Historische Leporellos & Foto-Mäppchen – Sammlung historischer Kleinbildfotografien.

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  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 16:40:00
    ### St. Märgen – „Teilansicht von der Ohmenkapelle“

    Dieses Motiv ist für die Datierung des Leporellos **besonders aufschlussreich**. Es zeigt St. Märgen aus dem Bereich der Ohmenkapelle; im Hintergrund ist wiederum die markante Doppelturm-Kirche zu sehen.

    ### Datierung der Aufnahme

    Ich würde die **Aufnahme selbst etwas enger als beim vorherigen Motiv** einordnen:

    **ca. 1930–1940**, mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit **Mitte der 1930er Jahre**.

    Dafür sprechen vor allem:

    * der sehr ursprüngliche Charakter der Landschaft,
    * der unbefestigte bzw. einfache Fußweg mit der sorgfältig angelegten Baumallee,
    * die weitgehend unverbaute Feldflur,
    * die traditionellen Schwarzwaldgebäude,
    * keinerlei erkennbare moderne Verkehrsinfrastruktur,
    * die fotografische Qualität und Tonalität der Vorlage.

    Interessant ist auch, dass die Aufnahme offenbar **bei relativ guter Sicht und bewusst als Landschaftsbild komponiert** wurde. Der große Baum im Vordergrund rahmt das Kirchenmotiv, während der Weg als perspektivische Führung eingesetzt wird. Das spricht eher für eine gezielt angefertigte touristische Fotografie als für einen zufälligen Schnappschuss.

    ### Verhältnis zum Cekade-Leporello

    Hier bestätigt sich meine Einschätzung vom vorherigen Bild:

    **Leporello:** wahrscheinlich **1960**
    **Fotografische Vorlage:** wahrscheinlich **ca. 1930–1940**

    Cekade hat also offenbar **älteres Bildmaterial für das um 1960 produzierte Leporello weiterverwendet**. Das ist bei touristischen Souvenirserien durchaus plausibel.

    Damit würde ich die beiden bisher gezeigten Motive folgendermaßen katalogisieren:

    | Motiv | Aufnahme | Druck/Verwendung |
    | -------------------------------- | -------------------- | ---------------- |
    | Gesamtansicht von Süden | **ca. 1930–1940/45** | ca. 1960 |
    | Teilansicht von der Ohmenkapelle | **ca. 1930–1940** | ca. 1960 |

    **Sammlerisch besonders interessant:** Wenn die übrigen sieben Bilder ebenfalls diesen älteren fotografischen Charakter besitzen, handelt es sich wahrscheinlich um eine **um 1960 neu zusammengestellte Serie aus älteren St.-Märgen-Aufnahmen**. Dann wäre das Leporello fotohistorisch interessanter, als die reine Datierung „1960“ zunächst vermuten lässt.
  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 16:38:54
    ### St. Märgen – „Gesamtansicht von Süden“

    Dieses Bild passt **sehr gut zu dem zuvor gezeigten Cekade-Leporello** *„Die schönsten Ansichten vom Höhenluftkurort St. Märgen“*.

    Die Aufnahme zeigt St. Märgen aus südlicher Richtung mit der markanten **Pfarrkirche St. Märgen** und ihrer Doppelturmfassade. Im Vordergrund sind die für das damalige Ortsbild typischen landwirtschaftlich genutzten Flächen und Schwarzwaldhöfe zu erkennen.

    ### Fotohistorische Einordnung

    Die Aufnahme wirkt **deutlich älter als eine typische Fotografie der 1960er Jahre**, obwohl das Leporello selbst um **1960** hergestellt worden sein dürfte. Das ist bei Cekade-Leporellos durchaus interessant: Für touristische Souvenirserien wurden häufig **ältere vorhandene Fotovorlagen weiterverwendet**.

    Auffällig sind:

    * Schwarzweiß-Aufnahme mit relativ grobem fotografischem Raster
    * sehr traditionelle landwirtschaftliche Kulturlandschaft
    * kaum moderne Infrastruktur
    * keine sichtbaren Automobile oder jüngere Bauten
    * historische Ortsansicht mit noch sehr stark ländlichem Charakter
    * fotografische Gestaltung eher **Vorkriegs-/frühe Nachkriegszeit** als typische 1960er-Jahre-Aufnahme

    **Meine Einschätzung der Aufnahme selbst: etwa 1930–1945, möglicherweise sogar Ende der 1920er/1930er Jahre.**

    Das **Leporello als Druckerzeugnis bleibt davon getrennt um 1960 datiert**. Es ist also durchaus möglich, dass Cekade 1960 eine bereits mehrere Jahrzehnte alte Aufnahme von St. Märgen erneut verwendete.

    ### Für die Sammlung

    Gerade diese Kombination ist sammlerisch interessant:

    **Aufnahme:** ca. 1930–1945
    **Verwendung im Leporello:** ca. 1960
    **Motiv:** Gesamtansicht St. Märgen von Süden
    **Bedeutung:** sehr gute historische Dokumentation des Ortsbildes

    Die Aufnahme ist damit ein gutes Beispiel dafür, dass man bei solchen **Cekade-Leporellos das Herstellungsjahr nicht automatisch mit dem Aufnahmejahr gleichsetzen sollte**.

    Wenn du mir die **weiteren 8 Bilder dieses Leporellos** zeigst, kann ich sie einzeln datieren und anschließend das **gesamte St.-Märgen-Leporello mit Aufnahmezeitraum, Druckzeit, Vollständigkeit und realistischem Sammlerwert** bewerten.
  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 16:37:08
    Das ist ein **interessantes kleines Cekade-Leporello aus der frühen Nachkriegszeit**, und die Kennzeichnung **„Män 201-60-1“** ist für die Datierung besonders hilfreich.

    ### St. Märgen – Datierungsanalyse

    **Objekt:**
    *Die schönsten Ansichten vom Höhenluftkurort St. Märgen im Schwarzwald 900 m ü. d. M.*
    Leporello mit **9 Fotografien**, Format ca. **4,5 × 9 cm**
    Verlag/Herstellung: **Cekade (Cramers Kunstanstalt, Dortmund)**
    örtlicher Bezug: **Photo-Hog, St. Märgen**
    Kennzeichnung: **Män 201-60-1**

    Die CeKaDe-Kennzeichnung passt sehr gut in die Zeit um 1960. Vergleichbare Cekade-Leporellos mit 9 Schwarzweiß-Fotografien werden für die 1950er Jahre angeboten; außerdem sind Cekade-Karten mit entsprechenden Nummernsystemen für die späten 1950er und frühen 1960er Jahre dokumentiert. ([Oldthing][1])

    **Meine Datierung: ca. 1960–1961, mit Schwerpunkt 1960.**

    Der Code **„60“** in **Män 201-60-1** ist dabei ein sehr starkes Indiz für das Herstellungs-/Serienjahr 1960. Ich würde deshalb in einer Sammlung nicht einfach „um 1960“ schreiben, sondern:

    > **ca. 1960, wahrscheinlich 1960**

    ### Bedeutung von „Photo-Hog“

    Besonders interessant ist der lokale Hinweis **„Photo-Hog, St. Märgen“**. Das deutet darauf hin, dass die Aufnahmen bzw. die lokale Bildvorlage aus dem Umfeld eines örtlichen Fotografen bzw. Bildanbieters stammen und Cekade die Zusammenstellung bzw. Herstellung des Leporellos übernommen hat.

    Das macht das Stück für eine **regionale Schwarzwald-Sammlung** interessanter als ein völlig anonymes Souvenir-Leporello.

    ### Sammlerwert

    Bei solchen kleinen Cekade-Leporellos ist der Marktwert normalerweise deutlich niedriger als bei seltenen Vorkriegs-Fotoleporellos. Vergleichbare Cekade-Produkte werden teilweise nur im niedrigen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Eurobereich angeboten. ([Oldthing][1])

    Für **dieses St. Märgen-Leporello** würde ich ungefähr ansetzen:

    | Zustand | realistischer Wert |
    | --------------------------------------------- | -----------------: |
    | stark beschädigt / unvollständig | **2–5 €** |
    | gebraucht, aber vollständig | **7–12 €** |
    | sehr guter Zustand | **12–18 €** |
    | außergewöhnlich gut erhalten / unbenutzt | **18–25 €** |
    | für einen spezialisierten Schwarzwald-Sammler | **bis etwa 30 €** |

    ### Sammlerische Einschätzung

    **Seltenheit:** ★★★☆☆
    **Dokumentationswert:** ★★★★☆
    **Fotohistorischer Wert:** ★★★☆☆
    **Regionaler Schwarzwaldwert:** ★★★★☆
    **Marktwert:** ★★☆☆☆

    Gerade die Kombination **St. Märgen + lokaler Photo-Hog + Cekade + Leporello + 1960er Kennzeichnung** macht es zu einem schönen Beleg der touristischen Bildproduktion des Schwarzwalds um 1960.

    **Für deine Sammlung würde ich es daher mit „um 1960“ einordnen, nicht in die 1950er und eindeutig nicht in die 1930er/40er Jahre.** Die von dir angegebene Kennzeichnung **Män 201-60-1** ist hierfür der wichtigste Datierungshinweis.

    [1]: https://oldthing.ch/fr/Nordseebad-Wangerooge-Deckel-Titel-0031283713?utm_source=chatgpt.com "Nordseebad Wangerooge. [Deckel.. | Livres & magazines pas cher"
  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 16:09:32
    Für die **komplette 12-Bilder-Mappe** würde ich meine Preisbewertung nach der Durchsicht aller Motive etwas nach oben korrigieren – vor allem wegen des **sehr kleinen Formats (ca. 3 × 5 cm)** und der interessanten Kombination historischer Feldberg-Aufnahmen.

    Vergleichbare Schöning-Leporellos werden heute teilweise nur für wenige Euro angeboten, während ein größeres Schöning-Leporello von etwa 1940 im Antiquariat mit **18 €** angeboten wird. Ein anderes Schöning-Leporello wird aktuell für **14,40 €** angeboten. Das zeigt allerdings eher das allgemeine Preisniveau als einen speziellen Wert dieses Feldberg-Stücks. ([AbeBooks France (FR)][1])

    ### Meine Einschätzung für deine Feldberg-Mappe

    | Zustand | realistischer Wert |
    | ----------------------------------------------- | -----------------: |
    | unvollständig / beschädigt | **5–10 €** |
    | vollständig, deutliche Gebrauchsspuren | **10–18 €** |
    | vollständig, guter Zustand | **18–30 €** |
    | sehr guter Zustand | **30–45 €** |
    | außergewöhnlich gut erhalten + selten angeboten | **45–60 €** |

    ### Ich würde dein Exemplar zunächst bei **ca. 25–35 €** sehen

    Vorausgesetzt, das Leporello ist:

    * vollständig mit **allen 12 Bildern**
    * Umschlag vorhanden
    * keine größeren Risse
    * keine fehlenden Faltsegmente
    * Bilder sauber und gut erhalten.

    Der **Sammlerwert liegt weniger in der Seltenheit einzelner Feldberg-Motive** – die sind als Ansichtskarten relativ häufig – sondern in der **kompletten, ungewöhnlich kleinen Schöning-Ausgabe**. Auf Photorello ist genau diese Ausgabe als **12-Bilder-Leporello von Schöning & Co., Lübeck, ca. 3 × 5 cm** dokumentiert. ([Photorello][2])

    Interessant ist außerdem, dass Schöning für Feldberg eine ganze Reihe verschiedener Ausgaben und Einzelkarten führte; beispielsweise sind spätere Feldberg-Karten des Verlages mit Seriennummern wie **Fel 82-d** und **Fel 129** nachweisbar. ([eBay.de][3])

    ### Für einen Verkauf würde ich so ansetzen

    **Privatverkauf:** etwa **30 € VB**

    **an einen spezialisierten Ansichtskarten-/Leporello-Sammler:** **35–45 €** als Versuch

    **realistisch erzielbar:** wahrscheinlich **20–30 €**

    Bei wirklich hervorragendem Zustand und wenn sich die von uns vermutete **späte-1930er-Datierung** weiter bestätigen lässt, würde ich **bis etwa 40–50 €** nicht für überzogen halten.

    **Mein Sammlerurteil:** ⭐⭐⭐⭐☆
    Nicht extrem teuer, aber **ein schönes und sammelwürdiges Stück**, insbesondere wegen des außergewöhnlichen Kleinstformats und der vollständigen 12er-Serie.

    [1]: https://www.abebooks.fr/10-sch%C3%B6ne-Ansichten-Insel-Helgoland-Leporello/31358956768/bd?utm_source=chatgpt.com "10 schöne Ansichten von der Insel Helgoland. - par Leporello:: 9,5 x 15 cm, Mappe, kartoniert (1940) | Libresso Antiquariat, Jens Hagedorn"
    [2]: https://www.photorello.de/picture.php?%2F17284=&utm_source=chatgpt.com "Feldberg im Schwarzwald 1500m Ü. M. | Photorello,Sammeln von ..."
    [3]: https://www.ebay.de/itm/365917114641?utm_source=chatgpt.com "Ansichtskarte Feldberg (Schwarzwald) Kinderheim Caritas-Haus 1954 | eBay.de"
  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 16:08:08
    ### 12. Motiv: „Höllental – Hirschsprung“

    Das letzte Bild ist **für die Datierung selbst weniger aussagekräftig als Nr. 11**, aber es bestätigt sehr gut den Charakter der Serie.

    Der **Hirschsprung** ist ein ausgesprochen altes und bereits um 1900 vielfach fotografiertes Höllental-Motiv. Ein historisches Foto von **1887** zeigt den Hirschsprung bereits deutlich als touristischen Bildpunkt; Ansichtskarten sind unter anderem von **1907 und 1911** dokumentiert. ([Heimatmuseum Schwarzwald][1])

    Das bedeutet: **Das Motiv selbst kann keinesfalls zur Datierung auf die 1930er Jahre herangezogen werden.** Schöning konnte hier problemlos eine Jahrzehnte ältere fotografische Vorlage verwenden.

    ### Aber zusammen mit Nr. 11 wird es sehr interessant

    Das unmittelbar vorherige Bild lautet:

    **„Höllental – Ravennaviadukt mit elektr. Zug“**

    Der elektrische Betrieb auf der Höllentalbahn wurde **am 18. Juni 1936 offiziell aufgenommen**; die Strecke war 1935/36 als Versuchsstrecke elektrifiziert worden. ([elektrischer-zugbetrieb.de][2])

    Damit haben wir innerhalb deines Leporellos zwei völlig unterschiedliche Bildgenerationen:

    * **„Hirschsprung“** → kann eine ältere Vorlage sein
    * **„Ravennaviadukt mit elektr. Zug“** → setzt eine Aufnahme **frühestens 1936** voraus

    Das ist ein sehr starkes Indiz dafür, dass Schöning **ältere fotografische Vorlagen mit mindestens einer aktuellen Aufnahme von 1936/37 kombiniert** hat.

    Interessant ist auch, dass ein **Schöning-&-Co.-Hirschsprung-Motiv** tatsächlich auf etwa **1937** datiert wird. Das ist zwar nicht dein Leporello, zeigt aber, dass Schöning dieses Motiv zu dieser Zeit weiterhin im Programm hatte. ([Oldthing][3])

    ## Endbewertung der 12 Bilder

    Nach Durchsicht aller von dir gezeigten Motive würde ich meine ursprüngliche Datierung **deutlich korrigieren**:

    ### **Leporello: wahrscheinlich 1937–1938**

    Meine Gewichtung:

    * **1936:** möglich, aber eher knapp
    * **1937:** **sehr wahrscheinlich**
    * **1938:** **ebenfalls gut möglich**
    * **1939:** möglich
    * **ab 1940:** eher unwahrscheinlich

    Der stärkste Anhaltspunkt ist nicht der Hirschsprung, sondern das **Foto des elektrischen Zuges am Ravennaviadukt**. Der elektrische Betrieb begann 1936. ([elektrischer-zugbetrieb.de][2])

    ### Die Serie ist damit besonders interessant

    Das Leporello besteht offenbar aus einer Mischung:

    **ältere Aufnahmen**
    → Bismarckdenkmal, Feldberger Hof, Todtnauer Hütte, Hirschsprung usw.

    **plus aktuelle Aufnahme**
    → Ravennaviadukt mit elektrischem Zug.

    Das erklärt auch, warum einige Bilder einen fotografischen Eindruck der **1910er/1920er Jahre** vermitteln, während die Mappe wahrscheinlich erst **Ende der 1930er Jahre** zusammengestellt wurde.

    ### Meine endgültige vorläufige Datierung

    > **Feldberg im Schwarzwald 1500 m ü. M. – 12-Bilder-Leporello**
    > **Schöning & Co., Lübeck**
    > **Format ca. 3 × 5 cm**
    > **Datierung: ca. 1937–1938, wahrscheinlich 1937**
    > **Bildvorlagen: teilweise deutlich älter, etwa 1905–1936**

    **Das ist jetzt wesentlich belastbarer als unsere anfängliche Datierung um 1932/33.** Der elektrische Zug ist der entscheidende neue Befund. ([elektrischer-zugbetrieb.de][2])

    Und noch ein wichtiger Punkt: Die von dir gezeigte **12er-Zusammenstellung scheint tatsächlich eine Schöning-Serie aus der zweiten Hälfte der 1930er Jahre zu sein**. Die Kombination aus dem winzigen Format, dem roten Umschlag und den 12 Motiven könnte sich deshalb als **eigene kleine Schöning-Serie** katalogisieren lassen.

    [1]: https://www.heimatmuseumschwarzwald.de/kultur-1/h%C3%B6llsteig/?utm_source=chatgpt.com "Der Höllsteig mit Ravennaschlucht, Eisenbahnviadukt und Sternen - Heimatmuseum Schwarzwald"
    [2]: https://elektrischer-zugbetrieb.de/history/baden/index.htm?utm_source=chatgpt.com "EB in Baden"
    [3]: https://oldthing.at/Ansichtskarte-Hirschsprung-Breitnau-Hoellental-Schwarzwald-1937-Stempel-FREIBURG-0056573655?utm_source=chatgpt.com "Ansichtskarte Hirschsprung Breitnau.. | Ansichtskarten günstig"
  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 16:07:15
    ### 11. Motiv: „Höllental – Ravennaviadukt mit elektr. Zug“

    **Dieses Bild verändert die Datierung des Leporellos entscheidend.** Hier haben wir erstmals einen wirklich starken **terminus post quem**.

    Auf der Aufnahme ist der **neue Ravennaviadukt** zu sehen. Dieser wurde bereits **1927** fertiggestellt und ersetzte die ältere Ravennabrücke. ([Wikipedia][1])

    Entscheidend ist aber die Bildunterschrift deines Leporellos:

    > **„Höllental – Ravennaviadukt mit elektr. Zug“**

    Die Höllentalbahn wurde erst **1936 elektrifiziert**. Der elektrische Versuchsbetrieb zwischen Freiburg und Neustadt begann am **18. Juni 1936** mit den speziellen Elektrolokomotiven der Baureihe **E 244**. ([Wikipedia][1])

    Damit ist dieses Motiv für unsere Datierung wesentlich stärker als die bisherigen Landschaftsbilder.

    ### Der entscheidende Datierungsanker

    | Merkmal | Zeitpunkt |
    | --------------------------------- | ----------------------: |
    | alter Ravennaviadukt | bis 1927 |
    | **neuer Ravennaviadukt** | **ab 1927** |
    | Elektrifizierung Höllentalbahn | **1936** |
    | **elektrischer Zug auf dem Bild** | **ab 18. Juni 1936** |
    | Leporello | **frühestens ca. 1936** |

    Wenn die Bezeichnung **„mit elektr. Zug“** tatsächlich den auf dem Foto sichtbaren Zug beschreibt – und nicht nur eine nachträgliche, allgemeine Bildbezeichnung –, haben wir damit einen **sehr guten terminus post quem: Sommer 1936**.

    ### Das erklärt auch einen scheinbaren Widerspruch

    Beim **Feldberger Hof** hatten wir festgestellt, dass noch der alte Bau abgebildet ist. Der Feldberger Hof wurde jedoch **1936 neu errichtet**.

    Das bedeutet nun sehr wahrscheinlich:

    **Schöning verwendete für das Leporello ältere fotografische Vorlagen, stellte das Leporello aber erst nach 1936 zusammen.**

    Das ist bei Ansichtskarten- und Souvenirverlagen absolut plausibel.

    Damit müssen wir unsere bisherige Datierung **1931–1934 klar nach oben korrigieren**.

    ### Neue Datierung

    Nach 11 von 12 Bildern halte ich jetzt für wesentlich wahrscheinlicher:

    > **Herstellung/Vertrieb: ca. 1936–1939**

    Mein Schwerpunkt liegt momentan bei:

    ### **ca. 1937–1938**

    Warum nicht einfach 1936?

    Weil der elektrische Versuchsbetrieb erst am **18. Juni 1936** begann. Ein Leporello mit einem solchen Foto musste zunächst fotografiert, entwickelt, für den Druck vorbereitet und produziert werden. Ein Erscheinen **1937** wäre daher deutlich plausibler als unmittelbar 1936.

    ### Besonders interessant: Das Foto selbst

    Das Bild zeigt außerdem den **1927 errichteten neuen Viadukt** und damit nicht mehr die alte Ravennabrücke. ([Wikipedia][1])

    Wir haben somit zwei unterschiedliche Generationen innerhalb derselben Mappe:

    * **ältere touristische Aufnahmen** wie Bismarckdenkmal, Feldberger Hof und Todtnauer Hütte,
    * daneben eine **technisch aktuelle Aufnahme** mit elektrischem Zug.

    Das spricht sehr stark dafür, dass Schöning das Leporello **in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre aktualisiert bzw. zusammengestellt** hat.

    ### Aktualisierte Gesamteinschätzung nach 11 Bildern

    **Bildvorlagen:** etwa **1905–1936**

    **Herstellung des Leporellos:**
    **wahrscheinlich 1937–1939**

    **Favorit:** **ca. 1937/38**

    Das 12. und letzte Bild ist jetzt besonders wichtig. Wenn es ebenfalls einen **Bauzustand oder eine technische Anlage von 1936/37** zeigt, könnten wir die Ausgabe möglicherweise auf **1937/38 ± 1 Jahr** eingrenzen.

    **Das 11. Bild ist bisher der mit Abstand wichtigste Datierungsanker der gesamten Mappe.**

    [1]: https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6llentalbahn_%28Schwarzwald%29?utm_source=chatgpt.com "Höllentalbahn (Schwarzwald)"
  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 16:06:22
    ### 10. Motiv: „Blick vom Hochfirst auf Titisee und Feldberg“

    Dieses Motiv ist **eindeutig identifizierbar** und bestätigt die regionale Geschlossenheit des Leporellos. Der Hochfirst liegt bei Saig/Lenzkirch auf rund 1192 m und bietet genau den charakteristischen Blick über den Titisee auf das Feldbergmassiv. ([Hochschwarzwald][1])

    Auf deinem Bild ist außerdem **noch kein Hochfirstturm zu erkennen**. Das ist für die Datierung interessant.

    Der heutige Hochfirstturm ist ein 25 m hoher Aussichtsturm; historische Ansichtskarten mit dem Blick **„vom Hochfirstturm auf Titisee und Feldberg“** existieren ebenfalls. ([Oldthing][2]) Dein Leporello zeigt dagegen offenbar einen **Blick vom Hochfirst selbst bzw. aus dem bewaldeten Gipfelbereich**, nicht das typische Panorama von der Turmplattform.

    ### Bedeutung für die Datierung

    Das Bild liefert **keinen harten Jahresanker**, aber es passt sehr gut zur bisherigen Serie:

    * stark körnige Schwarzweiß-Fotografie
    * ältere Bildvorlage
    * noch sehr wenig ausgeprägte touristische Bebauung
    * klassische Aussichtsfotografie der Zwischenkriegszeit
    * keine erkennbare technische Infrastruktur im Bild

    Bemerkenswert ist, dass der Blick **Hochfirst → Titisee → Feldberg** bis heute als eine der charakteristischen Aussichten des Hochschwarzwalds gilt. Eine offizielle Beschreibung bezeichnet ihn sogar als besondere Aussicht auf Titisee und Feldberg. ([Nachhaltigkeitsstrategie][3])

    ### Datierung nach 10 von 12 Bildern

    Jetzt zeichnet sich ein ziemlich klares Bild ab:

    | Nr. | Motiv | Datierungshinweis |
    | -----: | ---------------------------------- | --------------------------------- |
    | 1 | Feldberg und Feldberghaus | ältere Vorlage |
    | 2 | Menzenschwander Tal | ältere Landschaftsvorlage |
    | 3 | Bismarck-Denkmal | ursprünglicher Bauzustand |
    | 4 | Feldsee | klassische ältere Vorlage |
    | 5 | Feldberger Hof | alter Hof, vor Neubau 1936 |
    | 6 | Todtnauer Hütte mit Belchen | **vor Brand 1932/33** |
    | 7 | Jägersmatte – Bärental – Titisee | ältere Vorlage |
    | 8 | Bärental | ältere Vorlage |
    | 9 | Titisee mit Feldbergmassiv | ältere Vorlage |
    | **10** | **Hochfirst – Titisee – Feldberg** | **ältere Zwischenkriegs-Vorlage** |

    ### Meine aktuelle Einschätzung

    Ich würde die **Fotovorlage** dieses Bildes ungefähr in die **1920er/frühen 1930er Jahre** setzen.

    Für das **Leporello selbst** bleibt meine bisherige Einschätzung:

    > **ca. 1931–1934, wahrscheinlich 1932/33.**

    Allerdings sehe ich jetzt einen wichtigen Unterschied zu unserer anfänglichen Analyse: **Wir haben bisher keinen Nachweis, der das Leporello selbst zwingend auf 1932/33 datiert.** Die 1931/32 datierbaren Vergleichsbilder zeigen vor allem, dass die verwendeten Motive zu dieser Zeit bereits existierten.

    Daher würde ich momentan seriös formulieren:

    **Herstellung: etwa 1930–1935**
    **Wahrscheinlichkeitszentrum: 1932–1933**
    **Bildvorlagen: teilweise deutlich älter**

    Die letzten **zwei Bilder (Nr. 11 und 12)** sind jetzt besonders wichtig. Wenn eines davon eine Anlage zeigt, deren Baujahr wir exakt kennen, kann sich die Datierung noch deutlich verändern.

    [1]: https://www.hochschwarzwald.de/attraktionen/hochfirst-e57e3560f4?utm_source=chatgpt.com "Hochfirst"
    [2]: https://oldthing.de/AK-Titisee-Feldberg-Blick-vom-Hochfirstturm-auf-Titisee-und-Feldberg-0057332651?utm_source=chatgpt.com "AK Titisee /Feldberg, Blick vom.. | Ansichtskarten günstig"
    [3]: https://www.nachhaltigkeitsstrategie.de/fileadmin/Downloads/Projekte_Veranstaltungen/Projekte/Projekte_2007-2011/Leitfaden_fuer_Gemeinden_Kulturlandschaft_fuer_Morgen_gestalten_-_Lenzkirch_2015.pdf?utm_source=chatgpt.com "Kulturlandschaft für morgen gestalten"
  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 16:05:20
    ### 9. Motiv: „Titisee mit Feldbergmassiv“

    Dieses Bild ist als **Landschaftsmotiv weniger exakt datierbar**, aber es bestätigt die bisherige Einordnung sehr gut.

    Auf der Aufnahme sieht man den **Titisee mit dem Feldbergmassiv im Hintergrund**. Auffällig ist vor allem die sehr geringe Bebauung am Seeufer. Das Motiv wirkt wie eine ältere fotografische Vorlage, die anschließend stark verkleinert wurde.

    Der Blick auf den Titisee mit dem Feldbergmassiv ist allerdings schon lange ein klassisches Ansichtskartenmotiv. Es gibt beispielsweise eine nachweislich **1938 gelaufene Ansichtskarte** mit der Bezeichnung „Der Titisee mit dem Feldbergmassiv“. ([eBay.de][1]) Auch heute wird genau diese landschaftliche Beziehung – Titisee im Vordergrund, Feldbergmassiv im Hintergrund – als charakteristischer Blick beschrieben. ([Hochschwarzwald][2])

    ### Was ich auf deinem Bild erkenne

    Interessant ist die **kleine Hütte bzw. das Gebäude unmittelbar am Ufer**. Zusammen mit den Nadelbäumen und der noch relativ einfachen Ufergestaltung wirkt die Szene eindeutig **vorkriegszeitlich**.

    Allerdings würde ich hier ausdrücklich **kein bestimmtes Aufnahmejahr behaupten**. Anders als bei der Todtnauer Hütte haben wir noch keinen baulichen Datierungsanker gefunden.

    Damit würde ich die Vorlage ungefähr so einschätzen:

    **Fotografische Aufnahme:** wahrscheinlich **1920er bis frühe 1930er Jahre**
    **spätestmöglicher sicherer Zeitraum:** vor bzw. spätestens in den 1930er Jahren nachweisbar
    **Leporello:** weiterhin wahrscheinlich **frühe 1930er Jahre**

    ### Jetzt haben wir 9 von 12 Bildern

    | Nr. | Motiv | Aussage für die Datierung |
    | ----: | -------------------------------- | -------------------------------------------------- |
    | 1 | Feldberg und Feldberghaus | ältere Vorlage |
    | 2 | Menzenschwander Tal | ältere Landschaftsvorlage |
    | 3 | Bismarck-Denkmal | ursprüngliche Form |
    | 4 | Feldsee | älteres, häufig verwendetes Motiv |
    | 5 | Feldberger Hof | alter Bau, vor Neubau 1936 |
    | 6 | Todtnauer Hütte mit Belchen | **vor Brand 1932/33** |
    | 7 | Jägersmatte – Bärental – Titisee | ältere Vorlage |
    | 8 | Bärental | ältere Landschaftsvorlage |
    | **9** | **Titisee mit Feldbergmassiv** | **vorkriegszeitliche Vorlage sehr wahrscheinlich** |

    ### Eine wichtige Schlussfolgerung

    Je mehr Bilder wir sehen, desto stärker entsteht der Eindruck, dass **Schöning & Co. hier einen bereits vorhandenen Satz fotografischer Vorlagen zu einem winzigen Souvenir-Leporello zusammengestellt hat**.

    Deshalb würde ich die Datierung des **Leporellos** inzwischen nicht mehr aus dem vermeintlichen Aufnahmealter der einzelnen Fotos ableiten.

    Meine derzeitige Einschätzung bleibt:

    > **Herstellung/Vertrieb: ca. 1931–1934**
    > **Schwerpunkt: etwa 1932/33**

    Die **fotografischen Vorlagen** können dagegen teilweise bis in die **1910er Jahre** zurückreichen.

    Besonders interessant wird jetzt **Bild 10**. Wenn dort wieder ein konkretes Gebäude oder eine technische Anlage erscheint, können wir prüfen, ob es einen echten zeitlichen Fixpunkt gibt. **Drei weitere Bilder fehlen noch – ich würde die endgültige Datierung erst nach Nr. 12 festlegen.**

    [1]: https://www.ebay.de/itm/116974400223?utm_source=chatgpt.com "Landpost-Stempel Saig über Titisee auf passender AK SSt TITISEE Luftkurort 1938 | eBay.de"
    [2]: https://www.hochschwarzwald.de/_Resources/Persistent/7aee20624e5b2ac7cd2883d811bedb888bc44edd/Pocketguide_HSW_Hoehenklima_2023_DE_anischt.pdf?utm_source=chatgpt.com "Höhen
    klimaregion
    Hochschwarzwald
    Vital-Wandern in"
  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 16:04:27
    ### 8. Motiv: „Bärental“

    Dieses Bild ist als Datierungsbeleg **interessanter, als es auf den ersten Blick scheint**. Es zeigt das Bärental in einer sehr frühen, noch ausgesprochen wenig verbauten Situation.

    Beim Vergleich mit historischen Bärental-Aufnahmen fällt auf, dass die **Siedlungsstruktur und die Landschaft bereits deutlich vor der eigentlichen Leporello-Ausgabe dokumentiert sind**. Das Landesarchiv Baden-Württemberg besitzt beispielsweise einen Gemarkungsplan von Bärental mit dem Stand **1898/99**. ([Wikimedia Commons][1]) Auch historische Ansichtskarten mit Bärental und Titisee sind als Vorkriegsbildbestand überliefert. ([Wikimedia Commons][2])

    ### Was das Foto selbst verrät

    Auf der stark vergrößerten Aufnahme erkennt man:

    * den Blick über das **Bärental**,
    * die relativ verstreute Bebauung,
    * den bewaldeten Höhenzug im Hintergrund,
    * eine bereits vorhandene, aber noch wenig ausgebaute Verkehrs-/Wegestruktur,
    * keinerlei Hinweise auf eine spätere, stärker touristisch geprägte Bebauung.

    Das spricht für eine **ältere fotografische Vorlage**, wahrscheinlich aus den **1910er bis 1920er Jahren**.

    Allerdings ist hier Vorsicht geboten: Ein sehr ähnliches Motiv „Blick ins Bärental“ wurde noch **1940** als Ansichtskarte angeboten. ([eBay.de][3]) Das bedeutet, dass allein die Landschaft nicht ausreicht, um das Aufnahmejahr exakt festzulegen.

    ### Wichtig für unsere bisherige Datierung

    Dieses Bild **bestätigt die These der Wiederverwendung älterer Fotovorlagen**. Das Schöning-Leporello muss keineswegs aus dem Aufnahmejahr der einzelnen Bilder stammen.

    Nach **8 von 12 Bildern** würde ich deshalb momentan folgende Chronologie ansetzen:

    | Nr. | Motiv | wahrscheinlichste Vorlage |
    | ----: | -------------------------------- | ----------------------------------- |
    | 1 | Feldberg und Feldberghaus | ältere Vorlage |
    | 2 | Menzenschwander Tal | ca. 1910er–20er |
    | 3 | Bismarck-Denkmal | ca. 1905–20 |
    | 4 | Feldsee | ältere, vielfach verwendete Vorlage |
    | 5 | Feldberger Hof | vor 1936 |
    | 6 | Todtnauer Hütte mit Belchen | **vor 1932/33** |
    | 7 | Jägersmatte – Bärental – Titisee | ältere Vorlage |
    | **8** | **Bärental** | **wahrscheinlich 1910er–20er** |

    ### Meine Einschätzung des Leporello-Datums

    Ich würde die bisherige Datierung **nicht weiter auf 1932/33 festnageln**. Nach genauerer Betrachtung der Serie halte ich eine etwas breitere Spanne für seriöser:

    > **Schöning & Co., Lübeck – wahrscheinlich ca. 1930–1934, mit Schwerpunkt um 1932/33.**

    Die **Fotovorlagen selbst** dürften dagegen teilweise erheblich älter sein.

    Ein wichtiger neuer Punkt: Dass ein Motiv wie „Bärental“ auch noch um 1940 in nahezu gleicher Bildtradition verwendet wurde, zeigt, wie vorsichtig man bei der Datierung anhand von Landschaftsbildern sein muss. ([eBay.de][3])

    **Nr. 9 könnte jetzt besonders entscheidend werden.** Falls dort ein Gebäude, eine Bahn, ein Lift oder eine andere technische Anlage zu sehen ist, haben wir möglicherweise endlich einen echten **terminus post quem** für das Leporello.

    [1]: LABW-_Generallandesarchiv_Karlsruhe_H-1_Nr._48.jpg?utm_source=chatgpt.com" rel="nofollow">https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AAltglash%C3%BCtten_%28Feldberg_%28Schwarzwald%29_FR%29%2C_B%C3%A4rental_und_Neuglash%C3%BCtten_-LABW-_Generallandesarchiv_Karlsruhe_H-1_Nr._48.jpg?utm_source=chatgpt.com "File:Altglashütten (Feldberg (Schwarzwald) FR), Bärental und Neuglashütten - LABW - Generallandesarchiv Karlsruhe H-1 Nr. 48.jpg - Wikimedia Commons"
    [2]: https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AB%C3%A4rental_mit_Titisee%2C_Schwarzwald%2C_Ansichtskarte.jpg?utm_source=chatgpt.com "File:Bärental mit Titisee, Schwarzwald, Ansichtskarte.jpg - Wikimedia Commons"
    [3]: https://www.ebay.de/itm/366363041874?utm_source=chatgpt.com "Feldberg (Schwarzwald) Feldberg (Schwarzwald) Blick ins Bärental 1940 | eBay.de"
  • admin - Donnerstag, 13. August 2026 um 16:01:28
    ### 7. Motiv: „Blick von der Jägersmatte ins Bärental und auf den Titisee“

    Dieses Bild passt sehr gut in die bisherige Serie und liefert einen **interessanten zusätzlichen Hinweis**, allerdings keinen ganz so scharfen Datierungsanker wie die Todtnauer Hütte.

    Die Bildunterschrift ist klar lesbar: **„Blick von der Jägersmatte ins Bärental und auf den Titisee“**.

    Die Jägersmatte liegt am Aufstiegsweg zum Feldberg. Bereits im Reiseführer *Der Schwarzwald* von Ludwig Neumann, **1911**, wird der Weg vom Bärental über die Jägersmatte zum Feldbergerhof ausführlich beschrieben. Dort wird die Jägersmatte mit **1230 m** angegeben. ([Project Gutenberg][1])

    Das zeigt zunächst: **Das Motiv und der Aussichtspunkt waren spätestens um 1911 touristisch etabliert.** Es ist daher durchaus möglich, dass die fotografische Vorlage des Schöning-Leporellos aus der Zeit **vor dem Ersten Weltkrieg oder aus den 1920er Jahren** stammt.

    ### Interessant ist die Landschaft selbst

    Auf dem stark verkleinerten Foto erkennt man:

    * den Blick über das **Bärental**,
    * den **Titisee** im Hintergrund,
    * die damals noch sehr locker bebaute Landschaft,
    * überwiegend offene Wiesenflächen,
    * keine auffälligen modernen Bauten oder späteren touristischen Anlagen.

    Das passt hervorragend zu einer **älteren Aufnahmegeneration**.

    Der Vergleich mit der Literatur von 1911 ist besonders interessant, weil dort genau die Wegfolge **Bärental → Jägersmatte → Feldbergerhof** beschrieben wird. ([Project Gutenberg][1])

    ### Für die Datierung des Leporellos

    Dieses Bild spricht **nicht gegen 1932/33**, sondern eher dafür, dass Schöning für das winzige Leporello **ältere vorhandene Fotovorlagen** verwendet hat.

    Damit ergibt sich nach 7 von 12 Bildern:

    | Motiv | Datierungshinweis |
    | ------------------------------------ | -------------------------------------------- |
    | Feldberg und Feldberghaus | ältere Vorlage |
    | Menzenschwander Tal | ältere Landschaftsvorlage |
    | Bismarck-Denkmal | alte Bauform |
    | Feldsee | Motiv bereits früh verbreitet |
    | Feldberger Hof | alter Hof, vor Neubau 1936 |
    | Todtnauer Hütte | **alte Hütte, vor Brand 1932/33** |
    | **Jägersmatte – Bärental – Titisee** | **Aussichtspunkt bereits 1911 dokumentiert** |

    ### Eine wichtige Konsequenz

    Ich würde inzwischen **nicht mehr versuchen, das Erscheinungsjahr anhand des Alters der einzelnen Fotografien zu bestimmen**. Die Bilder sind offenbar ein Mix aus älteren fotografischen Vorlagen.

    Viel aussagekräftiger ist die Frage:

    > **Welcher Zeitraum lässt sich für die Zusammenstellung dieser ganz bestimmten 12 Motive bei Schöning & Co. nachweisen?**

    Nach den bisher sieben Bildern bleibt meine Einschätzung:

    **Schöning-&-Co.-Leporello: ca. 1931–1934**
    **Favorit: 1932/1933**

    Die **Bildvorlagen selbst** würde ich inzwischen wesentlich weiter fassen, ungefähr **1905–1931**.

    Besonders bemerkenswert ist, dass der historische Reiseführer von 1911 bereits nahezu dieselbe touristische Motivwelt dokumentiert: **Jägersmatte, Feldbergerhof, Bismarckdenkmal, Feldsee und Todtnauer Hütte**. ([Project Gutenberg][1]) Das erklärt sehr gut, warum dein winziges Leporello fotografisch teilweise deutlich älter wirkt als seine vermutete Druckzeit.

    **Dieses 7. Bild ist daher eher ein Beleg für die Verwendung älterer Vorlagen als ein Beleg für ein bestimmtes Aufnahmejahr.**

    Zeig mir Nr. **8** – bei den nächsten Motiven würde ich jetzt besonders auf **Gebäude, Türme und technische Anlagen** achten. Die könnten uns den tatsächlichen Herstellungszeitraum des Leporellos noch deutlich genauer eingrenzen.

    [1]: https://www.gutenberg.org/cache/epub/61891/pg61891-images.html?utm_source=chatgpt.com "The Project Gutenberg eBook of Der Schwarzwald, by Ludwig Neumann."