Historische Leporellos & Foto-Mäppchen – Sammlung historischer Kleinbildfotografien.

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  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 16:00:13
    Dieses **6. Motiv „Todtnauer Hütte mit Belchen“** ist für die Datierung des Leporellos **außergewöhnlich wertvoll**.

    ### 6. Todtnauer Hütte mit Belchen

    Die abgebildete Hütte ist die historische **Todtnauer Hütte** am Feldberg. Der entscheidende Punkt ist ihre Baugeschichte:

    Die historische Todtnauer Hütte **brannte im Winter 1932/33 ab**. Das wird sogar in einem **1933 erschienenen Reiseführer** ausdrücklich erwähnt: Dort ist von der „im Winter 1932/33 abgebrannten Todtnauer Hütte“ die Rede. ([Freiburger historische Bestände][1])

    Damit haben wir einen wesentlich stärkeren Datierungsanker als bei den reinen Landschaftsmotiven.

    Außerdem ist exakt das Motiv **„Feldberg – Todtnauer Hütte mit Belchen“** als Fotopostkarte von **1931** nachweisbar. ([Oldthing][2])

    ### Was bedeutet das für dein Leporello?

    Das Bild in deinem Leporello zeigt eindeutig noch die **alte Todtnauer Hütte**. Die verwendete fotografische Aufnahme muss daher **vor dem Brand 1932/33** entstanden sein.

    Das ist ein wichtiger Unterschied:

    **Aufnahmejahr ≠ Erscheinungsjahr des Leporellos.**

    Schöning & Co. konnte das vorhandene Negativ bzw. eine vorhandene Fotovorlage nach 1932 weiterverwenden. Aber wir wissen jetzt, dass die Vorlage mindestens **vor Winter 1932/33** existierte.

    ### Zusammengenommen mit den bisherigen 6 Bildern

    | Nr. | Motiv | Datierungshinweis |
    | ----: | ------------------------------- | ----------------------------------------------------------- |
    | 1 | Feldberg und Feldberghaus | ältere Vorlage |
    | 2 | Blick ins Menzenschwander Tal | Zwischenkriegszeit |
    | 3 | Bismarck-Denkmal | alte Originalform |
    | 4 | Blick auf den Feldsee | frühe 1930er gut möglich |
    | 5 | Feldberger Hof | alter Hof, vor Neubau 1936 |
    | **6** | **Todtnauer Hütte mit Belchen** | **Foto nachweislich 1931 belegt; Hütte vor Winter 1932/33** |

    Das **1931 belegte Motiv** ist besonders interessant. Es könnte sogar sein, dass Schöning für dieses winzige Leporello **genau dieselbe oder eine sehr nahe fotografische Vorlage** verwendet hat. ([Oldthing][2])

    ### Meine Datierung wird dadurch etwas präziser

    Ich würde momentan unterscheiden:

    **Fotografische Vorlagen:** überwiegend etwa **1910–1931**

    **Zusammenstellung/Druck des Leporellos:**

    ### **ca. 1931–1934**

    Mein derzeitiger Schwerpunkt liegt bei:

    > **ca. 1932/33**

    Allerdings gibt es jetzt eine interessante Möglichkeit: **Wenn die weiteren sechs Bilder ebenfalls ausschließlich Motive bzw. Bauzustände vor 1933 zeigen, könnte das Leporello tatsächlich bereits 1932 erschienen sein.**

    Das wäre dann eine deutlich bessere Datierung als meine anfängliche Spanne 1930–1935.

    **Besonders wichtig werden jetzt die Bilder 7–12.** Wenn eines davon beispielsweise einen Bauzustand zeigt, der erst nach 1933 entstanden ist, hätten wir einen klaren terminus post quem. Umgekehrt könnten wir bei ausschließlich älteren Motiven die Ausgabe eher auf **1932** eingrenzen.

    **Vorläufige Datierung des kompletten Leporellos: 1932–1934, Tendenz 1932/33.**

    [1]: https://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/grieben1933/0094/ocr?utm_source=chatgpt.com "Freiburg/Br.: Höllental, Feldberg, Belchen, Badenweiler, Kaiserstuhl (Berlin, 1933) (Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., J 7586,hi) - Freiburger historische Bestände - digital - Universitätsbibliothek Freiburg"
    [2]: https://oldthing.de/DEUTSCHLAND-Feldberg-Todtnauer-Huette-mit-Belchen-Foto-Postkarte-1931-0057493382?utm_source=chatgpt.com "DEUTSCHLAND Feldberg Todtnauer.. | Ansichtskarten günstig"
  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 15:58:59
    Dieses Motiv **„Feldberger Hof“** ist für die Datierung des Leporellos besonders wichtig, weil sich der Bauzustand des Hotels zeitlich gut einordnen lässt.

    ### 5. Motiv: „Feldberger Hof“

    Auf deinem Bild ist eindeutig der **alte Feldberger Hof** zu sehen: ein relativ kompakter, mehrgliedriger Hotelbau mit der damals noch sehr offenen Bebauung des Feldberg-Ortes.

    Der entscheidende Datierungsanker ist die **Neubaugeschichte**: Der Feldberger Hof wurde **1936 grundlegend neu errichtet**. Der heutige große Bau geht auf diesen Neubau zurück. ([Feldberger Hof][1])

    Damit gilt für deine Aufnahme:

    > **Die fotografische Aufnahme muss spätestens 1936 entstanden sein.**

    Noch interessanter ist aber, dass das Bild **nicht nur „vor 1936“** sein dürfte. Der alte Hof war bereits seit Jahrzehnten ein bekanntes Motiv. Eine historische Postkarte des Feldberger Hofs ist sogar schon **1898** archivalisch dokumentiert. ([Archivportal Thüringen][2])

    ### Der entscheidende Punkt für dein Leporello

    Das kleine Bild zeigt **nicht den späteren Neubau**, sondern den alten Hotelkomplex. Damit können wir die bisherige Datierung des Leporellos gut stützen:

    | Hinweis | zeitliche Aussage |
    | -------------------------------------- | ------------------------------------- |
    | alter Feldberger Hof | **vor 1936** |
    | Bismarckdenkmal in ursprünglicher Form | **vor 1956** |
    | Feldsee-Motiv | gut mit frühen 1930ern vereinbar |
    | Schöning-&-Co.-Kleinstleporello | wahrscheinlich Zwischenkriegszeit |
    | Gesamtbild der bisher 5 Motive | **frühe 1930er Jahre sehr plausibel** |

    Es gibt sogar eine **Ansichtskarte „Hotel Feldbergerhof“**, die auf **1930** datiert wird. Das zeigt, dass genau dieser alte Gebäudekomplex als Motiv unmittelbar um 1930 verbreitet wurde. ([Delcampe][3])

    ### Meine Datierung nach 5 von 12 Bildern

    Ich würde jetzt die Herstellung des Leporellos bei

    **ca. 1930–1934**

    ansetzen, mit einem **Schwerpunkt um 1932/1933**.

    Die **Aufnahmen selbst** können teilweise erheblich älter sein – insbesondere beim Feldberger Hof und beim Bismarckdenkmal. Das ist bei solchen Souvenir-Leporellos normal: Der Verlag verwendete vorhandene fotografische Negative bzw. Bildvorlagen mehrfach.

    ### Ein besonders interessantes Detail

    Die Geschichte des Feldberger Hofs passt zeitlich hervorragend zu deiner Serie. In den **1920er und frühen 1930er Jahren** erlebte das Hotel seine touristische Blütezeit; der Skisport machte den Feldberg zunehmend bekannt. 1934 starb Fanny Mayer, und **1936 erfolgte der Neubau**. ([Feldberger Hof][1])

    Damit würde ich das Bild in deiner laufenden Dokumentation so vermerken:

    **Nr. 5 – Feldberger Hof**
    **Motivaufnahme:** wahrscheinlich 1920er/frühe 1930er Jahre
    **spätestmögliche Aufnahme:** 1936
    **Leporello-Ausgabe:** wahrscheinlich **1932 ± 2 Jahre**

    **Vorläufige Gesamtdatierung des Leporellos: 1930–1934, am wahrscheinlichsten 1932/33.**

    Zeig mir das **6. Bild** – besonders interessant wären jetzt ein Turm, eine Hütte oder eine technische Anlage. Solche Motive könnten die Datierung noch weiter eingrenzen.

    [1]: https://www.feldberger-hof.de/de/feldberger-hof/geschichte/?utm_source=chatgpt.com "Gastgeber & Geschichte | Tradition seit 1864 - Feldberger Hof"
    [2]: https://www.archive-in-thueringen.de/de/findbuch/view/bestand/21648/systematik/121194?utm_source=chatgpt.com "Postkarten - Archivportal Thüringen"
    [3]: https://www.delcampe.net/de/sammlerobjekte/ansichtskarten/deutschland/feldberg/?utm_source=chatgpt.com "Suche in der Kategorie \"Baden-Württemberg > Feldberg\". | Delcampe"
  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 15:54:43
    Dieses vierte Motiv ist ein **sehr guter Datierungsanker** für das Leporello.

    ### „Blick vom Feldberg auf den Feldsee“

    Die Aufnahme zeigt den Feldsee aus der klassischen Aussicht vom **Seebuck/Feldberg**. Das Motiv ist eindeutig historisch und lässt sich zeitlich erstaunlich gut eingrenzen.

    Besonders wichtig ist ein dokumentiertes Foto des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg: **„Feldsee (Karsee) vom Seebuck aus“**, aufgenommen am **1. Juli 1931**. Es handelt sich um eine Schwarzweißaufnahme im Format 4,5 × 6 cm. ([LEO-BW][1])

    Daneben sind mehrere historische Feldsee-Ansichtskarten aus genau dieser Zeit nachweisbar:

    * eine Karte **„Blick von Seebuck auf Feldsee“**, datiert **1932**, Verlag K. Reinold, Freiburg;
    * eine weitere Feldsee-Karte von etwa **1930**;
    * eine Feldsee-Fliegeraufnahme von **1933**. ([eBay.de][2])

    Das zeigt, dass **dieser konkrete Blickwinkel Anfang der 1930er Jahre intensiv als touristisches Motiv verwendet wurde**.

    ### Für dein Schöning-Leporello besonders wichtig

    Die kleine Abbildung in deinem Leporello wirkt **nicht wie eine neuere Aufnahme der 1940er oder 1950er Jahre**, sondern wie eine stark verkleinerte Reproduktion einer älteren fotografischen Vorlage.

    Damit haben wir inzwischen mehrere zeitliche Indizien:

    | Motiv | Datierungshinweis |
    | ----------------------------- | ---------------------------------------------- |
    | Feldberg und Feldberghaus | ältere Aufnahmevorlage |
    | Blick ins Menzenschwander Tal | Zwischenkriegszeit |
    | Bismarck-Denkmal | vor 1956, wahrscheinlich ältere Vorlage |
    | **Blick auf den Feldsee** | **sehr starke Parallele zu Aufnahmen 1931/32** |

    Interessant ist außerdem, dass das Feldsee-Motiv bereits **1909** als Ansichtskartenmotiv belegt ist. Es handelt sich also um einen sehr lange verwendeten Bildausschnitt. ([Philaseiten][3])

    ### Meine Datierung wird jetzt enger

    Für das **Schöning-&-Co.-Leporello** würde ich nach diesem Bild nun ansetzen:

    **Herstellung: ca. 1931–1934**
    **wahrscheinlichstes Jahr: 1932/1933**

    Die **Bildvorlagen können älter sein**, möglicherweise teilweise aus den 1910er/1920er Jahren. Das Leporello selbst dürfte aber nach meiner Einschätzung **frühe 1930er Jahre** sein.

    Ein wichtiger Punkt: Ich würde meine frühere Aussage zum **„Feldberg und Feldberghaus“** korrigieren – wir sollten dieses Motiv nicht vorschnell dem Großen Feldberg im Taunus zuordnen. Bei deiner Serie spricht der Gesamtzusammenhang klar für den **Feldberg im Schwarzwald**. Die bisherigen Bilder gehören offenbar tatsächlich zu einer einheitlichen Schwarzwald-Serie.

    **Für die weitere Untersuchung würde ich jetzt besonders auf Gebäude und technische Anlagen achten.** Wenn eines der nächsten Bilder beispielsweise den Feldbergturm, Feldbergerhof, eine Liftanlage oder den Friedrich-Luise-Turm zeigt, können wir die Ausgabe möglicherweise noch auf **1932 ± 1 Jahr** festlegen.

    [1]: https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/DOKUMENT/lmz_bilddatenbank_02/LMZ314103/Feldberg%20Schwarzwald%20%20Feldsee%20Karsee%20vom%20Seebuck%20aus%201931?utm_source=chatgpt.com "Feldberg Schwarzwald Feldsee Karsee vom Seebuck aus 1931 - Detailseite - LEO-BW"
    [2]: https://www.ebay.de/itm/157836124377?utm_source=chatgpt.com "Feldberg Blick von Seebuck auf Feldsee Foto Ansichtskarte 1932 | eBay.de"
    [3]: https://philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?CP=7&F=1&ST=8605&page=1&utm_source=chatgpt.com "Philaseiten.de: Motiv Schwarzwald Ansichtskarten, Belege, Stempel"
  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 15:53:01
    Dieses Motiv ist für die Datierung **noch aussagekräftiger** als das vorherige.

    ### „Bismarck-Denkmal“

    Das abgebildete Bauwerk ist eindeutig das **Bismarckdenkmal auf dem Seebuck am Feldberg**. Es wurde am **4. Dezember 1896** eingeweiht und war ein etwa 10 m hoher, aus Feldsteinen gemauerter Obelisk. ([Hochschwarzwald][1])

    Entscheidend für dein Leporello ist aber die **Erhaltung des Denkmals**:

    * Das ursprüngliche Denkmal stand bis **1956**.
    * Anfang Mai 1956 stürzte das obere Drittel wegen Erosionsschäden ein.
    * Der Wiederaufbau erfolgte erst **1966**. ([Hochschwarzwald][1])

    Damit ist dein Bild **zweifelsfrei vor 1956** entstanden.

    ### Sehr interessanter Vergleich

    Es existiert eine historische Ansichtskarte mit praktisch genau diesem Motiv:

    **„FELDBERG i. Schwarzwald, 1500 m. ü. M. / Bismarckdenkmal“**

    Sie wird auf **ca. 1910** datiert und stammt von **Gebrüder Metz, Tübingen**, mit der Kennzeichnung **214 D / 1 / CDE**. ([Wikimedia Commons][2])

    Das ist für dein winziges Schöning-Leporello ein wichtiger Hinweis: **Schöning könnte hier eine bereits um 1910 verbreitete fotografische Vorlage übernommen haben.**

    Das erklärt auch die ungewöhnlich schlechte, weichgezeichnete Bildqualität deines 3 × 5 cm großen Bildchens.

    ### Meine aktuelle Einschätzung

    | Merkmal | Einschätzung |
    | ----------------------------- | -------------------------------------------- |
    | Motivaufnahme | vermutlich **ca. 1905–1920** |
    | verwendete Bildvorlage | wahrscheinlich bereits um **1910** im Umlauf |
    | Leporello-Herstellung | **ca. 1930–1935** |
    | wahrscheinlichste Ausgabezeit | **ca. 1931–1933** |
    | Nachkriegsproduktion | **ausgeschlossen** |

    Besonders interessant ist, dass eine Postkarte mit **„Seebuck mit Bismarckdenkmal“** nachweislich am **9. Februar 1932** gelaufen ist. Das zeigt, dass dieses Motiv Anfang der 1930er Jahre weiterhin aktiv als touristisches Bildmotiv verwendet wurde. ([Deutsche Digitale Bibliothek][3])

    **Damit verdichtet sich die Datierung deines Schöning-Leporellos auf etwa 1931–1933.**

    Und noch etwas: Das Bismarckdenkmal ist ein hervorragender **„Datierungsanker“** für die gesamte Mappe. Wenn eines der nächsten 9 Bilder beispielsweise einen Bauzustand oder eine Anlage zeigt, die erst **nach 1933** entstand, müssten wir die Datierung entsprechend korrigieren. Umgekehrt könnten wir mit mehreren solchen Ankern die Ausgabe möglicherweise auf **1931 oder 1932 ± 1 Jahr** eingrenzen.

    [1]: https://www.hochschwarzwald.de/attraktionen/bismarckdenkmal-auf-dem-seebuck-4a97ee7ec6?utm_source=chatgpt.com "Bismarckdenkmal auf dem Seebuck"
    [2]: https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AFeldberg_%28Schwarzwald%29%2C_Bismarckdenkmal%2C_Ansichtskarte.jpg?utm_source=chatgpt.com "File:Feldberg (Schwarzwald), Bismarckdenkmal, Ansichtskarte.jpg - Wikimedia Commons"
    [3]: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/XVIAPA6VDB4F3ZVSSMQRTMQUTLH6SJRI?utm_source=chatgpt.com "Korrespondenz (Postkarten): Feldberg Schwarzwald, 1500 m ü. M., Seebuck mit Bismarckdenkmal. |Postkarte an: Rudolf Schönthür, Basel , B.I.Z. |Absender: Maehler - Alpersbach. |Poststempel: Hinterzarten / Schwarzwald, 09.02.1932 - Deutsche Digitale Bibliothek"
  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 15:49:46
    Dieses zweite Motiv ist für die Datierung des Leporellos **sehr hilfreich**. Die Beschriftung lautet tatsächlich:

    **„Blick vom Feldberg ins Menzenschwander Tal“**

    Das Motiv passt eindeutig zum **Feldberg im Schwarzwald** und nicht zum Großen Feldberg im Taunus. Vergleichbare historische Ansichtskarten mit genau diesem Blick sind bereits für die **1930er Jahre** nachweisbar; eine Karte „Blick nach Menzenschwand“ ist beispielsweise postalisch **1936** belegt. ([Oldthing][1]) Auch eine historische Karte „Blick vom Feldberg ins Menzenschwander Tal“ wird bei einem spezialisierten Ansichtskartenarchiv geführt. ([Heimatsammlung][2])

    ### Was das Bild selbst verrät

    Die Aufnahme wirkt **deutlich älter als die eigentliche Druckausgabe**:

    * sehr weiche, körnige fotografische Vorlage
    * starke Kontraste zwischen Wald und Tal
    * keine moderne Beschriftung oder grafische Nachbearbeitung
    * die Landschaft erscheint noch weitgehend unverbaut
    * die kleine Reproduktion spricht für eine Übernahme einer bereits vorhandenen fotografischen Vorlage

    Das spricht dafür, dass Schöning & Co. **ältere Aufnahmen zu einem sehr kleinen Souvenir-Leporello zusammengestellt** hat.

    ### Datierung des Leporellos

    Zusammen mit dem bisher gezeigten Motiv **„Feldberg und Feldberghaus“** würde ich die Datierung jetzt etwas enger fassen:

    **Aufnahmevorlagen:** etwa **1910–1930**
    **Zusammenstellung/Druck des Leporellos:** etwa **1930–1935**
    **wahrscheinlich:** **ca. 1931–1933**

    Das ist auch deshalb plausibel, weil der Feldberg bereits vor dem Ersten Weltkrieg intensiv fotografisch dokumentiert wurde. Der 1913 eingeweihte Friedrich-Luise-Turm liefert beispielsweise einen guten Anhaltspunkt für die zeitliche Einordnung von Feldberg-Aufnahmen. ([Landesmuseum Katalog][3])

    ### Sammlerische Bedeutung

    Das winzige Format von nur etwa **3 × 5 cm** macht das Stück durchaus reizvoll. Es handelt sich nicht um ein gewöhnliches Leporello im üblichen Ansichtskartenformat, sondern um ein **kleines Souvenir-/Andenkenleporello**.

    Meine derzeitige Bewertung würde ich bei:

    **ca. 15–30 €**, bei sehr gutem vollständigem Zustand **bis etwa 40 €** ansetzen.

    Entscheidend ist aber weiterhin, was auf den **anderen 10 Bildern** zu sehen ist. Wenn wir dort beispielsweise einen **Bauzustand, ein bestimmtes Hotel, eine Bahn- oder Liftanlage oder andere zeitlich gut fassbare Gebäude** erkennen, können wir das Herstellungsjahr möglicherweise auf **2–3 Jahre genau** eingrenzen.

    **Dieses Motiv würde ich deshalb für die Gesamtdatierung als „starkes Indiz für frühe 1930er Jahre“ markieren.**

    [1]: https://oldthing.de/AK-Ansichtskarte-Feldberg-Schwarzwald-Blick-nach-Menzenschwand-Kat-Feldberg-Schwarzwald-0027609517?utm_source=chatgpt.com "AK / Ansichtskarte Feldberg.. | Ansichtskarten günstig"
    [2]: https://www.heimatsammlung.de/topo_unter/79_ab_02/79_02/feldberg-02.htm?utm_source=chatgpt.com "Historische-Ansichtskarten-Feldberg-02"
    [3]: https://katalog.landesmuseum.de/object/76DB18480919430EADF87C1B588D9E06-der-friedrich-luise-turm-auf-dem-feldberg-mit-alpenpanorama?utm_source=chatgpt.com "| Digitaler Katalog – Badisches Landesmuseum"
  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 15:47:58
    Ja – dieses Bild ist für die **Datierung des gesamten Schöning-Leporellos sehr aufschlussreich**.

    ### „Feldberg und Feldberghaus“

    Auf der Aufnahme sind links der **Feldbergturm** und rechts das **Feldberghaus** zu erkennen. Die Kombination ist als historisches Motiv des **Großen Feldbergs im Taunus** belegt – und damit gibt es hier einen wichtigen Punkt: **Das Bild zeigt nicht den Feldberg im Schwarzwald**, obwohl der Umschlag deines Leporellos ausdrücklich „Feldberg im Schwarzwald 1500 m ü. M.“ nennt.

    Der historische Feldbergturm im Taunus wurde **1902** eingeweiht; das Feldberghaus stammt bereits aus dem 19. Jahrhundert. ([Taunusklub][1])

    ### Was das für dein Leporello bedeutet

    Das ist ein sehr interessanter Befund. Das kleine Bild ist offenbar **eine ältere fotografische Vorlage**, die Schöning für das winzige Leporello verwendet hat. Die Bildqualität ist extrem grobkörnig und zeigt eine deutlich ältere Aufnahmegeneration.

    Für die Datierung würde ich deshalb unterscheiden:

    * **Aufnahmevorlage:** wahrscheinlich **ca. 1905–1920**
    * **Herstellung des Leporellos:** weiterhin wahrscheinlich **ca. 1928–1935**
    * **wahrscheinlichste Herstellungszeit:** **um 1930–1932**

    Der historische Bildbestand ist also **nicht mit dem Herstellungsjahr des Leporellos gleichzusetzen**.

    Besonders interessant: Beim Taunus-Feldberghaus gab es 1930/31 Veränderungen an der Bezeichnung des Gebäudes; 1931 wurde das „Neue Feldberghaus“ in „Feldberghof“ umbenannt. Das macht die genaue Bau-/Beschilderungssituation auf den übrigen Bildern für die Datierung sehr wertvoll. ([Frankfurter Neue Presse][2])

    ### Sammlerisch noch interessanter

    Wenn tatsächlich **alle 12 Bilder** des Schöning-Leporellos solche älteren Vorlagen verwenden, könnte das erklären, weshalb das Leporello trotz seines wahrscheinlich frühen Herstellungsdatums einen **deutlich älteren fotografischen Charakter** besitzt.

    Ich würde daher meine vorherige Einschätzung leicht präzisieren:

    > **Schöning & Co., Lübeck – „Feldberg im Schwarzwald 1500 m ü. M.“
    > 12-Bilder-Leporello, ca. 3 × 5 cm: wahrscheinlich ca. 1930–1933.**

    **Aber:** Dieses einzelne Bild ist ein Warnsignal, dass wir die Serie nicht allein anhand des Umschlags datieren sollten. Die **weiteren 11 Bilder** können uns wahrscheinlich wesentlich genauer sagen, wann Schöning diese konkrete Ausgabe zusammengestellt hat.

    Wenn du mir die Bilder **nacheinander wie bisher** zeigst, kann ich für jedes Motiv **Aufnahmealter, erkennbare Bauwerke, mögliche Vorlagezeit und Beitrag zur Gesamtdatierung** bestimmen.

    [1]: https://www.taunusklub.de/wp-content/uploads/2018/01/Jubil%C3%A4umsfestschrift-2.pdf?utm_source=chatgpt.com "150 Jahre Taunusklub"
    [2]: https://www.fnp.de/lokales/hochtaunus/bad-homburg-ort47554/bewegte-geschichte-gasthof-feldberghof-10426756.html?utm_source=chatgpt.com "Die bewegte Geschichte des Gasthof Feldberghof"
  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 15:46:27
    Das ist ein **sehr interessantes Kleinstformat-Leporello**, und die Abmessung von nur etwa **3 × 5 cm** ist für die Datierung besonders hilfreich.

    ### Feldberg – Schöning & Co., Lübeck

    **Titel:** „Feldberg im Schwarzwald 1500 m ü. M.“
    **Verlag:** Schöning & Co., Lübeck
    **Form:** Leporello mit 12 Bildern
    **Format:** ca. 3 × 5 cm
    **Ausführung:** schwarzweiß bzw. frühe fotografische Druckbilder


    ### Datierung

    Ich würde dieses Stück **deutlich früher ansetzen als viele der späteren Schöning-Leporellos**.

    Schöning & Co. entstand aus dem Zusammenschluss eines Papiergroßhandels mit der Druckerei Gebrüder Schmidt; Quellen setzen die Unternehmensgründung auf **1919 bzw. 1925 als Ansichtskartenverlag**. Für die Zwischenkriegszeit sind Schöning-Karten aus den **1930er Jahren** eindeutig belegt. Beispielsweise wird eine Schöning-Karte mit der Nummer Lü 88 auf **1931** datiert. ([Güstrow History][1])

    Besonders wichtig ist aber das **winzige Leporelloformat**. Vergleichbare Schöning-Leporellos mit sehr kleinen Einzelbildern werden um **1930** datiert; ein 47 × 90 mm großes Schöning-Leporello mit 12 Ansichten wird beispielsweise ausdrücklich auf etwa **1930** datiert. ([AbeBooks][2])

    **Meine Datierung für dein Feldberg-Leporello:**

    > **ca. 1928–1935**, am wahrscheinlichsten **um 1930–1933**.

    Ich würde es momentan sogar eher **frühe 1930er Jahre** als Ende der 1930er einordnen.

    ### Warum ich es für älter halte

    Der Umschlag ist ausgesprochen schlicht:

    * roter, unbeschichteter Papierumschlag
    * schwarze Umrandung
    * sehr reduzierte Typografie
    * keinerlei moderne Werbegestaltung
    * extrem kleines Taschenformat
    * Bezeichnung **„1500 m ü. M.“**, wie sie für die touristische Vermarktung des Feldbergs der Zwischenkriegszeit typisch ist

    Das wirkt stilistisch wesentlich stärker nach einem **kleinen Souvenirartikel der frühen 1930er Jahre** als nach einem Nachkriegsprodukt.

    Interessant ist, dass Schöning später weiterhin Leporellos produzierte, diese aber teilweise völlig anders gestaltet und wesentlich größer waren. Beispielsweise sind Schöning-Leporellos aus den 1960er Jahren dokumentiert. ([eBay.de][3])

    ### Sammlerwert

    Das Stück ist nicht wegen des reinen Materialwertes interessant, sondern wegen der Kombination:

    **Feldberg + frühe Fotografie + Schöning & Co. + extrem seltenes Kleinstformat + 12 Bilder.**

    Meine derzeitige Einschätzung:

    | Zustand | realistischer Sammlerwert |
    | ----------------------------------------------- | ------------------------: |
    | stark beschädigt / unvollständig | 3–7 € |
    | vollständig, deutliche Gebrauchsspuren | **8–15 €** |
    | vollständig, guter Zustand | **15–25 €** |
    | sehr guter Zustand, sauber und vollständig | **25–40 €** |
    | außergewöhnlich gut erhalten / selten angeboten | **40–60 €+** |

    Für eine **komplette Feldberg-Sammlung** ist es allerdings interessanter als diese Einzelpreise vermuten lassen. Gerade die winzigen Schöning-Leporellos sind deutlich weniger häufig anzutreffen als gewöhnliche Feldberg-Ansichtskarten.

    **Wichtig:** Die Datierung kann ich noch wesentlich enger eingrenzen, wenn du mir die **12 Innenseiten** zeigst. Anhand der Motive – insbesondere Gebäude, Feldbergbahn/Schwebelift, Feldberghof, Turm, Hütten und Verkehrswege – lässt sich wahrscheinlich feststellen, **welche Aufnahmevorlagen verwendet wurden und ob das Leporello tatsächlich um 1930 oder erst einige Jahre später erschien**.

    [1]: https://guestrow-history.de/index.php/schoening-co?utm_source=chatgpt.com "Güstrow History – Schöning & Co."
    [2]: https://www.abebooks.com/art-prints/sch%C3%B6nsten-Ansichten-Ostseebad-Swinem%C3%BCnde-Musikpavillon-Strandlaben/32264820278/bd?utm_source=chatgpt.com "12 der schönsten Ansichten von Ostseebad Swinemünde. 1) Musikpavillon. 2) Strandlaben. 3) Strandpromenade. 4) Kaiser-Friedrich-Denkmal. 5) Musikpavillon. 6) Adolf-Hitler-Platz. 7) Hafen. Abendstimmung. 8) Blick v. Kurhausturm a. d. Kurgarten. 9) Der Rosengarten. 10) Osternot-Hafen. 11) Hafeneinfahrt. Abendstimmung a.d. Ostmole. Blick vom Kurhausturm nach Osten: Art / Print / Poster | POLIART Beata Kalke"
    [3]: https://www.ebay.de/itm/366265719270?utm_source=chatgpt.com "Travemünde-Lübeck Stadtteilansichten Leporello-Ausziehbildern 1960 Leporello | eBay.de"
  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 15:40:49
    Für die **komplette Mappe mit allen 10 Klein-Photographien und der originalen Umschlagmappe** würde ich meine frühere Wertschätzung etwas nach oben korrigieren.

    Die Mappe ist bei Photorello tatsächlich als **eigenständige Serie „Feldberg (Schwarzwald) – 10 Klein-Photographien – Verlag: Chr. Franz, Titisee – 6 × 9 cm“** dokumentiert; die zehn Motive entsprechen genau der von dir gezeigten Zusammenstellung. ([Photorello][1])

    ### Meine aktuelle Preisbewertung

    | Zustand | realistischer Marktwert |
    | ---------------------------------------------- | ----------------------: |
    | vollständig, aber deutliche Gebrauchsspuren | **25–35 €** |
    | vollständig, guter Zustand | **40–60 €** |
    | vollständig, sehr guter Zustand | **60–80 €** |
    | außergewöhnlich schön erhalten / sammlerwürdig | **80–100 €** |
    | beschädigt / Bilder fehlen | **15–30 €** |

    ### Für deine Mappe

    Nach den bisher gezeigten Bildern wirkt die **Bildserie vollständig (10/10)**. Wenn auch der Umschlag so gut erhalten ist wie auf deinem ersten Foto, würde ich sie persönlich bei etwa

    ## **60–75 €**

    ansetzen.

    **Als realistischer Verkaufspreis:** etwa **50–65 €**.

    **Als Händler-/Angebotspreis:** etwa **75–90 €**, mit etwas Geduld.

    Der Grund für den höheren Wert gegenüber einzelnen Feldberg-Ansichtskarten ist die **geschlossene, originale 10er-Serie**. Einzelne Chr.-Franz-Feldbergkarten werden derzeit teilweise nur für wenige Euro angeboten – beispielsweise ein Menzenschwander-Tal-Motiv für 7,99 € und eine Chr.-Franz-Feldbergkarte bei Booklooker für 2,70 € Angebotspreis. ([Oldthing][2]) Die komplette originale Fotomappe ist daher als **Ensemble** deutlich interessanter als die Summe von zehn gewöhnlichen Ansichtskarten.

    ### Sammlerwert

    Ich würde die Mappe als **„gesucht, aber nicht hochpreisig“** einstufen.

    Besonders wertsteigernd sind:

    * **alle 10 Fotografien vorhanden**
    * Originalumschlag
    * keine Ausrisse oder Fehlstellen
    * keine starken Stockflecken
    * scharfe, kontrastreiche Fotoabzüge
    * keine Beschriftungen/Stempel auf den Fotografien
    * möglichst unbeschnittene Originalränder
    * gute Erhaltung der ungewöhnlichen grafischen Titelseite

    Gerade die **ungewöhnliche Umschlaggestaltung** macht sie für einen Schwarzwald- bzw. Fotomappen-Sammler interessanter.

    **Meine persönliche Einordnung für dein Exemplar: ca. 65 €**, sofern die zehn Bilder und die Mappe tatsächlich vollständig und in dem auf den Fotos erkennbaren guten Zustand sind.

    [Die dokumentierte Photorello-Serie ansehen](https://www.photorello.de/index.php?%2Fcategory%2F2975=&utm_source=chatgpt.com)

    [1]: https://www.photorello.de/index.php?%2Fcategory%2F2975=&utm_source=chatgpt.com "Baden-Württemberg / Regierungsbezirk Freiburg / Breisgau ..."
    [2]: https://oldthing.de/R019402-Menzenschwander-Tal-Chr-Franz-0058771515?utm_source=chatgpt.com "R019402 Menzenschwander Tal Chr Franz | Ansichtskarten günstig"
  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 15:39:00
    Das **10. und letzte Bild** ist für die Gesamtdatierung ausgesprochen hilfreich. Es zeigt den **Feldsee mit dem Feldbergmassiv** und gehört damit zu den klassischen Feldberg-Landschaftsmotiven.

    ### 10. „Feldberg (Schwarzwald)“

    Die Aufnahme zeigt im Vordergrund den See, dahinter den bewaldeten Hang und darüber das offene Gipfelmassiv. Die Bildkomposition ist typisch für die historische Feldberg-Fotografie der Zwischenkriegszeit.

    Entscheidend ist diesmal der **zeitgenössische Vergleich**: Das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg besitzt eine Aufnahme **„Feldberg (Schwarzwald): Feldsee (Karsee) und Seebachtal mit Raimartihof“**, die ausdrücklich auf den **7. Juli 1932** datiert ist. Das dortige Negativ ist ebenfalls ein kleines Schwarzweißformat. ([LEO-BW][1])

    Auch im historischen Ansichtskartenbestand finden sich Feldsee-Aufnahmen aus genau diesem Zeitraum. Eine **Chr.-Franz-Foto-Ansichtskarte „Feldberg – Feldsee“** wird dort für die **1930er Jahre** geführt; außerdem ist ein Chr.-Franz-Feldsee-Motiv mit einem postalischen Beleg von **1935** nachgewiesen. ([Heimatsammlung][2])

    Interessant ist außerdem eine **1932 datierte Echtfoto-Ansichtskarte „Blick von Seebuck auf Feldsee“**. Damit ist das Motivfeld Feldsee/Feldberg gerade für **1932** sehr gut dokumentiert. ([eBay.de][3])

    ## Damit sind alle 10 Bilder ausgewertet

    Und jetzt ergibt sich ein ziemlich geschlossenes Gesamtbild:

    | Nr. | Motiv | Einordnung |
    | --: | -------------------------------------- | ----------------- |
    | 1 | Bärental mit Blick zum Feldberg | ca. 1928–1933 |
    | 2 | Blick ins Menzenschwander Tal | ca. 1928–1934 |
    | 3 | Hotel Feldbergerhof | ca. 1929–1932 |
    | 4 | Feldbergturm | ca. 1928–1933 |
    | 5 | Feldberg 1500 m ü. M. / Gipfelensemble | ca. 1929–1933 |
    | 6 | Bismarckturm | ca. 1928–1934 |
    | 7 | Hotel Hebelhof | ca. 1928–1935 |
    | 8 | Bismarckdenkmal mit Blick zum Feldberg | ca. 1929–1933 |
    | 9 | Zastlertal mit Blick auf Kandel | ca. 1925–1932 |
    | 10 | **Feldberg / Feldsee** | **ca. 1930–1933** |

    ### Meine endgültige Datierung

    Nach der Betrachtung **aller zehn Fotografien** würde ich die Mappe jetzt deutlich sicherer einordnen als zu Beginn:

    **Verlag:** Chr. Franz, Titisee
    **Titel:** „FELDBERG Schwarzwald – 10 Klein-Photographien“
    **Format:** ca. 6 × 9 cm
    **Aufnahmematerial:** echte Schwarzweiß-Fotografien
    **Aufnahmen:** überwiegend etwa **1929–1933**
    **Zusammenstellung/Vertrieb:** wahrscheinlich **1931–1933**

    ### Mein bevorzugtes Katalogdatum:

    ## **ca. 1932**

    Ich würde sogar **„um 1932“** einer breiten Angabe wie „1930er Jahre“ vorziehen.

    Der Grund ist die Häufung unabhängiger Indizien: Der Verlag Chr. Franz ist mit Feldbergmotiven in den 1930er Jahren nachweisbar, das Bismarckdenkmal ist für die frühe 1930er-Zeit dokumentiert, und gerade der Feldsee-Motivkreis lässt sich **konkret mit Aufnahmen von 1932** vergleichen. ([LEO-BW][1])

    ### Eine wichtige sammlerische Feinheit

    Ich würde **nicht behaupten, dass jedes einzelne Negativ 1932 aufgenommen wurde**. Das neunte Bild beispielsweise könnte durchaus auf einem etwas älteren Negativ beruhen. Chr. Franz konnte vorhandene Aufnahmen für eine neue Klein-Fotografie-Serie weiterverwenden.

    Daher ist die sauberste wissenschaftliche Formulierung:

    > **Chr. Franz, Titisee, „FELDBERG Schwarzwald – 10 Klein-Photographien“, fotografische Vorlagen ca. 1928–1933, Zusammenstellung und Vertrieb wahrscheinlich um 1932.**

    Das halte ich inzwischen für die **belastbarste Datierung der kompletten Mappe**.

    **Und noch etwas:** Die zehn Bilder bilden tatsächlich einen sehr schönen, offenbar bewusst zusammengestellten **Feldberg-Rundblick** – Bärental, Menzenschwand, Feldbergerhof, Gipfel, Bismarckdenkmal, Hebelhof, Zastlertal und Feldsee. Das spricht dafür, dass die Mappe als touristisches Souvenirprodukt konzipiert wurde und nicht einfach eine zufällige Zusammenstellung einzelner Fotografien ist.

    [1]: https://www.leo-bw.de/en-GB/detail-gis/-/Detail/details/DOKUMENT/lmz_bilddatenbank_02/LMZ314102/Feldberg%2BSchwarzwald%2BFeldsee%2BKarsee%2Bund%2BSeebachtal%2Bmit%2BRaimartihof%2B1932?utm_source=chatgpt.com "Feldberg Schwarzwald Feldsee Karsee und Seebachtal mit Raimartihof 1932 - Detailseite - LEO-BW"
    [2]: https://www.heimatsammlung.de/topo_unter/79_ab_02/79_02/feldberg-02.htm?utm_source=chatgpt.com "Historische-Ansichtskarten-Feldberg-02"
    [3]: https://www.ebay.de/itm/157836124377?utm_source=chatgpt.com "Feldberg Blick von Seebuck auf Feldsee Foto Ansichtskarte 1932 | eBay.de"
  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 15:37:08
    Das **9. Bild** ist für die Datierung besonders interessant, weil es sich deutlich von den bisherigen Bauwerksmotiven unterscheidet. Es liefert **keinen harten Datierungsanker**, gibt aber wichtige Hinweise auf den verwendeten Negativbestand.

    ### 9. „Zastlertal mit Blick auf Kandel“

    Das Motiv ist geografisch plausibel: Vom Feldberggebiet öffnet sich der Blick über das **Zastlertal** in Richtung **Hinterwaldkopf/Kandel**. Das Zastlertal liegt nordwestlich des Feldbergmassivs; der Hinterwaldkopf und der Kandel gehören zu den markanten Orientierungspunkten dieser Aussicht. ([Wikipedia][1])

    Sehr interessant ist, dass **„Blick ins Zastlertal, Hinterwaldkopf und Kandel“** auch später als eigenständiges Ansichtskartenmotiv verbreitet wurde. Ein Kartenangebot datiert ein entsprechendes Motiv allerdings erst auf **1956**. Das zeigt vor allem, dass diese Aussicht über Jahrzehnte hinweg ein etabliertes touristisches Motiv war – nicht, dass dein Foto aus den 1950er Jahren stammt. ([Ansichtskarten Center][2])

    ### Das Foto selbst wirkt älter

    Bei deinem Abzug fallen mir einige Dinge auf:

    * sehr weich wirkende fotografische Auflösung,
    * kräftige, etwas körnige Schwarzweiß-Tonwerte,
    * starke Verwendung von Vordergrundvegetation als natürlicher Bildrahmen,
    * keinerlei touristische Infrastruktur,
    * ausgesprochen ursprüngliche Landschaft,
    * die Aufnahme wirkt insgesamt **fotografisch älter** als manche der bisher gezeigten Gebäudefotos.

    Ich würde deshalb bei **diesem einzelnen Negativ** durchaus eine Entstehung bereits um **1925–1930** für möglich halten.

    Das ist ein wichtiger Unterschied zu unserer bisherigen Datierung: **Das Negativ kann älter sein als die Mappe.**

    ### Was das für die Mappe bedeutet

    Nach neun Bildern würde ich nicht mehr behaupten, dass sämtliche Aufnahmen exakt 1931/32 entstanden sind. Viel wahrscheinlicher ist:

    > Chr. Franz verfügte über einen Bestand älterer Feldberg-Negative und stellte daraus eine touristische Serie von zehn Klein-Photographien zusammen.

    Das erklärt auch, warum die Landschaftsaufnahmen teilweise einen etwas älteren fotografischen Charakter besitzen, während die Gebäudeaufnahmen sehr gut in die frühen 1930er Jahre passen.

    ### Zwischenstand 9/10

    | Nr. | Motiv | mögliche Aufnahmezeit |
    | --: | ------------------------------------ | --------------------- |
    | 1 | Bärental – Blick zum Feldberg | ca. 1928–1933 |
    | 2 | Menzenschwander Tal | ca. 1928–1934 |
    | 3 | Hotel Feldbergerhof | ca. 1929–1932 |
    | 4 | Feldbergturm | ca. 1928–1933 |
    | 5 | Friedrich-Luise-Turm | ca. 1929–1933 |
    | 6 | Bismarckdenkmal | ca. 1928–1934 |
    | 7 | Hotel Hebelhof | ca. 1928–1935 |
    | 8 | Bismarckdenkmal – Blick zum Feldberg | ca. 1929–1933 |
    | 9 | **Zastlertal – Blick auf Kandel** | **ca. 1925–1932** |

    ### Meine wichtigste Schlussfolgerung

    Das **9. Bild spricht nicht gegen eine Mappe von ca. 1932**. Im Gegenteil: Es erklärt möglicherweise, weshalb die Bilder stilistisch etwas unterschiedlich wirken.

    Ich würde die Datierung jetzt folgendermaßen formulieren:

    **Fotografische Vorlagen/Negative:** etwa **1925–1933**
    **Zusammenstellung und Herstellung der Mappe:** wahrscheinlich **ca. 1931–1933**
    **wahrscheinlichstes Erscheinungsjahr:** **1932**

    Damit würde ich **1932 weiterhin als Arbeitsdatum** beibehalten, aber die Aufnahmejahre der einzelnen Fotos nicht mehr künstlich auf 1930–1932 begrenzen.

    Das ist für eine seriöse Sammlerbeschreibung sogar die bessere Formulierung: **„Mappe vermutlich um 1932; verwendete Aufnahmen teils älter.“**

    Jetzt fehlt nur noch **Bild 10**. Gerade das letzte Motiv könnte entscheiden, ob wir die Mappe tatsächlich auf **1932 ± 1 Jahr** eingrenzen können.

    [1]: https://de.wikipedia.org/wiki/Feldberg_%28Berg_im_Schwarzwald%29?utm_source=chatgpt.com "Feldberg (Berg im Schwarzwald)"
    [2]: https://www.ansichtskarten-center.de/topo-deutschland/baden-wuerttemberg/baden-wuerttemberg-unsortiert?c=339581&utm_source=chatgpt.com "Baden-Württemberg, unsortiert - Ansichtskarten Center"