Sammeln von Leporello und Kleinbild-Foto-Mäppchen.

Photorello, Sammeln von Leporello und Photo-Mäppchen mit Kleinbild-Fotos als Reise-Andenken für das Foto-Album.

Home / Reg.Nr. in der DDR

Auf nahezu allen Druckerzeugnissen (Bücher, Prospekte, Umschläge, Verpackungen, etc.) der DDR befinden sich Drucknummern.

Nr.1

Die Lizenznummer war in der DDR eine Buchidentifikationsnummer. Sie wurde im Rahmen des Anfang der 1950er Jahre eingeführten Druckgenehmigungsverfahrens vergeben.
Das Druckgenehmigungsverfahren und damit die Regelungen zum Angeben der Lizenznummern in den Büchern hatte bis 1990 Bestand.

Die Lizenznummer bestand aus mehreren Teilen: In der Regel wurde zunächst die Nummer der Verlagslizenz angegeben.
Diese wurde meist durch einen Punkt und ein Leerzeichen („. “) von der Druckgenehmigungsnummer abgetrennt.
Einige Verlage wandten aber stattdessen auch andere Zeichen („/“, „–“ oder „·“) oder Leerzeichen an. Innerhalb eines Verlages wurde dies meist einheitlich gehandhabt.

Die Druckgenehmigungsnummer bestand aus drei Teilen, die mit einem Schrägstrich („/“) voneinander getrennt waren.

Im Laufe der Zeit entstand auch in der DDR der Bedarf, für ein Bestellsystem das Anfang der 1970er Jahre eingefürt wurde.

Mitte der 1980er Jahre wurde auch in der DDR – zusätzlich zu den Bestellnummern – die ISBN eingeführt.
Dazu wurden den DDR-Verlagen meist dreistellige ISBN-Verlagsnummern  zugewiesen.

Beispiel: Lizenz-Nr.: 301. 120/65/86; Bestell-Nr.: 611 532 1

 

Nr.2

Die Drucknummer setzt sich aus der Nummer der Druckerei, bzw. des Vervielfältigungsbetriebes und einer weiteren Nummer (Lizenznummer)zusammen.
E. Riehn, Wernigerode - IV-14-45 T 151/57
Die Druckereinummer (zbs.IV-14-45) besteht aus einer dreiteiligen voneinander getrennten Ziffernfolge, wobei eine der drei Ziffern in der Regel eine römische Zahl ist.
Häufig sind diese Zahlenblöcke durch / voneinander getrennt, es kommen jedoch auch andere Zeichen oder Leerzeichen vor.

Die Lizenznummer (zbs.T 151/57) steht in der Regel hinter der Druckereinummer, es gibt jedoch auch den umgekehrten Fall.
Die Lizenznummer besteht auch aus mehreren Teilen, die mit den o.g. Zeichen voneinander getrennt sind.
Die letzte Zahl der Lizenznummer stellt in der Regel das Jahr dar, in dem die Lizenz vergeben wurde (also nicht zwingend das Jahr des Druckes).

 

Nr.3

Die sogenannte Betriebsnummer oder Betriebs-Identifikationsnummer findet sich an nahezu allen industriellen Erzeugnissen der DDR und gibt einen direkten Hinweis auf den Hersteller.
Eingeführt wurden die Betriebsnummern im Jahr 1948.
Die Betriebsnummern waren zuerst neun- bis zehnstellig und wurden dann Mitte der 1950er Jahre, sechsstellig.
Ab dem 01. Januar 1971 wurden Betriebsnummern achtstellig.

Die Volkswirtschaftliche Grundsystematik (VG) stellt durch zweistellige Zahlen die Nummerungen für alle Gebiete da, z.B. Warennummerung, Betriebsnummerung, Gewerbesystematik.
Die VG war Bestandteil der Betriebsnummer.
Der erste (zweistellige) Nummernblock stand für den Wirtschaftszweig:

 

10 Land- und Forstwirtschaft 11 Landwirtschaft 15 Forst- und Jagdwirtschaft 18 Fischerei
20 Bergbau, Energie, Metallurgie 21 Bergbau 22 Mineralölwirtschaft einschl. Erdölwirtschaft 23 Energiewirtschaft 25 Steine und Erden 27 Eisen- und Stahlgewinnung 28 NE-Metallgewinnung 29 Gießerei
30 Eisen- und Metallverarbeitung 31 Stahl- und Metallbau 32 Maschinenbau 33 Fahrzeugbau 34 Schiffbau 35 Luftfahrzeugbau 36 Elektrotechnik 37 Optik und Feinmechanik 38 Eisen- und Metallwarenfertigung
40 Chemie 41 Anorganische Chemikalien 42 Steine und Erden 43 Pharmazeutika und Drogen 46 Chemische Spezialerzeugung 48 Chemisch-technische Fertigung 49 Gummi- und Asbestverarbeitung                            
50 Holz- und Kunstmassenverarbeitung 51 Feinmechanik 52 Glas 53 Sägerei und Holzbearbeitung 54 Holzverarbeitung 55 Papiererzeugung 56 Papierverarbeitung 57 Druck und Vervielfältigung 58 Kunststoffverarbeitung 59 Kulturbedarfsgut
60 Verbrauchsgüter 61 Ledererzeugung 62 Lederverarbeitung 63 Textilien 64 Bekleidung 67 Lebensmittelindustrie 68 Genußmittel
70 Bauwirtschaft 71 Hoch-, Tief- und Straßenbau 72 Wasser- und Kanalbau 73 Schornstein- und Feuerungsbau 74 Abbruch und Entrümpelung 78 Bauinstallation 79 Baunebengewerbe
80 Verkehrswesen 81 Nachrichtenwesen 82 Post 83 Schienenbahnen 84 Straßenverkehr 85 Schiffahrt 86 Luftverkehr 87 Verkehrsnebengewerbe 89 Gaststättenwesen
90 Handel und Geldwesen 91 Einzelhandel 92 Großhandel 93 Verlagswesen - ohne Presse - 94 Vermittlung und Werbung 98 Geld-, Bank- und Börsenwesen 99 Versicherungswesen
00 Dienstleistung und Verwaltung 01 Öffentliche Verwaltung 02 Rechtsberatung und Sicherheitswesen 03 Politische, sozial- und wirtschaftliche Organisation 04 Schule, Bildung, Forschung und Religion
05 Kunst, Film, Schaustellung 06 Gesundheitswesen, Hygiene, Sport 07 Häusliche Dienste 09 Berufslose

 

Regionaler Grundschlüssel

Die erste Ziffer dieses bis 1952 gültigen Kreisschlüssels diente der Bezeichung des jeweiligen Landes, aber nur die dann folgende 3-stellige Nummer wurde für die Bildung der Betriebsnummern herangezogen.