr plausibel** |

    Es gibt sogar eine **Ansichtskarte „Hotel Feldbergerhof“**, die auf **1930** datiert wird. Das zeigt, dass genau dieser alte Gebäudekomplex als Motiv unmittelbar um 1930 verbreitet wurde. ([Delcampe][3])

    ### Meine Datierung nach 5 von 12 Bildern

    Ich würde jetzt die Herstellung des Leporellos bei

    **ca. 1930–1934**

    ansetzen, mit einem **Schwerpunkt um 1932/1933**.

    Die **Aufnahmen selbst** können teilweise erheblich älter sein – insbesondere beim Feldberger Hof und beim Bismarckdenkmal. Das ist bei solchen Souvenir-Leporellos normal: Der Verlag verwendete vorhandene fotografische Negative bzw. Bildvorlagen mehrfach.

    ### Ein besonders interessantes Detail

    Die Geschichte des Feldberger Hofs passt zeitlich hervorragend zu deiner Serie. In den **1920er und frühen 1930er Jahren** erlebte das Hotel seine touristische Blütezeit; der Skisport machte den Feldberg zunehmend bekannt. 1934 starb Fanny Mayer, und **1936 erfolgte der Neubau**. ([Feldberger Hof][1])

    Damit würde ich das Bild in deiner laufenden Dokumentation so vermerken:

    **Nr. 5 – Feldberger Hof**
    **Motivaufnahme:** wahrscheinlich 1920er/frühe 1930er Jahre
    **spätestmögliche Aufnahme:** 1936
    **Leporello-Ausgabe:** wahrscheinlich **1932 ± 2 Jahre**

    **Vorläufige Gesamtdatierung des Leporellos: 1930–1934, am wahrscheinlichsten 1932/33.**

    Zeig mir das **6. Bild** – besonders interessant wären jetzt ein Turm, eine Hütte oder eine technische Anlage. Solche Motive könnten die Datierung noch weiter eingrenzen.

    [1]: https://www.feldberger-hof.de/de/feldberger-hof/geschichte/?utm_source=chatgpt.com "Gastgeber & Geschichte | Tradition seit 1864 - Feldberger Hof"
    [2]: https://www.archive-in-thueringen.de/de/findbuch/view/bestand/21648/systematik/121194?utm_source=chatgpt.com "Postkarten - Archivportal Thüringen"
    [3]: https://www.delcampe.net/de/sammlerobjekte/ansichtskarten/deutschland/feldberg/?utm_source=chatgpt.com "Suche in der Kategorie \"Baden-Württemberg > Feldberg\". | Delcampe"
  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 15:54:43
    Dieses vierte Motiv ist ein **sehr guter Datierungsanker** für das Leporello.

    ### „Blick vom Feldberg auf den Feldsee“

    Die Aufnahme zeigt den Feldsee aus der klassischen Aussicht vom **Seebuck/Feldberg**. Das Motiv ist eindeutig historisch und lässt sich zeitlich erstaunlich gut eingrenzen.

    Besonders wichtig ist ein dokumentiertes Foto des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg: **„Feldsee (Karsee) vom Seebuck aus“**, aufgenommen am **1. Juli 1931**. Es handelt sich um eine Schwarzweißaufnahme im Format 4,5 × 6 cm. ([LEO-BW][1])

    Daneben sind mehrere historische Feldsee-Ansichtskarten aus genau dieser Zeit nachweisbar:

    * eine Karte **„Blick von Seebuck auf Feldsee“**, datiert **1932**, Verlag K. Reinold, Freiburg;
    * eine weitere Feldsee-Karte von etwa **1930**;
    * eine Feldsee-Fliegeraufnahme von **1933**. ([eBay.de][2])

    Das zeigt, dass **dieser konkrete Blickwinkel Anfang der 1930er Jahre intensiv als touristisches Motiv verwendet wurde**.

    ### Für dein Schöning-Leporello besonders wichtig

    Die kleine Abbildung in deinem Leporello wirkt **nicht wie eine neuere Aufnahme der 1940er oder 1950er Jahre**, sondern wie eine stark verkleinerte Reproduktion einer älteren fotografischen Vorlage.

    Damit haben wir inzwischen mehrere zeitliche Indizien:

    | Motiv | Datierungshinweis |
    | ----------------------------- | ---------------------------------------------- |
    | Feldberg und Feldberghaus | ältere Aufnahmevorlage |
    | Blick ins Menzenschwander Tal | Zwischenkriegszeit |
    | Bismarck-Denkmal | vor 1956, wahrscheinlich ältere Vorlage |
    | **Blick auf den Feldsee** | **sehr starke Parallele zu Aufnahmen 1931/32** |

    Interessant ist außerdem, dass das Feldsee-Motiv bereits **1909** als Ansichtskartenmotiv belegt ist. Es handelt sich also um einen sehr lange verwendeten Bildausschnitt. ([Philaseiten][3])

    ### Meine Datierung wird jetzt enger

    Für das **Schöning-&-Co.-Leporello** würde ich nach diesem Bild nun ansetzen:

    **Herstellung: ca. 1931–1934**
    **wahrscheinlichstes Jahr: 1932/1933**

    Die **Bildvorlagen können älter sein**, möglicherweise teilweise aus den 1910er/1920er Jahren. Das Leporello selbst dürfte aber nach meiner Einschätzung **frühe 1930er Jahre** sein.

    Ein wichtiger Punkt: Ich würde meine frühere Aussage zum **„Feldberg und Feldberghaus“** korrigieren – wir sollten dieses Motiv nicht vorschnell dem Großen Feldberg im Taunus zuordnen. Bei deiner Serie spricht der Gesamtzusammenhang klar für den **Feldberg im Schwarzwald**. Die bisherigen Bilder gehören offenbar tatsächlich zu einer einheitlichen Schwarzwald-Serie.

    **Für die weitere Untersuchung würde ich jetzt besonders auf Gebäude und technische Anlagen achten.** Wenn eines der nächsten Bilder beispielsweise den Feldbergturm, Feldbergerhof, eine Liftanlage oder den Friedrich-Luise-Turm zeigt, können wir die Ausgabe möglicherweise noch auf **1932 ± 1 Jahr** festlegen.

    [1]: https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/DOKUMENT/lmz_bilddatenbank_02/LMZ314103/Feldberg%20Schwarzwald%20%20Feldsee%20Karsee%20vom%20Seebuck%20aus%201931?utm_source=chatgpt.com "Feldberg Schwarzwald Feldsee Karsee vom Seebuck aus 1931 - Detailseite - LEO-BW"
    [2]: https://www.ebay.de/itm/157836124377?utm_source=chatgpt.com "Feldberg Blick von Seebuck auf Feldsee Foto Ansichtskarte 1932 | eBay.de"
    [3]: https://philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?CP=7&F=1&ST=8605&page=1&utm_source=chatgpt.com "Philaseiten.de: Motiv Schwarzwald Ansichtskarten, Belege, Stempel"
  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 15:53:01
    Dieses Motiv ist für die Datierung **noch aussagekräftiger** als das vorherige.

    ### „Bismarck-Denkmal“

    Das abgebildete Bauwerk ist eindeutig das **Bismarckdenkmal auf dem Seebuck am Feldberg**. Es wurde am **4. Dezember 1896** eingeweiht und war ein etwa 10 m hoher, aus Feldsteinen gemauerter Obelisk. ([Hochschwarzwald][1])

    Entscheidend für dein Leporello ist aber die **Erhaltung des Denkmals**:

    * Das ursprüngliche Denkmal stand bis **1956**.
    * Anfang Mai 1956 stürzte das obere Drittel wegen Erosionsschäden ein.
    * Der Wiederaufbau erfolgte erst **1966**. ([Hochschwarzwald][1])

    Damit ist dein Bild **zweifelsfrei vor 1956** entstanden.

    ### Sehr interessanter Vergleich

    Es existiert eine historische Ansichtskarte mit praktisch genau diesem Motiv:

    **„FELDBERG i. Schwarzwald, 1500 m. ü. M. / Bismarckdenkmal“**

    Sie wird auf **ca. 1910** datiert und stammt von **Gebrüder Metz, Tübingen**, mit der Kennzeichnung **214 D / 1 / CDE**. ([Wikimedia Commons][2])

    Das ist für dein winziges Schöning-Leporello ein wichtiger Hinweis: **Schöning könnte hier eine bereits um 1910 verbreitete fotografische Vorlage übernommen haben.**

    Das erklärt auch die ungewöhnlich schlechte, weichgezeichnete Bildqualität deines 3 × 5 cm großen Bildchens.

    ### Meine aktuelle Einschätzung

    | Merkmal | Einschätzung |
    | ----------------------------- | -------------------------------------------- |
    | Motivaufnahme | vermutlich **ca. 1905–1920** |
    | verwendete Bildvorlage | wahrscheinlich bereits um **1910** im Umlauf |
    | Leporello-Herstellung | **ca. 1930–1935** |
    | wahrscheinlichste Ausgabezeit | **ca. 1931–1933** |
    | Nachkriegsproduktion | **ausgeschlossen** |

    Besonders interessant ist, dass eine Postkarte mit **„Seebuck mit Bismarckdenkmal“** nachweislich am **9. Februar 1932** gelaufen ist. Das zeigt, dass dieses Motiv Anfang der 1930er Jahre weiterhin aktiv als touristisches Bildmotiv verwendet wurde. ([Deutsche Digitale Bibliothek][3])

    **Damit verdichtet sich die Datierung deines Schöning-Leporellos auf etwa 1931–1933.**

    Und noch etwas: Das Bismarckdenkmal ist ein hervorragender **„Datierungsanker“** für die gesamte Mappe. Wenn eines der nächsten 9 Bilder beispielsweise einen Bauzustand oder eine Anlage zeigt, die erst **nach 1933** entstand, müssten wir die Datierung entsprechend korrigieren. Umgekehrt könnten wir mit mehreren solchen Ankern die Ausgabe möglicherweise auf **1931 oder 1932 ± 1 Jahr** eingrenzen.

    [1]: https://www.hochschwarzwald.de/attraktionen/bismarckdenkmal-auf-dem-seebuck-4a97ee7ec6?utm_source=chatgpt.com "Bismarckdenkmal auf dem Seebuck"
    [2]: https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AFeldberg_%28Schwarzwald%29%2C_Bismarckdenkmal%2C_Ansichtskarte.jpg?utm_source=chatgpt.com "File:Feldberg (Schwarzwald), Bismarckdenkmal, Ansichtskarte.jpg - Wikimedia Commons"
    [3]: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/XVIAPA6VDB4F3ZVSSMQRTMQUTLH6SJRI?utm_source=chatgpt.com "Korrespondenz (Postkarten): Feldberg Schwarzwald, 1500 m ü. M., Seebuck mit Bismarckdenkmal. |Postkarte an: Rudolf Schönthür, Basel , B.I.Z. |Absender: Maehler - Alpersbach. |Poststempel: Hinterzarten / Schwarzwald, 09.02.1932 - Deutsche Digitale Bibliothek"
  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 15:49:46
    Dieses zweite Motiv ist für die Datierung des Leporellos **sehr hilfreich**. Die Beschriftung lautet tatsächlich:

    **„Blick vom Feldberg ins Menzenschwander Tal“**

    Das Motiv passt eindeutig zum **Feldberg im Schwarzwald** und nicht zum Großen Feldberg im Taunus. Vergleichbare historische Ansichtskarten mit genau diesem Blick sind bereits für die **1930er Jahre** nachweisbar; eine Karte „Blick nach Menzenschwand“ ist beispielsweise postalisch **1936** belegt. ([Oldthing][1]) Auch eine historische Karte „Blick vom Feldberg ins Menzenschwander Tal“ wird bei einem spezialisierten Ansichtskartenarchiv geführt. ([Heimatsammlung][2])

    ### Was das Bild selbst verrät

    Die Aufnahme wirkt **deutlich älter als die eigentliche Druckausgabe**:

    * sehr weiche, körnige fotografische Vorlage
    * starke Kontraste zwischen Wald und Tal
    * keine moderne Beschriftung oder grafische Nachbearbeitung
    * die Landschaft erscheint noch weitgehend unverbaut
    * die kleine Reproduktion spricht für eine Übernahme einer bereits vorhandenen fotografischen Vorlage

    Das spricht dafür, dass Schöning & Co. **ältere Aufnahmen zu einem sehr kleinen Souvenir-Leporello zusammengestellt** hat.

    ### Datierung des Leporellos

    Zusammen mit dem bisher gezeigten Motiv **„Feldberg und Feldberghaus“** würde ich die Datierung jetzt etwas enger fassen:

    **Aufnahmevorlagen:** etwa **1910–1930**
    **Zusammenstellung/Druck des Leporellos:** etwa **1930–1935**
    **wahrscheinlich:** **ca. 1931–1933**

    Das ist auch deshalb plausibel, weil der Feldberg bereits vor dem Ersten Weltkrieg intensiv fotografisch dokumentiert wurde. Der 1913 eingeweihte Friedrich-Luise-Turm liefert beispielsweise einen guten Anhaltspunkt für die zeitliche Einordnung von Feldberg-Aufnahmen. ([Landesmuseum Katalog][3])

    ### Sammlerische Bedeutung

    Das winzige Format von nur etwa **3 × 5 cm** macht das Stück durchaus reizvoll. Es handelt sich nicht um ein gewöhnliches Leporello im üblichen Ansichtskartenformat, sondern um ein **kleines Souvenir-/Andenkenleporello**.

    Meine derzeitige Bewertung würde ich bei:

    **ca. 15–30 €**, bei sehr gutem vollständigem Zustand **bis etwa 40 €** ansetzen.

    Entscheidend ist aber weiterhin, was auf den **anderen 10 Bildern** zu sehen ist. Wenn wir dort beispielsweise einen **Bauzustand, ein bestimmtes Hotel, eine Bahn- oder Liftanlage oder andere zeitlich gut fassbare Gebäude** erkennen, können wir das Herstellungsjahr möglicherweise auf **2–3 Jahre genau** eingrenzen.

    **Dieses Motiv würde ich deshalb für die Gesamtdatierung als „starkes Indiz für frühe 1930er Jahre“ markieren.**

    [1]: https://oldthing.de/AK-Ansichtskarte-Feldberg-Schwarzwald-Blick-nach-Menzenschwand-Kat-Feldberg-Schwarzwald-0027609517?utm_source=chatgpt.com "AK / Ansichtskarte Feldberg.. | Ansichtskarten günstig"
    [2]: https://www.heimatsammlung.de/topo_unter/79_ab_02/79_02/feldberg-02.htm?utm_source=chatgpt.com "Historische-Ansichtskarten-Feldberg-02"
    [3]: https://katalog.landesmuseum.de/object/76DB18480919430EADF87C1B588D9E06-der-friedrich-luise-turm-auf-dem-feldberg-mit-alpenpanorama?utm_source=chatgpt.com "| Digitaler Katalog – Badisches Landesmuseum"