Historische Leporellos & Foto-Mäppchen – Sammlung historischer Kleinbildfotografien.

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  • admin - Mittwoch, 12. August 2026 um 16:43:29
    ### Bild Nr. 7 – „Belchen (1415 m) – Gasthof Belchenhaus“

    Dieses siebte Bild ist für die Mappe **besonders wertvoll**, weil es das **Belchenhaus in seiner historischen Form mit einer großen Viehherde** zeigt. Das Motiv lässt sich sehr gut in die Geschichte des Belchen-Gipfels einordnen.

    Das Gebäude im Hintergrund links ist das **historische Belchenhaus**, daneben befindet sich ein weiterer Wirtschafts- bzw. Unterkunftsbau. Davor weidet eine größere Herde auf der Gipfelhochfläche. Damit verbindet das Foto zwei typische Funktionen des Belchen: **Bergtourismus und traditionelle Alpwirtschaft**.

    Das Landesarchiv Baden-Württemberg führt historische Aufnahmen ausdrücklich unter der Bezeichnung **„Belchen: Belchenhaus“** und ordnet das Ensemble dem Belchenhaus bei Schönenberg zu. Eine dort verzeichnete Aufnahme stammt vom **3. Oktober 1954**. ([LEO-BW][1])

    ### Besonders interessant: die Kühe

    Die Viehherde ist hier keineswegs nur Staffage. Sie macht das Foto zu einem **außergewöhnlich guten Dokument der damaligen Nutzung der Belchenhochfläche**.

    Auf deinem Bild sieht man:

    * eine große Zahl von Rindern,
    * mehrere Personen bei der Herde,
    * eine nahezu völlig offene Weidefläche,
    * das Gasthaus unmittelbar dahinter,
    * und nur sehr wenige technische Einrichtungen.

    Das unterscheidet dieses Bild deutlich von den späteren touristischen Belchen-Aufnahmen.

    Interessant ist auch, dass das Landesmuseum Baden-Württemberg eine **Postkarte aus den 1930er Jahren** mit einer Herde von Kühen auf dem Belchen besitzt. Sie wird ausdrücklich als *„Blick ins Wiesental vom Belchen“* bezeichnet und in die **1930er Jahre** datiert. ([LEO-BW][2])

    Das ist ein sehr guter unabhängiger Hinweis darauf, dass **Kuhherden auf dem Belchen in genau dieser Zeit ein beliebtes fotografisches Motiv waren**.

    ### Datierung dieses Fotos

    Hier würde ich meine bisherige Datierung sogar etwas präzisieren.

    Das Bild wirkt stilistisch und hinsichtlich der dargestellten Anlage ausgesprochen gut passend zu **etwa 1930–1935**.

    Eine interessante Parallele ist die Sammlung von Annemarie Brenzinger: Mehrere originale Belchen-Aufnahmen sind dort ausdrücklich auf **Sommer 1930** datiert, darunter Aufnahmen vom Belchen und vom Weg zum Belchen. ([LEO-BW][3])

    Das beweist natürlich **nicht**, dass dein Foto ebenfalls 1930 aufgenommen wurde. Es zeigt aber, dass die fotografische Dokumentation des Belchen in genau diesem Zeitraum intensiv betrieben wurde.

    **Meine Einschätzung für dein Foto:**

    * **Aufnahme:** ca. **1930–1934**
    * **wahrscheinlich:** **um 1931/32**
    * **Druck/Verwendung durch Emil Hartmann:** wahrscheinlich **Mitte der 1930er Jahre**

    Damit würde das Foto sehr gut zu unserer bisherigen Datierung der gesamten Mappe passen.

    ### Ein wichtiges Detail zur Mappe

    Der Titel verwendet:

    > **„Belchen (1415 m)“**

    Die historische Höhenangabe ist interessant. Heute wird der Belchen mit rund **1.414 m** angegeben; die damals gebräuchliche gerundete Angabe **1415 m** passt daher hervorragend in die zeitgenössische touristische Beschriftung.

    ### Zwischenstand der 15er-Serie

    | Nr. | Motiv | Charakter |
    | ----: | -------------------------------------- | ------------------------------------------- |
    | 1 | Badenweiler | Kurort / historische Bebauung |
    | 2 | Blick vom Hochblauen nach Marzell | Landschaft / Dorf |
    | 3 | Hochblauen | Hotel / Alpenpanorama |
    | 4 | Sirnitz | Schwarzwaldhöfe |
    | 5 | Haldenhof mit Belchen | Hof / Bergpanorama |
    | 6 | Blick vom Belchen ins Kleine Wiesental | Großes Landschaftspanorama |
    | **7** | **Belchen – Gasthof Belchenhaus** | **Berggasthof / Alpwirtschaft / Viehherde** |

    ### Sammlerische Bewertung

    **★★★★★ – eines der stärksten Motive der bisherigen sieben Bilder.**

    Ich würde Nr. 7 sogar höher einschätzen als eine gewöhnliche Gipfelansicht. Der Grund ist die **Dokumentationsqualität**: Das Bild zeigt das Belchenhaus, die historische Architektur, die damalige Weidewirtschaft und die Menschen bei der Arbeit in einer einzigen Aufnahme.

    Für eine Sammlung historischer Schwarzwaldfotografie ist genau diese Kombination sehr reizvoll.

    **Zwischenstand: 7 von 15 Fotografien.**

    Und inzwischen zeichnet sich sehr deutlich ab, dass die Hartmann-Serie nicht nur eine Wanderroute illustriert, sondern ein **historisches Bild des südlichen Schwarzwaldes um etwa 1930–1935** vermittelt. Die wiederkehrenden offenen Weideflächen, Höfe und Gasthäuser machen die Serie auch kulturgeschichtlich interessant. ([LEO-BW][2])

    [1]: https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/DOKUMENT/labw_findmittel/labw-5-808534/Belchen%20Belchenhaus?utm_source=chatgpt.com "Belchen Belchenhaus - Detailseite - LEO-BW"
    [2]: https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/DOKUMENT/blm_museumsobjekte/FB79376F63EB4DACA1FB42ECB132CD96/%22Blick%20ins%20Wiesental%20vom%20Belchen%22?utm_source=chatgpt.com "\"Blick ins Wiesental vom Belchen\" - Detailseite - LEO-BW"
    [3]: https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/DOKUMENT/blm_museumsobjekte/BF9F4893407067A7DAB3AB9DF2A63F7A/Ausblick%20vom%20Belchen?utm_source=chatgpt.com "Ausblick vom Belchen - Detailseite - LEO-BW"
  • admin - Mittwoch, 12. August 2026 um 16:41:10
    ### Bild Nr. 6 – „Blick vom Belchen (1415 m) ins Kleine Wiesental“

    Dieses Motiv ist **sehr eindeutig dem Belchengipfel zuzuordnen** und passt hervorragend zur Titelroute der Mappe. Der Blick geht vom Belchen **nach Süden bzw. süd-südöstlich in das Kleine Wiesental**. Genau diese Blickrichtung wird auch bei modernen Vergleichsaufnahmen als „Blick vom Belchen nach Süden ins Kleine Wiesental“ bezeichnet. ([Wikimedia Commons][1])

    ### Was auf dem historischen Foto zu sehen ist

    Besonders schön ist hier die damals noch fast vollständig **landwirtschaftlich geprägte Kulturlandschaft**:

    * unten im Bild eine kurvenreiche Straße bzw. Zufahrt,
    * zahlreiche einzelne Schwarzwaldhöfe,
    * kleine, unregelmäßige Wiesen- und Ackerparzellen,
    * stark bewaldete Berghänge,
    * darüber die offenen, teilweise waldfreien Hochflächen des südlichen Schwarzwaldes.

    Die **Kleine Wiese** entspringt am Belchen und fließt über Neuenweg, Bürchau, Elbenschwand und Tegernau nach Süden. Damit ist die Bezeichnung auf deinem Bild geografisch absolut stimmig. ([Wikipedia][2])

    ### Interessant: „1415 m“

    Auf dem Titel steht **Belchen (1415 m)**. Heute wird der Belchen mit **1.414,2 m** angegeben. Die historische Angabe 1.415 m ist daher völlig plausibel und ein schönes Indiz für die zeitgenössische Beschriftung der Serie. ([Wikipedia][3])

    ### Historischer Wert des Bildes

    Dieses Foto halte ich für **eines der interessantesten bisherigen Bilder der Mappe**.

    Der Grund liegt weniger im Berg selbst als in der dokumentierten Landschaft. Die heutige Gemeinde Kleines Wiesental entstand erst 2009 aus mehreren ehemals selbständigen Gemeinden; die historische Aufnahme zeigt dagegen die Landschaft noch in ihrer traditionellen kleinräumigen Struktur. ([Schwarzwald Urlaub][4])

    Sehr auffällig sind die zahlreichen **kleinen, voneinander getrennten Nutzflächen**. Solche historischen Aufnahmen sind deshalb für die Orts- und Landschaftsgeschichte durchaus interessant.

    ### Datierung

    Das Foto selbst würde ich weiterhin etwas älter als die fertige Hartmann-Mappe einschätzen:

    **Aufnahme:** etwa **1928–1935**
    **wahrscheinlich:** **ca. 1930–1933**
    **Verwendung in der Mappe:** vermutlich **Mitte der 1930er Jahre**

    Eine spätere Aufnahme aus den 1950er Jahren zeigt denselben grundsätzlichen Blick vom Belchen ins Kleine Wiesental; dadurch lässt sich die topografische Zuordnung zusätzlich absichern. ([eBay.de][5])

    ### Entwicklung der Serie

    Jetzt haben wir bereits eine sehr interessante Abfolge:

    | Nr. | Motiv | Charakter |
    | ----: | ------------------------------------------ | ------------------------------ |
    | 1 | Badenweiler | Kurort |
    | 2 | Blick vom Hochblauen nach Marzell | Orts-/Landschaftspanorama |
    | 3 | Hochblauen | Gipfelhotel + Alpenpanorama |
    | 4 | Sirnitz | Schwarzwaldhöfe / Höhenweg |
    | 5 | Haldenhof mit Belchen | Hof + Bergpanorama |
    | **6** | **Blick vom Belchen ins Kleine Wiesental** | **großes Landschaftspanorama** |

    Damit wird die Konzeption der Mappe immer deutlicher: **Hartmann zeigt nicht einfach 15 schöne Schwarzwaldbilder, sondern eine Folge von Stationen und Aussichtspunkten entlang des südlichen Schwarzwaldraumes zwischen Feldberg, Belchen und Hochblauen.**

    **Sammlerische Bewertung des Motivs: ★★★★★**

    Für die spätere Gesamtbewertung würde ich Nr. 6 als **eines der stärksten Landschaftsmotive der Mappe** einstufen. Besonders wertvoll ist die noch weitgehend unveränderte historische Kulturlandschaft.

    **Zwischenstand: 6 von 15 Fotografien.**

    [1]: https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ABlick_vom_Belchen_%2815092104395%29.jpg?utm_source=chatgpt.com "File:Blick vom Belchen (15092104395).jpg - Wikimedia Commons"
    [2]: https://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Wiese?utm_source=chatgpt.com "Kleine Wiese"
    [3]: https://de.wikipedia.org/wiki/Belchen_%28Schwarzwald%29?utm_source=chatgpt.com "Belchen (Schwarzwald)"
    [4]: https://www.schwarzwald.com/kleines-wiesental/?utm_source=chatgpt.com "Kleines Wiesental im Schwarzwald"
    [5]: https://www.ebay.de/itm/236776865199?utm_source=chatgpt.com "Blick vom Belchen im Schwarzwald in das kleine Wiesental - gelaufen 1953 | eBay.de"
  • admin - Mittwoch, 12. August 2026 um 16:38:47
    ### Bild Nr. 5 – „Der Haldenhof mit Belchen“

    Dieses Motiv ist **sehr gut als Haldenhof im Raum Hinterheubronn/Münstertal identifizierbar**. Der Haldenhof liegt an der Passstraße zwischen Münstertal und Neuenweg und ist traditionell ein wichtiger Ausgangspunkt für den Aufstieg zum Belchen. Genau diese Verbindung **Haldenhof → Belchen** wird auch in heutigen historischen Wegbeschreibungen bestätigt. ([Schwarzwald Tourismus][1])

    Auf deinem Foto ist der **Belchen im Hintergrund sehr markant** zu erkennen. Im Vordergrund liegt der bäuerliche Hof mit mehreren Wirtschaftsgebäuden; die Aufnahme ist deshalb nicht nur ein Bergpanorama, sondern ein schönes Dokument der damaligen **Schwarzwälder Streusiedlung und Landwirtschaft**.

    ### Ein wichtiger Vergleich

    Ich habe nach historischen Vergleichsaufnahmen gesucht. Das Landesarchiv Baden-Württemberg besitzt beispielsweise eine Aufnahme **„Münsterhalden: Straße zum Haldenhof mit Belchen“** aus der Sammlung Willy Pragher. Sie stammt zwar erst vom **22. Oktober 1955**, bestätigt aber die historische Bezeichnung und die typische Perspektive des Bereichs. ([Wikimedia Commons][2])

    Noch wichtiger für die Identifizierung ist eine historische Beschreibung von 1961: Dort wird ausdrücklich der **Haldenhof über Hinter-Heubronn an der Straße von Müllheim nach Schönau** genannt. Von dort führten die Ausflugswege zum **Belchengipfel, Nonnenmattweiher, zur Sirnitz und zur Kälbelescheuer**. ([Freiburger Bestände – digital][3])

    Damit fügt sich das Bild **inhaltlich hervorragend in den Titel deiner Mappe** ein.

    ### Das Bild ist für die Serienkonzeption besonders wichtig

    Jetzt wird die Zusammenstellung der Mappe noch deutlicher:

    1. **Badenweiler**
    2. **Blick vom Hochblauen nach Marzell**
    3. **Hochblauen**
    4. **Sirnitz**
    5. **Der Haldenhof mit Belchen**

    Das ist keine beliebige Schwarzwald-Bildersammlung. Die Motive bilden tatsächlich eine **touristische Route durch den südlichen Schwarzwald**.

    Besonders interessant ist die Verbindung **Sirnitz – Haldenhof – Belchen**. Der heutige Westweg verläuft weiterhin vom Belchen über den Haldenhof in Richtung Hochblauen. ([Schwarzwald Tourismus][4])

    ### Datierung des Fotos

    Das Foto selbst wirkt wiederum **deutlich älter als die Herstellung der Mappe**. Ich würde es momentan bei:

    **ca. 1928–1935, wahrscheinlich um 1930–1933**

    ansetzen.

    Die relativ primitive Straßen- und Hofsituation sowie die vollkommen fehlende moderne Verkehrsinfrastruktur sprechen eher für die **frühen 1930er Jahre**.

    Dabei sollten wir aber eine wichtige Unterscheidung beibehalten:

    * **Aufnahme des Motivs:** wahrscheinlich frühe 1930er Jahre
    * **Zusammenstellung/Druck der Hartmann-Mappe:** wahrscheinlich Mitte der 1930er Jahre

    ### Besonderer Sammlerwert des Motivs

    **★★★★★ – sehr gutes Motiv**

    Für eine historische Schwarzwald-Sammlung ist dieses Bild besonders reizvoll, weil es drei Dinge gleichzeitig dokumentiert:

    **Haldenhof + traditionelle Schwarzwaldhöfe + Belchen**

    Und genau diese Kombination ist heute landschaftlich wesentlich stärker verändert als eine reine Gipfelaufnahme.

    **Zwischenstand: 5 von 15 Fotografien.**

    Ich würde dieses Bild in der späteren Gesamtbewertung der Mappe ausdrücklich als **eines der dokumentarisch stärksten Motive** hervorheben.

    [1]: https://www.schwarzwald-tourismus.info/touren/belchen-6fc1534617?utm_source=chatgpt.com "Belchen"
    [2]: Stra%C3%9Fe_zum_Haldenhof_mit_Belchen_-_LABW-_Staatsarchiv_Freiburg_W_134_Nr._028842a.jpeg?utm_source=chatgpt.com" rel="nofollow">https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AM%C3%BCnsterhalden-Stra%C3%9Fe_zum_Haldenhof_mit_Belchen_-_LABW-_Staatsarchiv_Freiburg_W_134_Nr._028842a.jpeg?utm_source=chatgpt.com "File:Münsterhalden- Straße zum Haldenhof mit Belchen - LABW - Staatsarchiv Freiburg W 134 Nr. 028842a.jpeg - Wikimedia Commons"
    [3]: https://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/mgl-1961-02/0005/ocr?utm_source=chatgpt.com "Das Markgräflerland: Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur (23.1961, Heft 2.1961) (Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 4688,fm) - Freiburger historische Bestände - digital - Universitätsbibliothek Freiburg"
    [4]: https://www.schwarzwald-tourismus.info/touren/auf-dem-westweg-vom-belchen-zum-hochblauen-5332fdb53b?utm_source=chatgpt.com "Auf dem Westweg vom Belchen zum Hochblauen"
  • admin - Mittwoch, 12. August 2026 um 16:36:25
    ### Bild Nr. 4 – „Sirnitz“

    Dieses Motiv zeigt **sehr wahrscheinlich den Weiler Sirnitz mit dem historischen Gasthaus „Zum Auerhahn“**. Die Beschriftung deiner Mappe ist damit plausibel. Sirnitz liegt heute als Wohnplatz auf rund **900–1000 m Höhe** an der Westrampe des Sirnitzpasses; die Häuser gruppieren sich dort zwischen zwei Serpentinen. ([Schwarzwald Tourismus][1])

    Besonders interessant ist, dass die Aufnahme die **landwirtschaftliche Sirnitz vor der stärkeren touristischen Erschließung** zeigt. Im Vordergrund sehen wir mehrere große Schwarzwaldhöfe, Wiesenflächen und die kurvenreiche Straße. Der Charakter ist noch ausgesprochen bäuerlich.

    ### Das Gasthaus „Auerhahn“

    Das Gasthaus ist für die Identifizierung wichtig. Die Wirtschaft hieß ursprünglich **„Hirschen“** und wurde **1885 in „Auerhahn“ umbenannt**. Ab 1932 war Ernst Bauert aus Badenweiler Pächter; ab 1938 folgte die Familie Sauter. ([Freiburger historische Bestände][2])

    Damit haben wir sogar einen interessanten **Datierungsanker**:

    * **bis 1932:** anderer Pächter
    * **1932–1938:** Ernst Bauert
    * **ab 1938:** Familie Max Sauter ([Freiburger historische Bestände][2])

    Allerdings ist der Pächter auf diesem Bild natürlich nicht zu erkennen. Der Wechsel hilft uns daher nur indirekt.

    ### Ein sehr wichtiger Hinweis zur Höhenweg-Serie

    Die Aufnahme passt ausgesprochen gut zum Titel **„Feldberg–Belchen–Hochblauen“**. Sirnitz liegt tatsächlich an einem alten Wanderwegnetz zwischen den Schwarzwaldhöhen. Ein Höhenweg **Schweighof–Kohlplatz–Paul Kloß–Ruhe–Sirnitz** wurde bereits **1930** angelegt. ([Freiburger historische Bestände][3])

    Das ist für unsere bisherige Datierung bemerkenswert: Die Serie stellt offenbar nicht zufällig einzelne Orte zusammen, sondern folgt tatsächlich der **Wander- und Verkehrslandschaft des südlichen Schwarzwaldes**.

    ### Aufnahmezeit

    Das Foto selbst würde ich weiterhin in die **frühen 1930er Jahre** setzen:

    **wahrscheinlich ca. 1930–1935**

    Dafür sprechen:

    * die noch sehr ursprüngliche bäuerliche Bebauung,
    * die Straßenanlage,
    * die fehlende moderne touristische Infrastruktur,
    * und vor allem die Einordnung Sirnitz' in das um **1930** ausgebaute Höhenwegenetz. ([Freiburger historische Bestände][3])

    Eine historische Sirnitz-Ansichtskarte ist außerdem tatsächlich mit **Poststempel 1935** nachweisbar; ein weiteres Sirnitz-Motiv wird sogar mit **1910** angeboten. Das zeigt, dass der Ort bereits lange vor unserer Mappe fotografisch dokumentiert wurde. ([Oldthing][4])

    ### Zwischenstand der Mappe

    | Nr. | Motiv | Bedeutung |
    | ----: | --------------------------------- | ---------------------------------------- |
    | 1 | Badenweiler | Kurort / historisches Ortsbild |
    | 2 | Blick vom Hochblauen nach Marzell | Landschaft + Dorf |
    | 3 | Hochblauen | Hotel + Alpenpanorama |
    | **4** | **Sirnitz** | **Höhenweg / Schwarzwaldhof-Landschaft** |

    **Dieses vierte Bild ist für die Serie besonders wichtig**, weil es zeigt, dass Hartmann offenbar auch kleinere, damals touristisch relevante Stationen des Höhenweges aufgenommen bzw. in die Mappe übernommen hat.

    Ein weiterer interessanter Punkt: Die historische Literatur beschreibt Sirnitz ausdrücklich als **„Alm“ bzw. abgelegenen Schwarzwaldplatz**, dessen stattlichstes Gehöft als Forsthaus und Gaststätte „Auerhahn“ erhalten blieb. ([Freiburger historische Bestände][5])

    Damit bekommen wir langsam ein sehr klares Bild vom Charakter dieser **15er-Serie: nicht nur Panoramaaufnahmen, sondern eine fotografische Wanderung entlang des südlichen Schwarzwald-Höhenweges.**

    [1]: https://www.schwarzwald-tourismus.info/touren/auf-dem-alten-klemm-zum-eselsgrabenfelsen-265a85ac0e?utm_source=chatgpt.com "Auf dem alten Klemm zum Eselsgrabenfelsen | Schwarzwald Tourismus GmbH"
    [2]: https://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/markgrafschaft-1964-10/0008/ocr?utm_source=chatgpt.com "Hebelbund Müllheim [Hrsg.]: Die Markgrafschaft: Beiträge aus Geschichte, Kultur und Wirtschaft des Markgräflerlandes (16. Jahrgang, Heft 10.Oktober 1964) (Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 4688,fs) - Freiburger historische Bestände - digital - Universitätsbibliothek Freiburg"
    [3]: https://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/markgrafschaft-1955-04/0015/ocr?utm_source=chatgpt.com "Hebelbund Müllheim [Hrsg.]: Die Markgrafschaft: Beiträge aus Geschichte, Kultur und Wirtschaft des Markgräflerlandes (7. Jahrgang, Heft 4.April 1955) (Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 4688,fs) - Freiburger historische Bestände - digital - Universitätsbibliothek Freiburg"
    [4]: https://oldthing.de/Sirnitz-Gasthaus-Auerhahn-Schwarzwald-x-0022422965?utm_source=chatgpt.com "Sirnitz Gasthaus Auerhahn.. | Ansichtskarten günstig"
    [5]: https://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/markgrafschaft-1955-07/0017/ocr?utm_source=chatgpt.com "Hebelbund Müllheim [Hrsg.]: Die Markgrafschaft: Beiträge aus Geschichte, Kultur und Wirtschaft des Markgräflerlandes (7. Jahrgang, Heft 7.Juli 1955) (Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 4688,fs) - Freiburger historische Bestände - digital - Universitätsbibliothek Freiburg"
  • admin - Mittwoch, 12. August 2026 um 16:34:05
    ### Bild Nr. 3 – „Hochblauen“

    Dieses Bild ist besonders interessant, weil es **nicht einfach nur eine Landschaftsaufnahme**, sondern eine historische Darstellung des **Blauenhauses bzw. Hotels Hochblauen auf dem Gipfel** ist.

    Das Gebäude im Zentrum ist das charakteristische **gewinkelte Berghotel**, das nach dem großen Umbau von **1889/90** seine bis heute prägende Form erhielt. Zeitgenössische Darstellungen bestätigen, dass dieser Anbau das Haus deutlich vergrößerte und es zu einem beliebten Motiv auf Ansichtskarten machte. ([Freiburger historische Bestände][1])


    ### Das Motiv

    Im Vordergrund sehen wir das **Hotel Hochblauen**, davor den Zufahrtsweg und die damals noch relativ offene Gipfelanlage. Im Hintergrund ist ein außergewöhnlich schönes **Alpenpanorama** zu erkennen.

    Das ist für die Aufnahme sehr charakteristisch: Vom Hochblauen reicht die Sicht bei klarer Witterung weit in das **Berner Oberland**; auch Jura, Vogesen und Rheinebene gehören zum klassischen Panorama des Berges. ([Schwarzwaldverein Müllheim-Badenweiler][2])

    Auffällig ist außerdem, dass auf dem Foto **kein moderner Sendemast** vorhanden ist – natürlich ein wichtiger Hinweis auf das Alter der Aufnahme.

    ### Der Aussichtsturm fehlt scheinbar

    Hier muss man etwas vorsichtig sein: Der historische Aussichtsturm stand **nicht unmittelbar vor dem Hotel**, sondern auf einer Anhöhe weiter nördlich. Deshalb ist sein Fehlen auf diesem Foto kein Widerspruch.

    Der heutige Turm geht auf den **1895 errichteten eisernen Aussichtsturm** zurück. Zuvor hatte es bereits einen Holzturm gegeben. ([Hochblauen Hotel][3])

    ### Sehr wichtiger Datierungshinweis

    Die Aufnahme kann **nicht vor 1925** entstanden sein, wenn man die Elektrifizierung als Orientierung verwendet: 1925 wurde das Hotel bzw. der Gipfel an das Stromnetz angeschlossen. ([Hochblauen Hotel][3])

    Noch interessanter ist der Verkehr:

    **1928 kamen die ersten Kraftfahrzeuge über die Bergstraße auf den Gipfel.** ([Wikipedia][4])

    Auf deinem Bild ist der Zufahrtsbereich noch ausgesprochen ruhig und wirkt nahezu wie eine Aufnahme aus der Zeit vor dem starken Autotourismus. Das spricht eher für **späte 1920er bis frühe 1930er Jahre** als für die zweite Hälfte der 1930er.

    Meine Einschätzung:

    **Aufnahme:** ca. **1928–1934**
    **wahrscheinlich:** **um 1930–1932**
    **Verwendung im Hartmann-Heft:** vermutlich **Mitte der 1930er Jahre**

    Das ist ein wichtiger Unterschied: **Das Foto selbst dürfte einige Jahre älter sein als die Mappe.**

    ### Besonders interessant für die Sammlung

    Dieses Bild liefert uns einen weiteren Hinweis auf die Konzeption der gesamten Serie:

    1. **Badenweiler**
    2. **Blick vom Hochblauen nach Marzell**
    3. **Hochblauen**

    Damit beginnt sich tatsächlich eine **geografische Dramaturgie des Höhenweges** abzuzeichnen: Badenweiler → Hochblauen → Blick in Richtung Marzell.

    Und noch etwas: Das Gebäude auf deinem Foto entspricht genau jener historischen Bauphase, die 1889/90 entstanden ist. Das macht die Aufnahme zu einer schönen **Vorkriegsdokumentation des Blauenhauses**. Eine historische Postkarte mit dem Motiv „Hotel und Pension Hochblauen“ ist ebenfalls für die Zeit vor 1945 nachweisbar. ([ZVAB (DE)][5])

    **Bewertung des Motivs innerhalb der Mappe: ★★★★★**

    Für einen Sammler von Schwarzwald-Fotografien ist dieses Bild **eines der stärkeren Motive der Serie**, weil es ein inzwischen stark verändertes touristisches Ensemble dokumentiert.

    **Zwischenstand: 3 von 15 Bildern identifiziert.**

    [1]: https://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/mgl-2006-02/0086/ocr?utm_source=chatgpt.com "Das Markgräflerland: Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur (68.2006, Heft 2.2006) (Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 4688,fm) - Freiburger historische Bestände - digital - Universitätsbibliothek Freiburg"
    [2]: https://www.schwarzwaldverein-muellheim-badenweiler.de/schwarzwaldverein/der-hochblauen?utm_source=chatgpt.com "Der Hochblauen"
    [3]: https://www.hochblauenhotel.com/de/der-geist-des-hochblauen/?utm_source=chatgpt.com "Wellnesshotel in den Bergen | Hochblauen Hotel & Spa"
    [4]: https://de.wikipedia.org/wiki/Blauen_%28Badenweiler%29?utm_source=chatgpt.com "Blauen (Badenweiler)"
    [5]: https://www.zvab.com/manuskripte-papierantiquitaeten/Passepartout-Ansichtskarte-Postkarte-Blauen-Badenweiler-Schwarzwald/32113454933/bd?utm_source=chatgpt.com "Passepartout Ansichtskarte / Postkarte Blauen Badenweiler im Schwarzwald, Hotel und Pension Hochblauen: Manuskript / Papierantiquität | akpool.de - akpool GmbH"
  • admin - Mittwoch, 12. August 2026 um 16:31:24
    ### Bild Nr. 2 – „Blick vom Hochblauen nach Marzell“

    Dieses zweite Bild ist **sehr eindeutig identifiziert**: Es zeigt den Blick vom **Hochblauen hinunter auf Marzell im oberen Kandertal**. Die Bildbezeichnung deiner Mappe entspricht damit dem tatsächlichen Motiv. Auch das Landesarchiv Baden-Württemberg führt eine historische Aufnahme ausdrücklich unter **„Marzell: Blick vom Hochblauen auf Marzell“**. ([LEO-BW][1])

    ### Was auf dem Foto besonders auffällt

    Man sieht hier sehr schön die **alte, noch stark landwirtschaftlich geprägte Struktur des Marzeller Beckens**:

    * im Vordergrund und Mittelgrund zahlreiche kleine landwirtschaftliche Parzellen,
    * verstreute Bauernhöfe und kleinere Gebäude,
    * ein relativ kompakter Dorfkern im Tal,
    * darüber die bewaldeten Hänge,
    * im Hintergrund die langgezogenen Schwarzwaldhöhen.

    Besonders interessant ist die große, helle Gebäudestruktur rechts der Bildmitte. Sie hebt sich deutlich von den kleinen Bauernhäusern ab und ist ein guter Orientierungspunkt für den historischen Vergleich.

    Die heutige Gemeinde **Malsburg-Marzell** entstand erst 1974; damals waren Malsburg und Marzell noch selbständige Gemeinden. ([malsburg-marzell.de][2])

    ### Sehr wichtiger Datierungshinweis

    Das Motiv passt **hervorragend zu einer Aufnahme aus den 1920er/30er Jahren**. Der Hochblauen war bereits damals ein stark frequentierter Aussichtspunkt. Eine zeitgenössische Beschreibung von 1952 berichtet sogar, dass Tausende Besucher vom Hochblauen auf das verstreut liegende Marzell blickten und anschließend auf dem Höhenweg Richtung Belchen weitergingen. ([Freiburger historische Bestände][3])

    Für die Datierung deiner Hartmann-Mappe ist außerdem interessant:

    **Die Hochblauenstraße wurde 1928 für den Kraftverkehr freigegeben.** Damit war der Gipfel in der Zeit, in der solche touristischen Fotoheftchen populär wurden, deutlich leichter erreichbar. ([kreiter.info][4])

    Das spricht dafür, dass die Aufnahme **nach etwa 1928** entstanden sein dürfte.

    ### Meine Datierung für dieses Foto

    Ich würde das einzelne Negativ/Fotomotiv derzeit ungefähr so einordnen:

    **Aufnahme:** ca. **1928–1935**
    **Wahrscheinlich:** **um 1930–1933**
    **Druck/Verwendung im Hartmann-Heft:** vermutlich **Mitte der 1930er Jahre**

    Damit passt dieses Bild sehr gut zu meiner bisherigen Einschätzung der gesamten Mappe von ungefähr **1935–1937**.

    ### Sammlerisch besonders interessant

    Dieses Motiv ist sogar **wertvoller für die historische Dokumentation als eine gewöhnliche Landschaftsaufnahme**, weil es einen relativ großen Bereich des damaligen Marzell zeigt. Die Landschaft ist noch ausgesprochen **vorindustriell und landwirtschaftlich** geprägt.

    Außerdem bestätigt die heutige Beschreibung des Hochblauen, dass der Blick nach Osten tatsächlich über Marzell hinweg in Richtung Wiesental führt. ([Freiburg Schwarzwald][5])

    **Zwischenstand der Mappe:**

    | Nr. | Motiv | Einschätzung |
    | --: | --------------------------------- | -------------------------------------------- |
    | 1 | Badenweiler | sehr gutes historisches Ortsmotiv |
    | 2 | Blick vom Hochblauen nach Marzell | **sehr gutes Landschafts- und Ortsdokument** |

    Ich würde dieses Bild innerhalb der 15er-Serie mit **„historisch besonders aussagekräftig“** markieren. Wenn wir die nächsten 13 Bilder genauso durchgehen, können wir am Ende auch feststellen, **ob Hartmann für diese Serie eigene Aufnahmen verwendet hat oder ältere vorhandene Schwarzwaldmotive übernommen hat**.

    [1]: https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/DOKUMENT/labw_findmittel/labw-5-808677/Marzell%20Blick%20vom%20Hochblauen%20auf%20Marzell?utm_source=chatgpt.com "Marzell Blick vom Hochblauen auf Marzell - Detailseite - LEO-BW"
    [2]: https://www.malsburg-marzell.de/seite/582548/herzlich-willkommen-in-unserer-gemeinde-malsburg-marzell-im-naturpark-s?utm_source=chatgpt.com "Herzlich Willkommen in unserer Gemeinde Malsburg-Marzell im Naturpark Südschwarzwald - Gemeinde Malsburg-Marzell"
    [3]: https://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/markgrafschaft-1952-12/0009/ocr?utm_source=chatgpt.com "Hebelbund Müllheim [Hrsg.]: Die Markgrafschaft: Beiträge aus Geschichte, Kultur und Wirtschaft des Markgräflerlandes (4. Jahrgang, Heft 12.Dezember 1952) (Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 4688,fs) - Freiburger historische Bestände - digital - Universitätsbibliothek Freiburg"
    [4]: https://www.kreiter.info/familie/docs/paesse/blauen.htm?utm_source=chatgpt.com "Auffahrt zum Blauen oder Hochblauen im Südschwarzwald"
    [5]: https://www.freiburg-schwarzwald.de/blauen.htm?utm_source=chatgpt.com "Freiburg-Schwarzwald.de: Blauen, Hochblauen, Berg im Markgräflerland"
  • admin - Mittwoch, 12. August 2026 um 16:28:23
    ### Bildanalyse – Badenweiler

    Dieses Bild passt **sehr gut in die Serie „Der Schwarzwald-Höhenweg Feldberg–Belchen–Hochblauen“** und zeigt eine typische historische Ansicht von **Badenweiler**, aufgenommen vom erhöhten Burgberg bzw. aus dem Bereich der Burgruine.

    #### Was auf dem Bild zu erkennen ist

    Im unteren Bildbereich liegt der dicht bebaute **Kurort Badenweiler**. Besonders markant ist links die **evangelische Pauluskirche** mit ihrem hohen Turm. Die Kirche wurde 1893–1898 im neoromanischen Stil errichtet und ist damit ein guter zeitlicher Anhaltspunkt für die Aufnahme. ([Badenweiler Tourismus][1])

    Das große, repräsentative Gebäude im Vordergrund rechts ist sehr wahrscheinlich das **Grandhotel Römerbad**. Das Hotel geht auf einen Bau von **1825** zurück und war eines der bedeutendsten Hotels des Kurortes. ([Städte Fotos][2])

    Dahinter zieht sich der bewaldete Hang des **Blauen-Massivs** hinauf. Die charakteristische Siedlungsstruktur mit Villen, Hotels und den zahlreichen Gebäuden der Bäderarchitektur entspricht dem historischen Badenweiler sehr gut.

    ### Besonders wichtig für die Datierung

    Das Foto selbst dürfte **deutlich älter als der Druck des Heftchens** sein. Das ist bei solchen Kleinphotographien häufig: Ein Verlag verwendete vorhandene fotografische Aufnahmen über längere Zeit.

    Für die Serie würde ich deshalb unterscheiden:

    * **Aufnahme:** vermutlich etwa **1925–1935**
    * **Verwendung im Hartmann-Heft:** wahrscheinlich **Mitte der 1930er Jahre**
    * **Gesamtdatierung des Heftchens:** weiterhin ungefähr **1935–1937**

    Ein Reiseführer von **1933** beschreibt Badenweiler bereits mit dem Hotel Römerbad, dem Markgrafenbad und dem damaligen Kurhaus und bestätigt damit die zeitgenössische touristische Bedeutung des Ortes. ([Freiburger historische Bestände][3])

    Ein wichtiger Punkt: Das heute bekannte **neue Kurhaus** darf man mit dem Gebäude auf deinem Foto nicht verwechseln. Das alte Kurhaus von 1853 wurde erst **1971 abgebrochen**, das neue Kurhaus 1972 eröffnet. Dein Foto zeigt eindeutig noch die historische Bebauung vor diesem Umbau. ([Badenweiler Tourismus][4])

    ### Sammlerisch interessant

    Dieses Motiv ist für die Mappe besonders schön, weil es **mehrere historische Orientierungspunkte gleichzeitig** enthält:

    **Badenweiler – Pauluskirche – Hotel Römerbad – bewaldeter Blauen-Hang**

    Damit ist es nicht nur eine Landschaftsaufnahme, sondern eine ausgesprochen gute **historische Ortsansicht aus der Vorkriegszeit**.

    **Bewertung des Einzelbildes innerhalb der Mappe:** sehr gutes und aussagekräftiges Motiv. Es erhöht den dokumentarischen Wert der Serie.

    **Zwischenstand:** Ich würde das Bild derzeit als **Nr. 1 der 15 Kleinphotographien** erfassen und die Mappe beim weiteren Durchgehen systematisch nummerieren. So können wir am Ende feststellen, ob tatsächlich alle 15 Bilder vorhanden sind und ob einzelne Motive besondere Seltenheit besitzen.

    [1]: https://www.badenweiler-tourismus.de/de/ort-badenweiler/geschichte/chronik?utm_source=chatgpt.com "Chronik"
    [2]: https://www.staedte-fotos.de/bild/deutschland~baden-wuerttemberg~lk-breisgau-hochschwarzwald/27672/badenweiler-das-historische-grandhotel-roemerbad-1825.html?utm_source=chatgpt.com "Badenweiler, das historische Grandhotel \"Römerbad\", 1825 erbaut, Juni 2011 - Staedte-fotos.de"
    [3]: https://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/grieben1933/0100/ocr?utm_source=chatgpt.com "Freiburg/Br.: Höllental, Feldberg, Belchen, Badenweiler, Kaiserstuhl (Berlin, 1933) (Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., J 7586,hi) - Freiburger historische Bestände - digital - Universitätsbibliothek Freiburg"
    [4]: https://www.badenweiler-tourismus.de/attraktion/kur-und-festspielhaus-badenweiler-f2b22c8c87?utm_source=chatgpt.com "Kur- und Festspielhaus Badenweiler"
  • admin - Mittwoch, 12. August 2026 um 16:26:11
    Das ist ein **interessantes Schwarzwald-Fotoheftchen aus der Vorkriegszeit**, und der Verlag Emil Hartmann lässt sich zeitlich recht gut einordnen.

    ### Einordnung des Heftchens

    **Titel:** *Der Schwarzwald-Höhenweg Feldberg–Belchen–Hochblauen*
    **Umfang:** 15 ausgewählte Kleinphotographien
    **Verlag:** Emil Hartmann, Mannheim
    **Format:** ca. 7 × 9 cm
    **Technik:** echte Schwarzweiß-Kleinphotographien bzw. Fotodrucke
    **Thema:** Höhenweg durch den südlichen Schwarzwald vom Feldberg über den Belchen zum Hochblauen

    Die Serie ist auch auf **Photorello.de** mit genau diesen bibliografischen Angaben dokumentiert. ([photorello.de][1])

    ### Datierung

    Ich würde das Heft **nicht in die 1920er Jahre**, sondern ziemlich eindeutig in die **1930er Jahre** setzen.

    Besonders hilfreich ist die Einordnung des Verlags:

    * Eine von Emil Hartmann herausgegebene Fotomappe *Mannheim – 12 ausgewählte Kleinfotos* wird mit **1936** datiert. ([Buchfreund][2])
    * Eine weitere Hartmann-Karte mit dem Titel *Treudeutsche Grüße aus Saarbrücken* ist archivalisch auf **1935** datiert. ([Deutsche Digitale Bibliothek][3])
    * Hartmann produzierte nachweislich bereits um **1930** fotografische Ansichtskarten. ([Deutsche Digitale Bibliothek][4])
    * Auch für Baden-Baden sind Hartmann-Karten von **1935** nachweisbar. ([ZVAB (DE)][5])

    Daraus ergibt sich für dein Heft eine **sehr plausible Datierung von etwa 1934–1938**, wobei ich als wahrscheinlichsten Zeitraum **1935–1937** ansehen würde.

    **Meine derzeitige Datierung: ca. 1936.**

    ### Interessant: der Begriff „Schwarzwald-Höhenweg“

    Der Titel ist sammlerhistorisch besonders interessant. Das Heft ist nicht einfach nur eine Ansammlung von Ortsansichten, sondern vermarktet eine **konkrete touristische Höhenroute**:

    **Feldberg → Belchen → Hochblauen**

    Damit gehört es in die Reihe der kleinen touristischen Foto-Souvenirs, die Wanderwege und Ausflugsregionen anhand einer Serie von Kleinbildern dokumentierten.


    ### Sammlerwert

    Bei solchen Hartmann-Mappen ist der **Inhalt und die Vollständigkeit** wichtiger als der reine Umschlag.

    Meine derzeitige Einschätzung:

    | Zustand | realistischer Wert |
    | ----------------------------------------------- | -----------------: |
    | unvollständig / beschädigt | ca. **5–10 €** |
    | vollständig, durchschnittlich erhalten | **15–25 €** |
    | vollständig, sehr guter Zustand | **25–40 €** |
    | außergewöhnlich gut erhalten / selten angeboten | **40–60 €** |

    Für deine Sammlung würde ich das Stück zunächst mit etwa **25–35 €** ansetzen, **wenn alle 15 Fotografien vorhanden und sauber erhalten sind**.

    Der Vergleich mit anderen Hartmann-Fotomappen ist interessant: Eine *Mannheim – 12 ausgewählte Kleinfotos*-Mappe wird aktuell beispielsweise für **15 €** angeboten. ([Buchfreund][2]) Das bestätigt die Größenordnung, wobei das Schwarzwald-Heft wegen des speziellen regionalen Themas für einen Schwarzwald-Sammler attraktiver sein kann.

    ### Vorläufiges Sammlerfazit

    **Der Schwarzwald-Höhenweg Feldberg–Belchen–Hochblauen**
    15 ausgewählte Kleinphotographien, Verlag Emil Hartmann, Mannheim, ca. **1935–1937**, wahrscheinlich **um 1936**, 7 × 9 cm.

    **Sammlerwert:** etwa **25–35 €**, bei sehr guter Erhaltung bis ca. **50–60 €**.

    Wenn du mir jetzt **die 15 einzelnen Bilder** dieses Heftchens zeigst, kann ich sie wie bei deinen anderen Feldberg-Mappen **einzeln analysieren, die Motive identifizieren, die damalige Landschafts- und Gebäudesituation bestimmen und anschließend den Wert der kompletten Mappe wesentlich genauer einschätzen.**

    [1]: https://www.photorello.de/index.php?%2Fcategory%2F3522=&utm_source=chatgpt.com "Baden-Württemberg / Regierungsbezirk Freiburg / Breisgau ..."
    [2]: https://www.buchfreund.de/de/d/p/97784068/mannheim-12-ausgewaehlte-kleinfotos?utm_source=chatgpt.com "Mannheim 12 ausgewählte Kleinfotos"
    [3]: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/W3TKCFAPNSE4MUXCNQDPXIKCJZK4YBLW?utm_source=chatgpt.com "Treudeutsche Grüße aus Saarbrücken Abstimmungsjahr 1935 - Deutsche Digitale Bibliothek"
    [4]: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/VVS23OHQSAI6IYSYCIX46ZZAEJVT33DD?utm_source=chatgpt.com "Frankfurt am Main, Römerhof: Treppentürmchen - Deutsche Digitale Bibliothek"
    [5]: https://www.zvab.com/manuskripte-papierantiquitaeten/AK-Baden-Baden-Stiftskirche-Neues-Schlo%C3%9F-Emil/22656770873/bd?utm_source=chatgpt.com "AK. Baden-Baden. Stiftskirche. Neues Schloß.: (1935) Manuskript / Papierantiquität | ABC Versand e.K."
  • admin - Mittwoch, 12. August 2026 um 16:17:49
    Dieses Bild ist nun tatsächlich **das 10. Foto der Mappe**. Und es ist für die Gesamtbewertung interessant, weil der Titel **„Höchste Tannen am Seebuck“** einen klaren Bezug zur damaligen touristischen Wahrnehmung des Feldbergs hat.

    ### „Höchste Tannen am Seebuck“

    Das Foto zeigt eine hochgelegene Aussicht vom Feldbergmassiv über ein tief eingeschnittenes Schwarzwaldtal. Im Vordergrund und an den Hängen stehen einzelne hochgewachsene Fichten/Tannen; genau diese Vegetationserscheinung erklärt die Bezeichnung **„Höchste Tannen“**.

    Der 1933 erschienene Grieben-Führer beschreibt ausdrücklich, dass bei etwa **1250–1300 m** der geschlossene Wald endet, einzelne Tannen aber noch **fast bis zur Hochfläche** hinaufreichen. Das passt bemerkenswert gut zur Bildlegende deiner Fotografie. ([Freiburger historische Bestände][1])

    ### Ein wichtiger Datierungshinweis

    Das Foto zeigt **keine technische Anlage**, keine moderne Bebauung und keine späteren touristischen Einrichtungen. Dadurch gibt es keinen harten Bauzeitanker wie beim Feldberghof.

    Aber: Die Bildsprache und die Bezeichnung **„Höchste Tannen“** passen sehr gut in die Zeit, in der der Feldberg als alpiner Landschafts- und Wintersportort touristisch vermarktet wurde.

    Der Grieben-Führer von **1933** beschreibt genau diese Besonderheit der Vegetation am Feldberg. Das macht **1933 zu einem sehr passenden zeitgenössischen Referenzpunkt**, beweist aber nicht, dass dein Foto genau in diesem Jahr aufgenommen wurde. ([Freiburger historische Bestände][1])

    ### Meine Datierung dieses Fotos

    Ich würde die fotografische Vorlage jetzt auf etwa

    **1920–1932**

    setzen, mit einem Schwerpunkt **ca. 1925–1930**.

    Eine Aufnahme nach 1933 ist grundsätzlich möglich; aus dem Bild selbst lässt sich das aber nicht begründen.

    ---

    # Damit haben wir jetzt wirklich alle 10 Fotografien

    Und hier wird die Serie als Ganzes interessant.

    | Nr. | Motiv | vorläufige Aufnahmezeit |
    | --: | ------------------------------------------------- | ------------------------------------- |
    | 1 | Feldbergturm | ca. 1920–1930 |
    | 2 | Bismarckdenkmal | ältere Vorlage möglich, ca. 1905–1915 |
    | 3 | Gasthaus zum Feldbergturm + Friedrich-Luisen-Turm | ca. 1915–1925 |
    | 4 | Hotel Feldberghof mit Alpen | ca. 1915–1925 |
    | 5 | Blick vom Bärental auf das Feldbergmassiv | ca. 1915–1925 |
    | 6 | Zastlerhütte | ca. 1915–1930 |
    | 7 | Feldsee 1113 m | ca. 1920–1925 |
    | 8 | Hotel Feldberghof im Winter | ca. 1928–1935 |
    | 9 | Blick ins obere Wiesental | ca. 1925–1932 |
    | 10 | **Höchste Tannen am Seebuck** | **ca. 1925–1930** |

    ### Meine wichtigste Schlussfolgerung

    Die **10 Fotografien sind eindeutig nicht als zehn Aufnahmen eines einzigen Tages oder Jahres entstanden**.

    Vielmehr spricht das Gesamtbild für einen **älteren Gebr.-Metz-Bildbestand**, aus dem für die Souvenirmappe geeignete Feldbergmotive ausgewählt wurden.

    Das erklärt auch die Unterschiede zwischen den Motiven:

    * ältere Bauzustände,
    * unterschiedliche fotografische Qualität,
    * Sommer- und Winteraufnahmen,
    * verschiedene Aufnahmehöhen und Perspektiven,
    * teilweise offensichtlich ältere Negativvorlagen.

    Der Feldberg war bereits lange vor dieser Mappe ein etabliertes touristisches Motivgebiet. Der 1933er Reiseführer beschreibt beispielsweise den Feldberg mit **1493 m**, Seebuck mit **1448 m** und die einzelnen hochreichenden Tannen oberhalb der Waldgrenze. ([Freiburger historische Bestände][1])

    ## Meine endgültige Datierung der Mappe

    Nach allen zehn Bildern würde ich meine frühere Einschätzung jetzt so formulieren:

    > **Gebr. Metz, Tübingen – „Feldberg im Schwarzwald 1500 m ü. M. – 10 Photographien“ – Vertrieb Hotel Feldbergerhof, 1279 m ü. M.**
    >
    > **Datierung: ca. 1930–1934, wahrscheinlich um 1932/33.**

    Ich würde **1932/33** inzwischen etwas höher gewichten als die zuvor genannten 1930/31.

    Der Grund ist nicht ein einzelnes Foto, sondern die **Gesamtkonstellation**: Die Mappe verwendet ältere Feldbergmotive, aber mindestens einige Bildvorlagen passen sehr gut in den touristischen Bildbestand, der **um 1930/33** bei Gebr. Metz im Umlauf war. Außerdem beschreibt der zeitgenössische Grieben-Führer von 1933 genau die Landschafts- und Vegetationsmerkmale, die auf deiner Serie werbewirksam herausgestellt werden. ([Freiburger historische Bestände][1])

    ### Sammlerische Einordnung

    Mit **vollständigem Umschlag + allen 10 Originalfotografien** würde ich die Mappe weiterhin bei etwa **50–70 €** im normalen Sammlermarkt sehen; bei sehr gutem Zustand und einem interessierten Schwarzwald-/Metz-Sammler sind **70–100 €** durchaus vertretbar.

    **Für deine Sammlung würde ich sie katalogisieren als:**

    **Gebr. Metz, Tübingen (GMT), ca. 1932/33 – Feldberg im Schwarzwald, 10 Photographien, 6,5 × 9 cm, Vertrieb Hotel Feldbergerhof, vollständige Vorkriegs-Fotomappe.**

    Ein interessanter Nebenaspekt: Das Feldberggebiet wurde erst **1937 als Naturschutzgebiet ausgewiesen**. Die Mappe stammt damit sehr wahrscheinlich noch aus der Zeit unmittelbar vor diesem wichtigen Einschnitt in der Geschichte des Feldbergs. ([naz-feldberg.de][2])

    [1]: https://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/grieben1933/0084/ocr?utm_source=chatgpt.com "Freiburg/Br.: Höllental, Feldberg, Belchen, Badenweiler, Kaiserstuhl (Berlin, 1933) (Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., J 7586,hi) - Freiburger historische Bestände - digital - Universitätsbibliothek Freiburg"
    [2]: https://naz-feldberg.de/naturschutzgebiet-feldberg?utm_source=chatgpt.com "Naturschutzgebiet Feldberg - Naturschutzzentrum Südschwarzwald - Naturschutzzentrum Südschwarzwald"
  • admin - Mittwoch, 12. August 2026 um 16:09:06
    Jetzt haben wir das **zehnte und letzte Foto** – und dieses Bild ist tatsächlich der **entscheidende Baustein** für die Datierung der gesamten Mappe.

    ### 10. „Blick ins obere Wiesental“

    Das Motiv zeigt eine typische Winteransicht vom Feldberg in Richtung oberes Wiesental, mit den stark verschneiten Hochlagen und den charakteristischen, tief eingeschneiten Fichten im Vordergrund.

    Für dieses Motiv gibt es einen sehr interessanten zeitgenössischen Beleg: Eine historische **Gebr.-Metz-Fotokarte „Feldberg – Verschneite Tannen“** wird in einer Ansichtskartensammlung mit **Verlag Gebr. Metz, Tübingen** und einer postalischen Verwendung **1932** geführt. ([Heimatsammlung][1])

    Noch wichtiger ist ein unabhängiger fotografischer Vergleich: Das Landesmuseum Baden-Württemberg besitzt eine Fotografie **„Feldberg, Blick ins Wiesental“**, die auf **um 1925** datiert wird. Auch dort handelt es sich um eine Winteraufnahme vom Feldberg ins Wiesental. ([LEO-BW][2])

    Damit haben wir jetzt zwei sehr gute Anhaltspunkte:

    * **fotografische Bildtradition:** etwa **1925**
    * **Gebr.-Metz-Feldberg-Wintermotiv nachweisbar:** **1932**

    Und genau das passt hervorragend zu deiner Fotomappe.

    ---

    ## Die komplette Mappe – meine abschließende Datierung

    Nach Betrachtung **aller 10 Fotografien** würde ich die bisherige Einschätzung nun etwas präzisieren:

    ### **Gebr. Metz, Tübingen – etwa 1930–1933**

    Mein Favorit ist:

    > **ca. 1932**

    Dafür spricht insbesondere, dass ein Gebr.-Metz-Feldbergmotiv mit **verschneiten Tannen** aus demselben thematischen Bildbestand für **1932** nachweisbar ist. ([Heimatsammlung][1])

    Die Mappe dürfte also **nicht erst Mitte der 1930er Jahre** entstanden sein, sondern sehr wahrscheinlich **Anfang der 1930er Jahre**.

    ### Warum 1932 besonders gut passt

    Das letzte Bild ist eine reine Winteraufnahme ohne moderne technische Einrichtungen. Gleichzeitig existiert gerade für **1932** ein Gebr.-Metz-Feldberg-Wintermotiv.

    Auch das neunte Bild – der alte Feldbergerhof im tiefen Schnee – passt hervorragend in diese Zeit. Der alte Feldbergerhof bestand noch bis zum Neubau von 1936. Eine historische Aufnahme des Feldbergerhofs wird sogar ausdrücklich auf **um 1935** datiert. ([LEO-BW][3])

    Damit liegt die Mappe zeitlich sehr wahrscheinlich **vor dem großen Umbau von 1936**.

    ---

    ## Interessant: Die einzelnen Negative sind älter als die Mappe

    Hier würde ich unsere bisherige Analyse nochmals etwas korrigieren und präzisieren.

    Die zehn Bilder müssen **nicht alle 1932 fotografiert worden sein**.

    Vielmehr scheint Gebr. Metz einen vorhandenen Feldberg-Bildbestand verwendet zu haben:

    * **Feldbergturm:** vermutlich 1920er Jahre
    * **Bismarckdenkmal:** möglicherweise noch ältere Vorlage
    * **Friedrich-Luisen-Turm/Gasthaus:** frühe 1920er Jahre möglich
    * **Feldbergerhof mit Alpen:** vermutlich 1910er/1920er Jahre
    * **Bärental:** vermutlich 1920er Jahre
    * **Zastlerhütte:** wahrscheinlich 1920er Jahre
    * **Feldsee:** Bildtradition bereits um 1922 nachweisbar
    * **Feldbergerhof im Winter:** wahrscheinlich späte 1920er/frühe 1930er
    * **Blick ins obere Wiesental:** Bildtradition um 1925, Metz-Wintermotiv 1932

    Das ist ein ganz typisches Vorgehen eines Ansichtskartenverlages: **Die Aufnahme bzw. das Negativ konnte Jahre älter sein als das konkrete Souvenirprodukt.**

    ---

    # Meine endgültige Katalogisierung

    **Feldberg im Schwarzwald 1500 m ü. M. – 10 Photographien**

    **Verlag:** Gebr. Metz, Tübingen (GMT)
    **Vertrieb:** Hotel Feldbergerhof, 1279 m ü. M.
    **Werbeangabe:** „Sommerkurort und 1. Deutscher Wintersportplatz“
    **Format:** ca. 6,5 × 9 cm
    **Inhalt:** 10 echte Schwarzweißfotografien
    **Datierung der Mappe:** **ca. 1930–1933**
    **Wahrscheinlich:** **um 1932**
    **Fotografische Vorlagen:** teilweise deutlich älter, überwiegend etwa **1910er bis frühe 1930er Jahre**

    Die Formulierung **„1. Deutscher Wintersportplatz“** passt sehr gut in die touristische Selbstdarstellung des Feldbergs in dieser Zeit; der Wintersport entwickelte sich dort bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts zu einem zentralen touristischen Faktor. ([Hochschwarzwald][4])

    ---

    ## Sammlerwert der vollständigen Mappe

    Nachdem wir jetzt den kompletten Inhalt kennen, würde ich den Wert **etwas höher** einschätzen als bei einer gewöhnlichen Metz-Fotomappe.

    | Zustand | realistischer Wert |
    | ----------------------------------- | -----------------: |
    | unvollständig / beschädigt | 15–30 € |
    | vollständig, Gebrauchsspuren | 30–45 € |
    | vollständig, guter Zustand | **45–65 €** |
    | sehr guter Zustand | **65–90 €** |
    | nahezu neuwertig / seltenes Angebot | **90–120 €** |

    Für deine Mappe würde ich – **sofern Umschlag und alle zehn Fotos vollständig und in dem gezeigten Zustand sind** – einen realistischen Marktwert von ungefähr **50–70 €** ansetzen.

    Der besondere Reiz liegt weniger im materiellen Wert der einzelnen Fotografien als in der **kompletten, lokal vertriebenen Feldberg-Souvenirmappe von Gebr. Metz**.

    ### Mein endgültiges Urteil

    **Ich würde die Mappe in deiner Sammlung mit „ca. 1932“ datieren.**

    Das ist gegenüber der anfänglichen Datierung „1928–1934“ eine deutlich bessere und begründete Eingrenzung. Die **1932 nachweisbare Gebr.-Metz-Winterbildserie** ist hierfür das stärkste Indiz. ([Heimatsammlung][1])

    Und gerade weil du mehrere **Gebr.-Metz-Mappen aus den 1930er/40er Jahren** sammelst, würde ich diese hier als **frühe Vorkriegs-Fotomappe, wahrscheinlich um 1932**, in deinem Bestand einordnen.

    [1]: https://www.heimatsammlung.de/topo_unter/79_ab_02/79_02/feldberg-02.htm?utm_source=chatgpt.com "Historische-Ansichtskarten-Feldberg-02"
    [2]: https://www.leo-bw.de/web/guest/detail-gis/-/Detail/details/DOKUMENT/blm_museumsobjekte/B6FAE693CD2D4E65B21EAF578B168102/Feldberg%20Blick%20ins%20Wiesental?utm_source=chatgpt.com "Feldberg Blick ins Wiesental - Detailseite - LEO-BW"
    [3]: https://www.leo-bw.de/web/guest/detail-gis/-/Detail/details/DOKUMENT/blm_museumsobjekte/5631D15747DF47B48687AFA672930D27/Der%20Feldbergerhof%20im%20Winter?utm_source=chatgpt.com "Der Feldbergerhof im Winter - Detailseite - LEO-BW"
    [4]: https://www.hochschwarzwald.de/reisemagazin/alle-geschichten/historie/der-erste-skilaeufer-auf-dem-feldberg?utm_source=chatgpt.com "Der erste Skiläufer auf dem Feldberg"